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  • Hands-on-Test: Bitfenix Shinobi in XL - Wesentlich größer und bessere Ausstattung als beim kleinen Bruder

    Die bekannte Front des Shinobi-Gehäuses ist auf XL-Maße gewachsen und bietet nun bedeutend mehr Platz für Hardware und Kühlung. Mit USB 3.0, Toolless-Design und mitgelieferten 230-Millimeterlüftern ist das Gehäuse zudem bereits ab Werk mit vielen Extras ausgestattet. PC Games Hardware hat eines der ersten Testmuster für einen Hands-On-Test bekommen.

    Das Shinobi-Gehäuse von Bitfenix verkauft sich offensichtlich recht gut, sodass es jetzt auch einen Big Tower im bekannten Shinobi-Design gibt. Der Shinobi XL bietet viel Platz für Hardware und besonders für aufwendige Wasserkühlungen mit Radiatoren von bis zu 360 Millimeter. Die Front ist im Vergleich zum kleineren Bruder nahezu unverändert und ist damit weiterhin schlicht mit mattem Kunststoff gehalten. Wir haben ein Testexemplar bekommen und verraten Ihnen, was Sie von dem neuen Gehäuse erwarten können.

    In der Galerie finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Gehäusemerkmale:

    Bitfenix Shinobi XL: Ausstattung
    "Platz satt" ist das erste, was einem auffällt, wenn man den Deckel des Gehäuses entfernt. Durch die nach außen gedrehten 3,5-Zoll-Schächte passen Steckkarten mit mehr als 37 Zentimeter Länge in die Schächte. Damit finden auch die größten Pixelbeschleuniger ohne Probleme Platz im Shinobi XL. Insgesamt gibt es neun Slots für Steckkarten, die Sie in Mainboards bis zum E-ATX-Format stecken können. Das Netzteil findet seinen Platz am Boden des Gehäuses und die Öffnungen am Boden zur Belüftung werden praktischerweise mit Staubfiltern abgedeckt. Durch die Öffnungen vom Kabelmanagment des Gehäuses können Sie alle Kabel hinterm Mainboard langführen und so für einen möglichst aufgeräumten Innenraum sorgen.

    In der Front können Sie bis zu fünf 5,25-Zoll-Laufwerke einbauen und mit einem mitgelieferten Einbaurahmen können Sie auch ein 3,5-Zoll-Laufwerk wie Floppy oder Lüftersteuerung einpassen. Die Montage geht ganz einfach ohne Schrauben über ein serienmäßiges Montagesystem. Ansonsten finden mehr als genug Datenträger ihren Platz im Innenraum: Die sieben Halterahmen im "Toolless-Design" fassen wahlweise entkoppelte 3,5-Zoll-Platten oder 2,5-Zoll-Datenträger wie zum Beispiel handelsübliche SSDs. Power- und Reset-Knopf sind im Deckel untergebracht und direkt daneben finden Sie zudem Front-Audio, vier USB-3.0-Anschlüsse und einen so genannten "Supercharge"-Port. Dieser eignet sich besonders, um mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets zum Laden anzuschließen.

    Ein kleines Highlight ist die serienmäßige Kühlung des Towers: Ein 230-Millimeter-Lüfter in der Front befördert frische Luft in den Innenraum. Ein weiterer 230-Millimeter-Lüfter im Deckel und ein 120-Millimeter-Lüfter im Heck befördern die warme Abluft dann wieder aus dem Gehäuse heraus. Mesh-Gitter an den Blenden der Steckkarten und dem Gehäuseboden belüften den Innenraum zusätzlich. Durch die geschlossenen Seitenwände entsteht so ein vorbildlicher Luftstrom, der für jede Art von aktueller Hardware ausreichen sollte. Der 120-Millimeter-Lüfter im Heck lässt sich optional gegen einen 140-Millimeter-Lüfter tauschen oder kann im Falle eines Intel-2011-Systems für die Kompaktwasserkühlung verwendet werden. Insgesamt ist der Tower auch für Wasserkühlungen gut gerüstet: In der Front und im Deckel finden 360-Millimeter-Radiatoren Platz. Im Boden immerhin noch ein Radiator mit 280 Millimetern. Vier Schlauchausgänge an der Rückwand ermöglichen zudem den Zugang für externe Komponenten.

    Bitfenix Shinobi XL: Material & Verarbeitung
    Der Shinobi XL ist ein klassischer Stahl-Tower mit schlichter Kunststoff-Front. Der Innenraum und alle stabilitätsrelevanten Komponenten kommen allerdings ohne minderwertige Kunststoffteile aus und der gesamte Tower ist daher extrem stabil und verwindungssteif. Mit 12,6 Kilo Leergewicht ist der Big Tower aber auch kein Leichtgewicht und eignet sich daher nicht für regelmäßige LAN-Besucher. Deckel und Frontblende sind aus mattschwarzem beschichtetem Kunststoff und fügen sich gut in das optische Gesamtbild ein. Dreck und Fingerabdrücke fallen jedoch schnell negativ auf. An der Optik hat sich insgesamt im Vergleich zum kleineren Shinobi nichts Signifikantes geändert. Der Inneraum ist wie bei der kleineren Ausführung komplett lackiert und würde so auch mit einem nachträglich installierten Fenster ein gutes Bild abgeben. Im Deckel ist ein großes Mesh-Gitter, unter dem sich optional bis zu zwei 230-Millimeter-Lüfter befinden. Erfahrungsgemäß sind grade große Mesh-Gitter häufig eine störende Lärmquelle, da Geräusche aus dem Innenraum ungedämmt nach außen gelangen. Die Seiten sind jedoch durch massive Stahltüren gut isoliert. Man muss also die Messungen im Rahmen unserer Gehäuse-Tests abwarten, um konkrete Aussagen zur Lärmentwicklung machen zu können. Wer es gerne möglichst leise hat, kann das Gehäuse bei Caseking auch in einer gedämmten Ausführung bekommen.

    An der Verarbeitung gibt es nichts zu bemängeln. Alle Kanten sind abgerundet und bieten keine Gefahr für Schnittverletzungen. Lack und Kunststoffteile sind fehlerfrei verarbeitet. Die gummierten Füße sorgen darüber hinaus für einen rutschfesten und stabilen Stand.

    Bitfenix Shinobi XL: Erstes Fazit
    Für den Preis von knapp 140 Euro bekommen Sie beim Shinobi XL erstaunlich viel geboten. Das Platzangebot lässt keine Wünsche offen, die Verarbeitung ist ordentlich und technisch ist bis USB 3.0 alles vorhanden. Wer einen optisch recht schlichten Big Tower sucht und sich nicht am Look der Kunststoff-Front stört, kann mir dem Shinobi XL eigentlich nicht viel falsch machen. Die großen serienmäßigen Lüfter sorgen zudem für ausreichend Frischluftzuvor. Durch das Mesh-Gitter im Deckel könnten die Lüfter ohne 7-Volt-Adapter oder Lüftersteuerung für empfindliche Ohren allerdings etwas zu aufdringlich werden. Hier muss man im Zweifelsfall noch ein paar Euro invenstieren, um die Lüfterausstattung an die kurze Leine zu legen.

    Der Shonobi XL von Bitfenix ist bereits im PCGH-Preisvergleich gelistet. Erste Händler führen das Gehäuse für ungefähr 136 Euro. Der kleine Bruder kostet in der günstigsten Ausstattungs-Variante ca. 44 Euro.

    Reklame: Bitefenix Shinobi XL jetzt bei Caseking bestellen

    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    PC-Gehäuse: Test, Kaufberatung, Bestenliste [Update: April 2017]
  • Es gibt 11 Kommentare zum Artikel
    Von Sorehead
    Habe das Ding nun seit knapp 2 Wochen unter meinem Schreibtisch stehen und bin völlig zufrieden damit.Vermutlich das…
    Von Folterknecht
    Ich hab das Gehäuse hier seit letzter Woche stehen ...Verarbeitung top, massig Platz, angenehmes Design…
    Von Jau
    Mir gefällt das Design des Gehäuses echt gut. Ich denke ich werde es als Grundlage meines Nächsten Casemods nehmen. In…
    Von Amigo
    Also den Survivor hab ich auch schon live bei jemand gesehen, genauso gut verarbeitet wie mein Colossus... sprich…
    Von -Cryptic-
    Jepp, muss ich leider bestätigen. Ging mir auch so. Die Verarbeitung und die allgemeine Qualität war eher schlecht…
      • Von Sorehead Kabelverknoter(in)
        Habe das Ding nun seit knapp 2 Wochen unter meinem Schreibtisch stehen und bin völlig zufrieden damit.

        Vermutlich das erste mal seit Jahren, dass ich mir beim Zusammenschrauben eines Systems nicht die Hände aufgeschlitzt habe und die Finger musste ich auch nur einmal verrenken - aber nur, weil ich nicht schlau genug war, den 8 Pin-Stromanschluss auf dem Mainboard anzuschließen, bevor ich den Macho-Kühler installiert habe ...
        Ich denke, dass Gehäuse wird mich nun ein paar Jahre begleiten, denn ich habe es vor allem aufgrund seiner Flexibilität ausgewählt. Groß angelegte Luftkühlung wie auch integrierte WaKüs sind kein Problem, Grafikkartenlänge spielt kaum eine Rolle, etc pp.

        Erste Amtshandlung beim Aufbau war es, den 230er aus der Front zu seinem Bruder in den Deckel zu setzen, der vorinstallierte 120er im Heck flog gleich raus.
        In der Front sitzen nun 3 120er BitFenix Spectre Pro, im Boden einer und hinten noch einer. Alle Lüfter werden von der Nesteq MaxZero Lüftersteuerung automatisch geregelt - standardmäßig lasse ich 2 der Frontlüfter so wie die beiden großen im Deckel auf 6V laufen, der Rest bleibt aus, so lange die Temperatur niedrig ist. Das System ist nun nicht "super silent", aber für mich ruhig genug. Unter Windows herrscht im Gehäuse etwa Raumtemperatur, nicht viel mehr unter Last (= ein paar Stunden BF3).
        (Die MaxZero passt mit ihrer glänzenden Front optisch natürlich überhaupt nicht zum mattschwarzen Gehäuse ... aber das tut das nikotingelbe DVD-Laufwerk darunter auch nicht. Lag hier halt noch rum - wenn man zu geizig ist ... )
      • Von Folterknecht Sysprofile-User(in)
        Ich hab das Gehäuse hier seit letzter Woche stehen ...

        Verarbeitung top, massig Platz, angenehmes Design (Geschmackssache) - 2 Kritikpunkte habe ich allerdings und die betreffen die Lüfter. Zum 120er im Heck kann ich nichts sagen, der ist gleich heraus geflogen, da dort meine H50 im Sandwich aus 2 Scythe Lüftern gelandet ist.
        Zum einen einen sind diese großen Dinger selbst herunter geregelt via Lüftersteuerung nicht wirklich silent, was aber vermutlich auch kaum möglich ist. Außerdem mußte ich erst einmal diese Lüftermonster demontieren und um 180° drehen, damit ich deren Kabel an meine Lüftersteuerung im obersten Laufwerksschacht anschließen konnte, da sie relativ kurz sind. Das geht besser, entweder Lüfter mit längeren Kabeln verbauen (bei so einem großen Gehäuse sinnvoll) oder zu mindest gleich richtig positioniert einbauen. Die meisten Leute werden ihre Lüftersteuerung sicherlich in der Front haben ... .
      • Von Jau Kabelverknoter(in)
        Mir gefällt das Design des Gehäuses echt gut. Ich denke ich werde es als Grundlage meines Nächsten Casemods nehmen.
        In Komplett Schwarz/Weiß kommt das Schlichte Gehäuse bestimmt gut
        Nur die Lüfterschlitze vorne machen mir bei dem Gehäuse immer sorgen, so viel Luft kann da ja nicht Durchgehen!
      • Von Amigo BIOS-Overclocker(in)
        Also den Survivor hab ich auch schon live bei jemand gesehen, genauso gut verarbeitet wie mein Colossus... sprich:
        Keine scharfen Kanten, stabil/keine losen Nieten, keine Lackfehler etc... also ich fand er war sein Geld wert.
        Bei Cooler Master etc. ist die Verarbeitung/Quali doch grundlegend sicher nicht besser, eher auf gleichem Niveau denke ich...
        Vllt. hattet ihr so ein Montagscase? Reklamieren heißt dann das Zauberwort...
      • Von -Cryptic- Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Mazrim_Taim
        Ich habe leider den BitFenix Survivor Core Midi-Tower.
        Selten so ein hochgelobtes aber mieses System gesehen.
        BitFenix ist für mich als Towerhersteller gestorben.

        Jepp, muss ich leider bestätigen. Ging mir auch so. Die Verarbeitung und die allgemeine Qualität war eher schlecht als recht.
        Bin jetzt bei CoolerMaster und sehr zufrieden. Auch das Corsair davor war deutlich besser als BitFenix.
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Gehäuse
Shinobi XL im PCGH-Hands-On
Die bekannte Front des Shinobi-Gehäuses ist auf XL-Maße gewachsen und bietet nun bedeutend mehr Platz für Hardware und Kühlung. Mit USB 3.0, Toolless-Design und mitgelieferten 230-Millimeterlüftern ist das Gehäuse zudem bereits ab Werk mit vielen Extras ausgestattet. PC Games Hardware hat eines der ersten Testmuster für einen Hands-On-Test bekommen.
http://www.pcgameshardware.de/Gehaeuse-Hardware-213436/Tests/Shinobi-XL-im-PCGH-Hands-On-872367/
14.03.2012
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2012/03/Bitfenix_Shinobi_XL13.jpg
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