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  • Handy-Test: HTC Wildfire - die Budget-Lösung für Smartphone-Einsteiger

    HTC Wildfire im Test: Auf dem Smartphone-Markt sieht man momentan den Wald vor lauter Bäumen nicht und eine Kaufentscheidung sollte gut überlegt sein. Wir haben für Sie allerdings eine Einsteiger-Lösung für die ersten Smartphone-Schritte im Angebot.

    Windows Mobile, Android, WebOS, IOS (Apple), Symbian, Bada, Windows Phone 7 - diese bunte Betriebssystem-Auswahl steht am Anfang einer Smartphone-Entscheidung. Darauf folgen unzählige Geräte mit diesen Betriebssystemen, verschiedenen Prozessoren, Bildschirme, Speicherkapazität und noch zig andere Hardware-Merkmale.

    Überfordert? Was soll ich kaufen? Ein Blick auf das HTC Wildfire klärt viele der Fragen für Sie, stellt es doch einen Kompromiss aus Funktionsumfang und Preis dar.

    Auf dem HTC Wildfire ist das offene Betriebssystem Android von Google in der Version 2.1 installiert. Das ist gut so, denn kein Kunde sollte sich mehr ein Gerät mit Android 1.5 kaufen. Es sei denn, der Hersteller hat offiziell ein Update auf 2.1, besser auf 2.2 angekündigt. Auf der sicheren Seite ist man mit einem aktuellen 2.1-Gerät, die werden nämlich auf 2.2 aufgebohrt. Einen Überblick der Android Funktionen hat Wiki im Angebot. Im Detail: 1.5 ist langsam und viele Apps und Funktionen fehlen, 2.1 ist ideal, aber 2.2 bringt neben neuen Features einen extrem optimierten Programmcode mit, der selbst aus langsamen Handys wieder schnelle Smartphones macht .... mehr oder weniger.

    HTC Wildfire: Muss es immer Android sein?
    Und die Konkurrenz? Web OS ist ein sehr gutes OS von HP/Palm, allerdings sind die Geräte Pre und Pixie nicht ganz so günstig. Windows Mobile? Stirbt gerade aus, punktet aber mit sehr guten Windows-Schnittstellen (Mail, Kalender, Kontakte). Wenn WinMo, dann das HD2 von HTC. Einziger Haken, sehr teuer. Apple? Wenn Sie mit Itunes kein Problem haben, dann ist ein Apple-Handy für Einsteiger ebenfalls ideal, kostet allerdings auch sehr viel Geld. Der Rest der Bande ist zwar auch brauchbar, aber wir suchen ja ein günstiges Einsteiger-Gerät ohne Haken. Windows Mobile 7 ist noch ein Joker, aber da kommen ohnehin erst Ende des Jahres die ersten Geräte, momentan also uninteressant.

    HTC Wildfire: Die Technik
    Auf den ersten Blick fällt beim Wildfire das Display mit einer Größe von 3,2 Zoll auf. Wenn man von einem normalen Handy kommt, ist der Bildschirm riesig, wenn man ständig mit Smartphones arbeitet, gehören 3.2 Zoll zum unteren Durchschnitt. Zum Vergleich: Mit dem HD2 (Windows Mobile) bekommt man 4,3 Zoll, weitere Modelle mit 4,3 Zoll und mehr sind allerdings auch schon angekündigt. Aber es scheint sich abzuzeichnen, dass 3,7 Zoll mittelfristig als Standard etabliert wird. Wir müssen also damit leben, dass das Display des Wildfire etwas kleiner ist als "normal", dafür schleppt man auch nicht so einen Brocken mit sich herum. In Zahlen sind das 107 x 60 x 12 Millimeter, bei aktuellen Smartphones gilt sowas als "kompakt".

    Der kapazitive Touchscreen...Moment, kapazitiv? In Deutsch heißt es so viel wie: "Man kann mit dem Finger auf dem Bildschirm herum wischen und die Eingaben werden vom Betriebssystem verstanden. Daher auch "Touch-Display". Mehr Erleuchtung bringt vielleicht dieser Wiki-Artikel, ist aber nicht unbedingt nötig. Das HTC Wildfire zeigt Bilder auf dem 3,2-Zoll-Bildschirm in einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln an. Das geht zwar besser, aber eben auch teurer.


    HTC Wildfire: Geringe Display-Auflösung = unbrauchbar?
    In der Praxis kann man so Youtube-Video und Webseiten durchaus lesen, bei geringer Vergrößerung der Inhalte kann man aber die kleinen Pixel durchaus erkennen. Wer ab und an eine Mail liest und eine Information im Internet nachschlagen will, kann dies auch mit der vergleichsweise geringen Auflösung ohne Probleme erledigen. Wer allerdings von einem High-End-Gerät mit höherer Auflösung kommt, wird den Unterschied schnell merken und die bessere Auflösung vermissen. Um es auf den Punkt zu bringen: Wer denkt, unsere Hauptseite von PC Games Hardware ohne Zoom betrachten zu können, hat falsch gedacht, ohne Zoom ist die Schrift unlesbar. Aber wir reden ja von einem Einsteiger-Smartphone, sehen Sie dieses Gerät einfach als Gradmesser für Ihre späteren Bedürfnisse.

    HTC Wildfire: Chipsatz und Prozessor
    Unter der Haube des HTC Wildfire steckt ein 528 MHz-Prozessor (MSM7225) von Qualcomm, die gleiche Technik kommt im höher auflösenden Hero zum Einsatz. Sollten Sie ein HTC Hero bei Ebay für wenig Geld entdecken, wäre dieses Gerät daher wegen der Auflösung die bessere Wahl. Allerdings wird das Hero kein 2.2-Update bekommen. Der Prozessor der beiden Geräte reicht völlig für alltägliche Anwendungen aus und hat den Vorteil, dass er nicht ganz so viel Strom zieht wie die hochgezüchteten Chipsätze der High-End-Modelle. Sicher, beim Webseitenwechsel oder im Zoom-Mode nimmt sich das Handy auch mal eine kurze Bedenkzeit, aber nichts, was einem den Spaß gründlich vermiesen würde - der Abstand zu den Platzhirschen ist nicht so gewaltig.

    HTC Wildfire: Speicher
    Das Wildfire bietet 512 MByte ROM und 384 RAM, darüber hinaus kann noch mit einer SD-Karte auf 32 GByte aufgebohrt werden. Für die Standard-Anwendungen sind diese Ausstattungsmerkmale völlig in Ordnung, in der Praxis muss man vielleicht mal eine Sekunde länger auf einen Ladevorgang warten. Mit 2.2 können Apps dann auch auf die SD-Karte ausgelagert werden und das geringe Speicherangebot verliert an Bedeutung.

    HTC Wildfire: Kamera und Videos
    Das Wildfire bietet eine 5 Megapixel-Kamera samt Autofokus und LED-Blitz. Das Gerät ermöglicht Bilder mit einer Auflösung von 2592 x 1944 Pixel, die Endergebnisse liegen auf Schnappschuss-Niveau - das Gerät tendiert zu überbelichteten Bildern und selbst bei guter Ausleuchtung schaltet sich sehr oft der Blitz dazu. Brauchbar und besser als nix, aber selbst das Desire bekommt bessere Bilder hin, ganz zu schweigen vom Iphone 4. Videos sehen ganz ordentlich aus - den Youtube-Vergleich hält das Wildfire auf jeden Fall stand, wichtige Events wie Hochzeiten würden wir jedoch dann doch lieber mit einem professionellen Gerät aufnehmen.

    Bildergalerie: Handy
    Bild 1-3
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    HTC Wildfire: Betriebssystem - Android mit Sense
    Bei unserem Testgerät kommt wie bereits erwähnt Android 2.1 zum Einsatz, ein Update auf 2.2 wird folgen. HTC spendiert dem Wildfire die hauseigene Sense-Oberfläche, quasi eine grafische Erweiterung des klassischen Android-UI. Im Vergleich zum Hero oder Desire wird bei dieser Sense-Version aber auf 3D-Animationen verzichtet. Dafür hat man zwar keine schönen Gewitterwolken beim Wetter-App auf dem Startscreen, dafür reagiert das Gerät aber sehr fix auf Eingaben und auch die Batterielaufzeit wird es HTC danken. Darüber hinaus wurden Twitter und Facebook tief in Sense integriert - so können Profile direkt mit Facebook-Link angelegt werden. Beim nächsten Anruf des Freundes sieht man dann sein aktuelles Facebook-Profilbild und auch sonstige Updates sind einsehbar. Ganz nett.

    HTC Wildfire: Batterielaufzeit
    Das HTC Wildfire besitzt einen 1.300 mAh-Akku, für aktuelle Geräte Standard. In Anbetracht der "genügsamen" Komponenten des Wildfire sollte so ein Betrieb ohne Einschränkungen von 2 Tagen möglich sein. Ausführliche Tests fehlen noch, allerdings kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass das Wildfire besser performt als ein HTC HD2, ein HTC Desire oder ein iPhone 4 - in Sachen Laufzeit versteht sich. Hier kommt es ganz drauf an, wie oft man GPS (Kartenanzeige und Navigation), WLAN (Download mit höherer Geschwindigkeit) und Bluetooth verwendet.

    HTC Wildfire: Kritikpunkte
    Mal die Durchschnitts-Hardware außen vor gibt es schon einige Dinge, die nerven. Da wäre beispielsweise die Tatsache, dass man das Gerät nur über den Power-Knopf aus dem Stand-by holen kann, bei anderen Geräten reicht dazu ein Druck auf eine x-beliebige Taste. Die Touch-Versionen der Tasten empfinde ich auch als nicht ganz so gut wie mechanische, gleiches gilt für den Scroll-Sensor unten in der Mitte. Auch die Gesamtübersicht aller Homescreens mit Sense ist ziemlich nutzlos, da die geringe Auflösung diese wie kleine Legosteine erscheinen lässt. Details, aber kein massiver Patzer.

    Fazit: Die Konkurrenz ist auf ganzer Breite schneller, besser und ... teurer.
    Das Wildfire ist eine Vernunftsentscheidung. Alltägliche Anforderungen erledigt es ohne Murren und auch sonst ist es eher unspektakulär. Wenn Sie keine Erfahrung mit Smartphones haben und sich in der Praxis dem Thema nähern wollen, wäre das HTC Wildfire der ideale Partner für Sie, denn die nächste Smartphone-Generation kommt - ganz bestimmt. Bei Amazon kostet des HTC Wildfire rund 260 Euro, andere Anbieter liegen bei rund 230 Euro.

    Pro:
    - Preis
    - Abmessungen
    - Gewicht
    - Design
    - Laufzeit

    Contra:
    - Display-Auflösung
    - Kamera-Qualität
    - CPU-Power
    - Touch-Tasten
    - Optisches "Trackpad"

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    Es gibt 24 Kommentare zum Artikel
    Von Trefoil80
    Für Smartphone-Einsteiger reicht bereits das Nokia 5230 für 120 EUR inkl. kostenloser Navigationslösung und die…
    Von fuddles
    HTC Arthemis zB. Die sind da recht "kreativ" in ihrer Namensgebung hahaAber Wildfire für ein Einsteiger Smartphone…
    Von JBX
    Die Namen bei HTC sind immer wahllos gewählt... Vor 2-3 Jahren hat man mit den Geräten die griechische Mythologie…
    Von Vhailor
    Noch habe ich auch eins mit teilweise Querverweisen von O2. Etwas hinderliches konnte ich daran aber nicht feststellen…
    Von der-sack88
    Meins ist ohne Branding, an dem wurde von O² absolut nichts verändert.Und 3 von meinen Kumpels haben ebenfalls das…
      • Von Trefoil80 BIOS-Overclocker(in)
        Für Smartphone-Einsteiger reicht bereits das Nokia 5230 für 120 EUR inkl. kostenloser Navigationslösung und die Möglichkeit, Apps zu verwenden (über den Ovi-Store, viele kostenlose Apps). Einzig die 2 Megapixel-Kamera ist nicht der Ultra-Bringer, aber für den Preis ist das egal.
        Ansonsten bin ich mit dem Nokia voll zufrieden. Habe mir noch eine 16GB SDHC-Karte für 32 EUR dazubestellt.

        So brauche ich Steve Jobs keine 500 EUR für das iPhone in den Rachen zu werfen und habe eine vergleichbare Funktionalität...

        Das HTC Wildfire würde ich auch nicht gerade als "Budget-Lösung für Smartphone-Einsteiger" einstufen...
      • Von fuddles BIOS-Overclocker(in)
        HTC Arthemis zB. Die sind da recht "kreativ" in ihrer Namensgebung haha

        Aber Wildfire für ein Einsteiger Smartphone finde ich auch net so pralle.
      • Von JBX Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Vhailor


        Was ich bei dem Wildfire allerdings nicht ganz verstehe, ist die Namensgebung. Wie kann ich denn ein Einsteiger-Handy (bzw -Smartphone) "Wildfire" nennen ?! Wie wäre es mit "Light" oder "Sun" oder "Move" oder sonst was schlichteres . "Wildfire" impliziert für mich jedenfalls ... etwas mehr Technik.


        Die Namen bei HTC sind immer wahllos gewählt... Vor 2-3 Jahren hat man mit den Geräten die griechische Mythologie abgeklappert und nun erfindet man selbst irgendwas
      • Von Vhailor Software-Overclocker(in)
        Zitat von der-sack88
        Meins ist ohne Branding, an dem wurde von O² absolut nichts verändert.
        Noch habe ich auch eins mit teilweise Querverweisen von O2. Etwas hinderliches konnte ich daran aber nicht feststellen. Hab das Handy eh nach ein paar Monaten gegen nen HD2 getauscht und bin grade dabei es loszuwerden.

        Was ich bei dem Wildfire allerdings nicht ganz verstehe, ist die Namensgebung. Wie kann ich denn ein Einsteiger-Handy (bzw -Smartphone) "Wildfire" nennen ?! Wie wäre es mit "Light" oder "Sun" oder "Move" oder sonst was schlichteres . "Wildfire" impliziert für mich jedenfalls ... etwas mehr Technik.
      • Von der-sack88 Software-Overclocker(in)
        Meins ist ohne Branding, an dem wurde von O² absolut nichts verändert.

        Und 3 von meinen Kumpels haben ebenfalls das 5800XM, und 2 davon dieselben Probleme. Nur waren die bei beiden noch schlimmer, und beide haben ihre Geräte eingeschickt. Jetzt laufen die so ungefähr wie meins.
        Jedes mal wenn ich es ein bisschen beanspruch (ein bisschen heißt in dem Fall z.b. nur Opera Mobile) hängt es sich nach wenigen Minuten auf. Mit dem Rest könnte ich leben, aber das ist echt nervig.
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HTC Wildfire im Test: Auf dem Smartphone-Markt sieht man momentan den Wald vor lauter Bäumen nicht und eine Kaufentscheidung sollte gut überlegt sein. Wir haben für Sie allerdings eine Einsteiger-Lösung für die ersten Smartphone-Schritte im Angebot.
http://www.pcgameshardware.de/Handy-Smartphone-229953/News/Mobile-759212/
27.06.2010
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2010/05/HTC-Wildfire-Android.jpg
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