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      • Von Superwip Lötkolbengott/-göttin
        Zitat
        Du willst Vorschriften abschaffen, an die diejenigen, die Ahnung haben, sich eh halten und die anderen haben halt Pech?

        Ganz genau und nicht nur beim Verlegen von Kabeln auf Öffentlichem Grund. Gesetze sollten die Bürger nicht vor sich selbst schützen.

        Jedenfalls ist das Verlegen von Kabeln auf öffentlichem Grund mit einem maßlos übertriebenen bürokratischen und meist auch technischen Aufwand verbunden und die direkte Anbindung eines selbst verlegten Kabels an einen DSLAM ist praktisch unmöglich. Entsprechende gesetzliche Regelungen die es Vereinen, kleinen Firmen und Privatpersonen möglich machen würden eigene Kabel zu verlegen, eigene lokale Netze aufzubauen und direkt zu vertretbaren Preisen an DSLAMs anzubinden (man bedenke: aus Sicht des DSLAM-Betreibers entfällt hier viel Installations- und Wartungsaufwand) hätten ein gigantisches Sparpotenzial beim Netzausbau auf dem Land.

        Das Verlegen eines Kabels ist ja wirklich keine Hexerei. Entsprechend maßlos übertrieben sind die gegenwärtig üblichen Ausbaukosten. Verursacht eben durch eine Überregulierung und einem Quasi-Oligopol weniger großer Firmen deren Interesse am Ausbau sich angesichts lokaler Leitungsmonopole oft sehr in Grenzen hält.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Also in kurz:
        Du willst Vorschriften abschaffen, an die diejenigen, die Ahnung haben, sich eh halten und die anderen haben halt Pech?
        Klingt nach einem großen Fortschritt für den Ausbau
      • Von Superwip Lötkolbengott/-göttin
        Zitat
        "Sind die Kupfer-Kabel erst bis zum Anschlussinhaber verlegt (klassisches Telefonnetz) kann man die Bandbreite alleine durch billige Aufrüstung der Endgeräte erhöhen."
        Das stimmt nicht. ADSL2 war die letzte Technik auf Kupferbasis die nicht unüblich kurze Leitungen vorausgesetzt hat. Mit jedem weiteren Kupfer-Aufrüstungsschritt muss man das Glasfaserkabel näher zum Kunden legen was jeden Aufrüstungsschritt teuer macht. Warum nicht gleich zu Ende denken?

        Zitat
        Kostengünstig 25 GBit/s*Faser über eine Entfernung von wenigsten einem Kilometer, mit DAU-sicherer Endgerätetechnik?
        Wo genau kann ich solche Technik kaufen?
        FibreChannel-Karten, Kostenpunkt min. 500-600 € für eine Verbindung zwischen zwei Punkten, schaffen nicht einmal ein Drittel über gerade einmal 1/8 der Strecke. Nicht eingerechnet den Ausbau der Backbones, bei denen die Gbit/s eher noch teurer sind und somit vermutlich schon der Ausbau zur Versorgung eines 100er Blocks 100 MBit/s Vectoring-Leitungen ein Problem wird.
        1GBit/s ist heute kostengünstiger Standard und damit bereits (seit Jahren) weit besser als alles was sich gegenwärtig per Telefonkabel realisieren lässt (geschweige denn über km). Mehr wird in Zukunft kostengünstig werden. Zunächst 10GBit/s, das ist schon absehbar, aber die Technologie für einen noch weiter gehenden Ausbau ist grundsätzlich bereits heute vorhanden und muss nur billiger gemacht werden. Telefonkabel hat dagegen praktisch kein Ausbaupotential jenseits von VDSL-2 mit Vectoring. Und bereits VDSL eignet sich nur schlecht für die im Original Telefonnetz üblichen Kabellängen. G-Fast ist ein Paradebeispiel dafür in welcher Sackgasse man hier bereits jetzt ist wenn man die erreichbaren Kabellängen betrachtet.
        FibreChannel hat mit FTTH nichts zu tun.

        Die gegenwärtige Technik für FTTH ist Ethernet und das wird sie wohl immer bleiben. Und alleine das ist schon ein Vorteil denn damit hat de-facto zumindest technisch gesehen jeder Kunde eine echte, symmetrische Ethernet-Standleitung und alles baut auf Standardtechnik auf.
        Standardtechnik für FTTH ist gegenwärtig (bei halbwegs neu verlegten Netzen) 1000BASE-LX, das geht bis (über) 5km wobei bei langen Leitungen auf 1000BASE-LX10 zurückgegriffen werden kann mit dem man (über) 10km erreichen kann. Das sollte bereits ausreichen um alle im Zuge des VDSL Ausbaus errichteten DSLAMs überflüssig zu machen.

        Als Nachfolger steht 10GBASE-LR in den Startlöchern das auch in der Standardversion 10km schafft (mehr Reichweite+ mehr Geschwindigkeit in einem Paket? Das gibt es bei Kupfer nicht...).

        Und als übernächste Evolutionsstufe gibt es dann 40GBASE-LR4 und 100GBASE-LR4; diese nutzen 4 gebündelte Fasern (was wohl der Hauptgrund dafür ist das meist bereits heute 4 Fasern pro Anschluss verlegt werden) und erreichen ebenfalls (über) 10km 40GBit/s bzw. 100GBit/s. Endgeräte sind zwar noch rar und sehr teuer aber derzeit sind solche Geschwindigkeiten aus Sicht des durchschnittlichen Internetkunden sowieso völlig utopisch und ich halte es für ausgeschlossen das so etwas jemals über ein konventionelles Telefonkabel von mehr als ein paar Metern Länge erreicht werden kann.

        An einem Ethernetstandard mit 400GBit/s über 4 Fasern wird gegenwärtig gearbeitet ebenso an 40/100GBit/s über eine Faser. Diese zukünftigen Standards sollten jedenfalls auch wenigstens 10km Reichweite ermöglichen.

        Monomoden-Glasfaserkabel sind ein viel besseres Medium für die Telekommunikation. Bei einem konventionellen Telefonkabel nimmt bei zunehmender Entfernung neben der Dämpfung auch das Rauschen immer weiter zu und der Signal-Rausch Abstand verschlechtert sich. Die nicht geschirmten Adernpaare beeinflussen sich gegenseitig elektrisch und es gibt unkalkulierbare Störeinflüsse aus der Umwelt.

        Bei Monomoden Glasfaserkabeln gibt es praktisch kein Rauschen und praktisch keine gegenseitige Beeinflussung der Fasern und die Dämpfung ist um Größenordnungen geringer als bei einem Telefonkabel. Die erreichbare Geschwindigkeit ist praktisch nur von den Endgeräten abhängig auch wenn das Kabel sehr lang ist, das Medium selbst hat praktisch keine Limitierungen. Und Endgeräteseitig hat man das technisch machbare bei LWL noch lange nicht ausgereizt, selbst mit dem zukünftigen 400GBit/s Ethernet. Prinzipiell sollten mittelfristig wenigstens einige zehn TBit/s pro Faser erreichbar sein wenn man es wirklich darauf anlegt, auch über kilometerlange Fasern (ob es dafür mittelfristig überhaupt einen Bedarf gibt sei dahingestellt). Es werden ja auch regelmäßig entsprechende Rekorde im Labormaßstab aufgestellt.

        Die Kupfertechnik ist dagegen, wie gesagt, gegenwärtig bereits weitgehend ausgereizt. Die neuen Standards bauen vor allem darauf auf das sie die bessere Signalqualität über entsprechend kürzere Kabel besser ausnutzen. Aber dafür reicht eben ein Austausch der Endgeräte nicht aus. Auch das Vectoring ist ja eine ziemlich verzweifelte Maßnahme, man versucht hier ja nicht weniger als die gegenseitigen Störeinflüsse der Adern herauszurechnen und die Signale so zu korrigieren. Ich denke das zeigt eindrucksvoll wie ausgereizt die Kupfertechnik bereits ist.

        Das FTTH "nicht DAU-tauglich" ist ist auch ein untaugliches Totschlagargument. Für dieses Problem gibt es genug Lösungsmöglichkeiten einschließlich der fixen Installation eines Ethernet-Medienkonverters (so das der Kunde ihn nicht angreifen muss) der etwa das 1000BASE-LR Signal transparent in 1000BASE-T ummünzt. Im Haus wird dann eben mit Kupfer gearbeitet aber natürlich mit ordentlichen CAT-5 aufwärts Kabeln und Ethernet. Wird der Anschluss aufgerüstet muss beim Kunden nur der Medienkonverter getauscht werden. Will (oder muss, in ferner Zukunft, vermutlich jenseits von 40GBASE-T wenn es kein Kupfer-Ethernet der erforderlichen Geschwindigkeit mehr gibt) der Kunde auch Hausintern LWL nutzen (in der Praxis aber wohl eher mit Multimoden-Fasern) verwendet man anstelle eines Medienkonverters eben einen LWL-Repeater (im Falle von Multimoden-Fasern natürlich dann doch einen Medienkonverter) oder einen Switch. Jedenfalls hat man damit ein kompaktes Gerät das fest installiert werden kann und physikalisch klar die Grenze zwischen dem öffentlichen Netz und dem Heimnetz kennzeichnet. Das Heimnetz sollte in der Verantwortung des Kunden liegen.

        In der Praxis wird es ja auch meist so oder ähnlich gehandhabt. Dem Durchschnittskunden das lose Ende eines Monomoden-Glasfaserkabels in die Hand zu drücken und ihm viel Glück bei der Installation zu wünschen ist sicherlich nicht der richtige Weg aber das ist noch lange kein Argument gegen FTTH geschweige denn ein Totschlagargument.

        Zitat
        In einem Kaff mit 20 Häusern steht kein Verteiler mit (multi-)Gigabit-Anbindung. (Sonst wäre da auch zumindest VDSL machbar. Und WLAN ausreichend, von einer lokalen LTE-Zelle ganz zu schweigen.). Da musst du deine wilden Kabel schon bis in die nächste Kleinstadt ziehen für deinen Privatausbau und spätestens nach dem nächsten Pflügen sinkt die Bandbreite dann auf 0 MBit/s. Von dem ggf. vorher begangenen Landfriedensbruch bei der Installation von Kabeln auf fremden Grundstücken oder/und der Verkehrsgefährdung bei unsachgemäßer, unregulierter Installation von Kabeln im Verkehrsraum ganz zu schweigen.
        Und das ist nur der Anfangszustand, wo die Verlegenden auch die Nutzer und sich über die Risiken im klaren sind. Warte ab, was 10 Jahre später passiert, wenn ein Bager die nicht dokumentierte Leitung des neuen Eigentümers zerstört, die dieser als garantierte Grundversorgung ansieht.

        Es gibt sicherlich viel unnötige Bürokratie in Deutschland. Aber die gemeinschaftliche Nutzung öffentlicher Räume erfordert Regeln.
        Das der Ausbau nicht zentral koordiniert wird muss ja nicht heißen das er völlig regellos erfolgt.

        Aber die Regelungen und die damit verbundene Bürokratie sind gegenwärtig viel zu streng.

        Einen entsprechenden Verteiler könnte man natürlich auch einrichten, das ist ja kein Problem. Für Freileitungen die über Straßen gehen gibt es bereits entsprechende Höhenregeln/Richtlinien so geht man etwa bei der Querung einer Bundesstraße mit einer Freileitung im Feldkabelbau von mindestens 4,5m aus wobei man in der Praxis, im Zweifel meist besser zu hoch als zu niedrig baut, 4,5m sind schon eine absolute Untergrenze. Viel höher ist die fest installierte Telefon-Freileitung die von meinem Haus aus auf die andere Straßenseite geht auch nicht. Einfacher ist meist aber sowieso die Unterquerung von Freilandstraßen an geeigneten Stellen (Brücken, vorhandene Unterquerungen und Unterführungen).

        Und wem Grundstücke gehören muss ja in Erfahrung zu bringen sein; auf öffentlichem Grund sollte das Verlegen jedenfalls im Regelfall ohne weiteres erlaubt werden.

        Im Allgemeinen ist davon auszugehen das jemand der so eine Unternehmung plant ansatzweise eine Ahnung davon hat oder bereit ist sich zu informieren sodass Anfängerfehler wie etwa das Verlegen eines Kabels im Tiefbau (in unzureichender Tiefe) quer durch ein Feld genauso wie das Abknicken des Kabels, das simple Verlegen quer über eine Straße oder in unzureichender Höhe im Hochbau über die Straße oder das Queren von Eisenbahnschienen auf den Schienen unterlassen werden. Wenn nicht: selbst schuld.
      • Von DARK-THREAT Software-Overclocker(in)
        Solange es in Deutschland immer noch Ortschaften gibt, wo kein DSL zur Verfügung steht, würde ich nicht das schneller machen, wo es längst schnelles Internet gibt... soll die Schere noch weiter auseinander gehen?!

        Wir sind hier 3 Ortschaften mit ca 1500 EW und es gibt nichtmal DSL-Light. Nur das Dreck LTE mit seinen 384kbit/s nach 30 GB für 40 Euro/Monat...
      • Von Rapante_Rapante Volt-Modder(in)
        Zitat von ruyven_macaran
        Nicht eingerechnet den Ausbau der Backbones, bei denen die Gbit/s eher noch teurer sind und somit vermutlich schon der Ausbau zur Versorgung eines 100er Blocks 100 MBit/s Vectoring-Leitungen ein Problem wird.
        Ach, bisher werden ODSLAMs mit 1Gbit angebunden, reicht in den meisten Fällen auch gut aus.
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DSL-Vectoring: 100 MBit/s könnte sich in Ballungsgebieten bis 2016 verzögern
Die Telekom geht derzeit sehr aktiv die Bestandskunden mit alten Telefon- und Internetanschlüssen an und informiert sie über den Umbau des Netzes auf Vectoring, das auch eine Kündigung des Anschlusses durch die Bonner zur Folge haben kann. Bestands- oder Altkunden sind auch relativ neue VDSL-Anschlüsse mit 50 Mbit/s, die nun Probleme machen, denn sie können den Ausbau bis 2016 verzögern.
http://www.pcgameshardware.de/Handy-Smartphone-229953/News/DSL-Vectoring-100-MBit-s-koennen-sich-verzoegern-1139866/
20.10.2014
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