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  • Ausprobiert auf der CES: Gigabyte GTX 980 WaterForce Tri-SLI-System

    Am Display lässt sich die Temperatur, Lüfterdrehzahl und Pump-Intensität einstellen. Leider ohne Touch, sondern fast schon nostalgisch mit Drehreglern. Quelle: PC Games Hardware

    Sie wollen The Witcher 3 in 4k spielen und Geld spielt keine Rolle? Dann könnte Sie das externe, wassergekühlte Monster-Paket GTX 980 Waterforce Tri-SLI von Gigabyte interessieren. Wir haben auf der CES einmal probegespielt. Von Benjamin Kratsch und Ryan Southardt.

    Sollten Sie gerade Ihren Tannenbaum abschmücken und darunter 2.900 Euro vom Weihnachtsmann finden, könnten Sie die Scheine in ein Power-Monster im Aluminium-Mantel namens Waterforce Triple-SLI-System von Gigabyte investieren. Mit gleich drei Geforce GTX 980 im Verbund sollte selbst The Witcher 3 in 4k kein Problem mehr sein. Die CES bietet alljährlich das Paradies für gut betuchte Gamer, denn günstig sind solche Ultra-High-End-Lösungen eher selten, dafür aber schon verdammt beeindruckend. Die sogenannte Waterforce-Station wird von Gigabyte in einem Hartschalen-Reisekoffer angeliefert, mit dem Sie theoretisch direkt in den Urlaub fliegen könnten. Nur werden Sie das nicht tun, schließlich möchte so ein Powerhouse mit Spielen gefüttert, gebenchmarkt und auch ein bisschen bewundert werden.

    120 mm Radiatoren kühlen jede einzelne GPU

    Das Übertaktungspotenzial dürfte sich eher in Grenzen halten, da die 120 Millimeter Radiatoren für eine GTX 980 fast schon unterdimensioniert sind. Das Übertaktungspotenzial dürfte sich eher in Grenzen halten, da die 120 Millimeter Radiatoren für eine GTX 980 fast schon unterdimensioniert sind. Quelle: PC Games Hardware Im Grunde ist das WaterForce vor allem interessant für anspruchsvolle Spieler, die sich selbst nicht zutrauen, eine Wasserkühlung zu installieren. Stattdessen bauen Sie lediglich die drei mitgelieferten Gigabyte GTX 980 in Ihr Gehäuse ein und setzen die SLI-Brücke. Und wie funktioniert nun die Wasserkühlung? Sie installieren die Kühlschläuche an den GPUs und führen Sie vorne an der Gehäuseblende wieder heraus, wo sie an den Radiatoren enden, die Sie in die eigentliche Waterforce-Station einsetzen. Die Kommunikation zwischen Mainboard und Gigabytes System funktioniert via USB und natürlich will auch das Stromkabel noch im PC angeschlossen werden, der laut Gigabyte mindestens ein 1000 Watt-Netzteil haben sollte. Die Station befestigen Sie mit vier Klemmen am Case, damit nichts verrutschen kann. Ob das Waterforce-System allerdings auch zum Transport geeignet ist, bleibt fraglich und ließ sich auf der CES nicht ausprobieren.

    In der eigentlichen Station sitzen jeweils drei 120 × 120 mm große Radiatoren mit entsprechender Lüfterbestückung. Die Lüftersteuerung erfolgt über ein LCD-Display an der Außenpartie. Bei einem Preis von 2.900 Euro wäre ein farbiges Touch-Display schöner gewesen, die LCD-Anzeige mit den großen runden Einstellknöpfen wirkt eher wie eine alte Stereo-Anlage. Touch wäre vor allem auch deshalb sinnvoller, weil Sie die Temperatur, Lüfter - und Pumpendrehzahl für jede Grafikkarte einzeln auswählen können. Durch die mitgelieferte Software OC Guru II lassen sich zudem einige coole Features aktivieren. Overclocking-Profis können beispielsweise einstellen, dass die Grafikkarten so hoch takten, bis sie eine bestimmte Temperatur erreichen. Wie gut die Lüfter arbeiten, lässt sich bei einem zeitlich begrenzten Hands-On auf einer Messe schwer sagen. Gefühlt bringen die Geforce GTX 980 ihre jeweiligen 120,mm-Radiatoren auch ohne starkes Overclocking schon an ihre Grenzen, Fakten kann hier aber nur ein ausführlicher Test bringen – spürbar mehr Kühlfläche bringen 120er-Radiatoren gegenüber klassischen Luftkühlungen im Übrigen nicht.

    Die Performance und Overclocking

    So sieht das Setup aus: drei Geforce-Karten ins Gehäuse bauen, SLI-Bridge drauf, Kühlschläuche inklusive Radiator nach außen legen und im WaterForce installieren. So sieht das Setup aus: drei Geforce-Karten ins Gehäuse bauen, SLI-Bridge drauf, Kühlschläuche inklusive Radiator nach außen legen und im WaterForce installieren. Quelle: PC Games Hardware Die Gigabyte GTX 980 basieren auf dem Referenzmodell, es werkelt lediglich ein Waterforce-Kühlkörper darauf statt dem Luftkühler. Die 2.048 Shadereinheiten in der GM204-GPU bleiben gleich und auch die 4.096 MiByte GDDR5-Grafikspeicher sind über ein 256 Bit-Speicherinterface angebunden. Den Basis-Takt hat Gigabyte ein wenig angehoben von 1.126 auf 1.228 MHz, per GPU-Boost sollen laut Datenblatt 1.328 MHz drin sein. Gigabyte geht hier scheinbar auf Nummer sicher, da die Radiatoren für drei der stärksten Maxwell-Kaliber eigentlich schon eher unterdimensioniert sind. OC-Freunde sollten den Test auf pcgameshardware.de abwarten. Ohnehin ist das Waterforce-Triple-SLI-System aber so bärenstark, das es sich aktuell von keinem Spiel in die Knie zwingen lässt. Zumindest nicht in Full-HD, beim Thema 4K (gegebenenfalls mit Kantenglättungsmodi) wird es dann schon spannender. Werte von über 160.000 Punkte im Futuremark 3D Mark Ice Storm oder dem extra für High-End-Konfigurationen programmierten Fire Strike Extreme mit über 15.000 Punkten sprechen zwar eine deutliche Sprache, allerdings ist 4k bekanntlich sehr Ressourcen-hungrig.

    Sollten Sie sich für 4k-Benchmarks interessieren, würden wir Ihnen gerne das Video des Youtubers foxvalleypcgeek empfehlen.

    Er hat ein Gigabyte GTX 980 Triple-SLI-Setup (übertaktet auf 1.490 MHz) mit Intel Core i7-5820K (4,6 GHz) und 16 GiByte DDR4-RAM von G.Skill auf einem 4k-Monitor von Asus (PB287Q) rennen lassen. So erreicht er im Schnitt folgende Werte:

    • Call of Duty: Advanced Warfare @4k: 107 fps im Durchschnitt
    • Crysis 3 @4k: 63 fps im Durchschnitt
    • Battlefield 4 @4k: 88 fps im Durchschnitt
    • Warframe @ 4k: 148 fps im Durchschnitt
    • Tomb Raider @4k: 95 fps im Durchschnitt
    • Shadow of Mordor @4k: 90 fps im Durchschnitt
    • Ryse: Son of Rome @4k: 50 fps im Durchschnitt
    • Metro: Last Light Redux @4k 75 fps im Durchschnitt
    • Asetto Corsa @4k: 69 fps im Durchschnitt

    Ersteindruck: GTX 980 WaterForce

    Um ein System wie das Waterforce-Triple-Sli überhaupt auf den Markt zu bringen, braucht es gewissermaßen Eier. Insofern Hut ab vor Gigabyte für diese radikale Designentscheidung. Ob sie damit alles richtig gemacht haben, lässt sich nach einem kurzen Hands-On kaum sagen. Die Radiatoren wirken etwas unterdimensioniert und dass die Schläuche fest an Grafikkarte und Radiator hängen, dürfte den Einbau etwas fummelig machen. Auf jeden Fall ist es aber eine simplere Lösung, als selbst eine Wasserkühlung einzubauen und zu befüllen.

    Um so ein System auf den Markt zu bringen, braucht es Eier. Die Performance ist natürlich fantastisch, drei GTX 980 lassen sich wohl nur mit einem Dual-Monitor-Set-Up in die Knie zwingen. Die Benchmarks des Kollegen zeigen allerdings auch eindrucksvoll, wie viel mehr Leistung 4k einfordert. "Crysis 3" zählt zwar auch heute noch zu den technisch beeindruckendsten Spielen, aber gerade mal 63 Fps im Schnitt sind doch erstaunlich wenig, wenn Sie bedenken, dass drei GTX 980 alleine schon mit gut 1.800 Euro zu Buche schlagen und nicht gerade zum Standard-Equipment eines PC Games Hardware-Lesers zählen werden. Zudem muss man im Hinterkopf behalten, dass man für 2.900 Euro schon einen kompletten High-End-PC mit mehreren (Standard-)GTX 980 erhält.

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    Gigabyte EOC 2014: Impressionen vom Event für Extrem-Übertakter
    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    Grafikkarten-Rangliste 2016: 23 Radeon- und Geforce-GPUs im Benchmarkvergleich
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    Es gibt 25 Kommentare zum Artikel
    Von pseudonymx
    Pardon: Wasn das fürn scheiß?
    also irgentwann hört es echt auf, das schaut aus wie n 10 Minuten Projekt irgentwelcher Azubis oder Praktikanten und dafür noch Geld verlangen oder was, unfassbar
    Von streetjumper16
    Wenn ich hier immer wieder lese das ein 120mm Radiator nicht dafür ausreicht muss ich mir immer wieder an den Kopf fassen... Naturlicht reicht das um die Karte unter 60°C zu halten und dazu leise. Zudem ist das im Produkt eine 980 die im Gegensatz zu einer 780ti noch mal kühler bleibt.
    Will man mehr Kühlung und trotzdem leise muss man aber auf min. 240mm gehen. Eine H105 leistet da wunderbar ihre Dienste.
    Von MiezeMatze
    Warum jeweils nur ein 120mm Radiator... bei dem Gespann und Preis absolut hirnrissig.

    Es geht garnicht darum ob das soviel bringt.

    Der Platz ist da...
    Ich erwarte einfach mehr wenn ich so was kaufen würde...

    Wozu Wakü wenn so krass unterdimensioniert... dann hat das ja nur einen Silent-Effekt…
    Von Joselman
    Wir haben grade mal den 9.1. und schon ist das schwachsinnigste Produkt des Jahres am Start. Mal sehen wer den Quatsch 2015 noch toppt.
    Von Birdy84
    Der Autor sollte mal in sein innerstes Selbst gehen und die Bedeutung der Abkürzung "LCD" ergründen. Immerhin ist das hier die Website einer Hardware-Redaktion und kein Media Markt Prospekt.

    @Topic: Als längerfristige Investition in einen Spiele Rechner sind mehrere GTX980 schon allein wegen den 4GB VRAM ungeeignet. Von daher bleibt es nur ein netter Versuch von Gigabyte.
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Ausprobiert auf der CES: Gigabyte GTX 980 WaterForce Tri-SLI-System
Sie wollen The Witcher 3 in 4k spielen und Geld spielt keine Rolle? Dann könnte Sie das externe, wassergekühlte Monster-Paket GTX 980 Waterforce Tri-SLI von Gigabyte interessieren. Wir haben auf der CES einmal probegespielt. Von Benjamin Kratsch und Ryan Southardt.
http://www.pcgameshardware.de/Grafikkarten-Grafikkarte-97980/Specials/CES-GTX-980-Water-Force-1147278/
11.01.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/01/Gigabyte_Waterforce_02-pcgh_b2teaser_169.jpg
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