Cooler Master CM 690 II Advanced im Test

Gehäuse

Hersteller:
k.A.

Cooler Master CM 690 II Advanced im Test

Kristoffer Keipp
|
27.01.2010 13:40 Uhr
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Neu
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Cooler Master hat kürzlich den Nachfolger des äußerst beliebten CM 690 vorgestellt. PC Games Hardware liefert den Test zum neuen Cooler Master CM 690 II Advanced.
PCGH-Wertung:
2,15

Cooler Master CM 690 II Advanced im Test (1)Cooler Master CM 690 II Advanced im Test (1) [Quelle: PC Games Hardware]Das CM 690 war und ist dank seines ausgewogenen Preis-Leistungsverhältnisses eines der beliebtesten Gehäuse überhaupt. Nicht zuletzt deswegen hat PC Games Hardware zugunsten des Cooler Master Produkts entschieden als es um die exklusive und komplett in Weiß gehaltene PCGH-Sonder-Edition ging. Jetzt kommt das Cooler Master CM 690 II Advanced auf den Markt und soll dank einiger Verbesserungen die Erfolgsgeschichte des Vorgängers fortsetzen. PC Games Hardware testet, ob die technischen Voraussetzungen für dieses Vorhaben gegeben sind.

Cooler Master CM 690 II Advanced: Aufbau
Cooler Master CM 690 II Advanced im Test (2)Cooler Master CM 690 II Advanced im Test (2) [Quelle: PC Games Hardware]Bei Abmessungen von 21 x 51 x 53 Zentimetern (B x H x T) bringt das CM 690 II Advanced ein Gewicht von etwas über neun Kilogramm auf die Waage. Das Design des Towers ist an das des Vorgängers angelegt. Silberne Zierstreifen, die sich über den Deckel und die Front ziehen, setzen einen optischen Kontrastpunkt zur vorherrschenden, schwarzen Mesh-Optik. Das Chassis ist aus Stahl gefertigt und die Rahmen von Deckel und Front bestehen aus Kunststoff. Die Verarbeitung des Gehäuses ist durchweg gut - sämtliche Kanten sind entweder entgratet oder abgerundet. Im Inneren des Gehäuses offenbaren sich die größten Unterschiede zum alten CM 690, denn hier gibt es jetzt Schwarz statt Stahl-Grau zu sehen, denn Cooler Master hält das Interieure komplett dunkel. Insgesamt gibt es Einbauschächte für vier 5,25-Zoll-Laufwerke sowie sechs 3,5-Zoll-Festplatten die alle ohne Werkzeug auskommen. Per Adapter kann ein 3,5-Zoll-Gerät in einem der größeren Schächte untergebracht werden - die passende Frontblende wird mitgeliefert. Außerdem erlaubt es ein Zusatzhalter für die 3,5-Zoll-Rahmen auch die Unterbringung einer 1,8- und einer 2,5-Zoll-Festplatte. Der untere Teil des Festplattenkäfigs kann entfernt werden, wodurch ein zusätzlicher 120-Milimeter-Lüfter neben dem bereits freien Montageplatz am Boden des Gehäuses zugänglich wird. Diese Stelle sieht Cooler Master auch als eine von zwei Möglichkeiten vor, um einen Dual-Radiator unterzubringen. Der zweite Wärmetauscher kann unter der Decke montiert werden. Dazu müssen Sie den bereits installierten 140er Lüfter ausbauen und den Radiator anbringen. Die zugehörigen Lüfter kommen zwischen den Gehäuserahmen und den abnehmbaren Deckel. In der Front sitzt ein weiterer im Lieferumfang enthaltener 140-Millimeter-Lüfter, dessen Position Sie um einige Zentimeter verändern können. Die entsprechenden Halterungen passen auch für ein 120-Millimeter-Modell. Ein solches hat Cooler Master auch im Heck des CM 690 II Advanced untergebracht. Die beiden Seitenwände sind ebenfalls mit Lüfterhalterungen versehen. Auf der dem Mainboard abgewandten Seite können Sie je nach Wunsch zwei 80-, 92-, 120- oder 140-Millimeter-Lüfter befestigen. Gegenüber befindet sich an der Position der Aussparung im Mainboard-Schlitten ein Platz für ein 80-Millimeter-Model. Den letzten Lüfter bringen Sie im Grafikkartenhalter unter. Dieser Arm wird auf Höhe der Steckkarten an der Rückwand des Gehäuses befestigt und stabilisiert bis zu zwei Dual-Slot-3D-Beschleuniger.

Cooler Master CM 690 II Advanced im Test (9)Cooler Master CM 690 II Advanced im Test (9) [Quelle: PC Games Hardware]Weitere Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger sind die zusätzlichen Aussparungen in Mainboard-Schlitten die eine bessere Kabelführung gewährleisten sollen, sowie der Verzicht auf ein Schnellbefestigungssystem für die Steckkarten zugunsten von Rändelschrauben. Cooler Master hat auch die Position der Front-Anschlüsse verändert. Diese befinden sich jetzt weiter vorne auf der Oberseite. Direkt hinter den USB-, Audio und E-SATA-Ports wartet das CM 690 II Advanced mit einem Docking-Schacht für eine SATA-Festplatte auf. Unseren Kompatibilitätstest hat das Gehäuse mit minimalen Einschränkungen bestanden. Das Asus Rampage II Extreme, welches größer ist als normale ATX-Mainboards, passt ohne Probleme und auch der IFX-14 von Thermalright finden genügend Platz. Bei letzterem hängt es allerdings von der Position des CPU-Sockels auf dem Board ab, ob Sie den Kühler hochkant einbauen können, denn unter Umständen kollidiert er dann mit dem Lüfter unter der Decke. Weiteres Konfliktpotenzial besteht zwischen CPU-Kühlern die höher sind als 14 Zentimeter und Lüftern die an der Seitenwand befestigt werden. Ohne den zusätzlichen Propeller kann ein Towerkühler bis zu 16,5 Zentimeter hoch sein. Auch unser extra langes Enermax Galaxy Netzteil passt an die für die Stromversorgung vorgesehene Stelle am Boden des CM 690 II, blockiert dort allerdings den Lüftermontageplatz. Damit sie diesen problemlos nutzen können, darf das Netzeil maximal 18 Zentimeter lang sein.

Cooler Master CM 690 II Advanced: Leistung
Für unseren Worst-Case-Test verbauen wir in dem Gehäuse einen Intel Core 2 Duo E8500 den wir bei 1,3 Volt auf 3,8 GHz (400 MHz x 9,5) laufen lassen - mit starker Übertaktung also. Der Prozessor wird von einem Xigmatek Thors Hammer gekühlt der mit einem 120-mm-Scythe-Lüfter bestückt ist. Die Geforce GTX 260 ist mit ihrer Standardkühllösung ausgerüstet. Um das System mit Strom zu versorgen verbauen wir ein Silent-Pro-Netzteil mit 500 Watt Nennleistung von Cooler Master. Alle im Lieferumfang enthaltenen Lüfter werden direkt mit 12 Volt betrieben und nicht an das Mainboard angeschlossen. Um die Komponenten aufzuheizen, fordern wir den Rechner eine Stunde lang mit Core Damage und dem Extreme Burning Mode von Furmark 1.6.5.

Cooler Master CM 690 II Advanced im Test (15)Cooler Master CM 690 II Advanced im Test (15) [Quelle: PC Games Hardware]Im Auslieferungszustand kommt der E8500 im CM 690 II Advanced auf 80 Grad Celsius, die GTX 260 auf 79 Grad Celsius und die Western Digital Raptor auf 33 Grad Celsius. In Sachen CPU- und GPU-Temperatur liefert das Cooler-Master-Gehäuse also gute Werte. Bei der Wärmeentwicklung der Festplatte ist das Ergebnis sogar noch etwas besser. Den Erfolg bei den Temperaturen erkauft sich das Advanced allerdings mit einer verhältnismäßig hohen Geräuschentwicklung: Frontal aus einer Entfernung von 50 Zentimetern gemessen liegen 3,8 Sone an. Bei einem Winkel von 45 Grad zeigt unser Messgerät sogar 4,4 Sone an.

Cooler Master CM 690 II Advanced: Fazit
Auch wenn die Lautheit des CM 690 II Andvanced nicht optimal ist, kommt das Gehäuse dank guter Temperaturwerte, den vielen Befestigungsmöglichkeiten für Lüfter verschiedenster Größen, dem bereits vorgesehen Einbaumöglichkeiten für Radiatoren und den anderen Ausstattungsmerkmalen auf ein gutes Gesamtergebnis. Der derzeit aufgerufene Straßenpreis von 80 bis 90 Euro macht das Cooler Master Gehäuse außerdem zu einem echten Preis-Leistungs-Schnäppchen.

ProduktCM 690 II Advanced
HerstellerCooler Master
BezugsquelleCaseking
Preis/Preis-Leistungs-VerhältnisCa. 80,- Euro/Gut
MaterialStahl
Upgrade-Tipp der RedaktionLüftersteuerung
Lüfterplätze1 x 120/140 mm Front (vorh.), 1 x 120 mm Boden, 1 x 120/140 mm Boden, 1 x 120 mm Heck, 2 x 120/140 mm Deckel (1 x 140 mm vorh.), 2 x 80/92/120/140 mm Seite, 1 x 80 mm Seite, 1 x 80 mm VGA-Halter
Platz für Grafikkarte(n)30 cm
Frontanschlüsse2 x USB, Audio, E-SATA, SATA-Dock
Gewicht9,1 Kilogramm
Abmessungen (B x H x T)21 x 51 x 53 Zentimeter
Verarbeitung/VerwindungssteifheitSehr gut/Gut
CPU-Temperatur (Last)80 Grad Celsius
Grafikkartentemperatur (Last)79 Grad Celsius
Festplattentemperatur (Last)33 Grad Celsius
Lautstärke in Sone (Frontal)3,8 Sone
Lautstärke in Sone (Seitlich)4,4 Sone
Fazit2,15

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BIOS-Overclocker(in)
10.03.2012 09:40 Uhr
Wieder eine Leiche im Keller gefeunden.
DHL war gerade da und hat mir mein CM 690 II geliefert, ............. , mein zweites und diesmal in schwarz.
Das alte Xigmatek Midgard hat es nun hinter sich und nach dem Frühstück beginnt der Umzug.
Mir gefällt das Design so sehr, ich konnte einfach kein anderes kaufen.
Als Alternative hatte ich das Sharkoon Tauron Midi Tower ohne Netzteil schwarz/gruen - Computer Shop - Hardware, welches aber insgesamt sehr an Xigmatek angelehnt ist.
Komplett-PC-Aufrüster(in)
22.04.2010 16:20 Uhr
gefällt mir eigentlich auch nur die klpaae zur docking station müsste man doch etwas besser hinbekommen und wie wäre es denn wenn man die USB eingänge auch unter die klappe befördert würde mir noch etwas besser gefallen
F@H-Team-Member (m/w)
01.04.2010 22:12 Uhr
Mein Traumcase
Kabelverknoter(in)
11.02.2010 10:09 Uhr
Hässlich - genau wie der Vorgänger und alle anderen Mesh Gehäuse auch. Dazu noch mehr und vor allem viel zu viele Lüfterplätze, die eher für Luftverwirbelungen sorgen und den Schall wenig dämmen.

Schade, dass es momentan eigentlich nur Lian Li schafft, schlichte klassische Gehäuse zu bauen, die es auch ohne eine inflationäre Anzahl von Lüfterplätzen schaffen, die Hardware kühl zu halten und dennoch gut auszusehen. Wenn man jedoch anstatt Aluminium lieber Stahlgehäuse haben möchte, die zudem noch schlicht aussehen (so wie die Lian Li), dann findet man auf dem Markt im Moment bis auf vielleicht 1 oder 2 Ausnahmen keine Gehäuse, auf die das zutrifft. Schade!

Gruß
Volt-Modder(in)
28.01.2010 13:32 Uhr
Jo, damit wäre dieser Kritikpunkt gestrichen. EIn Top Gehäuse

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