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  • Grey Goo im Benchmark-Test: Ordentliche Echtzeitstrategie mit vorbildlicher CPU-Optimierung

    Ende Januar hat Petroglyph Games seinen jüngsten Echtzeitstrategietitel veröffentlicht, Grey Goo. Mit vielen Entwicklern aus den alten Westwood-Zeiten will man das Erbe früherer "Command & Conquer"-Spiele antreten. PC Games Hardware hat sich das Spiel näher angesehen und liefert zudem CPU- sowie GPU-Benchmarks.

    Freunde einer gepflegten virtuellen Runde Echtzeitstrategie hatten es in den vergangenen Monaten und Jahren nicht unbedingt leicht. Von den großen Publishern beziehungsweise Entwicklerstudios wird das aussterbende Genre meistens nur müde belächelt, wohingegen kleinere Indies häufig nicht die nötigen finanziellen Mittel für ein ambitioniertes RTS haben. Bei Petroglyph Games hat man glücklicherweise Sixfoot als Investor gefunden, Greybox wurde daraufhin als Publisher ins Leben gerufen – daraus geboren ist Grey Goo.

    Wer frühere Titel der "Command and Conquer"-Serie gespielt hat, sollte Petroglyph bekannt vorkommen. Einige ehemalige Westwood-Entwickler, die für Tiberian Sun und Co. verantwortlich waren, sind nach der Zerschlagung von Westwood durch EA zum neu gegründeten Studio Petroglyph gewechselt. Dazu gehört beispielsweise auch der Komponist Frank Klepacki, der die komplette musikalische Untermalung von Grey Goo übernommen hat.

    Grey Goo: Hübsche Grafik für ein RTS

          

    In Strategietiteln spielt die Grafik längst nicht eine so große Rolle wie beispielsweise in Rollenspielen oder langsameren Ego-Shootern. Nichtsdestotrotz gibt es natürlich auch im RTS-Genre große Unterschiede, wobei sich Grey Goo zu den hübscheren Vertretern zählen darf. Die Bodentexturen, die logischerweise den meisten Platz einnehmen, sind gut aufgelöst, sodass diese selbst in der höchste Zoomstufe nicht schlecht aussehen. Die Maps an sich sind durchaus liebevoll detailliert und abwechslungsreicher gestaltet als zum Beispiel in Starcraft 2. Eine platte 2D-Wiese über weite Flächen konnten wir nicht ausfindig machen, die dicken Baumwurzeln vermitteln den Eindruck, wie klein die eigene Rasse doch eigentlich ist.

    Insgesamt gibt es derzeit allerdings nur sieben Maps, deren Startpunkte wir für Sie einmal aufgenommen haben, damit Sie die verschiedenen Designs sehen können. Sieben Karten, das sind beileibe nicht viele - spielt man Grey Goo etwas intensiver, kennt man diese im Groben schnell auswendig. Abhilfe soll bald ein Map-Editor schaffen, mit dem eigene Maps erstellt werden können. Dann wird es hoffentlich auch eine Datenbank mit von Nutzern erstellten Karten geben oder zumindest die Möglichkeiten, einer Lobby mit einer fremden Map beizutreten und diese dann herunterzuladen – ganz so, wie in den guten, alten Warcraft-3-Zeiten.

    Map per Mausklick auswählen
    Grey Goo51-pcgh


    Grey Goo: Grafik-Einstellungsmenü Grey Goo: Grafik-Einstellungsmenü Quelle: PC Games Hardware

    Grey Goo: Grafikkarten-Benchmarks

          

    Für unsere Benchmarks haben wir mit den Goo eine 180 "Mann" starke Armee erstellt und greifen einen Beta-Bot an. Gestartet wird der Benchmark unmittelbar vor dessen Basis, wo es ein kurzes Gefecht mit der Beta-Armee gibt. Danach geht es in die Basis selbst, die kurzerhand platt gemacht wird. Damit sollten alle Aspekte des RTS (Kämpfe zwischen den Truppen, Bewegung innerhalb einer Basis und dessen Zerstörung) bedient werden.

    Wie üblich für einen Strategietitel hängt Grey Goo in den meisten PC-Konfigurationen im CPU-Limit. AMDs R9 290 und R9 290X sowie Nvidias GTX 970, GTX 980 und GTX 780 Ti bringen alle gut 60 Fps in 1080p bei maximalen Details auf den Bildschirm. Die R9 280X und GTX 770 liegen nur minimal darunter, dort gibt es lediglich stärkere Drops nach unten hin. Stärkere Abstufungen gibt es dann erst ab der R9 270X beziehungsweise GTX 670 (760), mit den Modellen wird auch die 60-Fps-Grenze nicht mehr überboten.

    Grey Goo: CPU-Skalierung

          

    Um die Skalierung von CPUs zu testen, haben wir unseren Core i7-4790K in verschiedenen Szenarien getestet: Sowohl mit zwei als auch mit den vollen vier aktivierten Kernen, jeweils mit und ohne SMT. Bitte beachten Sie dabei, dass nicht die CPU an sich getestet werden soll. 720p unterstützt Grey Goo mit unserem UHD-Monitor nicht, weshalb wir auf die niedrigste verfügbare 16:9-Auflösung zurückgegriffen haben, 1.366 × 768.

    Insgesamt ist Grey Goo sehr gut auf Mehrkern-Prozessoren optimiert, um nicht zu sagen vorbildlich. Vier Rechenwerke werden sehr gleichmäßig ausgelastet. Einzig SMT scheint das Spiel bei vier aktiven Kernen etwas auszubremsen, dort sinkt die Framerate dann um einige wenige Prozentpunkte ein. Aufgrund des CPU-Limits bringt dann auch zusätzlicher Takt einiges. Eine Erhöhung von knapp 30 Prozent von 3,5 auf 4,5 GHz resultiert in einem Fps-Plus von gut 20 Prozent. Vermutlich würde auch eine Erhöhung auf 4,8 oder 5,0 GHz eine spürbare Verbesserung bringen. Interessanterweise werden die Kerne bei niedrigeren Taktraten trotzdem nicht zu 100 Prozent ausgelastet, obwohl Grafikkarte und VRAM auch noch Reserven haben. Das dürfte auch der Grund sein, warum Zweikerner im Vergleich noch so gut abschneiden.

    Grey Goo Benchmarks

    • Grey Goo Benchmarks
    • Grey Goo CPU
    Info Icon
    Game/Version Grey Goo/Steam
    Details max. Details
    • Benchmarks (1 von 2)

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    Name
    1.920 × 1.080p, Ingame-FXAA (Average Fps)
    Minimum Fps

    System

    Intel Core i7-4790K @ 4,5 GHz, 8 GiByte DDR3-2133 RAM; Win 8.1 Pro x64; Catalyst 14.12 Omega (14.501.1003), Geforce 347.25 WHQL

    Resultate nicht unbedingt vergleichbar mit früheren Reviews/Results not necessarily comparable with earlier reviews

    Grey Goo: Fehler verringert Fps im Spiel

          

    Einige Spieler klagen derweil über zu niedrige Fps, häufig auch sinkende im Verlauf des Spiels, sodass man bei > 60 startet und bei < 20 aufhört. An unserem Testsystem konnten wir dieses Verhalten nicht feststellen, stattdessen aber auf dem heimischen Privat-PC. Während wir mit 120 Fps und mehr das Spiel beginnen, sinkt die Framerate im Verlaufe des Spiels auf unspielbare 15 bis 20 Fps ein. Das liegt nicht an zu vielen Einheiten oder Gebäuden; bewegen wir uns zu einer unaufgedeckten Stelle, haben wir auch dort nur noch 60 - 80 Fps nach einiger Zeit. Wohlgemerkt sind dabei CPU, Grafikkarte (+ VRAM) und Arbeitsspeicher nicht ausgelastet. Starten wir das Savegame neu, erhöht sich die Framerate immerhin wieder etwas, in der Basis von 15 - 20 auf 30 - 40. Die Bildrate, die mit ähnlicher Hardware aber am Testsystem mit dem Savegame erreicht wird, bleibt uns auf dem Privat-PC nicht mehr vergönnt.

    Petroglyph hat bereits versichert, dass man bereits an diesem Problem arbeitet, Abhilfe sollte also bald geschaffen werden. Bis dahin bleibt dieses Problem ein sehr nerviger Bug, nach einem Neustart lässt sich Grey Goo aber trotzdem noch vernünftig spielen.

    04:27
    Grey Goo: Entwickler-Tagebuch zum Soundtrack von Frank Klepacki
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1149277
Grey Goo
Grey Goo im Benchmark-Test: Ordentliche Echtzeitstrategie mit vorbildlicher CPU-Optimierung
Ende Januar hat Petroglyph Games seinen jüngsten Echtzeitstrategietitel veröffentlicht, Grey Goo. Mit vielen Entwicklern aus den alten Westwood-Zeiten will man das Erbe früherer "Command & Conquer"-Spiele antreten. PC Games Hardware hat sich das Spiel näher angesehen und liefert zudem CPU- sowie GPU-Benchmarks.
http://www.pcgameshardware.de/Grey-Goo-Spiel-54141/Specials/Test-CPU-Grafikkarten-Benchmarks-1149277/
30.01.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/01/Grey_Goo13-pcgh_b2teaser_169.jpg
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