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  • Android 5.0 auf der Google I/O: Das erwartet Mobilnutzer im Herbst

    Google hat Android 5.0 auf der Google I/O erwartungsgemäß vorgestellt. Das unter dem Codenamen L laufende Betriebssystem wird im Herbst ausgeliefert, wahrscheinlich mit neuen Google-Geräten. Auffällig war der Drang von Google in neue Märkte und eine plattformübergreifende Interaktion. Besonders sehenswert war indes die Unreal Engine 4 Techdemo Rivalry.

    Die Keynote der Google I/O ist durch und wie erwartet war eines der großen Themen das neue Android 5.0, dessen Codename mit einem L beginnen sollte. Ja, es blieb dann auch beim L. Entwickler können das Betriebssystem ab sofort auf den Geräten Nexus 5 und Nexus 7 nutzen. Die finale Fassung soll im Herbst erscheinen. Sehr wahrscheinlich zusammen mit neuer Hardware von Google. Google hat bei Android 5.0 vier Kernbereiche festgelegt, in denen sich das Betriebssystem besonders ändert.

    Android 5.0: Neues Design und bessere Benachrichtigungen

    Zum ersten wäre da natürlich die Optik. Android 5.0 verwendet das sogenannte [url=google.com/design]Material Design[/url] und das Ende der Holo-Oberfläche, die schon in Android 4.4 deutlich abgespeckt wurde. Das große Ziel von Google ist es, übergreifend auf verschiedenen Geräten eine einheitliche Optik des Betriebssystems zu erreichen, egal ob Smartphone, Smartwatch, Tablet oder Auto-Infotainment. Auch Chrome OS und Webanwendungen sollen wie aus einem Google-Guss wirken. Somit müssen sich alle Anwender künftig auf die großen Flächen mit kräftigen Farben gewöhnen, die durch neue Symbole und weiche Animationen ergänzt wird. Der Vorteil dieses Designs: Es skaliert ohne größere Probleme auf verschieden großen Anzeigegeräten.

    00:48
    Android 5.0 auf der Google I/O: Material Design im Video


    Neben Holo setzt Google auch Dalvik ein Ende ein Ende und ersetzt die Ausführungslaufzeitumgebung durch ART (Android Runtime). Der Compiler in ART übersetzt schon bei der Installation in Maschinensprache und nicht wie Dalvik bei der Ausführung der Anwendung. ART kann schon jetzt über die Entwickleroptionen auf Android 4.4 verwendet werden, doch man läuft Gefahr, auf Inkompatibilitäten mit Apps zu stoßen. Neben 64-Bit-Unterstützung soll ART vor allen Dingen effizienter und schneller zu Werke gehen.

    Bei den Drittanbietern abgeschaut hat sich Google das neue Benachrichtigungssystem. Android selbst konnte Benachrichtigungen bisher nur in der Statusleiste ganz oben anzeigen. Anbieter wie HTC etwa erweiterten das mit der Sense-Oberfläche auf den Sperrbildschirm. Hier zieht Google nun nach und geht sogar einen kleinen Schritt weiter. Entgangene Anrufe oder neue Nachrichten lassen sich auch als Karte auf dem Display anzeigen oder als Einblendung bei der Verwendung von Apps anzeigen lassen. Zudem wurde die Sicherheit im Rahmen dessen verfeinert. Das neue Betriebssystem weiß, wo der Nutzer sich aufhält und sperrt den Zugriff auf solche sensiblen Informationen bei Bedarf, etwa wenn man nicht zuhause im eigenen WLAN oder in der Nähe der eigenen Smartwatch ist.

    Android 5.0: Mehr Effizienz und breiterer Markt

    Eine weitere Baustelle ist Project Volta, das man aber auf der Google I/O nicht im Detail vorstellte. Basis dieses Projekts ist der ressourcenschonende Umgang mit Akkuleistung. Auch Entwickler haben Zugriff auf Volta, um ihre Apps ressourcenschonender zu entwerfen. Volta umfasst neue Möglichkeiten, den Prozessor zu nutzen, Stromsparmodi anzuwenden und am Ende mit vielen Maßnahmen die Laufzeit des Gerätes zu verlängern. Ob Volta auch auf Endanwenderebene durchschlagen wird, war noch unklar.

    Mit Android 5.0 drängt Google zudem aus dem reinen Mobilmarkt heraus. Ein erster Schritt ist Android TV, das Serien, Filme und Spiele auf den Fernseher bringen soll. Auch der lukrative Markt des Auto-Infotainment soll vor Google künftig nicht mehr sicher sein. Aber auch in den alten Märkten bleibt Google aggressiv. Das Android One etwa soll für schlappe 99 US-Dollar den Einstieg in die Android-Welt erlauben. Die Marschrichtung ist klar: Android soll überall auftauchen, ob auf Smartphone, Smartwatch oder im Auto, und dort perfekt miteinander harmonieren. Erstaunlicherweise war bei dieser Harmonie der Geräte Google Glass kein Thema.

    Im interessantesten ist noch der Drang in den Automobilmarkt. Künftig sollen die Infotainment-Systeme Android 5.0 und Google Apps verwenden – Maps etwa zur Wegfindung. Da ist es erstaunlich, dass Google gleich 40 Partner, darunter Audi und Volkswagen, Opel, Renault, Fiat und Volvo, präsentieren konnte, denn die verdienen am bisherigen Konzept der Navigationsgeräte sehr gutes Geld. Mit dem neuen Konzept wird man keine 150 Euro und mehr für ein Karten-Update aufrufen können. Man darf auch auf den Zwist zwischen Apple mit Carplay und Google gespannt sein.

    02:08
    Android 5.0 "coming to a screen near you"


    Zu Android TV ist indes nicht viel zu sagen. Das Konzept kennt man von Apple TV und Amazons Fire TV und ist eine verfeinerte Variante von Google TV. Google sieht sowohl die Integration in Fernsehern als auch Settopboxen vor. Auch Google Fit dürfte denen, die sich hierfür interessieren, bekannt vorkommen. Apple nennt das Gegenstück Healthcare. Eine Schnittstelle, um Apps etwa durch einen Schrittzähler in einer Smartwatch mit Daten zu füttern.

    Die Ankündigungen waren allesamt weitestgehend erwartet worden, die Anleger begrüßten die Neuerungen dennoch mit einem leichten Plus von 2,5 Prozent an der Börse. Google hat ohnehin eine marktbeherrschende Stellung im Mobilbereich mit 80 Prozent Marktanteil von Android bei Smartphones und 62 Prozent bei Tablets. Das ist eine gute Basis für die Erweiterung des Angebots in neue Segmente.

    Android 5.0: Eines war besonders sehenswert

    Zum Schluss wollen wir Ihnen noch etwas besonders Sehenswertes mitgeben. Epic zeigte auf der Google I/O eine Demo der Unreal Engine 4, die auf einem Tegra K1 lief. Die Rivalry-Demo entstand auf dem PC mit DirectX 11 und wurde binnen drei Wochen auf AEP (Android Extension Pack) und Open GL ES 3.1 portiert. Epic will damit zeigen, wie einfach die Portierung von Inhalten auf Mobilgeräte ist und wie gut diese aussehen können, ausreichend Rechenleistung vorausgesetzt.

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    01:43
    Unreal Engine 4: "Rivalry" Demo von der Google I/O
  • Handy
    Handy
    Es gibt 8 Kommentare zum Artikel
    Von diethelm
    Was an Android gefällt Dir nicht? Die Optik? Die kann man zB. mit Themes anpassen so dass man es fast nicht von iOS 7…
    Von Quat
    Nun die Reparatur eines Homebutton ist weder eine besondere Herrausvorderung noch sonderlich Zeitaufwendig. Und das…
    Von Juzamdjinn
    ich versichere dir, dass du um einiges glücklicher sein wirst.
    Von Shurchil
    Da bei meinem 600€ (!) iPhone der Homebutton (!) nach nicht mal 2 Jahren (!) nicht mehr einwandfrei funktioniert,…
    Von unre4l
    Die gibts doch schon? Es sei denn wir reden von Verschiedenen Variablen, Matrizen, Zufallsgenerator und ein…
      • Von diethelm
        Zitat von S754
        Irgendwie gefällt mir Android noch immer nicht.

        Was an Android gefällt Dir nicht? Die Optik? Die kann man zB. mit Themes anpassen so dass man es fast nicht von iOS 7 oder Windows Phone 8.1 unterscheiden kann.

        Beispiel:
        IOS7 https://play.google.com/s...
        Win8.1 https://play.google.com/s...

        Ein Apple oder Windows Phone wird für mich nicht in Frage kommen. Bei dem einten sind die Preise zu hoch und das System zu unflexibel, bei dem anderen mag ich die Kacheln und den Konzern nicht. Grossartige Alternativen hat man in meinem Fall also nicht und so gesehen bin ich zufrieden. Ich nutze CyanogenMod und ein schöneres Iconpack, optisch und haptisch der Hammer. Ich freue mich aber auf die Android L (5.0), welches nochmals aufgeräumter daherkommt.
      • Von Quat Software-Overclocker(in)
        Zitat von Shurchil
        Da bei meinem 600€ (!) iPhone der Homebutton (!) nach nicht mal 2 Jahren (!) nicht mehr einwandfrei funktioniert, werde ich beim nächsten Gerät definitiv auf Android zurückgreifen. Das geringste Übel wird dann halt gewählt. Und so schlimm ist Android ja nun nicht.

        Nun die Reparatur eines Homebutton ist weder eine besondere Herrausvorderung noch sonderlich Zeitaufwendig. Und das Teil gibt's für Zweimarkfuffzig fast an jeder Ecke.
        Und ob man jetzt abfallende Akkudeckel bevorziehen muß, ich weiß nicht.
        Außerdem kann Apple doch wohl von dir erwarten, dass du jedes Jahr bitte schön das neueste iPhone kaufst?!
        Oder etwa nicht?

        nee im Ernst:
        Aha, da hat Apple die grottigen Farben also geklaut!

        aber jetzt wirklich im Ernst:
        ... nee fällt mir doch nix ein.

        achso doch: Tolle neue Features, ART klingt wirklich gut! Standortbezogenes Sicherheitsfeatures, auch gut! Wenn ich zu Hause bin, wird nicht mehr Alles verraten; cool!
        Wie sieht's mit den Einstellmöglichkeiten aus, werden die wieder an verschiedenen Orten versteckt?
      • Von Juzamdjinn Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von Shurchil
        Da bei meinem 600€ (!) iPhone der Homebutton (!) nach nicht mal 2 Jahren (!) nicht mehr einwandfrei funktioniert, werde ich beim nächsten Gerät definitiv auf Android zurückgreifen. Das geringste Übel wird dann halt gewählt. Und so schlimm ist Android ja nun nicht.

        ich versichere dir, dass du um einiges glücklicher sein wirst.
      • Von Shurchil Freizeitschrauber(in)
        Da bei meinem 600€ (!) iPhone der Homebutton (!) nach nicht mal 2 Jahren (!) nicht mehr einwandfrei funktioniert, werde ich beim nächsten Gerät definitiv auf Android zurückgreifen. Das geringste Übel wird dann halt gewählt. Und so schlimm ist Android ja nun nicht.
      • Von unre4l Software-Overclocker(in)
        Zitat von kaisper
        Jawollo! Endlich e-funktion und Logaritmus im Taschenrechner!

        Die gibts doch schon? Es sei denn wir reden von Verschiedenen

        Variablen, Matrizen, Zufallsgenerator und ein Gleichungslöser wären mal was (um nur ein paar zu nennen).
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Android 5.0 auf der Google I/O: Das erwartet Mobilnutzer im Herbst
Google hat Android 5.0 auf der Google I/O erwartungsgemäß vorgestellt. Das unter dem Codenamen L laufende Betriebssystem wird im Herbst ausgeliefert, wahrscheinlich mit neuen Google-Geräten. Auffällig war der Drang von Google in neue Märkte und eine plattformübergreifende Interaktion. Besonders sehenswert war indes die Unreal Engine 4 Techdemo Rivalry.
http://www.pcgameshardware.de/Handy-Smartphone-229953/News/Android-50-auf-der-Google-I-O-Das-erwartet-Mobilnutzer-im-Herbst-1126731/
26.06.2014
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