Test: Lian-Li PC-X1000 Big-Tower im Hochformat

Gehäuse

Hersteller:
k.A.

Test: Lian-Li PC-X1000 Big-Tower im Hochformat

Kristoffer Keipp
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23.04.2010 06:05 Uhr
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Neu
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Das PC-X1000 von Lian-Li sticht durch ein besonderes Design aus der Masse der Gehäuse heraus. PC Games Hardware prüft das mittlere Modell der Super Case Serie auf Herz und Nieren.
PCGH-Wertung:
1,92

Lian-Li PC-X1000 im TestLian-Li PC-X1000 im Test [Quelle: PC Games Hardware]Bereits auf den ersten Blick zeigt sich, dass das PC-X1000 kein normales Gehäuse ist. Mit 67 Zentimetern ist es deutlich höher als die meisten anderen Chassis auf dem Markt. Dafür hat Lian-Li die Tiefe auf nur 40 und die Breite auf 23 Zentimeter begrenzt. Wie üblich ist das Material der Wahl Aluminium weshalb sich das Gewicht mit 9,4 Kilogramm für einen großen Big-Tower in Grenzen hält. Ein großes Sichtfenster in der Seite gibt einen guten Einblick auf den Innenraum. Dessen Aufteilung, ist bedingt durch die ungewöhnlichen Abmessungen, auch nicht nach dem konventionellen Prinzip aufgebaut. Insgesamt gibt es drei Zonen die alle einen Teil der Hardware beherbergen. Im unteren Teil des Gehäuses sitzen das Netzteil sowie ein herausnehmbarer HDD-Käfig für drei 3,5-Zoll-Festplatten. Ein zweiter dieser Käfig befindet sich zusammen mit drei 5,25-Zoll-Laufwerksschächten, von denen zwei mit einem werkzeuglosen Befestigungssystem ausgestattet sind, im oberen Teil. In der Mitte befindet sich der herausnehmbare Mainboardschlitten sowie zwei Halterungen für 2,5-Zoll-Festplatten oder -SSDs. Eine Besonderheit des Gehäuses sind auch die acht Erweiterungs-Slots die es möglich machen insgesamt vier Dual-Slot-Grafikkarten für entsprechende SLI- und Crossfire-Systeme zu installieren.

Für die Luftzirkulation in PC-X1000 sind insgesamt fünf 140-Millimeter-Lüfter zuständig. Drei davon sind hinter der Front auf speziellen Halterungen installiert. Diese Platten sind mit Rändelschrauben fixiert und dienen gleichzeitig als Befestigungsmöglichkeit für Staubfilter. Die beiden anderen Propeller sitzen im Heck und befördern die warme Abluft aus dem Gehäuse. Wie bei einigen neuen Modellen aus seinem Sortiment hat Lian-Li auch das PC-X1000 mit einer dreistufigen Lüftersteuerung ausgerüstet. Damit lässt sich die Drehzahl von bis zu fünf Lüftern regulieren.

Lian-Li PC-X1000 im Test: Temperatur- und Lautstärke-Messungen
Für unsere Belastungstests nutzen wir ein System das auf einem Intel Core 2 Quad Q9550 sowie einer Geforce GTX 260-192 basiert. Beide Komponenten laufen mit ihren Standard-Taktraten, sind also nicht übertaktet. Der Prozessor wird von einem Scythe Zipang gekühlt und die Grafikkarte ist mit dem Referenz-Kühler ausgestattet. Beim Anzeigen des Windows-Desktops steigt die Kern-Temperatur des Core 2 Quads nach einer Stunde auf 42 Grad Celsius und die Grafikkarte erwärmt sich auf 43 Grad Celsius. Aus frontaler Position und einer Entfernung von 50 Zentimetern gemessen, kommt das komplette System auf eine Lautheit von 3,3 Sone - seitlich versetzt sind es nur 3,0 Sone. Regeln sie die Geschwindigkeit der installierten Lüfter auf mittlere oder niedrige Drehzahl herunter, sinkt der Geräuschpegel auf 2,4 und 2,2 respektive 2,2 und 2,0 Sone. Die Temperaturen von CPU und GPU steigen pro Stufe um je ein Grad Celsius. Unter Volllast, nach einer Stunde Core Damage und dem Extreme Burning Mode von Furmark, steigt die Prozessor-Temperatur bei voller Lüfterdrehzahl nicht über 60 Grad Celsius und die Grafikkarte pendelt sich bei 62 Grad Celsius ein.

Lian-Li PC-X1000 im Test: Fazit
Das Lian-Li PC-X1000 ist ein High-End-Gehäuse das eine sehr gute Leistung mit hochwertiger Verarbeitung und einem guten Material kombiniert. Deshalb konnte es sich auch eine PCGH-Top-Produkt-Auszeichnung sichern. Die hohe Qualität lässt sich Lian-Li aber auch fürstlich bezahlen - Im PCGH-Preisvergleich ist das Gehäuse derzeit für rund 290 Euro gelistet.

ProduktPC-X1000
Hersteller (Webseite)Lian-Li (www.lian-li.com)
BezugsquelleCaseking
Preis/Preis-Leistungs-VerhältnisCa. 290,-/ausreichend
Upgrade-Tipp der Redaktion-
Ausstattung2,61
Montageplätze insgesamt3 (5,25 Zoll), 6 (3,5 Zoll), 2 (2,5 Zoll)
… davon von außen zugänglich3 (5,25 Zoll)
Lüfterplätze3 x 140 mm (Front), 2 x 140 mm (Heck)
Vorhandene Lüfter3 x 140 mm (Front), 2 x 140 mm (Heck)
ModdingSeitenfenster, Laufwerksblenden, Wakü-Schlauchausgänge, werkzeuglose Steckkarten- und Laufwerksbefestigung
Netzteil mitgeliefert? (Position)Nein (unten)
Frontanschlüsse4 x USB, Audio, E-SATA, Firewire
Erweiterungs-Slots8
Eigenschaften2,00
MaterialAluminium
Gewicht9,4 Kilogramm
Abmessungen (B x H x T)230 x 670 x 400 mm
Verarbeitung/VerwindungssteifheitSehr gut/gut
Platz für Grafikkarten32,5 cm
Kompatibilitätstest bestanden?Nein
Leistung1,66
CPU-Temperatur (Leerlauf)44/43/42 Grad Celsius
Grafikkartentemperatur (Leerlauf)45/44/43 Grad Celsius
Festplattenemperatur (Leerlauf)34/33/32 Grad Celsius
Lautstärke (Leerlauf, frontal)2,2/2,4/3,3 Sone
Lautstärke (Leerlauf, seitlich) 2,0/2,2/3,0 Sone
CPU-Temperatur (Last)64/62/60 Grad Celsius
Grafikkartentemperatur (Last) 65/63/62 Grad Celsius
Festplattentemperatur (Last)34/33/31 Grad Celsius
Lautstärke (Last, frontal)5,6/5,6/5,9 Sone
Lautstärke (Last, seitlich)4,9/4,9/5,4 Sone
FazitWertung: 1,92

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Software-Overclocker(in)
06.05.2010 10:04 Uhr
einfach ein geiles gehäuse, würd es wieder kaufen!

@Holdrio
ist ohne verlängerungen kaum machbar.
Komplett-PC-Aufrüster(in)
03.05.2010 16:26 Uhr
Ich würde mir das Gehäuse nicht kaufen viel zu teuer
und soo toll finde ich es von aussehen her auch nicht
Schraubenverwechsler(in)
25.04.2010 20:48 Uhr
Zitat: (Original von thysol;1752671)
Ein sehr gutes Gehaeuse.


... für einen sehr stolzen Preis
Gesperrt
25.04.2010 17:29 Uhr
Die ganz oben sind wohl für die USB usw. Anschlüsse oben aber im oberen Laufwerkkäfig hängt auch noch was raus, das könnte wirklich sowas sein.
Kann der Tester hier nicht aufklären?
Freizeitschrauber(in)
25.04.2010 15:14 Uhr
Zitat: (Original von Holdrio;1752625)
Gibts auch einen Sack 4polige Verlängerungskabel plus paar SATA Adapter dazu?
Zu den Laufwerken ganz oben passt doch kein Netzteilkabel mehr hin.
Oder falls überhaupt höchstens total unmöglich aussehend quer durch, stell ich mir ziemlich umständlich vor da oben mehrere Laufwerke anschliessen.


vermute der ganze kabelsalat den man in bild 1 ganz oben sieht könnte das problem lösen

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