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  • Smartphone-Streit: Massive Kritik an Steve Jobs von RIM, Google und App-Entwicklern

    Im Rahmen der letzten Investoren-Konferenz hat Steve Jobs deutlich Stellung zu aktuellen Entwicklungen von Android, Ios und Tablet-PCs bezogen. Der finanzielle Erfolg scheint Ihm Recht zu geben, allerdings dürfte Googles Antwort ebenfalls kurzweilig ausfallen.

    Nur eins der Beispiele für die offene Struktur von Android. Nur eins der Beispiele für die offene Struktur von Android. Quelle: Engdaget Update vom 20.10.2010: RIM und Google schließen sich der Kritik an Steve Jobs an
    Nach der branchenweiten Kritik von Steve Jobs an den aktuellen Entwicklungen und Strategien der Mitbewerber war es nur eine Frage der Zeit, bis die angesprochenen Konkurrenten der Kritik begegnen. So hat beispielsweise Andy Rubin, der für Android verantwortlich ist, via Twitter mit einem einfachen Software-Befehl zu Wort gemeldet. Damit will er verdeutlichen, welche Aspekte seiner Meinung nach ein "offenes System" kennzeichnen - die Apple-Infrastruktur gehört auf jeden Fall laut Rubin nicht dazu.

    Sichtlich genervter reagierte überdies Jim Balsillie von RIM, der Jobs Sicht der Dinge sinngemäß als "rosarote Brille" (distortion field) bezeichnet. Explizit kritisiert er die empfundene Gängelung von Steve Jobs hinsichtlich der kommenden 7-Zoll-Tablets. Laut Jobs können diese Produkte keine Chance am Markt haben, da sie komplett an den Bedürfnissen der App-Programmierer vorbei entwickelt werden. Aber auch der Verzicht auf Flash wird wieder thematisiert, Balsillie schlägt sich natürlich auf die Seite der bevormundeten Kunden. Letztendlich entscheidet der Käufer im Laden, welche Politik eines Hardware-Herstellers er für sich selbst akzeptieren kann - die Argumente beider Seiten sind nachvollziehbar, letztendlich dreht sie aber jeder Hersteller oft so, wie sie seine Ziele am ehesten stützen.

    RIM-Statement:

    "For those of us who live outside of Apple's distortion field, we know that 7-inch tablets will actually be a big portion of the market and we know that Adobe Flash support actually matters to customers who want a real web experience. We also know that while Apple's attempt to control the ecosystem and maintain a closed platform may be good for Apple, developers want more options and customers want to fully access the overwhelming majority of web sites that use Flash. We think many customers are getting tired of being told what to think by Apple. And by the way, RIM has achieved record shipments for five consecutive quarters and recently shared guidance of 13.8 – 14.4 million BlackBerry smartphones for the current quarter.

    Apple's preference to compare its September-ending quarter with RIM's August-ending quarter doesn't tell the whole story because it doesn't take into account that industry demand in September is typically stronger than summer months, nor does it explain why Apple only shipped 8.4 million devices in its prior quarter and whether Apple's Q4 results were padded by unfulfilled Q3 customer demand and channel orders. As usual, whether the subject is antennas, Flash or shipments, there is more to the story and sooner or later, even people inside the distortion field will begin to resent being told half a story."

    Quelle: Engadget

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    Update vom 19.10.2010: Tweetdeck CEO kritisiert Steve Jobs
    Wie nicht anders zu erwarten, gibt es erste Stimmen zu den jüngsten Kommentaren von Steve Jobs. Allerdings nicht von Google, sondern vom Tweetdeck-CEO. Jobs hat unter anderem die Tweetdeck-Entwicklung für die vielen Android-Versionen als Beispiel für die Fragmentierung angeführt. Sieht ganz so aus, als wenn die Behauptung bei Tweetdeck für eine leichte Verstimmung gesorgt hätte.

    Quelle: Twitter

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    Auf der telefonischen Investoren-Konferenz zu den letzten Quartalszahlen hat Steve Jobs sich zu einigen aktuellen IT-Entwicklungen geäußert, vor allem in Sachen Android und Tablet-PCs hat der Apple-Chef einen gesitteten Rundumschlag ausgeteilt.

    Tablet-PCs gegen Notebooks
    In der Q&A-Session zeigt sich Steve Jobs erstaunt über den Erfolg des Ipads im Business-Umfeld. Laut seiner Aussage wird es für viele Enterprise-Einsätze verwendet und die Verkaufszahlen in diesem Bereich übertreffen die Erwartungen beträchtlich. Im Plan liegt man im Bildungssektor, naturgemäß eine Domäne von einfachen Hilfsmitteln, mit denen man Inhalte zusammenfassen, aber auch in der Tiefe ergänzen kann. Steve Jobs führt weiter aus, dass das Ipad beweist, dass die Dominanz der Tablet-PCs gegenüber den Notebooks keine Frage nach dem "ob" ist, sondern nach dem "wann". Sichtlich zufrieden mit dem Erfolg des Ipads zeigt sich Jobs auch im Vergleich mit den Macs, wie der Apple-Chef berichtet, verkauft man schon jetzt mehr Tablets als Macs, Tendenz steigend.

    Konkurrenz zum Ipad
    Steve Jobs reagierte auf eine Frage in Sachen "Konkurrenz zum Ipad" sichtlich irritiert. Der Apple-Chef kann momentan keine Strategie bei den Mitbewerbern erkennen, die sie dem aktuellen Apple-Paket überlegen machen würde. Die Flash-Problematik wird mit einem kurzen HTML5-Stetement im Bezug auf Videos abgetan und die Konkurrenz bietet nach der Sicht von Steve Jobs zu teure Produkte, mit zu wenig Features und zu fragmentierter Software an. Und da Apple sein jetziges Hard- und Softwareportfolio weiter ausbauen wird, kommentiert er die Konkurrenz zum Ipad mit den Worten: "We are out to win this one." Dem erhofften Ipad Mini ereilt Jobs eine komplette Abfuhr. Er stellt klar, dass Apple kein Produkt entwickeln wird, um einen bestimmten Preispunkt zu treffen, sondern das Produkte bei Apple nur eine Chance haben, wenn Sie gut sind. Wer ein kleines Ipad haben will, soll ein Iphone kaufen.

    Vor allem die Software verliert in den Augen von Jobs auf kleinen Screens deutlich an Qualität. Entweder der Apple-Chef blufft auf Niveau des aktuellen Texas Hold‘em-Weltmeisters oder ein kleiner Tablet wird langfristig nicht mit Apple-Logo erhältlich sein. Böse Zungen würden darüber hinaus behaupten, dass Jobs mit dem Kommentar direkt auf das Samsung Galaxy Tab abzielt - einer der wenigen ernst zu nehmenden Herausforderer des Ipad. Eine Nachfrage zu Budget-Smartphones und -Tablets reizt Jobs zu weiteren Kommentaren. Indirekt unterstellt er verschiedenen Herstellern, ein Hardware-Produkt zu entwickeln und zu hoffen, dass die Software sich irgendwie selbst an das Gerät anpasst. Sinngemäß: "Die Software-Hersteller haben die aktuellen Formfaktoren mitbestimmt, wer ohne die Software-Hersteller ein Produkt entwickelt, und sei es ein 7-Zoll-Tablet, entwickelt am Markt und Kunden vorbei."

    Iphone gegen Android
    Steve Jobs räumt auf diesem Feld beiden Firmen eine sehr zielgerichtete Kundschaft ein, die beiden Ansätzen (offen gegen geschlossen) eine Lebensberechtigung beschert. An vielen Stellen in diesem Interview merkt Steve Jobs zudem an, dass Android die größte Konkurrenz zum Iphone ist - die aktuellen RIM-Entwicklungen scheinen nicht die Zustimmung von Jobs zu finden. Interessant ist allerdings, dass Jobs weiterhin ausführt, dass es zwar jetzt eine Daseinsberechtigung für Android und Iphone gibt, aber auf lange Sicht das geschlossene System über das offene System siegen wird. Ob er sich hiermit auf Geschäftsmodelle oder auf Firmen bezieht, wird nicht deutlich.

    Das größte Problem von Android ist nach Steve Jobs die Fragmentierung von Android. Nach seinen Ausführungen mussten die Twitter-Entwickler die App an rund 100 Android-Versionen anpassen. Hinzu kommt, dass es verschiedene Ausbaustufen von Android gibt, darüber hinaus laufen einige dieser Ausbaustufen nur auf einer kleinen Anzahl von Geräten und einige Apps setzen bestimmte Techniken voraus, die bestenfalls nur auf weinigen Geräten existieren. Neben Google haben auch drei andere große Hersteller einen eigenen Android-Market angekündigt. Auf der anderen Seite steht Apple, mit einem App Store und momentan zwei Software-Versionen. "Open Software not allways wins."

    Auf Engadget finden Sie bei Interesse das ganze Gespräch als Audio-Stream.

    Quellen: Engdaget, Apple

  • Handy
    Handy
    Es gibt 16 Kommentare zum Artikel
    Von hydro
    Ich fühle mich durch mein iPhone nicht in meinen Grundrechten beschnitten, auch wenn du es mir nicht glaubst!
    Von Evolva
    Ja klar, gebe ich meinen beiden Vorrednern recht, es ist einfacher und hat diesbezüglich Vorteile, die auch am Kunden…
    Von Bensta
    So sieht´s aus.
    Von Fatal!ty Str!ke
    Wie ihr immer Ios schreibt... zuerst hab ich los gelesen also mit L, dann hab ich ios gelesen, und dann... ah, ihr…
    Von Evolva
    Hallo Leute, ach ja ist das schön wenn der Herr Jobs mosert, aus Angst vor der Konkurrenz versteht sich natürlich. Bin…
      • Von hydro Software-Overclocker(in)
        Ich fühle mich durch mein iPhone nicht in meinen Grundrechten beschnitten, auch wenn du es mir nicht glaubst!
      • Von Evolva Kabelverknoter(in)
        Ja klar, gebe ich meinen beiden Vorrednern recht, es ist einfacher und hat diesbezüglich Vorteile, die auch am Kunden ankommen. ABER ich finde es persönlich erschreckend in welche Hände man sich dabei gibt, denn das ist ohne Zweifel so (Jailbreak hin oder her, hat alles Vor- und Nachteile). Man ist als Käufer und ehrlicher Benutzer eben oft nicht im Stande manche Dinge so zu tun wie man es gerne möchte, nur weil man sich an "Verhaltensregeln, Bedienregeln" halten muss, eines Dritten! Denn indem man so ein Produkt kauft gibt man den Herstellern/Entwicklern recht bei ihrem eingeschlagegenen Weg der Kundenkontrolle. Wunderbar!!! Zugegeben, jeder entscheidet für sich selbst, obwohl ich das bei den Apple Usern bezweifle, hehehehe. Ich bin nicht gegen Apple aber für die eigene Entscheidungsfreiheit, wer sich dieses Recht nehmen lässt ist schön dumm!
      • Von Bensta Software-Overclocker(in)
        Zitat von Fatal!ty Str!ke
        Wie ihr immer Ios schreibt... zuerst hab ich los gelesen also mit L, dann hab ich ios gelesen, und dann... ah, ihr mein das Apple i - OS, als iOS.

        Wie schon im anderen Artikel über die Schreibweise diskutiert wurde, würd ich das i ja auf jeden Fall klein lassen. Gut, von mir aus schreibt ihr es groß, ist ja nicht so schlimm, und kein Grund sich zu ärgern.

        Aber iOS so schreiben wie ihr? Seit wann schreibt man denn OS klein??? Operating System O.S.

        Ich les da auf den ersten blick jedes mal Ios und Ipone echt schrecklich.


        Zum Artikel. Steve nimmt zwar kein Blatt vor dem Mund, aber ich finde, er hat recht. Was mich bis jetzt bei jedem Handy gestört hat, war diese Fragmentierung, die er angesprochen hat. Erstens bietet jeder hersteller viel zu viele verschiedene Handys an. Das verhindert grundsätzlich schonmal, dass eine einheitliche Plattform z.B. für Apps gelingen kann. Dann kommt da Android. Gut und schön, es ist frei, kann von jedem genutzt werden und läuft auf vielen Geräten. Das Problem ist aber wieder die Software. Die Geräte haben verschiedene AUflösungen, formate, knöpfe usw. Das Design passt dann überhaupt nicht in die Oberfläche, da jeder Hersteller sie abändert, wenn bestimmte Hardwarefeatures fehlen, oder schlicht zufällig nicht kompatibel sind, hat man den Salat mit apps, die nicht kompatibel sind. Zudem kauft man sich dann alle zwei Jahre ein neues Handy, das komplett anders aufgebaut ist, andere oder weniger Funktionen hat oder einfach einige Funktionen schlechter gelöst sind.

        Bei Apple ist das ganz einfach. Es gibt ein iOS, das überall läuft, es gibt ein iPhone, ein iPhone ohne Phone und ein riesen iPhone. Davon kommt jedes Jahr ein neues Raus, das alle Funktionen und die Bedienung des Vorgängers übernimmt und in allen Bereichen verbessert worden ist. Alle apps sind kompatibel und fertig. Und es gibt nur EIN einziges Handy und nicht 10 oder 50, die alle nach 3 Monaten keine updates mehr bekommen....
        Alles ist einfach, übersichtlich, funktioniert und ist vor allem - gut.

        Ich hab vorher auch immer gesagt, scheiß apple, dummer iTunes zwang, muss ich nicht mitmachen. Aber seit ich eins habe, hab ich eine andere überzeugung, so leid es mir tut, aber Apple ist in diese Hinsicht anderen Herstellern Jahre voraus. Im vergleich ist ein iPhone für mich so, als hätt ich gerade mein aller erstes Handy bekommen... Es beeindruckt einfach.

        Schade, das man das bei anderen Herstellern heutzutage einfach nicht mehr finden kann.


        So sieht´s aus.
      • Von Fatal!ty Str!ke PC-Selbstbauer(in)
        Wie ihr immer Ios schreibt... zuerst hab ich los gelesen also mit L, dann hab ich ios gelesen, und dann... ah, ihr mein das Apple i - OS, als iOS.

        Wie schon im anderen Artikel über die Schreibweise diskutiert wurde, würd ich das i ja auf jeden Fall klein lassen. Gut, von mir aus schreibt ihr es groß, ist ja nicht so schlimm, und kein Grund sich zu ärgern.

        Aber iOS so schreiben wie ihr? Seit wann schreibt man denn OS klein??? Operating System O.S.

        Ich les da auf den ersten blick jedes mal Ios und Ipone echt schrecklich.

        Zum Artikel. Steve nimmt zwar kein Blatt vor dem Mund, aber ich finde, er hat recht. Was mich bis jetzt bei jedem Handy gestört hat, war diese Fragmentierung, die er angesprochen hat. Erstens bietet jeder hersteller viel zu viele verschiedene Handys an. Das verhindert grundsätzlich schonmal, dass eine einheitliche Plattform z.B. für Apps gelingen kann. Dann kommt da Android. Gut und schön, es ist frei, kann von jedem genutzt werden und läuft auf vielen Geräten. Das Problem ist aber wieder die Software. Die Geräte haben verschiedene AUflösungen, formate, knöpfe usw. Das Design passt dann überhaupt nicht in die Oberfläche, da jeder Hersteller sie abändert, wenn bestimmte Hardwarefeatures fehlen, oder schlicht zufällig nicht kompatibel sind, hat man den Salat mit apps, die nicht kompatibel sind. Zudem kauft man sich dann alle zwei Jahre ein neues Handy, das komplett anders aufgebaut ist, andere oder weniger Funktionen hat oder einfach einige Funktionen schlechter gelöst sind.

        Bei Apple ist das ganz einfach. Es gibt ein iOS, das überall läuft, es gibt ein iPhone, ein iPhone ohne Phone und ein riesen iPhone. Davon kommt jedes Jahr ein neues Raus, das alle Funktionen und die Bedienung des Vorgängers übernimmt und in allen Bereichen verbessert worden ist. Alle apps sind kompatibel und fertig. Und es gibt nur EIN einziges Handy und nicht 10 oder 50, die alle nach 3 Monaten keine updates mehr bekommen....
        Alles ist einfach, übersichtlich, funktioniert und ist vor allem - gut.

        Ich hab vorher auch immer gesagt, scheiß apple, dummer iTunes zwang, muss ich nicht mitmachen. Aber seit ich eins habe, hab ich eine andere überzeugung, so leid es mir tut, aber Apple ist in diese Hinsicht anderen Herstellern Jahre voraus. Im vergleich ist ein iPhone für mich so, als hätt ich gerade mein aller erstes Handy bekommen... Es beeindruckt einfach.

        Schade, das man das bei anderen Herstellern heutzutage einfach nicht mehr finden kann.
      • Von Evolva Kabelverknoter(in)
        Hallo Leute, ach ja ist das schön wenn der Herr Jobs mosert, aus Angst vor der Konkurrenz versteht sich natürlich. Bin ehrlich gespannt wie lange es noch geht mit dieser Art der Bevormundung und Verarschung der Kunden. Ein endloses Thema, ich weis..... Eins muss man ihm zugute halten und respektieren: Er schafft es mit guten Produkten (nicht fantastisch, überirdischen, wie ER meint) die Leute an sich zu reissen sodass seine Geräte zigmal verkauft werden, sogar in den Olymp gehoben werden. Das wars! In meinen Augen alles eine Modererscheinung mfg
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Im Rahmen der letzten Investoren-Konferenz hat Steve Jobs deutlich Stellung zu aktuellen Entwicklungen von Android, Ios und Tablet-PCs bezogen. Der finanzielle Erfolg scheint Ihm Recht zu geben, allerdings dürfte Googles Antwort ebenfalls kurzweilig ausfallen.
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20.10.2010
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