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  • MSI auf der CES: GTX 980 Ti per Rucksack im All-in-One-PC, Vortex mit beeindruckendem Kühlprinzip

    Interessante Idee: MSI hat einen großen Aluminium-"Rucksack" an seinen All-in-One-PC angeschraubt, in den Sie bis zu einer GTX Titan X reinstecken können. Quelle: MSI

    Erster Hands-On-Test: MSI gibt Gas im Wohnzimmer. Der Vortex ist so klein wie eine Steam Machine, nutzt ein ähnliches Kühlkonzept wie der Mac Pro und setzt auf bis zu zwei GTX 980 im SLI-Verbund für 4k, VR und kommende Performance-Killer wie vermutlich Battlefield 5. Außerdem im Check: Ein All-in-One-PC mit 144 Hz-Panel und GTX 980 Ti im Iron-Man-Design. Von Benjamin Kratsch und Ryan Southardt

    Ist es ein Champagner-Kühler, eine Design-Studie oder ein Mac Pro? Nein, es ist der MSI-Vortex, ein PC, gebaut wie ein zylindrischer Monolith, allerdings mit ein paar mehr Kanten als im Apple-Reich. Und während der Mac sich mit seiner Dual AMD FirePro D500 an Designer und Kreative richtet, will der Vortex lieber ein echtes Gaming-Monster sein. Mit Skylake i7-6700K, 64 GByte DDR4-RAM und zwei GTX 980 im SLI-Verbund, also zwei Mal 5,2 Milliarden Transistoren, macht sich MSI VR-ready, schließlich laufen gerade die Vorbestellungen für die mit 699 Euro plus Versand nicht ganz so günstige finale Oculus-Rift-Version an. Eve Valkyrie dürfte sich auf dem futuristischen Designer-PC ziemlich wohlfühlen, doch auch generell ist der Vortex ein spannendes, kraftvolles und leises Produkt, wie er im ersten Hands-On auf der CES zeigt.

    Ganz schön klein, ganz schön smart gekühlt

    Das Gehäuse hat ein Füllvolumen von 6,5 Litern, das zeigt bereits, wie klein der neue MSI-Zwerg ist. Um mal ein paar Vergleiche zu nennen: Alienwares Area 51 fasst das Zehnfache und selbst das Asus ROG G 20 hat noch ein Volumen von 12,5 Litern und ist nicht viel größer als eine Playstation 4. Der Vortex ist also rein vom Formfaktor ein schicker Wohnzimmer-Gamer, eine interessante Alternative zu Steam Machines - SteamOS können Sie problemfrei neben Windows 10 installieren. Wohlgemerkt mit mehr Leistung, denn die GTX 980 sind keine klassischen Mobile-GPUs. Vielmehr werden vollwertige GM204-Chips mit je 2.048 Shadereinheiten verbaut, die im 3DMark 11 am MSI-Stand 21.000 Punkte holen. Genug, um The Witcher 3 in Ultra-Details in 4k zu spielen. Doch wird das nicht verdammt heiß? Nein, weil sich MSI von Apples innovativem Kühlkonzept hat inspirieren lassen.

    In traditionellen Cases arbeitet jeder Wärmeproduzent mit eigenen passiv kühlenden Elementen und nicht selten mit eigenem Lüfter. Das bringt einige Probleme mit sich, denn der Luftzug ist selten ideal. Zudem führt bei dieser Bauweise jede Heatpipe lediglich Wärme ab, hilft aber nicht, die GPU zu kühlen, sollte der Prozessor gerade wenig zu tun haben. Deshalb operiert der MSI Vortex mit nur einem passiven Kühlelement, das die Wärme aller Komponenten aufnimmt und zu einem einzigen, großen Lüfter im "Deckel" transportiert. Der arbeitet mit rückwärts gekrümmten Lüfterblättern, die offensichtlich die Lautstärke selbst im 4k-Betrieb stark minimieren. Rund 35 Dezibel sind ein guter Wert für The Witcher 3 auf Ultra. Das Alienware Area 51, einer der größten Komplett-PCs, die Sie kaufen können, produziert gut 15 Dezibel mehr unter Volllast.

    Preis: Geheim, die kleinste Konfiguration mit zwei GTX 960 im SLI-Verbund wird aber rund 1.800 US-Dollar kosten.

    Die RGB-Leisten lassen sich beliebig beleuchten oder abschalten. Durch den Formfaktor ist der Vortex exzellent geeignet als schicke Alternative zu SteamMachines. Die RGB-Leisten lassen sich beliebig beleuchten oder abschalten. Durch den Formfaktor ist der Vortex exzellent geeignet als schicke Alternative zu SteamMachines. Quelle: Ryan Southardt CES-Fazit: Für Oculus-Fans und Wohnzimmer-Gamer

    Der MSI Vortex ist bislang die spannendste CES-Enthüllung im Gaming-Bereich. Er hat Power satt für Eve Valkyrie und Oculus Rift, bleibt aber auch unter Vollast in 4k angenehm leise und passt vom Formfaktor her wunderbar ins Wohnzimmer. Die effiziente Kühlleistung ist der Bauform zu verdanken, die auf einem dreieckigen Metallkern basiert. Auf dessen Lamellen sind jeweils GPU und CPU montiert, Arbeitsspeicher lässt sich so wie beim Mac Pro einfach rausstecken und austauschen. Auch die restlichen Komponenten lassen sich leichter austauschen als in einem herkömlichen System. Sie müssen lediglich die Aluminium-Hülle nach oben abstreifen, schon kommen Sie überall ran. Durch das 360-Grad-Cooling-Verfahren wird die Abwärme von CPU und GPU einheitlich um den Kern verteilt, das könnte den Zwerg auch interessant für Overclocker machen, Genaueres muss aber erst ein Test zeigen. Das System unterstützt PCI-E Gen3-SSDs, die Sie auf Wunsch im Super Raid 4 laufen lassen können. Dadurch sind Geschwindigkeiten von bis zu 3.300 MB/Sekunde machbar. Super RAID 4 besteht bei MSI aus zwei PCI-E 3.0 NVMe SSDs in RAID 0. Der Vortex bringt zudem Intels Alpine Ridge-Controller mit vollem USB 3.1 mit 10 GByte/Sekunde sowie Thunderbolt 3 mit, der sogar 40 GByte pro Sekunde Durchsatz hat.

    01:35
    MSI Vortex: Kleiner Komplett-PC mit zwei GTX 980 und Skylake-i7 vorgestellt

    Der MSI 27XT: Ein All-in-One mit 144 Hz-Panel im Iron-Man-Design

    All-in-One-Lösungen für Spieler sind selten, der direkte Vorgänger des 27XT hatte zwar ein 4k-Display, aber nur eine Geforce 860M. Ergo eher ein Gerät für Netflix-Enthusiasten, die ihren Weltherrschafts-Gelüsten in House of Cards nachgehen wollen, weniger für Gamer, die Star Wars Battlefront in Ultra-Details erleben wollen und auf Battlefield 5 warten. Das ändert MSI jetzt recht radikal: Mittelklasse-Grafikkarte raus, GTX 980 Ti rein. Allerdings fliegt auch das 4k-Display raus und wird durch ein 1080p-LED-Touchscreen-Panel mit 27 Zoll ersetzt, das mit 144 Hz läuft. Das sorgt für einen flüssigeren Bildaufbau, niedrigere Schaltzeiten und reduziert Tearing. Das Display ist reflexionsarm, also mit einer Anti-Glare-Beschichtung ausgestattet, und bei der LED-Hintergrundbeleuchtung setzt MSI auf eine Technik, die das Flimmern verhindert und so freundlicher für die Augen ist. Sie haben ja sicherlich die Weihnachtszeit zum intensiven Zocken genutzt. Das Design ist sexy, der Mix aus poliertem rotem Aluminium und schwarzen Elementen erinnert an Tony Starks Iron-Man-Anzug. Das AiO ist 48 Zentimeter hoch, 87 Zentimeter breit und an der dünnsten Stelle 6,5 Zentimeter dick. Denn MSI hat an den Rücken des Systems einen Grafikkarteneinschub drangeschraubt, der die GPU durch seine Schlitze belüftet und eine Karte bis hoch zur GTX Titan X erlaubt.

    Preis: Geheim

    CES-Fazit: Skylake-CPU, GTX 980 oder - wenn es der Geldbeutel erlaubt - sogar eine Titan X, 64 GByte DDR4-RAM, erstklassiges Panel mit 144 Hz. Wer wenig Platz hat und schon länger nach einer All-in-One-Lösung sucht, der könnte hier fündig werden. Die Kombi aus GTX 980 Ti und Full HD klingt aber etwas kurios.

    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    Den besten Gamer-PC selbst zusammenstellen und konfigurieren [Juni]
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    Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
    Von Rammler2
    Hmm, wird alles immer mehr auf den gemütlichen Sofa-Zocker zugeschnitten. Man muss ja schließlich mit den Konsolen…
    Von Alex555
    Der Vortex PC ist in der Tat sehr interessant und innovativ.Wieso man jedoch 2 teure MXM Grafikkarten Module anstatt 1…
      • Von Rammler2 PC-Selbstbauer(in)
        Hmm, wird alles immer mehr auf den gemütlichen Sofa-Zocker zugeschnitten. Man muss ja schließlich mit den Konsolen mithalten können....
      • Von Alex555 Software-Overclocker(in)
        Der Vortex PC ist in der Tat sehr interessant und innovativ.
        Wieso man jedoch 2 teure MXM Grafikkarten Module anstatt 1 Desktop PCI Express Grafikkarte ist mir schleierhaft.
        Ja, es lässt sich mehr Leistung unterbringen, das Preis-/Leistungsverhältnis ist jedoch mit den 2 MXM Karten grauenhaft.
        Zudem ist das aufrüsten deutlich erschwert.
        Vielleicht bringt MSI ja noch eine "Budget"-Variante raus, die anstelle der 2 MXM Slots, 1 PCI E Grafikkarten Slot nutzt.
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MSI auf der CES: GTX 980 Ti per Rucksack im All-in-One-PC, Vortex mit beeindruckendem Kühlprinzip
Erster Hands-On-Test: MSI gibt Gas im Wohnzimmer. Der Vortex ist so klein wie eine Steam Machine, nutzt ein ähnliches Kühlkonzept wie der Mac Pro und setzt auf bis zu zwei GTX 980 im SLI-Verbund für 4k, VR und kommende Performance-Killer wie vermutlich Battlefield 5. Außerdem im Check: Ein All-in-One-PC mit 144 Hz-Panel und GTX 980 Ti im Iron-Man-Design. Von Benjamin Kratsch und Ryan Southardt
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08.01.2016
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