Fractal Design Arc Midi R2 im Test: Eine schlicht-schönes Gehäuse für Spielerhardware?

Gehäuse

Hersteller:
k.A.

Fractal Design Arc Midi R2 im Test: Eine schlicht-schönes Gehäuse für Spielerhardware?

Frank Stöwer
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24.08.2013 18:00 Uhr
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Mit dem Arc Midi R2 präsentiert Fractal Design eine Weiterentwicklung des seit rund zwei Jahren angebotenen und von uns mit einer guten Wertung vorn 2,25 getesteten Arc Midi. Neben kleinen optischen Modifikationen bietet die zweite Revision (R2) im Vergleich zum Vorgänger auch einige technische Detailverbesserungen. Wir zitieren die 10 Euro teurere Neuauflage ins Testlabor.

Test: Fractal Design Arc Midi R2 - eine schlicht-schönes Gehäuse für Spielerhardware?  (1) Test: Fractal Design Arc Midi R2 - eine schlicht-schönes Gehäuse für Spielerhardware? (1) [Quelle: PC Games Hardware] Die Optik des Fractal Design Arc Midi R2 kann durchaus als zurückhaltend bezeichnet werden - ein Hingucker ist der mit einem gewollt schlichten Design versehene Arc-Midi-Nachfolger trotzdem. Wie bei vielen Midi-Tower der Preisklasse bis 100 Euro kommt auch Fractals Gehäuse nicht ohne Plastikelemente an der Front und am Deckel aus. Letztgenannte wirken dank der feinmaschigen Mesh-Gitter aus Metall, die eine große Fläche einnehmen, sowie der wie gebürstetes Alu wirkenden Beschichtung jedoch sehr wertig - das gilt auch für die in Mattschwarz gehaltenen Seitentüren aus Metall. Des Weiteren spendiert der Hersteller der zweiten Revision des bei PCGH-Lesern sehr populären Arc Midi ein getöntes seitliches Sichtfensters, das die vom Arc bekannte seitliche Lüfteraufnahme ersetzt. Mit einem Preis von rund 90 Euro - eine Version mit Dämmung oder ohne Sichtfenster bietet Fractal Design nicht an - ist das Arc Midi R2 gerade einmal 10 Euro teurer als sein Vorgänger, kostet aber ähnlich viel, wie viele Konkurrenten in dieser Preisklasse.

Fractal Design Arc Midi R2: Ausstattung

      

Die Ausstattung des Midi-Tower ist durchschnittlich, könnte aber für ein Gehäuse der 90-Euro-Klasse etwas umfangreicher ausfallen. Auf der Habenseite stehen zwei Festplattenkäfige, von denen der mit fünf der insgesamt acht weißen, Metallschubladen versehene Käfig demontiert werden kann, um beispielsweise Platz für Grafikkarten mit bis zu 43 cm zu schaffen. Die Schubladen, die sowohl 2,5- als auch 3,5-Zoll HDDs aufnehmen, verfügen über eine sehr gute Festplatten-Entkopplung. Für DVD-Laufwerke stehen zwei 5,25-Zoll-Einbauschächte bereit. In einen der beiden Schächte passt auch eine 2,5-/3,5-Zoll-HDD. Einschränkungen bei der Größe der einzubauenden ATX-Platine gibt es nicht, Adapter für die dreistufige Lüftersteuerung (5V/7V/12V) sowie eine Staubschutzmatte im Deckel, die gleichzeitig als leichte Dämmung fungieren soll, runden die Ausstattung ab. Die beiden USB-3.0-Ports vorne am Gehäuse lassen sich per 20-poligem-Stecker anschließen, zwei zusätzliche USB-2.0-Pandants an der Front fehlen jedoch. Extras wie ein Festplatten-Dock, ein E-SATA-Anschluss oder Card Reader sind nicht vorhanden und Wasserkühlungsanschlüsse am Heck fehlen ebenfalls.

In der mit einem Staubschutz versehenen Gehäusefront können zwei 140-mm-Lüfter angebracht werden. Mitgeliefert wird jedoch nur ein Exemplar, das so montiert ist, dass die im oberen, demontierbaren Festplattenkäfig eingebauten SSDs oder HDDs im Luftstrom liegen. Ein weiterer 140-mm-Propeller (auch 120 mm möglich), der ebenfalls zum Lieferumfang gehört, ist am Heck angebracht. Am Deckel können wahlweise drei 140-mm-Modelle oder ein großer 180-mm-Lüfter angeschraubt werden. Auch hier ist bereits ein 140-mm-Modell von Fractal Design vormontiert. Eine weiterer, nicht bestückter 140-/120-mm-Lüfter-Montageplatz steht am Boden zur Verfügung. Die drei des im Arc Midi R2 enthaltenen 140-mm-Lüfter arbeiten mit 1,5 Sone bereits bei 12 Volt relativ leise. Wie üblich haben wir dabei aus einer Entfernung von 50 Zentimetern gemessen. Nutzt man einen 7-Volt-Adapter, sind es nur noch 0,3 Sone, mit einem 5-Volt-Adapter sinkt die Lautheit sogar auf nicht mehr hörbare 0,1 Sone. Während Fractal Design für einen Preis von 90 Euro ruhig noch einen weiteren Lüfter in der Front oder im Deckel hätte einbauen können, ist die Qualität, sprich die Lautheit der Propeller dem Kaufpreis angemessen.

Fractal Design Arc Midi R2: Verarbeitung und Zusammenbau

      

Keine Kritik gibt es hingegen bei der Verarbeitung, ganz im Gegenteil sitzen der Deckel und die Frontplatte mit dem Mesh-Gitter fest und vibrationsfrei am Metallrahmen. Zudem hatte unser Testmuster keine scharfen Schnittkanten, einem problemlosen Zusammenbau steht ergo nichts im Wege. Obwohl des Arc Midi R2 lediglich eine Midi-Tower ist, lassen sich unsere Test-Komponenten schnell und problemlos einbauen. Es steht sogar ausreichend Platz für Platinen im Extended-ATX- oder XL-ATX-Format bereit, Turmkühler dürfen eine großzügige Höhe von 18 cm nicht überschreiten. Zudem konnten wir überflüssige Strippen gut verstecken, da viele Kabeldurchführungen zur Verfügung stehen. Gut gefallen hat uns zudem, dass sowohl das Staubgitter in der Front als auch das am Boden sehr einfach werkzeuglos herausgenommen werden kann, um es zu reinigen.

Fractal Design Arc Midi R2: Temperatur und Lautheit

      

Für unsere Temperatur- und Lautheitstests verwenden stets einen auf 3,2 GHz übertakteten Core i7-920 mit 1,2 Volt Spannung sowie eine Geforce GTX 560 Ti und das Micro-ATX-Mainboard Rampage III Gene von Asus. Zudem entfernen wir alle vom Hersteller mitgelieferten Lüfter und belegen stattdessen alle vorhandenen Lüfter-Plätze mit unseren Referenzmodellen Be quiet Dark Wings samt 7-Volt-Adaptern. Im Falle es Fractal Design Arc Midi R2 setzen wir allerdings nur zwei der drei möglichen 140-mm-Propeller im Deckel ein und lassen die Bodenplatte unbestückt. Der verwendete CPU-Kühler Deep Cool Ice Matrix 400 arbeitet mit 12 Volt (1.600 U/Min.). Bei der Grafikkarte stellen wir die automatische Lüftersteuerung im MSI Afterburner ein, die sich unter Last auf 53 Prozent einregelt.

Nach einer Stunde CPU- und GPU-Volllast mit Prime 95 und Anno 2070 gleichzeitig erreicht der Prozessor eine Kerntemperatur von 77 Grad Celsius (CPU-Northbridge: 60 Grad Celsius; Spannungswandler im Mittel: 72,5 Grad Celsius). Beim Grafikchip messen wir eine maximale Temperatur von 79 Grad Celsius. Das sind nicht gerade niedrige Werte für ein nicht gedämmtes Gehäuse mit insgesamt fünf Lüftern und großflächigen Mesh-Gittern. An die kritische Hitzegrenze stößt die Spieler-Hardware im Inneren aber trotzdem nicht. Die Festplatte wird im Test mit 40 Grad Celsius jedoch überdurchschnittlich warm. Der Betrieb der beiden 140-mm-Frontlüfter mit 12 Volt statt 7 Volt per Lüftersteuerung kühlt die Datenträger auf jeden Fall noch besser herunter.

Die Lautheit messen wir immer aus zwei Positionen: Frontal vor dem Gehäuse und um 45 Grad versetzt - also so, wie die meisten Anwender vor Ihrem PC sitzen - jeweils aus einem Abstand von 50 Zentimetern. Obwohl das Arc Midi R2 nur über eine leichte Dämmung im Deckel verfügt, liefert es akzeptable Werte und reduziert den Lüfter-Lärm auf ein erträgliches Maß. Wir haben bei der frontalen Messung 3,3 Sone ermittelt; bei der um 45 Grad versetzen Position waren es 3,1 Sone. Bei günstigeren Gehäusen, mit großen Luftlöchern in Front oder Seite wie dem Cooler Master Centurion 6 sind es hier teils 3,8 Sone; Gehäuse mit guten Dämmmatten wie das Thermaltake Urban 71 oder das Nanoxia Deep Silence 1 bringen es auf gerade einmal auf 2,4/2,3 respektive 2,5/2,8 Sone.

12:54
Fractal Design Arc Midi R2: Der Nachfolger des populären Arc Midi im Test
Für die Verwendung in unseren Foren:

Fractal Design Arc Midi R2: Fazit

      

Dank seines schlichten aber gleichzeitig wertigen Aussehens macht sich das Fractal Design Arc Midi R2 auf jeden Fall sehr gut unter dem Schreibtisch des PC-Spielers. Die Ausstattung konzentriert sich auf das, was man von einem Midi-Tower dieser Preisklasse erwarten kann, obwohl die Konkurrenz hier oft noch das eine oder andere Extra mehr zu bieten hat wie beispielsweise ein Festplatten-Dock, zwei weitere USB-2.0-Anschlüsse an der Front oder eine vollwertige Dämmung. Die Tatsache, dass man beim Nachfolger des Arc Midi den Festplattenkäfig ausbauen kann, die Festplatten sehr gut gedämmt sind und dass eine in Volt-Stufen unterteilte Lüftersteuerung vorhanden ist, sind auf jeden Fall positiv zu werden. Die Kühlleistung des Midi-Towers ist durchschnittlich, bei der Lautheit der im Gehäuse enthaltenen Lüfter sowie der Geräuschentwicklung beim Betrieb mit fünf Referenzlüftern macht sich das Arc Midi R3 dagegen positiv auf sich aufmerksam. Alles in allem liegt die Wertung für diesen Midi-Tower bei einer Schulnote von 2-.

 
BIOS-Overclocker(in)
26.08.2013 11:35 Uhr
Bin auch stolzer Besitzer eines Arc R2 und muss sagen das Case ist extrem geil

Schön schlicht, ziemlich wertig, HDDs und SSDs lassen sich sehr einfach montieren und die Belüftung ist super, meine drei SilentWings 2 halten das Case schön kühl (i5 4670K @ 4,3 Ghz unter Last 61º C mit dem K2 ).
Freizeitschrauber(in)
25.08.2013 06:57 Uhr
Eine ausgediente Damenstrumpfhose stoppt den nach unten rieselnden Staub auch.
PC-Selbstbauer(in)
24.08.2013 22:59 Uhr
Zitat: (Original von Jooschka;5586449)
Klingt irgendwie logisch:
Was soll man da noch sagen... Klasse recherchiert!!! Das Gehäuse ist mindestens genauso gut, wie Gehäuse, die ähnlich gut sind...

Ansonsten: schickes, ansprechend schlichtes Gehäuse... an mein Xigmatek Midgard II kommt es aber trotzdem nicht ran... Warum? Es hat ein Seitenfenster^^ und ich mag die Dinger einfach nicht^^
Sehr schöne Durchführungen für die Kabel hinter's MoBo und zurück, mit Gummilippen!
Was ich auch nicht verstanden hab... wofür brauchen ausblasende Lüfter nen Staubfilter? Für ein bessereres Raumklima??

Schadet der Belüftung eben doch, da der Luftdurchsatz gerade bei solchen Axiallüftern mit geringen Drehzahlen und damit geringem Druck sehr viel einbüßen, wenn ein Filter benutzt wird!!!


Nun wenn man keine Lüfter hat die Luft schaufeln geb ich dir ein wenig Recht ansonsten ist das naja leicht übertrieben. Da warme Luft eh nach oben steigt braucht man keine mega Belüftung da oben. Leise und Durchsatz ist eh ein Thema für sich. Habe 2 Zaward Golf III 140mm oben und die hörste nicht und gut Luft kommt ebenfalls raus. Zumal die restliche Belüftung mit 3 x 140mm + 120mm im Boden eh schon too much im Tower ist aber lieber zuviel als zu wenig
Software-Overclocker(in)
24.08.2013 20:03 Uhr
ich bin auch stolzer besitzer eines r2 & anstandslos glücklich mit dem case. verarbeitung is top & der airflow auch! läuft zum gamen auch auf 7 volt mit einer 7870 xt xfx & is net wirlich laut
Komplett-PC-Aufrüster(in)
24.08.2013 17:02 Uhr
Hab den Vorgänger und empfinde das R2 als gelungene Weiterentwicklung. Für den Preis ein klasse Gehäuse!

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