Geforce-Treibertest: Forceware 174 sorgt für bis zu 65 Prozent mehr Leistung

Grafikkarten

Geforce-Treibertest: Forceware 174 sorgt für bis zu 65 Prozent mehr Leistung

Raffael Vötter
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26.02.2008 15:33 Uhr
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Neu
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Zum Launch der Geforce 9600 GT erblickte die neue Forceware-Generation 174.xx das Licht der Welt. Wir wagen die Installation auf einer Geforce 8 - mit beeindruckenden Ergebnissen.

PCGH-Treibertest mit Forceware 174: bis zu 65 Prozent mehr Leistung PCGH-Treibertest mit Forceware 174: bis zu 65 Prozent mehr Leistung [Quelle: ] Offiziell erlaubt Nvidia die Installation der Forceware 174.16 nur auf einer Geforce 9600 GT. Bei diesem Treiber handelt es sich um einen sogenannten WHQL-Kandidaten, welcher Microsoft zur Vergabe des Siegels vorliegt. Es kann sich nur um Tage handeln, bis ein 174er-Treiber auch offiziell mit Geforce-8-Karten (und darunter) zusammenarbeitet.

Forceware 174.16 auf einer Geforce 6/7/8 installieren
Mit einem Trick können Sie den neuen Treiber schon jetzt nutzen. Entweder Sie laden sich eine modifizierte Inf-Datei herunter, oder Sie forcieren die Installation des Treibers manuell über den Gerätemanager. Sollten Sie sich für den Weg über die Inf-Datei entscheiden, gilt es die im Treiber enthaltene zu überschreiben, woraufhin das Setup den 174-er auch auf einer Geforce 6/7/8 installiert. Für die Alternative im Gerätemanager klicken Sie auf Ihre Grafikkarte, dann auf "Aktualisieren", "Software von einer Liste oder bestimmten Quelle installieren [...]", gefolgt von "Nicht suchen, sondern [...]". Hier wählen Sie das Verzeichnis, in dem der Treiber entpackt ist und klicken auf die angezeigte Geforce 9600 GT. Trotz der Warnmeldungen wird der Treiber installiert und funktioniert bei uns einwandfrei mit einer Geforce 8800 GTX und GTS/320.

Neuheiten der Generation 170
Das Kontrollzentrum des neuen Treibers erfuhr ein dezentes Facelifting. Die nützlichste Neuerung ist der Button "Wiederherstellen", welcher bei Betätigung alle Einstellungen auf den von Nvidia vorgegebenen Standard zurückversetzt. Zusätzlich befindet sich in den Dropdown-Menüs vor den Standardwerten zur eindeutigen Identifizierung ein Nvidia-Logo. Während Sie den Eintrag "Fehlermeldung" ignorieren können, ist die "Maximale Anzahl der vorgerenderten Einzelbilder" einen Blick wert. Diese nur für Open GL gültige Option kann durch Heraufsetzen positive Auswirkungen auf die Framerate haben. Im Gegenzug ergibt sich durch eine höhere Zahl ein Inputlag.
Das überarbeitete Forceware-Panel im Bilde. (Bild: PCGH) Das überarbeitete Forceware-Panel im Bilde. (Bild: PCGH) [Quelle: PCGH]
Unsichtbar, aber bei den folgenden Zahlen maßgeblich ist die Angabe Nvidias, die Datenkompression optimiert zu haben. Davon profitieren theoretisch alle Fälle, welche den Speicher belasten, etwa hohe FSAA-Modi und/oder HDR-Rendering. Gerade Geforce-Karten mit wenig VRAM profitieren.

Testsystem und Benchmarks
Der Parcours besteht aus Crysis, Call of Duty 4, Bioshock und World in Conflict samt aktuellen Patches. Stalker und TES 4: Oblivion fallen aus dem Benchmark-Park, wir stellen deren ältere Werte aber noch an das Ende der Galerie. Den Test absolviert nach wie vor eine Geforce 8800 GTS (G80) mit 320 MiByte VRAM. Wir entschieden uns bewusst gegen die 640-MiByte-Version, um etwaige Verbesserungen im Speichermanagement des Treibers aufzudecken.

Neuer Kantenglättungsmodus ab FW 167.37
4x TSSAA (Bild: PCGH) 4x TSSAA (Bild: PCGH) [Quelle: Bild: PCGH] Der Geforce-8800-GT-Launchtreiber führt ein begrüßenswertes Novum ein. Der seit dem Start der GF7-Serie vorhandene, qualitativ eher minderwertige Transparenz-AA-Modus auf Multi-Sampling-Basis (TMSAA) ist Geschichte. Aktivieren Sie TMSAA mit einem aktuellen Treiber, werden mit einem Alpha-Wert (= Transparenz) versehene Texturen, wie sie oft für Vegetation genutzt werden, effektiver geglättet als zuvor.

Der weiterhin vorhandene Modus auf Super-Sampling-Basis (TSSAA) ist jedoch nach wie vor qualitativ hochwertiger und erfasst je nach Spiel mehr Objekte. Der Preis dafür ist, dass TSSAA bei vielen Alphatexturen stärker auf die Leistung drückt. Wir haben die optischen Unterschiede der Modi hinter die Benchmarkwerte gestellt.

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