NZXT Panzerbox im Gehäuse-Test
NZXT Panzerbox [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Einleitung: NZXT Panzerbox im Test
NZXT wurde 2004 in Los Angeles gegründet. Seitdem entwirft und baut NZXT Gehäuse, Lüftersteuerungen, Netzteile und Eingabegeräte. Laut NZXT-Webseite basiert die Firmen-Philosophie der amerikanischen Firma mit Produktionsstätten in China und Taiwan auf der Entwicklung von Produkten für Hardware-Enthusiasten und Spielern. So soll sich auch die NZXT Panzerbox in erster Linie an Spieler mit LAN-Party-Ambitionen richten.
NZXT Panzerbox [Quelle: Siehe Bildergalerie]Design und Äußeres: NZXT Panzerbox im Test
Von außen betrachtet macht die NZXT Panzerbox einen schlichten Eindruck. So ist die Panzerbox komplett schwarz gehalten, bei der Formgebung verwendet NZXT größtenteils klare Linien. Der Deckel ist nach vorne hin leicht abgeflacht und besteht größtenteils aus luftdurchlässigem Mesh-Gitter. Das I/O-Panel ist in die Schräge des Deckels eingelassen und somit sehr gut erreichbar. Die Front der NZXT Panzerbox ist ähnlich designt. So besteht der untere Teil ebenfalls aus luftdurchlässigem Mesh-Gitter, während sich darüber die Blenden für den 5,25-Zoll-Schacht befinden. Diese bestehen, wie das restliche Gehäuse, aus Aluminium. Der äußere Rahmen des Gehäuses dient nicht nur der Stabilität, sondern umrahmt Front und deckel optisch. Schalter für Power und Reset sind dezent in die linke Leiste neben dem Laufwerksschacht eingelassen. Von vorne betrachtet, wirkt die Panzerbox ungewöhnlich breit - doch dazu später mehr.
Die Seitenteile sind symmetrisch, das Mesh-Gitter auf der Seite des Mainboard-Schlittens dient deshalb eher der Optik als einem praktischen Nutzen. Außer besagtem Lufteinlass verfügen die Türen über keine weiteren Öffnungen und bestehen aus Aluminium, dessen Oberfläche nicht gebürstet ist und so eine gewisse Schlichtheit ausstrahlt. Da die Seitenteile aus massivem Aluminium gefertigt sind, halten diese auch dem harten Einsatz beim Transport zur LAN-Party stand. Anhand des rückseitigen Anblicks lässt es sich bereits erahnen, wie der Innenraum aussieht, denn Rückseite der Panzerbox ist schwarz lackiert. Unter dem Deckel befinden sich zwei gummierte Schlauchausgänge für externe Wasserkühlungskomponenten.
NZXT Panzerbox [Quelle: Siehe Bildergalerie]Innenraum: NZXT Panzerbox im Test
Nach dem Entfernen der Seitentür zeigt sich, warum die Panzerbox breiter als gewöhnliche Gehäuse ist. Der Grund dafür ist das ungewöhnliche Layout, denn das Netzteil ist vor den Steckkarten platziert und nicht ober- beziehungsweise unterhalb der Hauptplatine. Was sich bei der Rückansicht bereits angedeutet hat, wird nun deutlich: Die Panzerbox ist auch innen nahezu komplett schwarz. Lediglich die Kabel der Lüfter und des I/O-Panels bringen Farbe in den Innenraum. Die Schrauben für die Steckkarten und Laufwerksblenden sind silbern, was mit eingebauter Hardware aber nicht weiter auffällt. Außerdem liefert NZXT eine Tüte schwarzer Rändelschrauben (Thumbscrews) mit. Für eine gute Belüftung aller Komponenten sorgen insgesamt drei Lüfter. An Front und Deckel sitzen jeweils 190-Millimeter-Lüfter und an der Rückwand ein 120-mm-Modell.
Trotz der relativ kompakten Bauweise passen neben drei 5,25-Zöllern auch bis zu vier 3,5-Zoll-Geräte. Nach außen zugänglich ist allerdings nur der 5,25-Zoll-Schacht. Zwischen Deckel und Mainboard-Schlitten befinden sich etwas mehr als 8 Zentimeter Platz - genug Raum, um selbst einen dicken Radiator wie den Xchanger 240 von TFC unterzubringen. Dies hat sich offenbar auch NZXT gedacht und liefert eine Adapter-Schiene mit, die es erlaubt, zwei 120-mm-Lüfter anstatt des vorinstallierten 190er einzubauen. Allerdings mit einer Einschränkung: Der Radiator muss an den Schienen montiert werden und die Lüfter unten am Radiator, denn es befinden sich lediglich sechs passende Bohrungen in den beiden Schienen. Wer keine Wasserkühlung einsetzt, dafür aber einen großen Luftkühler, der die Abmessungen des Mainboards sprengt, wird sich über den zusätzlichen Platz ebenfalls freuen.
NZXT Panzerbox [Quelle: Siehe Bildergalerie]Praxis: NZXT Panzerbox im Test
Der Einbau der Hauptplatine könnte einfacher kaum sein, denn der Mainboard-Schlitten samt rückseitigem Lüfter lässt sich aus dem Gehäuse ziehen. So können bis auf Laufwerke und Netzteil alle Komponenten außerhalb der Panzerbox montiert werden. Eine Aussparung im Schlitten hätte allerdings die Montage von Kühlern mit Backplate etwas erleichtert. CPU-Kühler können mit einer Maximalhöhe von 16 Zentimetern extern montiert werden. Größere Modelle passen ansonsten nicht mehr auf dem Schlitten ins Gehäuse. Da das Netzteil direkt vor den Steckkarten sitzt, ist der herausnehmbare Schlitten sehr praktisch. Die Stromkabel des Netzteils müssen aber trotzdem vom Mainboard und dessen Komponenten getrennt werden. Beim Einbau der Laufwerke traten keinerlei Probleme auf, die beiden vor dem Frontlüfter angebrachten Festplattenhalterungen lassen sich zum einfacheren Einbau der Festplatten herausnehmen. Wer diese nicht nutzt, sorgt durch das Entfernen der Halterungen für einen verbesserten Luftstrom. Eine Möglichkeit zum unsichtbaren Verlegen der Kabel fehlt der Panzerbox allerdings genauso wie Staubfilter, was nach längerer Nutzung zu einem erhöhten Staubaufkommen im Innenraum führen dürfte. Wie nicht anders zu erwarten, sind die Kühleigenschaften der Panzerbox aufgrund der zahlreichen Lüfter auf hohem Niveau, dafür leiden die Dämmeigenschaften wegen der relativ offenen Bauform aber etwas. Die Halterungen aller Laufwerke sind zur Vibrationsdämmung gummiert. Die mitgelieferten Lüfter von NZXT lassen sich bei unserem luftgekühlten System bestehend aus Thermalright IFX-14 samt Scythe S-Flex und einer Leadtek GTX 260 im Volllasttest nicht orten, hier produziert der Lüfter der GTX 260 deutlich mehr Lärm.
NZXT Panzerbox [Quelle: Siehe Bildergalerie]Fazit: NZXT Panzerbox im Test
Qualitativ macht die Panzerbox von NZXT einen sehr guten Eindruck. Bis auf einige kleine Stellen im Innenraum lassen sich keine Schwächen feststellen. Obwohl das gesamte Gehäuse aus Aluminium gefertigt ist, überzeugt auch die Verwindungssteifheit, denn größtenteils setzt NZXT auf sehr massives Aluminium, weshalb das Gehäuse 6,3 Kilogramm auf die Waage bringt. Der herausziehbare Mainboard-Schlitten ist zwar keine Innovation, aber ein solches Feature lassen viele High-End-Gehäuse vermissen. Punkten kann die Panzerbox bei der Wakü-Vorbereitung im Deckel und den herausnehmbaren HDD-Halterungen auf dem Boden. Abzüge hingegen gibt es für fehlenden Platz neben den Steckkarten, denn während ein dicker Radiator problemlos ins Gehäuse passt, kollidieren Grafikkarten samt Komplettkühlern mit dem Stromspender. Hier wären mindestens 2 Zentimeter Abstand vonnöten gewesen. Staubfilter haben sich bei den meisten Gehäusen mittlerweile ebenfalls zum Standard entwickelt, die Panzerbox verfügt leider über keinerlei Filter. Erwähnenswert ist die bebilderte Anleitung, deren Deutsch auf hohem Niveau ist - hierbei scheitern selbst nahmhafte Hersteller häufig.Das Aussehen bewerten wir natürlich nicht im Test, denn Geschmack ist bekanntlich verschieden. Unser Testmuster wurde uns freundlicherweise von Caseking zur Verfügung gestellt, wo die NZXT Panzerbox für knapp 120 Euro gelistet ist und ab 12.06. erhältlich sein wird. Vorbestellungen können natürlich bereits jetzt getätigt werden.
Fragen an NZXT
Abschließend haben wir Johnny Hou, Chefdesigner von NZXT, zur Entstehung seiner Firma und im Besonderen der Panzerbox befragt:
PCGH: Woher stammt deine Idee eine Firma zu gründen und Computergehäuse zu bauen?
NZXT: In meiner College-Zeit hatte ich viel mit Web-Design zu tun, wodurch ich auch einigen IT-Firmen ausgeholfen habe, darunter waren auch einige Gehäuse-Hersteller. Ich habe ihnen sogar beim Entwerfen ihres Logos und auch einiger Gehäuse geholfen (Namen möchte ich jedoch keine nennen ;) ).
PCGH: Was bedeutet NZXT und wie bist du auf den Namen gekommen?
NZXT: Ich wollte einen Namen, der einzigartig klingt und obwohl es unmöglich ist, den Namen zu lesen, sollte er nicht so leicht wieder vergessen werden, sobald man sich daran gewöhnt hat. Im Grunde steht NZXT für "Next Generation". Ich habe jedoch das "E" aus "Next" durch ein "Z" ersetzt.
PCGH: Wie viele Leute sind mit den Arbeiten eines Gehäuses beschäftigt und wie lange hat es bei der Panzerbox von der Idee bis zum fertigen Gehäuse gedauert?
NZXT: Wie viele Leute an einem Gehäuse arbeiten, kann ich gar nicht genau sagen. Es beschäftigen sich Designer, Techniker und Produzenten mit dem Gehäuse. Die Panzerbox hatte eine besonders harte Entwicklungsphase, weil es sich um ein komplett neues Layout handelte, das jede Menge Tests und noch mehr Kompatibilitätstests mit einem Berg an Hardware erforderte. Die erste Panzerbox wurde im Juni 2008 gezeigt! Ich habe fast 1,5 Jahre an der Panzerbox gearbeitet, ich bin froh, dass das Gehäuse nun endlich in den Handel kommt.
PCGH: Woher stammt der Name Panzerbox? Ein deutscher Name ist für eine amerikanische Firma recht ungewöhnlich..
NZXT: Die Haltung der Panzerbox ist sehr breit und aus manchen Kamerawinkeln sehen die beiden Aluminium-Streifen aus wie die Ketten eines Panzers. Der "Panzer" war ein sehr berühmter Panzer, also habe ich entschlossen, diesen Namen zu übernehmen.
PCGH: Was war bei dem Entwurf und der Entwicklung der Panzerbox dein Ziel?
NZXT: Ich wollte einfach ein Gehäuse entwerfen, das klein war, High-End-Hardware beherbergen kann, leicht ist und die Ansprüche eines typischen Spielers erfüllt, der zwar das volle Potenzial eines Gehäuses wollte, aber trotzdem kein riesiges Gehäuse zur LAN-Party schleppen wollte.
PCGH: Vielen Dank für die Beantwortung unserer Fragen!
NZXT: Gern geschehen! :)
Hintergrundmaterialien zur NZXT Panzerbox
| Produkt | Panzerbox |
|---|---|
| Hersteller (Webseite) | NZXT (www.nzxt.com) |
| Bezugsquelle (Webseite) | Caseking (www.caseking.de) |
| Preis/preis-Leistungs-Verhältnis | Sehr gut |
| Material | Aluminium (gehärtet) |
| Ausstattung (20%) | 2,07 |
| Lüfterplätze (Position, Lüfter schon vorhanden) | 1 x 190 mm (Front, vorh.), 1 x 120 mm (Heck, vorh., LED blau), 1x 190 mm (Deckel, vorh.) |
| Platz für Grafikkarte(n) | 33 Zentimeter, Ohne HDD-Halterung: 39 Zentimeter |
| Modding/Silent | -/HDD-Entkopplung |
| Frontanschlüsse | 2 x USB, Audio, E-SATA |
| Eigenschaften (20%) | 1,8 |
| Gewicht | 6,3 Kilogramm |
| Abmessungen (B x H x T) | 245 x 445 x 445 mm |
| Verarbeitung/Verwindungssteifheit | Gut/gut |
| Leistung (60 %) | 1,1 |
| CPU-Temperatur (Last) | 74 Grad Celsius |
| Grafikkartentemperatur (Last) | 78 Grad Celsius |
| Gehäusetemperatur (Last) | 24,4 Grad Celsius |
| Festplattentemperatur (Last) | 32 Grad Celsius |
| Lautstärke in Sone (Last) | 3,5 Sone |
| Kompatibilitätstest bestanden? | Ja |
| FAZIT | 1,43 |
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Tja muss man nur auf die Zweite Version hoffen.Denn das Design ist mal was anderes und auch sehr ansprechend.
Wahrscheinlich wir das sowiso bald alles in der Versenkung untergehen.
Aber wenn man mal zur Zeit auf den Markt guckt finde ich persönlich für mich kein Case.Und für ein Gehäuse mehr als 150€ ausgeben...
Meine Meinung.
Das ist genau so schön wie zum Beispiel "hollen".
Es heißt warscheinlich " Testergebnis " und ist nur falsch geschrieben. Ich hoffe ich konnte Dir helfen.
Immer diese Fehlersucher.