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  • Samsung GT-S8500 Wave im Test: Gutes Smartphone mit leichten Schwächen

    Mit dem Wave hat Samsung das erste Gerät mit dem neuen Betriebssystem Bada vorgestellt. WIr haben uns das Gerät genauer angeschaut.

    Samsung Wave (9) Samsung Wave (9) Quelle: Samsung Auf den ersten Blick könnte man das Samsung Wave mit einem der vielen aktuellen Android-Smartphones verwechseln, doch beim Wave betritt zum ersten Mal das neue Betriebssystem Bada die Mobile-Bühne. Laut Samsung soll Bada zukünftig sowohl im Smartphone, als auch im Budget-Segment eingesetzt werden - dazu passt auch die Plattform-Architektur von Bada, da man je nach Hardware aus verschiedenen Varianten wählen kann. Ein zugehöriger App Store ist seit letztem Jahr aktiv, allerdings sind bislang erst weniger als 1.000 Apps verfügbar - mit dem IOS 4- oder Android-Support kann man sich als noch lange nicht messen.

    Samsung Wave - Rechenpower und Bildschirm
    Auch beim Wave ist das Herzstück ein Hummingbird-Prozessor auf Cortex-A8-Basis, dieser taktet mit 1 GHz und soll laut unbestätigten Angaben 1 Watt verbrauchen - das Design ist dem des Apple A4 ähnlich, beide Prozessoren werden in SoC-Bauweise gefertigt. Der CPU zur Seite stehen 512 MiByte RAM, darüber hinaus besitzt das Gerät noch 2 GByte internen Speicher, der via Micro-SD-Karte auf insgesamt 32 GByte aufgebohrt werden kann. Samsung hat das Galaxy S mit einem zusätzlichen Grafikprozessor ausgestattet.

    Das verwendete Display ist mit rund 3,3 Zoll zwar kleiner als beim Galaxy S aber auch hier beträgt die maximale Auflösung 800 x 480 Pixel. Ein echtes Highlight des Wave ist ebenfalls die Super AMOLED-Technik, die im Vergleich zu herkömmlichen Handys deutlich knackigere Farben und bessere Blickwinkel erlaubt. Die Pixeldichte liegt bei 233 ppi, das ist also unter Iphone 4-Niveau. Das Super AMOLED-Display des Wave ist neben dem Retina-Display des Iphone 4 eines der besten Modelle auf dem Markt.

    Auch die Touch-Funktionen des Geräts sind sehr gut gelungen. So werden alle Eingaben zum einen Präzise umgesetzt, zum anderen ist die Erkennung sehr genau - im alltäglichen Betrieb gibt es somit keine Kritikpunkte an der Touch-Implementierung.

    Samsung Wave - Fotos und Videos
    Auch beim der Kamera kommt bewährte Galaxy S-Technik zum Einsatz, allerdings spendiert Samsung dem Wave noch ein LED-Licht, was vor allem in Räumen bei schlechter Beleuchtung für deutlich mehr Details und weniger Rauschen sorgt. Grundsätzlich sind beide Kameras aber "echten" Digicams unterlegen.

    Das Wave nimmt Bilder mit einer maximalen Auflösung von 2.560 x 1.920 Bildpunkten (5 Megapixel) auf und bietet eine Autofokus-Funktion an. Alle Bilder bei guter Beleuchtung sind sehr gut gelungen und auch die Auslösezeit ist für Smartphone-Verhältnisse sehr gut. Im Grenzbereich bei wenig Licht setzt sich das Wave etwas vom Galaxy S ab.

    Videos werden mit 720p (1.280 x 720 Bildpunkte) bei 30 Bildern pro Sekunde aufgenommen. Auch hier ist die Qualität gut bis sehr gut, die Videos sind auf jeden Fall Youtube-tauglich, wichtige Events sollte man aber dennoch lieber mit einem HD-Camcorder aufnehmen.

    Allerdings fällt beim Video und vor allem bei der Kamera die geringe Auslöseverzögerung auf - sehr gut. Ein weiteres Bonbon ist die sehr einfache Panorama-Funktion. Sie müssen dem Handy nur den Startpunkt der Aufnahme sagen, dass Gerät sagt Ihnen dann, welchen Punkt Sie als nächstes fokussieren müssen und löst insgesamt 4 Mal selbsttätig aus. Selbst schnelle Panoramabilder aus der Hand können sich sehen lassen.

    Samsung Wave - die Software
    Wie bereits erwähnt verwendet Samsung beim Wave das Bada-Betriebssystem, welches modular aufgebaut ist und je nach Hardware angepasst werden kann. Bei unserer Testsoftware kann man momentan von der High-End-Version ausgehen. Auf den ersten Blick fühlt man sich sehr an Android erinnert, Samsung verwendet überdies die TouchWiz 3.0 UI als Bedienungsoberfläche - die gleiche Software-Schnittstelle kommt auch beim Galaxy S zum Einsatz, allerdings mit Android als Unterbau.

    Beim Wave können Sie bis zu 10 Startbildschirme anlegen, die wie von Smartphones gewohnt von rechts nach links geschoben werden können. Durch einen Klick auf den Home-Button kommen Sie zum "Hauptbildschirm", durch einen Doppelklick wird ein universelles Suchfenster geöffnet, welches über Reiterkarten dirigierbar Ihre Social Networks, das Internet oder das Gerät durchsucht. Oben rechts in der Ecke des Hauptbildschirms ist ein Shortcut zu allen Widgets auf dem Handy. Eine lustige Sache hat sich Samsung zum Unlock einfallen lassen. Normalerweise reicht es, den Unlock-Screen mit dem Finger in eine Richtung zu bewegen. Wenn Sie allerdings einen Anruf oder eine Nachricht verpasst haben, müssen Sie ein Puzzelteil an eine bestimmte Stelle des Bildschirms bewegen - in diesem Puzzelteil sind Infos zum verpassten Event.

    Die obere Leiste des Bildschirms lässt sich herunterscrollen, darunter befindet sich ein Schnellzugriff auf die Stummschaltung, WLAN und Bluetooth. Unvermeidlich scheint auch die Integration von Facebook, Twitter und Co. in die herkömmlichen Kontakte zu sein. So können Sie bestehende Accounts Ihren Kontakten zuordnen und erhalten so einen "Friend-Stream", wie man ihn auch von HTC her kennt - allerdings ist die Zuordnung sehr umständlich und man sollte sich einen Nachmittag Zeit nehmen um sein Wave auf die eigenen Bedürfnisse vollständig einzurichten.

    Samsung Wave - Video-,Web und Sprachqualität
    Auch wenn beim Wave kein zweites Mikrofon zur Geräuschunterdrückung vorhanden ist, kann man doch selbst beispielsweise auf einem belebten Bahnhof Gespräche führen und wird auch verstanden. Darüber hinaus ist die Empfangsleistung bei unseren kurzen Tests keinmal eingebrochen - egal wo und wie man das Gerät in Händen hält. In Sachen SSM und MMS hat man die Funktionen in einem Kontext-Menü untergebracht, so hat man Zugriff auf viele Kommunikationsmöglichkeiten, sei es Social Networks, Mail oder eben SMS. Allerdings ist die Rechtschreibkorrektur nervig, da diese beim Schreiben die Wörter eigenständig verändert, doof nur, wenn das geschriebene Wort nicht im Wörterbuch enthalten ist, dann muss man nämlich immer umständlich das Wort hinzufügen. Das geht auch besser, wie man bei beispielsweise bei HTC sieht.

    Die Internet-Geschwindigkeit und der mobile Datentransfer funktioniert gut, auch wenn in einem gut gesicherten Firmen-WLAN ab und zu die Verbindung gänzlich abbricht und neu gestartet werden muss. Im "normalen" WLAN-Umfeld ist dies allerdings kein Thema - Konfigurationssache also.

    Beim Ansteuern vieler Seiten mit Flash landet man auf der Mobile-Seite des Angebots, beispielsweise bei Youtube. Die Videos werden sehr schnell geladen und werden in sehr guter Qualität wiedergegeben. Wir hatten allerdings mit Flash auf der Standard-Youtube-Webseite Probleme, hier wollte kein Video zuverlässig starten. Alles in allem ist der Browser nicht ganz so modern wie beispielsweise beim iPhone, hier sollte Samsung noch dringend nacharbeiten. In Sachen Video-Wiedergabe lässt das Wave allerdings keine Wünsche über, Formate wie MP4, H.264, DivX und Xvid werden unterstützt und liefen bei unseren Tests problemlos.

    Samsung Wave - die Akkuleistung
    Anscheinend hat Samsung beim Wave viel Wert auf eine App-Integration gelegt, die nicht verschwenderisch mit der Leistung des 1.500 mAh-Akkus umgeht. Im normalen Betrieb konnten wir eine Laufzeit von zwei Tagen erreichen und bei intensiver Nutzung war noch ein tag drin - Handys vom Schlag eines Desire oder Galaxy S halten nicht so lange. Bei deaktivierten Push-Nachrichten war das Gerät sogar noch länger betriebsbereit. Eine WLAN-Hotspot-Funktion bietet das Gerät zwar auch, aber in der kürze der Zeit konnten wir dieses Feature hinsichtlich Akkulaufzeit nicht testen, aus unseren Erfahrungen sollten Sie jedoch davon ausgehen, dass mit Hotspot die Leistung drastisch abnimmt.

    Fazit: Samsung Wave
    Das Samsung Wave hat auch Schattenseiten, so fehlt eine brauchbare Outlook-Sync für Outlook, das Gerät ist für die Bildschirmgröße eine Idee zu groß ausgefallen und die GPS-Leistung lässt manchmal zu wünschen übrig. In wie weit dies in einem Dauertest oder mit Updates ins Gewicht fällt, muss sich noch zeigen. Auf der Habenseite bietet das Gerät solide Leistung und teilweise sehr hohe Geschwindigkeit, nur um auf der anderen Seite mit einem veralteten Browser zu nerven. Allerdings vermuten wir, dass Samsung diese Kritikpunkte mit einem Update beheben kann. Fragt sich nur wann. Bei Amazon kostete das Samsung Wave momentan 312 Euro - ist also deutlich billiger als beispielsweise das HTC Desire für 480 Euro. Einsteiger haben mit diesem Gerät auf jeden Fall mehr Spaß als mit dem HTC Wildfire.

    Positiv:
    - Display
    - Akku-Laufzeit
    - Kamera
    - Video-Wiedergabe

    Negativ:
    - Webbrowser
    - GPS-Geschwindigkeit
    - Software (Kies)

  • Handy
    Handy
    Es gibt 25 Kommentare zum Artikel
    Von Sp3cht
    Die Rechtschreibhilfe kann man ausschalten, ich schreibe immer ohne und es geht total super. Als hilfe kann man das…
    Von Mentor501
    Die ppi Zahl stimmt überhaupt nicht! Es sind 233ppi beim Galaxy aber 282ppi beim wave!
    Von Naumo
    + ich hab beide und das wave is um einiges besser.. mac fanboys wollen nur nicht zugeben dass ein 1000€ handy…
    Von fuddles
    Aha welches Handy ist den besser? Ich kenn keins Alle Handys haben Vor und Nachteile.Nenn mir eins was technisch…
    Von FortunaGamer
    Das Handy hat mir nicht schlecht gefallen, vorallen da Display. Aber ich wollte doch lieber ein besseres Handy haben.
      • Von Sp3cht PCGHX-HWbot-Member (m/w)
        Zitat von Stroiner


        Das mit der Rechtschreibhilfe könnte auf Dauer natürlich schon nervig werden, ich weiß ja nicht, wie sehr sich das zeigt.
        Die Rechtschreibhilfe kann man ausschalten, ich schreibe immer ohne und es geht total super. Als hilfe kann man das Vibrieren bei jedem Tastenanschlag erhöhen, und somit merkt man super ob man sich vertippt hat... simuliert sozusagen eine "realen knopfdruck" in einer gewissen hinsicht.

        Es ist absolut der Iphone Killer schlechthin!

        Bin mit dem Handy absolut zufrieden.

        Ich persönlich kann behaupten dass insgesamt das Wave besser ist als das hauseigene Galaxy.

        Habe beide getestet, und das Wave besitze ich selbst.

        Und überhaupt für den Preis, zudem hat das Galaxy ja nur 7,2Mbit statt 3,2 ... dafür hat das wave einen blitz...

        Wer was braucht muss jeder selbst herausfinden... und ob die 100€ aufpreis aufs Galaxy gerechtfertigt sind...

        Android verbraucht mehr leistung als das Bada...

        Ja es gibt wenig apps fürs Bada im moment, aber sie wachsen täglich,....

        @ PCGH die gps ortung ist mies, allerdings wurde es mit der neuen Googlemaps java version behoben.

        Und der WEbbrowser... ja der ist halt nocht nicht zu 100% ausgereift, da muss sich das wave leider bisschen geschlagen geben. allerdings arbeitet samsung schon an den entsprechenden Updates.

        Zudem wurden bereits mit neuen Firmware- Updates ein paar bugs behoben.

        DArüber hinaus ist das DEsign und die Verarbeitung des Gehäuses insgesamt edler und besser als das des Galaxy, nämlich aus Alu und nicht aus plastik, ist schmäler und liegt dadurch auch besser in der hand.

        Die Akkuabdeckung lässt sich außerdem bequem durch einen Pushknopf öffnen, wonach sie leicht aufspringt. Damit erspart man sich dieses lästige schieben des Deckels, wo vl. auch diese häckchen abbrechen können, und das ganze nach einiger zeit klapprig wird.
      • Von Mentor501 PC-Selbstbauer(in)
        Die ppi Zahl stimmt überhaupt nicht!
        Es sind 233ppi beim Galaxy aber 282ppi beim wave!
      • Von Naumo Software-Overclocker(in)
        Zitat von ich558
        Soso! Bevor man sowas schreibt sollte man erst mal ein iPhone ein paar Stunden bedient haben und nicht einfach Behauptungen ohne Beweise in den Raum werfen.
        +

        ich hab beide und das wave is um einiges besser.. mac fanboys wollen nur nicht zugeben dass ein 1000€ handy schlechter sein kann als eines dass 300 kostet..
        warum das galaxy aber so teuer is im gegensatz frag ich mich.. selbe hardware, grösserer display.. und das OS is auch noch opensoource
      • Von fuddles BIOS-Overclocker(in)
        Aha welches Handy ist den besser? Ich kenn keins
        Alle Handys haben Vor und Nachteile.

        Nenn mir eins was technisch besser ausgestattet ist. Falls du eins findest rechnet damit das ich die Argumente zerpflücke.

        http://handylist.de/handy...

        Ach ja, einziger Kritikpunkt dem ich zustimme laut dem PCGH Test ist der nicht besonders pralle Webbrowser. Aber da bada offenes OS wird bald was folgen
      • Von FortunaGamer Volt-Modder(in)
        Das Handy hat mir nicht schlecht gefallen, vorallen da Display. Aber ich wollte doch lieber ein besseres Handy haben.
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"Mehr Spaß als mit dem HTC Wildfire"
Mit dem Wave hat Samsung das erste Gerät mit dem neuen Betriebssystem Bada vorgestellt. WIr haben uns das Gerät genauer angeschaut.
http://www.pcgameshardware.de/Handy-Smartphone-229953/News/Mehr-Spass-als-mit-dem-HTC-Wildfire-763758/
10.07.2010
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2010/05/Wave_S8500_08.jpg
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