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  • FXAA für Geforce-Grafikkarten: So aktivieren Sie den neuen "Immer-AA"-Modus - Update mit Geforce 295.18

    Eine neue Form der Kantenglättung erobert die Spielwelt: FXAA. Nicht nur Battlefield 3, Duke Nukem Forever und Serious Sam 3 BFE bieten das günstige Post-Processing-AA, sondern auch der Geforce-Treiber. Seit dem Geforce 290.36 ist das Feature endlich unter Direct3D verfügbar. Wie Sie es aktivieren und welche Vor- und Nachteile Sie dadurch haben, klären wir im Folgenden.

    Anmerkung: Wir haben den Artikel aus dem Juli umfangreich überarbeitet. Mittlerweile gibt es brandneue Erkenntnisse für Direct3D-Spiele.

    Geforce 290.36 + Nvidia Inspector: Damit aktivieren Sie FXAA (2) Geforce 290.36 + Nvidia Inspector: Damit aktivieren Sie FXAA (2) Quelle: PC Games Hardware Update: Ein inoffizieller Alpha-Treiber der Serie 295, der Geforce 295.18, zeigt, wohin die Reise geht: FXAA wird mit dem neuen Treiberzweig 295 offiziell im Nvidia-Panel verfügbar sein. Die ersten Tester berichten davon, dass der für SLI angekündigte Frame-Limiter zur Bekämpfung des Mikroruckelns ebenfalls enthalten ist (allerdings noch nicht im Panel). Wir haben den Geforce 295.18 soeben installiert und ein paar Bilder in die Galerie gestellt. Wie kompatibel das integrierte FXAA im Vergleich mit dem 290.36 ist, werden Tests klären – ein Testpionier bescheinigt dem neuen Treiber bereits eine bessere Kompatibilität als seinem offiziell verfügbaren Vorgänger.

    Sollte das Thema FXAA respektive Anti-Alasing generell bei Ihnen auf Interesse stoßen, so lassen Sie uns das bitte per Kommentar wissen. Eine acht Seiten starke Abhandlung aller derzeit verfügbaren AA-Methoden und wo Sie verfügbar sind, finden Sie in der PCGH 01/2012 (ab dem 07.12.2011 im Handel).
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    Sie kennen das bestimmt: Ein neues Spiel erscheint und es ist weit und breit keine Option zur Kantenglättung in Sicht. Diese scheinbare Faulheit der Entwickler hat im Zeitalter der DX9-Cross-Platform-Entwicklung technische Gründe: Setzen Developer auf einen mit vielen Vorteilen gesegneten Deferred Renderer, ist Multisample-Kantenglättung (MSAA) unter DirectX 9 nicht realisierbar, da hier der Zugriff auf die Tiefenwerte im MSAA-Buffer fehlt – das ist erst ab DirectX 10.1 möglich. Das sogenannte "Fast Approximate Antialiasing" (FXAA) ist ein von Nvidia entwickeltes Morphological Antialiasing (MLAA), ähnlich dem von AMD. Hierbei handelt es sich um einen reinen Post-Process-Effekt, welcher Kanten anhand Kontrasten erkennt und glättet – auch nachträglich in Spielen, die keine Unterstützung für (MS)AA bieten. Es unterdrückt Kantenflimmern in Bewegung nur schwach, ist gegenüber Shaderflimmern machtlos und macht das Bild auch noch unscharf. Die Ursache dafür ist, dass MLAA keine Informationen auf Subpixel-Ebene abgreift - dafür ist es, im Gegensatz zu Super-/Downsampling, sehr günstig zu haben. Auch die Glättung im Standbild sieht beeindruckend aus:

    before
    after


    Nvidias FXAA im Detail: So geht's
    FXAA ist zwar noch nicht offiziell verfügbar, im Geforce-Treiber schlummert jedoch seit der 275er-Treiberserie eine "Vorschau" des Features – ab dem Geforce 290.36 (Download) auch für Direct 3D. Um FXAA zu aktivieren ist das Tool Nvidia Inspector nötig. Klicken Sie zunächst im Hauptfenster des Tools auf das Werkzeugsymbol (mittig rechts), woraufhin sich der Profileditor öffnet. Nun haben Sie die Wahl: Entweder Sie tätigen die Einstellungen im (gerade geöffneten) globalen Profil oder Sie wählen ein spezifisches Spiel aus. In beiden Fällen begegnen Ihnen dieselben Optionen; scrollen Sie ganz hinunter, bis Sie die folgenden drei Zeilen erspähen:

    "NVIDIA Predefined FXAA Usage"
    "Toggle FXAA Indicator on or off"
    "Toggle FXAA on or off"

    0x00000000 steht für "aus", 0x00000001 für "an". Damit FXAA wirklich aktiv ist, empfehlen wir, sowohl Option eins als auch Option drei einzuschalten. Der "FXAA Indicator" ist optional und nur für Testzwecke: Ist dieser Punkt aktiviert, platziert der Geforce-Treiber bei der Nutzung von FXAA einen grünen Quader in einer Bild-Ecke, welcher unmissverständlich "Ich berechne gerade FXAA" aussagt. Das ist in Testläufen praktisch, stört aber beim normalen Spielen. Übernehmen Sie Ihre Änderungen anschließend mit einem Klick auf "Apply changes" (oben rechts).

    Die Wahl einer Sample-Menge mithilfe mehrerer Stufen ist übrigens nicht möglich. Der Nvidia-Treiber kennt nur "ja" oder "nein"; in jedem Fall kommt die bestmögliche FXAA-Version zum Einsatz. Unser Praxistest hat ergeben, dass automatisch ein leichter Sharpen-Filter (Nachschärfe) angewendet wird, um dem für Post-Processing-AA typischen Kontrastverlust entgegenzuwirken. Schön: Mit dem Geforce 290.36 arbeitet FXAA sogar unter DirectX 10 und 11 (getestet mit WoW Cataclysm, Dragon Age 2 und Crysis Warhead).

    Nvidias FXAA im Detail: Licht- und Schattenseiten
    Kommen wir nun zu den Schattenseiten. FXAA ermöglicht zwar eine günstige, theoretisch überall lauffähige Bildglättung, ist jedoch gegen Flimmern auf Subpixelebene machtlos. Bei FXAA handelt es sich nicht um "echtes" Anti-Aliasing, das Undersampling beim Rendervorgang an der Wurzel packt, sondern um reine Symptombekämpfung. Anders formuliert: Ein Spiel, das ohne FXAA flimmert, wird es auch mit diesem Postfilter tun; das Aliasing wird lediglich etwas aufgeweicht.

    Haken Nummer 2: Nvidia hat offenbar gute Gründe, FXAA nur als versteckte Option anzubieten, denn im Test des Geforce 290.36 mit einer Handvoll Spielen zeigte sich, dass FXAA Probleme bereiten kann. Das können simple Grafikfehler sein, mitunter startet ein Spiel aber gar nicht oder stürzt nach einiger Zeit ab. Den meisten Problemen gehen Sie aus dem Weg, wenn Sie im Spiel andere AA-Verfahren – etwa Multisample-AA (MSAA) – abschalten.

    Haken Nummer 3: FXAA wird auf üblichen Screenshots via Fraps oder MSI Afterburner nicht dargestellt, es sei denn, Sie spielen im Fenstermodus. Mit diesem Problem hatte AMDs MLAA ebenfalls zu kämpfen, doch mittlerweile sind unter anderem Fraps und der Afterburner in der Lage, MLAA abzugreifen. Wir haben trotz der widrigen Umstände ein paar FXAA-Screenshots per Drucktaste angefertigt:

    before
    after
    before
    after
    before
    after


    Klar erkennbar ist die Vollbildglättung unter Aufopferung von etwas Bildschärfe. Was im Stand sehr gut aussieht, liefert in Bewegung jedoch ein unruhigeres Bild als MSAA. Die Begründung dafür ist logisch: Da lediglich fertige Bilder nachbehandelt werden, stehen keine neuen Informationen bereit, während MSAA zumindest die Geometrie feiner berechnet. Stoßen Sie in Ihren Spielen auf nicht durchgezogene Linien, etwa Stromleitungen oder Antennen, werden diese auch mit FXAA lückenhaft bleiben. Abhilfe schafft in jedem Fall Supersampling. In der Bildergalerie finden Sie die Originalbilder mehrerer OpenGL-Spiele.

    Nvidias FXAA: Leistungskosten
    Da es sich bei FXAA um einen shaderbasierten Filter handelt, werden die entsprechenden Einheiten der Grafikkarte belastet – aber nur geringfügig. Shaderlastige Spiele zeigen demzufolge größere Einbrüche beim Zuschalten von FXAA; auch kostet das Verfahren in höheren Auflösungen mehr Leistung als in niedrigen.

    FXAA-Benchmark


    Nvidias FXAA: Fazit
    Die Aussichten auf einen immer funktionierenden AA-Modus klingen vielversprechend. Derzeit befindet sich FXAA im experimentellen Status, sieht jedoch schon jetzt gut aus und lässt sich beinahe kostenlos zuschalten. Diese Tatsache ist eines der stärksten Argumente für Post-Processing-AA: Zwar ermöglichen Super- und Multisample-AA bessere Ergebnisse, allerdings nur zu sehr hohen Leistungskosten. Bietet die Hardware ausreichend Rechenkraft, lassen sich alle Verfahren kombinieren. Eine 8 Seiten starke Abhandlung aller derzeit verfügbaren AA-Methoden und wo Sie verfügbar sind, finden Sie in der PCGH 01/2012 (ab dem 07.12.2011 im Handel).

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    Es gibt 59 Kommentare zum Artikel
    Von nilsbyte
    Kann die Redaktion bitte verraten wie sie die FXAA screenshots gemacht haben? Ich versuche das gerade bei Rage und ich…
    Von Schmücker
    Hab den 290.36 drauf aber bekomme es nicht aktiviert. So wie auf den Bild zu sehen erscheint eine weitere Option zum…
    Von dustyjerk
    Hat irgendwer das Ganze schonmal bei Borderlands probiert? Beim Laden des Spielstandes friert es leider immer ein,…
    Von Sereniance
    Hardware unschärfe?- wenn Ihr noch nen Röhrenmonitor habt könnt ihr unter Umständen doch den Fokus rausdrehen... geht…
    Von PCGH_Raff
    Jo. Und eigentlich ist's nur da sinnvoll. Echtes AA ist vorzuziehen, sofern verfügbar.MfG,Raff
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FXAA How-to
Eine neue Form der Kantenglättung erobert die Spielwelt: FXAA. Nicht nur Battlefield 3, Duke Nukem Forever und Serious Sam 3 BFE bieten das günstige Post-Processing-AA, sondern auch der Geforce-Treiber. Seit dem Geforce 290.36 ist das Feature endlich unter Direct3D verfügbar. Wie Sie es aktivieren und welche Vor- und Nachteile Sie dadurch haben, klären wir im Folgenden.
http://www.pcgameshardware.de/Grafikkarten-Grafikkarte-97980/Tests/FXAA-How-to-832856/
04.12.2011
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2011/07/Call_of_Duty_ohne_FXAA.jpg
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