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  • Gehäuse im Wandel der Zeit: Von Riesentürmen, Design-Kuriositäten und Legenden - Update

    Statussymbol, Kult oder Kühlgigant - Gehäuse sind schon lange keine einfachen grauen Kästen mehr, die nur dafür sorgen, die Hardware miteinander zu verbinden. Wir werfen einen Blick auf die Entwicklung von 1996 bis heute und stellen die beliebtesten Gehäuse sowie besonders kuriose Tower vor.

    Wir haben den Artikel auf den aktuellen Stand der Dinge gebracht und neue wichtige und außergewöhnliche Modelle für Sie in der Galerie. Viel Spaß beim Lesen und Klicken!

    Gehäuse im Wandel der Zeit - Rückblick auf die wichtigsten und außergewöhnlichsten Tower Gehäuse im Wandel der Zeit - Rückblick auf die wichtigsten und außergewöhnlichsten Tower Quelle: PCGH PC-Gehäuse haben sich im Laufe der Jahre nicht nur optisch verändert: Zahlreiche Verbesserungen im Innenraum machen es Bastlern und Systemintegratoren immer leichter, Komponenten einzubauen und zu verkabeln. Während das Gehäuse in den 80er- und 90er-Jahren lediglich Hardware-Komponenten an Ort und Stelle halten sowie elektromagnetische Strahlung abschirmen sollte, dient es heutzutage auch in gewisser Weise als Lifestyle- oder Kunstobjekt. Wegen des reichhaltigen Angebots an Gehäusen der verschiedensten Größen, Formen und Farben ist es ein Leichtes, dem eigenen Computer durch die Wahl des passenden Towers eine ganz eigene, persönliche Note zu verpassen.

    In diesem Artikel stellen wir die wichtigsten Modelle der vergangenen 16 Jahre vor, welche Design und Layout aktueller und künftiger Gehäuse geprägt haben. Außerdem zeigen wir kuriose Gehäuse, die dank ihrer teils einzigartigen Optik aus der Masse hervorstechen.

    Zudem treiben Casemods (Modifikation bestehender Gehäuse) und Casecons (komplette Eigenentwicklungen) Modder immer wieder zu kreativen Höchstleistungen. Aktuelle Casemods und Casecons finden Sie auf unseren Casemod-Themenseite. Manche Modder berichten zudem in ausführlichen Tagebüchern über ihre Projekte. So können Sie die Entstehung eines Mods direkt mitverfolgen und natürlich mit Gleichgesinnten fachsimpeln und Ideen austauschen. Die neusten Berichte finden Sie auf unserer zugehörigen Tagebuch-Themenseite.

    Die spannendsten und kuriosesten Gehäuse im Schnelldurchlauf!


    Geschichte und Varianten
    Das modulare System des Personal Computers benötigt ein entsprechendes Gehäuse, das sich der hohen Variationsvielfalt anpassen kann. In den Anfängen der Geschichte wird dem Gehäuse eher weniger Beachtung geschenkt. Es muss lediglich die Standards erfüllen, damit die Hardwarekomponenten aufgenommen werden können. Optisch wird kaum Wert auf ein schickes Äußeres gelegt. In aller Regel besteht das Gehäuse aus alten Tagen aus einem Stahlblechkasten mit grauer Kunststofffront. Farbliche Variationen sind kaum zu finden.

    1996 Standardgehäuse: Stahlgehäuse mit beiger Außenfarbe und grauem Innenraum waren anno 1996 Standard. Festplatten waren nicht entkoppelt und blockierten oft die Hauptplatine. Zur Ausstattung gehörte meist nur ein Lüfter an der Rückseite. 1996 Standardgehäuse: Stahlgehäuse mit beiger Außenfarbe und grauem Innenraum waren anno 1996 Standard. Festplatten waren nicht entkoppelt und blockierten oft die Hauptplatine. Zur Ausstattung gehörte meist nur ein Lüfter an der Rückseite. Quelle: PCGH Auch bei der Flexibilität ist man zu dieser Zeit eingeschränkt: Die Gehäuse aus Komplettsystemen lassen kaum Spielraum für Erweiterungen, wie eine weitere Festplatte oder die Nachrüstung eines Wechsellaufwerks. Besonders die zu Beginn der Neunziger eingesetzten Desktop-Gehäuse bieten wenig Platz. Meist beschränkt sich das Angebot auf ein oder zwei 5,25-Zoll-Schächte und zwei 3,5-Zoll-Plätze. Etwas größere Modelle können auch mit drei 5,25-Zoll-Schächten und drei 3,5-Zoll-Plätzen aufwarten, aber diese Kästen sind in ihren Abmessungen schon fast zu groß für die Platzierung auf dem Schreibtisch und unter dem Monitor.

    Erst mit den 486er-Systemen findet man vermehrt Tower im Angebot der Komplettsystemhersteller. Big-Tower bieten ausreichend Raum für Erweiterungen und auch die ersten Midi-Tower können unter dem Schreibtisch versteckt werden. Mit dem Ende der 486er-Ära und dem Beginn der Pentium-Zeitrechnung sind Desktop-Gehäuse aus dem Consumer-Bereich fast komplett verschwunden. Hauptsächlich Unternehmen setzten noch Desktops ein, da sie platzsparend sind.

    2000 Chieftec Dragon CS 601: Die Dragon-Serie von Chieftec erreichte innerhalb kurzer Zeit Legendenstatus. Die stabile Bauweise, die praktischen Montagehilfen, das Platzangebot und die zahlreichen Varianten prägten die Entwicklung der PC-Gehäuse deutlich. 2000 Chieftec Dragon CS 601: Die Dragon-Serie von Chieftec erreichte innerhalb kurzer Zeit Legendenstatus. Die stabile Bauweise, die praktischen Montagehilfen, das Platzangebot und die zahlreichen Varianten prägten die Entwicklung der PC-Gehäuse deutlich. Quelle: PCGH Auch bei der Optik und Haptik machen die Gehäuse mit den Pentium-Systemen einen Sprung nach vorne. Zwar herrscht immer noch einheitliches grau vor, aber die eher lieblosen Kunststofffronten weichen immer öfters hübsch designten Frontblenden. Ein Highlight der damaligen Zeit ist sicher das Highscreen-Gehäuse von Komplettsystemanbieter Vobis, welches vom Designer Colani entworfen wurde.

    Fortschritte macht in diesen Jahren auch die technische Seite: immer häufiger wird anstelle von Schrauben auf Klemm- und Einrastsysteme gesetzt. Dieser Trend setzt sich bis zum fast komplett schraubenlosen Gehäuse fort, von dem man aber heute bereits wieder etwas Abstand nimmt.

    Schon immer sind die Gehäuse Formfaktoren unterworfen, welche zu Beginn im Consumer-Bereich der XT-, AT-, und Baby-AT-Standard sind. Hier finden die passenden Mainboards und Netzteile ihren Platz. Diese wurden zu damaligen Zeit übrigens nicht über das Mainboard aus ihrem Schlaf geweckt. Der Schalter am Gehäuse ist direkt mit dem Netzteil verbunden und gibt diesem den Impuls. Der Nachteil: Stromsparmodi oder automatisches Ausschalten nach dem herunterfahren ist nicht möglich. Der Vorteil liegt im Stromkonsum in ausgeschaltetem Zustand, der in diesem Fall null Watt beträgt.

    Auch die I/O-Blende sucht man zu XT- und AT-Zeiten vergeblich. Peripherieanschlüsse werden durch Aussparungen am Gehäuse realisiert. Lediglich der DIN-Anschluss für die Tastatur hat einen vorgegeben Platz auf dem Mainboard und am Gehäuse. An den Aussparungen für die Erweiterungskarten hat sich aber seit jeher nichts verändert.

    2003 Thermaltake XASER III V2000A: Der Aluminiumtower besaß einen beleuchteten Feuerball in der Front, eine Lüftersteuerung, Seitenfenster und sieben 80-mm-Lüfter. Die Einlassöffnungen stattete Thermaltake mit Staubfiltern aus, die jedoch schlecht erreichbar waren. 2003 Thermaltake XASER III V2000A: Der Aluminiumtower besaß einen beleuchteten Feuerball in der Front, eine Lüftersteuerung, Seitenfenster und sieben 80-mm-Lüfter. Die Einlassöffnungen stattete Thermaltake mit Staubfiltern aus, die jedoch schlecht erreichbar waren. Quelle: http://www.Thermaltake.com Mit der Einführung des ATX-Standards machen auch die Gehäuse wieder einen Sprung in der Evolution. Die I/O-Blende wird eingeführt und die Optik macht erhebliche Fortschritte. Neben Mausgrau finden sich immer öfters schwarze oder farbige Modelle im Angebot. Auch die Auswahl für Hobby-Schrauber wird deutlich umfangreicher und durchdachte Kühlkonzepte mit idealen Luftströmungen sorgen für ein behagliches Ambiente. Manch ein Spitzenmodell bietet Platz für sieben 80-Millimeter-Lüfter, die teils auch mit Snap-In-Halterungen versehen sind, was die Montage vereinfacht. Aufgrund des leiseren Betriebes und des höheren Luftstromes setzen sich immer mehr 120-Millimeter-Lüfter durch.

    Am meisten verbreitet sind heute Midi-Tower, die einen guten Kompromiss zwischen Platzangebot und Außenmaßen darstellen. Alternative Materialen, wie Aluminium, verringern das Gewicht der Stahlkolosse und erleichtern den Transport. Zudem bemühen sich die Hersteller immer mehr um Detaillösungen, die den Käufer aufmerksam machen sollen: Entkoppelte Festplattenplätze, Beleuchtung oder ein Window-Kit sind nur drei Beispiele.

    Abteilung Kurios: Eines der beliebtesten Mini-ITX-Gehäuse Abteilung Kurios: Eines der beliebtesten Mini-ITX-Gehäuse Quelle: PCGH Intels BTX-Standard, zu dem auch das passende Gehäuse benötigt wird und der eigentliche Nachfolger des ATX-Standards werden sollte, spielt heute kaum noch eine Rolle. Das Konzept sah eine verbesserte Kühlung durch veränderte Anordnung der Hardwarekomponenten vor, konnte sich aber nicht durchsetzten. Lediglich einige Komplettsystemhersteller boten solche Rechner an. Im Bereich des PC-Eigenbaus spielte BTX nie eine Rolle.

    Beliebt ist auch das Micro-ATX-Format, das besonders kompakte Systeme ermöglicht. Sei es zum Einsatz im Wohnzimmer, häufiger Transport zu LAN-Partys oder einfach nur um Platz zu sparen. Abgesehen von den Erweiterungsmöglichkeiten stehen diese Systeme ihrem großen Bruder ATX in kaum etwas nach. Noch kleiner und gerade bei Arbeitsrechnern oder HTPCs beliebt, ist das Mini-ITX-Format. Entsprechende Mainboards sind nur 17 x 17 Zentimeter klein - entsprechend winzig sind die zugehörigen Gehäuse.

    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    PC-Gehäuse: Test, Kaufberatung und Bestenliste (Update: September 2016)
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    Es gibt 48 Kommentare zum Artikel
    Von Dellwin
    Wenn ich mir ansehe wie die Gehäuse früher waren....garnicht mein Fall!
    Von BlackNeo
    Das IBM Z Gehäuse ist das geilste was ich je gesehen habe! Hoffentlich finde ich das irgendwo im Inet zu kaufen...
    Von hodenbussard
    Ich hab auch noch ein ChieftecUralt aber bezahlt,massig Platz und wird es wohl auch noch in 10 Jahren tun müssen.Und…
    Von Genghis99
    ich hab ungefähr sechs Jahre ein AOpen benutzt - von Sockel A, über Sockel 939 zu Sockel 775. Letztes jahr bin ich zu…
    Von POLTERGEiST
    Hab auch noch den Chief doch leider hat mein Front-USB Wackelkontakt
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http://www.pcgameshardware.de/Gehaeuse-Hardware-213436/Specials/Home-of-Hardware-Das-Gehaeuse-637020/
27.01.2012
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2009/04/PC_Carsten.JPG
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