Test: Fractal Design Define R4 - edles Silent-Gehäuse zum fairen Preis
Fractal Design Define R4 01 [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Das neue Gehäuse von Fractal Design geht für rund 100 Euro an den Start. Hierfür bekommen Sie einen stabilen Midi-Tower mit zwei enthaltenen Lüftern und guter Dämmung in den Seitenteilen sowie der Front-Klappe. Wir konnten eines der aller ersten Define R4 bereits testen. Das Gehäuse ist in schwarz, mit silberner Front oder komplett in weiß erhältlich. Wir haben die schwarze Variante getestet. Bilder zu den drei Farbversionen finden Sie in unserer Galerie.
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Fractal Design Define R4: Aufbau und Ausstattung
In dem schlichten Gehäuse verbirgt sich ein klassischer Aufbau: Vorne lassen sich zwei 140-mm-Lüfter einsetzen (einer ist bereits enthalten), im Heck bläst ein weiterer mitgelieferter 140er die warme Luft wieder nach draußen. Das Netzteil sitzt unten und wird von Gummileisten entkoppelt. Falls Sie es so einbauen, dass der Lüfter nach unten zeigt, empfehlen wir den Staubfilter im Boden regelmäßig zu reinigen. Dieser lässt sich einfach herausziehen und rastet sicher ein. Die Kabel können dank Aussparungen in der Zwischenwand gut verlegt werden. Diese sind beim Define R4 sinnvoll angeordnet und groß genug. Auch die Aussparung hinter dem CPU-Sockel ist relativ groß. Oben lassen sich zwei 5,25-Zoll-Laufwerke einbauen. Diese müssen klassisch festgeschraubt werden. Darunter sitzen acht Einbauplätze für 3,5- oder 2,5-Laufwerke, aufgeteilt in zwei Festplattenkäfige. Dabei werden die HDDs oder SSDs auf stabilen Schubladen festgeschraubt und mit relativ dicken Gummiringen entkoppelt - vorbildlich. An der Zwischenwand können Sie zwei weitere SSDs montieren.
Der obere der beiden Festplattenkäfige kann einfach gedreht oder herausgenommen werden. Dann stehen immer noch drei Einbauplätze für HDDs oder SSDs bereit. Das war beim Define R3 noch nicht möglich. Außerdem ist das R4 rund 2,5 Zentimeter breiter als sein Vorgänger. Während beim R3 noch an manchen Stellen nur 120-mm-Lüfter eingebaut werden konnten und auch nur 120er mitgeliefert wurden, passen beim R4 in alle sieben Halterungen 140-mm-Modelle. Noch größere Propeller können Sie aber nicht einbauen. Zudem passen XL-ATX-Mainboards nicht in das Define R4. Ein weiterer kleiner Vorteil gegenüber dem Vorgänger: Anstelle von einem sitzen nun zwei USB-3.0-Ports in der Front. Diese werden mit einem internen Stecker verbunden - einen entsprechenden Anschluss bieten fast alle aktuellen Mainboards. Daneben stehen an der vorderen Gehäusekante zwei USB-2.0-Ports, Power, Reset sowie zwei 3,5-mm-Klinke-Buchsen (Kopfhörer und Mikrofon) bereit.
Viel wichtiger ist aber, dass durch die zusätzlichen 2,5 Zentimeter in der Breite noch etwas mehr Platz hinter der Gehäusezwischenwand verfügbar ist, um Kabel gut zu verlegen. Außerdem sind die Bitumen-Dämmmatten in den Seitenwänden sehr dünn, weshalb sich selbst dicke Strippen einfach verstecken lassen. Das ist bei vielen Silent-Gehäusen wegen dicker Matten oft ein Problem. Sehr praktisch ist zudem, dass sich zwar in der Seitenwand eine Lüfterhalterung befindet und im Deckel sogar zwei, diese aber mit Platten abgedeckt sind. Damit wird vermieden, dass der Lüfterlärm aus dem Gehäuse dringt. Wenn Sie jedoch weitere Lüfter einbauen wollen, können Sie die Abdeckungen einfach abschrauben. Drei Lüfter lassen sich per Schalter in der Front in drei Stufen (12, 7 und 5 Volt) regeln.
Damit hat das Define R4 einen praktischen Aufbau ohne scharfe Schnittkanten und sinnvolle Ausstattung. Auf außergewöhnliche Extras wie beleuchtete Lüfter, einen Tragegriff oder sogar Schlauchausgänge für eine Wasserkühlung müsse Sie aber verzichten.
Fractal Design Define R4: Dämmung und Temperatur
Die hochwertigen Bitumen-Matten halten den Lüfterlärm unseres Testsystems gut ab: Die Lautheit des ohne Gehäuse 5,2 Sone lauten Testsystems wird vom Define R4 auf 2,8/2,6 Sone gedrosselt (frontale/schräge Messung im 45 Grad Winkel). Wie üblich haben wir die Lautheit aus einem Abstand von 50 Zentimetern ermittelt. Wie unser Vergleich zeigt, sind andere Gehäuse mit Dämmmatten teils deutlich lauter. So erreicht das ebenfalls gute Corsair Obsidian 550D 2,7/3,1 Sone. Beim Vorgänger R3 waren es sogar 3,2/3,5 Sone. Gemäß unserer Testmethoden haben wir dabei unsere Referenzlüfter verwendet, die Silent Wings 2 von Be quiet, mit denen wir alle freien Lüfterplätze besetzt haben. Die mitgelieferten Lüfter haben wir separat gemessen: Bei 12 Volt arbeiten diese mit 0,9 Sone. Senkt man die Spannung auf sieben Volt, sind es nur noch 0,1 Sone.
Trotz der geringen Lautheit sind die Temperaturen unbedenklich: Die CPU-Temperatur (Durchschnitt aus den vier Kernen des Core i7-920) bleibt in unserem Belastungstest mit Prime 95 und Anno 2070 gleichzeitig knapp unter 70 Grad Celsius. Beim Grafikchip der Geforce GTX 560 Ti sind es nur 74 Grad - weniger als bei allen anderen bisher getesteten Silent-Gehäusen. Die Temperaturen von HDD, Mainboard-Chip und den Spannungswandlern beim CPU-Sockel liegen im Mittelfeld. Genaue Ergebnisse und Vergleichswerte finden Sie in unserer Testtabelle.
Top-Produkt-Award Fractal Design Define R4 [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Fractal Design Define R4: Fazit
Bei der Masse an klobigen Gaming-Gehäusen mit verzierter Plastikfront sind schlichte Gehäuse wie das Define R4 fast schon eine Seltenheit. Auch den Innenraum hat Fractal Design sinnvoll aufgebaut, weshalb der Einbau oder Hardware-Wechsel sehr einfach gelingt. Eine Eins vor dem Komma, hätte es gegeben, wenn die Ausstattung (weitere Lüfter, Wakü-Schlauchausgänge) umfangreicher wäre. Doch auch so ist das Define R4 dank starker Dämmung bei niedrigen Temperaturen ein sehr gutes Silent-Gehäuse zum angemessen Preis von rund 100 Euro.
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System: Core i7-920, Stromsparmodi aus, Geforce GTX 560 Ti @ 55 % Lüfterdrehzahl, 3 x 2.048 MiByte DDR3-1280-RAM (8-8-8-24), Deep Cool Ice Matrix 400 @ 12 Volt (1.600 U/Min.), Cooler Master RS-800-80GA-D3 mit 800 Watt (80 Plus Gold), Umgebungstemperatur: 24 Grad Celsius
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Leise, schlicht aber edel, gutes KabelManagement, ein frontlüfter der endlich mal direkt zur Graka blasen darf und ein zweiter der die festplatten kühlt + front usb 3.0
Noch fragen? :-p
Liegt wohl daran weil das ein TEST zum VORGESTELLTEN Gehäuse ist.
Das Corsair hat damit doch gar nichts zu tun.
Welches überhaupt?