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  • In Win H-Tower ausprobiert: Motorisiertes Transformer-Case mit Laser-Security

    Hardtubes im Inneren werden mit verchromten Winkeln kombinieren, das Reservoir tankt sichtbar Flüssigkeit durch die Röhrchen. Optimaler Showeffekt. Quelle: Ryan Southardt

    In Win gewinnt definitiv den Preis für das verrückteste Porno-Case der CES 2016: Der H-Tower ist ein 25 Kilo schwerer, wassergekühlter Block aus gebürstetem Aluminium, der sich via Smartphone öffnen lässt und mit Lasersensor abmisst, ob Sie auch wirklich genug Platz im Raum haben. Erkennt er beim Zuklappen Hundenasen, Katzenpfoten oder menschliche Finger, wird zudem der Vorgang durch Sensoren abgebrochen. Wer es etwas klassischer mag, wird mit dem Designer-Tower H-Frame 2.0 in schwarzem Aluminium mit gelb schimmernden LED-Leisten glücklich. Von Ryan Southardt / Benjamin Kratsch

    Las Vegas, CES, Showfloor von In Win. Es ist 14 Uhr und vor uns steht ein Monolith von einem PC, der In Win H-Tower. Gebaut aus Aluminium und Stahl, mit vier Kammern, die Seitenleisten pulsieren in wildem Rot. Wir drücken auf den virtuellen Button eines iPhones und schon fangen die sechs Aluminium-Platten an, sich zu bewegen. Sie verschieben sich nach oben und unten, erste Spalte entstehen. Rot lackierte Stahlarme kommen zum Vorschein und schieben die unteren Blenden per Hydraulik langsam nach vorne, die oberen bleiben im 90-Grad-Winkel. Sie breiten sich aus wie stählerne Flügel und der Mainboard-Tray mit seinem i7-6700K kommt zum Vorschein, der auf dem gerade erst enthüllten Asus Z170-Pro mit LED-Strips sitzt, das ganz langsam aus der Vertikalen in die Horizontale wandert. Rund 14 Sekunden dauert der Vorgang. Einmal geöffnet, zeigt sich Platz für zwei SSDs, 64 GByte DDR4-RAM sowie zwei Grafikkarten. Für die Kühlung ist ein Triple-Radiator in Kombination mit einer Bitspower-Wasserkühlung verantwortlich. Außergewöhnlich ist dabei, wie das Wasser in dem sehr großen Ausgleichsbehälter blubbert und rotiert. Das dient natürlich dem Show-Effekt, so wie das ganze Case. Eine Anti-Zyklon-Barriere soll laut In Win das Auftreten von Luftwirbeln verhindern und die Tubes müssen nicht geknickt werden, sondern werden mit verchromten Winkeln kombiniert.

    Das extremste Design der CES: Der In Win H-Tower ist ein Monstrum von einem PC, der sich hydraulisch via Smartphone-App öffnen lässt. Das extremste Design der CES: Der In Win H-Tower ist ein Monstrum von einem PC, der sich hydraulisch via Smartphone-App öffnen lässt. Quelle: Ryan Southardt

    2.400 Euro, aber mit Laser-Sicherheitssystem

    Mit 2.400 Euro dürfte sich der H-Tower den Preis für das teuerste Gehäuse der gesamten CES sichern, enthalten sind lediglich der Tower an sich, ein 1.200-Watt-Netzteil sowie die Wasserkühlung. Sollten Sie mit dem Kauf liebäugeln, wäre es vorteilhaft, wenn Sie ein versierter PC-Nutzer sind, denn die Installation dürfte nicht ganz einfach werden. Asus liebäugelt aber bereits mit dem handgefertigten Tower, eventuell gibt es ja ein ROG-Komplettsystem in kleiner Auflage. In Wins Designer haben sich auch einige abgefahrene Sicherheitsfeatures einfallen lassen, um zum einen vermutlich den Preis zu rechtfertigen, aber auch Ihre Liebsten zu schützen. So sind Laser-Sensoren verbaut, die automatisch den Zuklapp-Vorgang stoppen, sobald etwas dazwischen kommt - beispielsweise eine Katzenpfote, eine Hundenase oder ein menschlicher Finger. Auch außen sind Laser angebracht, die ein großes Rechteck um den PC ziehen, damit auch wirklich nichts im Weg steht. Entfernungsmesser brechen den Vorgang ab, sollte das Gerät Gegenstände erkennen, die den Aufklappvorgang behindern könnten. Am Tower befinden sich allerdings auch klassische Schalter, um den H-Tower zu öffnen und wieder zu schließen, sollte Ihnen die Bedienung via iPhone- oder Android-App zu umständlich sein. Über die App lässt sich zudem eine hübsche Lightshow für die Party abspielen und man kann aus verschiedenen Farben wählen. Wer schon so viel Geld für sein Hobby ausgibt, möchte das ja auch mit seinen Freunden teilen.

    Preis: 2.400 Euro, Release in Dtl. über Asus möglich

    CES-Fazit: Der H-Tower ist ein spannendes Designkonzept, das natürlich alle Augen auf sich zieht. Fraglich ist allerdings, ob das Gehäuse bereits im fertigen Zustand verschickt werden kann oder ob Sie die aufwendige Hydraulik selbst einbauen müssen. So oder so richtet sich der Tower eher an erfahrene Bastler, die wissen, was sie tun. Denn die Wasserkühlung wird in der letzten Sekunde des Wechsels in die Horizontale heftig durchgeschüttelt. In Win tut gut daran, hier noch mal an der Feinabstimmung der Motoren zu arbeiten. Und über den Preis nachzudenken.

    01:41
    In Win H-Tower: "Transformation" in offenen Aufbau vorgeführt

    Das H-Frame 2.0 im Hands-On-Test

    Günstige Cases suchen Sie bei In Win vergeblich, auch das H-Frame 2.0 ist mit 800 US-Dollar nicht gerade preiswert. Laut Katelyn Huinker, Marketing Specialist bei In Win, werden für das Case mehrere vier Millimeter dicke Aluminiumplatten ausgefräst und dann das Metall eloxiert. Dadurch soll es widerstandsfähiger sein und es ermöglicht eine zweifarbige Kontrastlackierung. Das Gehäuse ist nicht durchgehend, vielmehr werden vier Platten im gleichen Abstand aneinandergeschweißt, die oben in einer Art Pyramidenform gipfeln. Dadurch ist das Case nach vorne und hinten offen, Sie können ergo auch von der Front beleuchtete Komponenten sehen. An den Seiten ist jeweils schwarzgetöntes Glas eingelassen. Zum Verschrauben werden natürlich keine normalen Schrauben verwendet, sondern mit Goldlack überzogene, die das Logo von In Win tragen sowie den Schriftzug 30th Anniversary, da es sich um das 30-jährige Bestehen der chinesischen Firma handelt. Laut Huinker wird bei In Win alles per Hand gefertigt, entsprechend können jeden Monat nur geringe Stückzahlen produziert werden, genauere Angaben kann sie aber keine machen. Laut dem Beschreibungstext von caseking.de werden von dem kleinen Bruder, dem S-Frame Midi-Tower in Schwarz-Gold für 894,90 Euro jeweils nur 10 Einheiten pro Monat ausgeliefert, weil die Konstruktion so aufwendig sei. Im Big-Tower ist Platz für sechs SSDs oder vier, wenn Sie ein Reservoir für eine optionale Wasserkühlung einbauen möchten, und ein E-ATX-Motherboard. Lüfter sind ebenfalls nicht im Paket enthalten, jeder Kunde habe da ja seinen eigenen Geschmack, so die Marketing-Managerin. Ein schönes Detail: In Win liefert ein Netzteil mit 1000 Watt Leistung mit, dessen Grill ebenfalls golden lackiert und komplett mit LED-Strips illuminiert ist. Sie können also die Beleuchtung der Außenfront auch im Inneren fortführen.

    Das InWin H-Frame 2.0 ist ein Designer-Case erster Klasse. Es kombiniert fünf parallel verlaufende Aluminium-Blades zu einem offenen Gehäuse. Das InWin H-Frame 2.0 ist ein Designer-Case erster Klasse. Es kombiniert fünf parallel verlaufende Aluminium-Blades zu einem offenen Gehäuse. Quelle: Ryan Southardt Preis: 800 US-Dollar

    CES-Fazit: Das H-Frame 2.0 ist wirklich ein Kunstwerk, die parallel angelegten Aluminium-Platten geben dem Gehäuse im Zusammenspiel mit den LEDs einen einzigartigen Look. Die lassen sich in sechs verschiedenen Helligkeitsstufen auch in anderen Farben über das Panel an der Front programmieren. Ob Ihnen das 800 US-Dollar oder vermutlich den gleichen Euro-Preis wert ist, sobald Caseking oder andere Anbieter den Designer-Tower verkaufen, können Sie uns ja in den Kommentaren verraten.

    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    PC-Gehäuse: Test, Kaufberatung und Bestenliste (Update: September 2016)
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    Es gibt 11 Kommentare zum Artikel
    Von Leob12
    Hundenasen und Katzenpfoten, aber was ist mit Katzennasen und Hundepfoten?^^ Aber ansonsten halt ein Case für einen…
    Von Shizophrenic
    das sind keine schläuche sondern acryltubes die erst gebogen werden müssenAcryl & Messingrohre | Schläuche |…
    Von imdv
    OurAutobiography - Galaxyhttps://www.youtube.com/w...
    Von Eller
    Das sind keine Schläuche, sondern gebogene Acrylrohre.
    Von TEAM_70335
    Wollte an die Wakü experten mal was fragen, da ich seit 5 Jahren mich damit nicht beschäftigt habe.Wie bekommt man die…
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In Win H-Tower ausprobiert: Motorisiertes Transformer-Case mit Laser-Security
In Win gewinnt definitiv den Preis für das verrückteste Porno-Case der CES 2016: Der H-Tower ist ein 25 Kilo schwerer, wassergekühlter Block aus gebürstetem Aluminium, der sich via Smartphone öffnen lässt und mit Lasersensor abmisst, ob Sie auch wirklich genug Platz im Raum haben. Erkennt er beim Zuklappen Hundenasen, Katzenpfoten oder menschliche Finger, wird zudem der Vorgang durch Sensoren abgebrochen. Wer es etwas klassischer mag, wird mit dem Designer-Tower H-Frame 2.0 in schwarzem Aluminium mit gelb schimmernden LED-Leisten glücklich. Von Ryan Southardt / Benjamin Kratsch
http://www.pcgameshardware.de/Gehaeuse-Hardware-213436/Specials/InWin-H-Tower-CES-1183163/
13.01.2016
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2016/01/InWin_03-pcgh_b2teaser_169.jpg
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