Test der Geforce GTX 260-216 mit 55-Nanometer-GT200b

Grafikkarten

Test der Geforce GTX 260-216 mit 55-Nanometer-GT200b

Marc Sauter
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21.01.2009 15:30 Uhr
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Neu
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Mit der Neuauflage der Geforce GTX 260-216 möchte Nvidia dank 55-Nanometer-GPU und kostensparenderem Design verlorene Marktanteile zurückgewinnen und neue erobern. Ob die Karte mit dem GT200b die nötigen Voraussetzungen hierfür mit sich bringt, klärt der folgende Test.

Nvidia Geforce GTX 260-216 (55nm): Der GT200b, erkennbar am B2Nvidia Geforce GTX 260-216 (55nm): Der GT200b, erkennbar am B2 [Quelle: Siehe Bildergalerie]GTX 260-216 mit 55 Nanometer: Einleitung
Kaum eine andere Karte wurde unter gleichem Name so oft neu aufgelegt wie Geforce GTX 260: Während sich Speicherausbau - und Interface (896 MiByte bei 448 Bit) sowie die Taktraten (576/1.242/999 MHz) und die Anzahl der ROPs (28 an der Zahl) nicht änderten, durchlebte gerade die GPU einige Neuerungen:

Die erste Revision trat noch mit 192 Shader-ALUs und 64 TMUs an, aufgrund der starken Konkurrenz durch die HD 4870/1G sah sich Nvidia jedoch genötigt, diese aufzustocken. Die als GTX 260-216 bekannte Neuauflage bekam 216 ALUs und 72 TMUs spendiert und konnte bzw. kann der Radeon somit bis heute Paroli bieten. Mehr oder weniger still und leise gelangen nun seit einigen Wochen Karten in den Handel, die dem lange erwartete GT200b-Chip - der 55-Nanometer-Version des GT200 - ausgestattet sind. Zudem veränderte Nvidia Details an der Platine (PCB, Printed Circuit Board) sowie dem verbauten Kühler, um kostengünstiger produzieren zu können. Gleiches gilt für die Geforce GTX 285 (siehe Test), welche die GTX 280 ablöst.

GTX 260-216 mit 55 Nanometer: Technische Daten
Die Leistungswerte der 55-Nanometer-GTX entsprechen 1:1 denen ihrer 65-Nanometer-Schwester. So verfügt der GT200b nach wie vor über 216 Shader-ALUs, welche mit 1.242 MHz befeuert werden, der Chiptakt beläuft sich auf 576 MHz. Der 896 MiByte fassende Videospeicher mit einer Zugriffszeit von 1,0 Nanosekunden wird mit 999 MHz betrieben und findet per 448-Bit-Interface Anschluss.

Die Strukturbreite der Transistoren innerhalb der GPU schrumpft von 65 auf 55 Nanometer, die Anzahl der Transistoren beträgt wie gehabt 1,4 Mrd. Das PCB dagegen besteht nur noch aus 10 statt 14 Layern und alle 14 Speicherchips befinden nun auf der Vorderseite. Darüberhinaus wurde die Anordnung der Bauteile auf der Platine geändert. Daher sind die Spannungswandler-Bleche aktueller Grafikkartenkühler wie dem Thermalright HR-03 GTX (PCGH-Test) oder Silenx Noiseless GPU Cooler nicht kompatibel.

Auf den Folgeseiten finden Sie alle Praxistests und Benchmarks zur Geforce GTX 260-216 (GT200b)

Grafikchip/KarteGTX 285GTX 280GTX 260-2169800 GTX+HD 4870HD 4850
Ca.-Preis (Euro)330,-290,-220,-140,-180,-120,-
ChipGT200GT200GT200(b)G92(b)RV770RV770
Fertigung (Nanometer)556565/5565/555555
Transistoren (Mio.)1.4001.4001.400754965965
Taktrate Chipkern (MHz)648602576738750625
Taktrate Shader-ALUs (MHz)1.4761.2961.2421.836750625
Taktrate Speicher (MHz)1.2421.1079991.1001.8001.000
Shader-Version4.04.04.04.04.14.1
Shader-ALUs240240216128800800
Speicherausstattung (MiByte)1.0241.024896512512512
Speicherbus (Bit)512512448256256256
SpeichertypGDDR3GDDR3GDDR3GDDR3GDDR5GDDR3
MAD-Leistung (GFLOPS)708,5622,1536,54701.2001.000
Texturfüllrate (MTex/s)51.84048.16041.47247.23230.00025.000
Speicherbandbreite (MByte/s)158.976141.696111.88870.400115.20064.000
Multi-Sampling, max.8x8x8x8x8x8x
Anti-Aliasing, max.16xQ16xQ16xQ16xQ24x CFAA24x CFAA
Multi-GPUSLI, 3-W.-SLISLI, 3-W.-SLISLISLI, 3-W.-SLICrossfire XCrossfire X
PCI-E.-Stromanschl. (6-Pin/8-Pin)2 x/0 x1 x/1 x**2 x/0 x2 x/0 x2 x/0 x1 x/0 x

Nvidia Geforce GTX 260-216 (55nm): GPU-Z-ShotNvidia Geforce GTX 260-216 (55nm): GPU-Z-Shot [Quelle: Siehe Bildergalerie]

Passend zum Thema Grafikkarten empfehlen wir:
Geforce GTX 285 - Test der neuen Nvidia-Grafikkarte
Mirror's Edge: Grafikkarten-Benchmark-Test plus Vergleichsbilder

 
Kabelverknoter(in)
26.01.2009 16:42 Uhr
Danke für die Antworten, damit kann man schön mal was anfangen.

Habe da schon eine Karte im Blickfeld
Gesperrt
26.01.2009 15:51 Uhr
Zitat: (Original von slow;516665)
noch ne Frage zu dem sogenannten "Spulenfiepen" , habe einige interessante Tipps gelesen wie z.B.

Die Spannungwandler mit Heißkleber zu um gießen,
bei Frame`s über ca. 2000, Vsync einschalten,

ist da was dran?

heißkleber - ganz blöd. zum einen werden die spulen dabei natürlich heiß (schlecht) und die wärmeabfuhr wird behindert (noch schlechter)

vsync dagegen drosselt die fps auf max 60 bei nem normalen tft, das spulenfiepen verschwindet also. und das spiel sieht auch gleich besser aus
Komplett-PC-Käufer(in)
26.01.2009 13:36 Uhr
Also ich habe seit gestern auch eine GTX260-216 55nm und ich habe das Fiepen nur, wenn es zum FADE IN zum Ladebildschirm bei 3DMark06 geht und genauso beim FADE OUT. Ansonsten kein Fiepen, nicht unter Last und auch nicht beim Desktop.
Kurz Crysis und FarCry2 angespielt, aber nicht ein Fiepen gehört. Ich werde mal weiter herumtesten...
Kabelverknoter(in)
26.01.2009 12:28 Uhr
Danke für die Antwort,

noch ne Frage zu dem sogenannten "Spulenfiepen" , habe einige interessante Tipps gelesen wie z.B.

Die Spannungwandler mit Heißkleber zu um gießen,
bei Frame`s über ca. 2000, Vsync einschalten,

ist da was dran?
Lötkolbengott/-göttin
26.01.2009 00:59 Uhr
Aus welchen Grund liegt die Tendenz der 55-nm höher?
Aller Wahrscheinlichkeit am vereinfachten PCB und möglicherweise "billigeren" Bauteilen.

cYa

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