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  • GRAFIKKARTEN

    Nvidia Geforce GTX 670 im Test: Abgespeckt und trotzdem gut? Jetzt mit Testvideo!

    Nvidias Geforce GTX 670 im PC-Games-Hardware-Test: Wir prüfen die nunmehr dritte Nvidia-Grafikkarte mit Kepler-Genen auf ihre Spieleleistung, Stromverbrauch und Lautstärke und sagen Ihnen anhand unseres Spiele-Benchmark-Parcours, ob sich das Aufrüsten bzw. Neukaufen von Nvidias neuestem Streich lohnt.

    GTX 670 im PCGH-Test


    Die Geforce GTX 670 soll - ohne den vermuteten Ti-Zusatz - Nvidias Grafikkarten-Portfolio der Kepler-Generation einstweilen abrunden. Sie ist nach Geforce GTX 680 und GTX 690 (Links zum jeweiligen PCGH-Test weiter unten) die dritte Grafikkarte für Spieler, welche den stromsparenden 28-nm-Chip GK104 ("Gamer-Kepler") trägt. Nvidia selbst positioniert seine Karte gegen AMDs Radeon HD 7950, gibt aber an, selbst die HD 7970 in Benchmarks übertreffen zu können. Ob das tatsächlich gelingt, klären wir im Folgenden - neben vielen weiteren Tests.

    Die Grafikkarte soll ab Launch für den hohen Preis von 329 Euro ohne Mehrwertsteuer angeboten werden - inklusive der hierzulande üblichen 19% MwSt. dürften die ersten Karten dann bei 390 bis 400 Euro landen. 21 Grafikkarten finden sich insgesamt im PCGH-Preisvergleich, 8 davon sind direkt zum Launch lieferbar, der günstigste Preis liegt bei rund 380 Euro. Das ist eindeutig Radeon HD 7970-Territorium und daher vergleichen wir die Geforce GTX 670 auch mit der AMD-Karte. Nvidias Partner von Asus bis Zotac bieten schon ab Launch eigene, zum Teil stark übertaktete Designs an, von denen einige bereits in der Redaktion eingetroffen sind - Details finden Sie in einer separaten PCGH-Meldung.

    Geforce GTX 670 im Test: Überblick
    Die technischen Details abseits der Taktraten von 915+Boost/3.004 MHz, der 1.344 aktiven Shader-ALUs (im Nvidia-Jargon "Cuda-Cores" genannt), 112 Textureinheiten sowie des 256 Bit breiten Speicherinterfaces finden Sie in der Tabelle weiter unten. Besonders spannend ist, dass die Speicherleistung im Vergleich zur GTX 680 gleich geblieben ist. Natürlich sind auch Features wie Adaptive VSync, TXAA oder GPU-Boost mit von der Partie. Im GK104-Grafikchip sind 7 der 8 vorhandenen SMX-Cluster aktiv, deren Funktionsweise wir bereits im Test der Geforce GTX 680 etwas näher erläutert haben. Tiefergehende technische Details finden Sie in der PCGH-Printausgabe 05/2012 (zur Einzelheftbestellung).

    Modell Geforce GTX 680 Geforce GTX 670 Geforce GTX 580 Radeon HD 7970Radeon HD 7950Radeon HD 7870
    Codename/Direct-X-Version GK104/11.1 GK104/11.1 GF110/11.0 Tahiti XT/11.1Tahiti Pro/11.1Pitcairn XT/11.1
    SP-Rechenleistung (GFLOPS) 3.0902.4601.5813.7882.8672.560
    DP-Rechenleistung (GFLOPS) 129103198947717160
    Dreiecksdurchsatz (Mio./s) 4.0243.2033.0881.8501.6002.000
    Pixeldurchsatz (GPix/s) 32,229,324,729,625,632
    Texturleistung (GTex/s) 128,8102,549,4118,489,680
    Takt Grafikchip (Megahertz) 1.006 +Boost915 +Boost7729258001.000
    Takt Shader-ALUs (Megahertz) 1.006 +Boost915 +Boost1.5449258001.000
    Takt Grafikspeicher (Megahertz) 3.0043.0042.0042.7502.5002.400
    Shader-/SIMD-/Textureinheiten 1.536/8/128 1.344/7/112 512/16/64 2.048/32/1282.048/32/1281.280/20/80
    Rasterendstufen (ROPs) 323248323232
    Speicheranbindung (Bit) 256256384384384256
    Speichertransferrate (GByte/s) 192192192,4264240153,6
    Übliche Speichermenge (MiB)2.0482.0481.5363.0723.0722.048
    PCI-E-Stromanschlüsse 2x 6-polig 2x 6-polig 1x6- & 1x8-polig 1x6- & 1x8-polig2x 6-polig 2x 6-polig
    TDP laut Hersteller 195 Watt 170 Watt244 Watt 210 Watt200 Watt175 Watt


    Betrachtet man die 24,3 Zentimeter lange Karte genauer, fällt auf, dass das PCB, die Platine selbst also, mit nur 17,5 Zentimetern deutlich kompakter ist und lediglich durch den "angeflanschten" 65-mm-Radiallüfter verlängert wird. Zum Vergleich: Eine Geforce GTX 560 Ti im Referenzdesign ist mit 22,9 Zentimetern nur wenig kürzer - ältere Karten dieser Leistungsklasse fallen mit 26,7 Zentimetern (GTX 260-285, GTX 480/580) länger aus, die Geforce GTX 470 mit 24,1 Zentimetern minimal kürzer. Wie laut die Karte mit dieser Kühllösung ist und wieviel Strom die Geforce GTX 670 braucht, testen wir auf den folgenden Seiten des Artikels.

    Geforce GTX 670 im Test: GPU-Boost
    Wie schon bei der Geforce GTX 680 gibt Nvidia auch der GTX 670 einen "Schub" mit auf den Weg: GPU-Boost erhöht dynamisch die Taktung des Grafikchips, wenn die TDP nicht ausgeschöpft wird. Der Grundtakt, den zum Beispiel Last-Tools wie das PCGH-VGA-Tool, Furmark oder OCCT erreichen, liegt bei 915 MHz, die GPU-Boost-Frequenz will Nvidia bei 980 MHz ansiedeln - diese Taktrate sollen auch Käufer von nicht übertakteten Modellen in vielen Spielesituationen zu sehen bekommen.

    Da unser Testmuster allerdings fröhlich bis auf 1.084 MHz hochtaktet, damit mehr als 10 Prozent über den minimal "garantierten" GPU-Boost-Takten liegt und viele OC-Modelle der Partner nochmals deutlich höhere Takte erreichen, haben wir in einem Extra-Benchmark die Auswirkungen verschiedener GPU-Boost-Stufen getestet. Das Resultat: Das von Nvidia bereitgestellte Testexemplar schlägt in unserem Index tatsächlich sogar die Radeon HD 7970 knapp, während eine Geforce GTX 670 mit auf 980 MHz gesenktem GPU-Boost, also quasi die Minimal-GTX-670, ihr recht deutlich unterliegt. Auf den Folgeseiten finden Sie nähere Details hierzu.


    Testplattform, Benchmarks & Treiber
    • CPU: Intel Core i7-2600K @ 4,5 GHz (vier Kerne plus SMT; ohne Turbo)
    • Mainboard: Asus P8P67 Deluxe (Intel P67-Chipsatz, SLI- und Crossfire-tauglich)
    • RAM: Corsair XMS3 Dominator CMD4GX3M2A1600C8 (2 x 2 GiByte DDR3-1600; 8-8-8-24-2T)
    • Netzteil: Corsair HX850 (850 Watt, 80-Plus Silber)

    Testkarten (Taktraten: GPU/(ALU)/VRAM)
    • Geforce GTX 680 (1.006 +Boost/3.004 MHz, 2 GiByte GDDR5)
    • Geforce GTX 670 (915 +Boost/3.004 MHz, 2 GiByte GDDR5)
    • Geforce GTX 580 (772/1.544/2.004 MHz, 1,5 GiByte GDDR5)
    • Geforce GTX 570 (732/1.464/1.900 MHz, 1,25 GiByte GDDR5)
    • Radeon HD 7970 (925/2.750 MHz, 3 GiByte GDDR5)
    • Radeon HD 7950 (800/2.500 MHz, 3 GiByte GDDR5)
    • Radeon HD 7870 (1.000/2.400 MHz, 2 GiByte GDDR5)

    Treiber und Betriebssystem
    • Geforce 301.34 Beta - HQ
    • Catalyst 12.4 WHQL (8.961) - HQ
    • Windows 7 Ultimate x64 SP1 inklusive Patches

    Treibereinstellungen
    Wir haben uns nach dem Start der Radeon HD 7970 und ausführlichen Bildqualitätsbetrachtungen dazu entschieden, Grafikkarten fortan mit "Hoher Qualität" (HQ) im Treiber zu testen. Dies bezieht sich direkt auf den anisotropen Filter (AF), welcher in der HQ-Einstellung auf Radeon- wie Geforce-Grafikkarten nicht nur ein sehr gutes Bild liefert, sondern auch qualitativ vergleichbar ist - mit Qualität/Quality (Q) gibt es Unterschiede zugunsten Nvidias sofern anisotrope Filterung zum Einsatz kommt. Sofern Sie mit dem teils flimmrigen Q-AF zufrieden sind: Im Mittel unseres Spieleparcours bringt Q gegenüber HQ ein Fps-Plus von 3,5 Prozent - auf einer Radeon HD 7000. Nachdem AMD mit dem Catalyst 12.4 erneut an der Qualität des Treiberstandards (Q) geschraubt hat, gilt unsere Aussage umso mehr: HQ gegen HQ entspricht am ehesten "apples to apples".

    Frei nach AMDs Motto "Play the game as originally intended" setzen wir außerdem die (für den 12.4er-Catalyst noch nicht mit Profilen bestückte) AMD-Optimierung beim Tessellationsschalter für die Benchmarks außer Kraft und deaktivieren die Oberflächenoptimierung. Die vertikale Synchronisation ist auf allen Karten immer abgeschaltet.

    Benchmark-Auswahl
    In unserem Test fühlen wir den Grafikkarten in folgenden Spielen auf den Zahn:

    Battlefield 3 (DX11, Origin)
    BF Bad Company 2 (DX11, Origin)
    Crysis Warhead v1.21 (DX10)
    Crysis 2 v1.9 (DX11 + Hi-Res)
    Dirt 3 v1.2 (DX11)
    Dragon Age 2 v1.04 (DX11)
    Mass Effect 2 v1.02 (DX9); inklusive Supersample-AA (und LOD-Anpassung bei Geforce)
    Metro 2033 (DX11, Steam)
    • Serious Sam 3 BFE (DX9, Steam)
    Starcraft 2 v1.4.3 (DX9)

    Jeder Benchmark-Durchlauf wird mindestens drei Mal durchgeführt und die Ergebnisse anschließend gemittelt. Weitere Details wie die Art der genutzten Kantenglättung können Sie den einzelnen Benchmark-Diagrammen sowie unserer Benchmark-FAQ entnehmen. Die Auflösungen für die Standardtests lauten wie folgt:

    • 1.920 x 1.080, 16:1 AF (HQ-AF)
    • 2.560 x 1.600, 16:1 AF (HQ-AF)

    Bei Spezialtests und/oder mit Supersample-AA variieren die Einstellungen.

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    Es gibt 201 Kommentare zum Artikel

    Von Rasha
    Ich hab mir jetzt ja auch eine gTX 670 von Palit geholt (nicht die Jetstream, sondern normal) und gerade einen Kühler dafür bestellt (Twin Turbo 2). Laut Herstellerangabe ist dieser ja mit der Karte kompatibel - die Frage ist nur, bekomme ich diesen, ohne sägen, auch auf die Karte drauf? Und wenn ja, wie? Sind die Kühler bei den neueren Karten auch unten verschraubt?
    Von semimasta
    Servus! Schöner Test, vielen Dank. Ich bin vor 2 Wochen auf eine 670 (Referenzdesign) umgestiegen und habe mich sehr über den immensen Performance-Schub gefreut (mit Phenom II 965 @ 3,9 Ghz). Hatte vorher eine 470 mit Zalman VF-3000F @ 750 Mhz Core, diese war zwar leiser aber hat mein Gehäuse zum Glühen…
    Von Professor Theorie
    welche VGA-Kühler passen eig auf das Referenzdesign? Hat man sich wieder so eine tolle Grundplatte geleistet oder passt diesmal zb ein Twin Turbo?
    Von Klarostorix
    Mich würde mal interessieren, welcher Drehzahl die im Test angegebene Lautheit von 2,9 Sone entspricht.
    Von stefan.net82
    Ich persönlich kann mich Ralfs Aussage im Video bez. des Preis-Leistungsverhältnis der GTX670/80 Karten nur teilweise anschließen. Mann muss nur bedenken, was Karten dieser Leistungsliga seitens Nvidia noch vor ein paar Monaten gekostet haben...vorallem bei der GTX670 kann man doch wirklich von einem fairen…
      • Von Rasha Freizeitschrauber(in)
        Ich hab mir jetzt ja auch eine gTX 670 von Palit geholt (nicht die Jetstream, sondern normal) und gerade einen Kühler dafür bestellt (Twin Turbo 2). Laut Herstellerangabe ist dieser ja mit der Karte kompatibel - die Frage ist nur, bekomme ich diesen, ohne sägen, auch auf die Karte drauf? Und wenn ja, wie? Sind die Kühler bei den neueren Karten auch unten verschraubt?
      • Von semimasta Freizeitschrauber(in)
        Servus! Schöner Test, vielen Dank. Ich bin vor 2 Wochen auf eine 670 (Referenzdesign) umgestiegen und habe mich sehr über den immensen Performance-Schub gefreut (mit Phenom II 965 @ 3,9 Ghz). Hatte vorher eine 470 mit Zalman VF-3000F @ 750 Mhz Core, diese war zwar leiser aber hat mein Gehäuse zum Glühen gebracht... Jetzt sieht BF3 super aus, Settings auf Ultra inkl. Schmankerln und genug Frames für den MP... Skyrim mit Modsalat läuft geschmeidiger usw., für die meißten Games hätte die OCte 470 aber noch gereicht aber ihr wisst ja wie das ist mit der Vernunft... Jedoch Arma II und GTA IV haben meine Laune dann gebremst, da war (trotz Installation auf SSD) klar die CPU schon am Limit und außer mehr AA und Anisotrop. Filterung und etwas höheren Grafikeinstellungen nicht viel zu holen.., wird bald Zeit für eine Intel-CPU... FAZIT: - Preis (für mich) zu hoch - Leistung atemberaubend (meine Idee von einer Genereation auslassen zieht - hm aber hab ja auch nicht endlos Kohle) - Lautstärke erträglich, Stromverbrauch ideal im Vergleich zum "Thermi", Radiallüfter lässt mir mehr Spielraum bei CPU-Taktung (Noctua NH-D14 wurde sehr heiß im geschl. Gehäuse durch die 470) - New Toy Syndrom mehr als befriedigt Kanns nur jedem Empfehlen. Customkühler kommt nach CPU-Wechsel drauf. Cya Yakup
      • Von Professor Theorie PC-Selbstbauer(in)
        welche VGA-Kühler passen eig auf das Referenzdesign? Hat man sich wieder so eine tolle Grundplatte geleistet oder passt diesmal zb ein Twin Turbo?
      • Von Klarostorix BIOS-Overclocker(in)
        Mich würde mal interessieren, welcher Drehzahl die im Test angegebene Lautheit von 2,9 Sone entspricht.
      • Von stefan.net82 Software-Overclocker(in)
        Ich persönlich kann mich Ralfs Aussage im Video bez. des Preis-Leistungsverhältnis der GTX670/80 Karten nur teilweise anschließen. Mann muss nur bedenken, was Karten dieser Leistungsliga seitens Nvidia noch vor ein paar Monaten gekostet haben...vorallem bei der GTX670 kann man doch wirklich von einem fairen aktuellen Preis reden! Zur Leistung: Die GTX580 verschlingt diese Kepler-Karte zum Frühstück. Bei den aktuellen Ladenpreisen würde ich weiters niemals zur größeren 680 greifen! Der dadurch gewonnene Leistungsunterschied rechtfertigt den Aufpreis doch keinesfalls, wie ich finde.
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Nvidia Geforce GTX 670 im Test: Abgespeckt und trotzdem gut? Jetzt mit Testvideo!
Nvidias Geforce GTX 670 im PC-Games-Hardware-Test: Wir prüfen die nunmehr dritte Nvidia-Grafikkarte mit Kepler-Genen auf ihre Spieleleistung, Stromverbrauch und Lautstärke und sagen Ihnen anhand unseres Spiele-Benchmark-Parcours, ob sich das Aufrüsten bzw. Neukaufen von Nvidias neuestem Streich lohnt.
http://www.pcgameshardware.de/Grafikkarten-Grafikkarte-97980/Tests/Geforce-GTX-670-Test-882634/
10.05.2012
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/thumb/2012/05/Nvidia_Geforce_GTX_670__1_.JPG
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