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  • PCGHX-Casemod-Contest: Tagebücher, die besten Bilder und Wertungen

    Sieben Teams hatten sechs Wochen lang Zeit, im Casemod-Contest auf PCGH Extreme ein NZXT Beta nach den eigenen Vorstellungen zu modden. Zwei Teams gaben vorzeitig auf, vier Casemods haben es rechtzeitig in die Redaktion geschafft. Hier die Tagebücher, die besten Bilder und die Wertungen.

    Zusammen mit dem deutschen Gehäuse-Experten Caseking haben wir zu einem Casemod-Wettbewerb aufgerufen. Sieben Teams, bestehend aus zwei bis fünf Mitgliedern, hatten sechs Wochen lang Zeit, ein NZXT Beta zu modden. Die Vorgabe bestand lediglich darin, einen Caseking-Schriftzug am oder im Gehäuse unterzubringen, ansonsten konnten sich die Casemodder nach Belieben an den Gehäusen austoben.

    Dokumentation im Forum
    Die Teams haben ihre Fortschritte im Casemodding-Unterforum von PC Games Hardware Extreme dokumentiert.
    Worklog Team Augsbug
    Worklog Team Berlin
    Worklog Team Köln
    Worklog Team Niedersachsen
    Worklog Team OWL
    Worklog Team Ruhrpott
    Worklog Team Sauerland

    Dabei stellte sich nach kurzer Zeit heraus, dass es nicht alle Teams rechtzeitig schaffen würden, eine fertige Casemod zu präsentieren.

    Ankunft der Casemods
    Zur Bewertung mussten alle Teams die Casemods in die Redaktion schicken. Von den fünf verbliebenen Teams kamen vier Mods rechtzeitig an. Trotz sorgfältiger Verpackung wurden einige Casemods leicht beschädigt. Bespielsweise mussten wir in der Redaktion einige Seitenfenster wieder einkleben. Wer die Bauberichte im Detail verfolgen möchte, sollte einen Blick auf die Threads im Casemodding-Unterforum werfen. Die Bauberichte der Casemods fassen die Teams aus eigener Sicht auf den folgenden Seiten kurz zusammen.

    Danksagung
    Als Erstes möchten wir uns bei Caseking bedanken, die uns die NZXT-Beta-Gehäuse zur Verfügung gestellt haben. Die Abwicklung ging dabei schnell und problemlos über die Bühne. Dank gilt natürlich auch den Moddern, die bereits im Vorfeld die nötigen Eckdaten für den Contest im Forum ausdiskutiert und sehr viel Zeit und Arbeit in die Gehäuse gesteckt haben.

    Bavarian Mod: Team Augsburg
    Team Augsburg setzte auf einen cleanen Look in typisch bayerischer Blau-Weiß-Optik mit zahlreichen Abdeckungen. Team Augsburg setzte auf einen cleanen Look in typisch bayerischer Blau-Weiß-Optik mit zahlreichen Abdeckungen. Quelle: PC Games Hardware "Als Erstes machten wir uns an den Laufwerkskäfig und das hintere Lüftergitter. Beide fielen dem Dremel zum Opfer. "Ewu80" hat sich derweil um das erste Fenster gekümmert, zu Klebeband und Stift gegriffen und anschließend die Umrisse angezeichnet, ausgeschnitten und gefeilt. Das Acrylglas-Fenster haben wir passend zum Thema mit einer Folie im
    bayerischen Rautenmuster versehen. Als Nächstes war das optische Laufwerk an der Reihe, das hochkant im Laufwerksschacht platziert werden sollte. Den Ausschnitt für das Slot-in-Modell haben wir im Deckel mit einer Oberfräse angefertigt. Dann kam uns die Idee, ein LCD am Gehäuse zu befestigen. Der Monitor wurde von uns komplett zerlegt und ein zweites Seitenfenster angezeichnet und ausgeschnitten. "Ewu80" übernahm auch hier wieder diese Arbeiten. Passend zum Thema Bayern wurde das Gehäuse in blau und weiß pulverbeschichtet. Die Front wurde von "Martma" weiß lackiert, nachdem er die Löcher der Power- und Reset-Schalter verspachtelt und geschliffen hatte. Anschließend bekamen die Laufwerksblenden ebenfalls einen neuen Anstrich in den Farben Weiß und Blau.

    Danach war es an der Zeit für den Zusammenbau: Als Erstes fand das LCD seinen Platz im Gehäuse, welches wir mit Acrylglaskleber am Seitenteil befestigt haben. Nebenbei haben wir für die Platinen des LCDs eine Halterung mit Abdeckung aus Plexiglas gebaut. Der Schreck folgte kurze Zeit später, denn das Bild wurde nur 2 Sekunden lang angezeigt. Die Ursache: Die von uns verlängerten Kabel sorgten für Probleme. Als Nächstes haben wir die Festplatte, an die das Slot-in-Laufwerk geklebt wurde, senkrecht in den 5,25-Zoll-Schacht geschraubt. "Flyingharm" hat derweil das Netzteil gesleevt, während der Rest die Hardware einbaute. Danach war es Zeit für das Feintuning: Dazu haben wir weißes Plexiglas zugeschnitten und damit den Laufwerksschacht und das Netzteil verblendet. Ein integrierter Lautsprecher, ein Hintergrundbild im bayerischen Look sowie ein bayerisches Soundschema runden die Casemod ab."

    Team Berlin
    Team Berlin setzte eine Mikro-ATX-Platine ein, die schräg im Gehäuse sitzt. Darunter befindet sich die Festplatte. Team Berlin setzte eine Mikro-ATX-Platine ein, die schräg im Gehäuse sitzt. Darunter befindet sich die Festplatte. Quelle: PC Games Hardware "Mit einer Woche Verspätung konnten wir endlich beginnen. Die Mod sollte natürlich dem Thema "Berlin" gewidmet sein. Durch den verspäteten Anfang mussten wir leider einige unserer Ideen verwerfen, da uns andere Teams zuvorkamen; ich sage nur "LCD in der Seitenwand". Zu unserem Konzept gehörten ein schräger Mainboard-Tray sowie ein Fenster, das über eine Kante läuft. Ganz ohne Zeichnungen haben wir uns an die Arbeit gemacht. Die Rückwand musste als Erstes dran glauben, während Mainboard-Tray und Festplattenkäfig sofort entsorgt wurden. Der neue Mainboard-Tray, die neue Rück- und Zwischenwand wurden mit der Stichsäge zurechtgeschnitten, als wären sie aus Butter. Nach dem Aussägen der Fenster konnten wir endlich das Plexiglas bestellen. Bei der Front wussten wir zuerst nicht, was wir machen sollten. Eigentlich wollten wir sie komplett erneuern, allerdings hätte dies unseren Zeitplan gesprengt.

    Um die Originalfront trotzdem so stark wie möglich zu verändern, haben wir, nachdem wir die Streben entfernt hatten, das schwarze Gitter dahinter bündig zur Front angebracht. Nun zum größten Schock der Umbauphase, der Lackierung. Um schöne schwarze Seidenmatt-Farbe nutzen zu können, haben wir mit einer Sprühpistole gearbeitet - zum ersten Mal! Wir haben laut Anleitung die Farbe so weit verdünnt wie nötig. Jedoch war die Farbe so dünn, dass sie sofort anfing, auf dem Metall herunterzulaufen und Schlieren zu verursachen. Nach einer zweiten Schicht der "Wasser"-Farbe, die es auch nicht besser machte, mussten wir leider mit mattem Schwarz aus der Dose überlackieren. Den letzten Nerv hat uns dann die Beleuchtung geraubt, denn plötzlich gingen die LEDs der Frontbeleuchtung nicht mehr, obwohl sie beim Vorabend-Test funktioniert hatten. Am Ende hat uns der Contest aber trotzdem sehr viel Spaß gemacht."

    Team Köln
    Casemod-Contest: Team Köln (13) Casemod-Contest: Team Köln (13) Quelle: PC Games Hardware "Nach einem ersten Gedankenaustausch mit allen Teammitgliedern via ICQ, E-Mail und privater Nachricht im Forum haben wir uns hingesetzt und die ersten groben Skizzen angefertigt, um erst mal alle Ideen zu sammeln und anschließend entscheiden zu können, welches Konzept wir umsetzen wollten. Als die groben Skizzen dann so weit fertig waren, stand relativ schnell fest, dass unser Konzept in Richtung Steampunk/Industrial angelegt sein würde. Im nächsten Schritt wurde das grobe Konzept dann weiter mit Leben gefüllt, das heißt, zuerst einmal eine genaue Vorlage am PC erstellt. Das Ganze wurde dann ausgeplottet und auf dem Gehäuse aufgebracht. Nachdem alles so weit vorbereitet war, wurde es dann auch Zeit für das erste Treffen mit dem kompletten Team und die ersten Moddingarbeiten. Mit fünf Leuten an einem Gehäuse zu arbeiten, stellte sich dabei teilweise als recht schwierig heraus, da man nur schlecht mit zwei Leuten gleichzeitig ein Einzelteil bearbeiten kann. Als dann aber jeder "sein" Einzelteil in der Hand hatte, ging es dafür umso schneller voran. Die Seitenteile und der Deckel waren nach dem ersten Treffen grob ausgesägt/ausgeschnitten und bereits teilweise zurechtgefeilt. So konnten wir uns dann beim zweiten Treffen auch dem Rahmen widmen. Neben einem großen Ausschnitt im Mainboard-Tray haben wir direkt einige Verstrebungen beziehungsweise Verbindungen im Gehäuse geschaffen, um es so noch weiter zu stabilisieren, da durch unser Design sehr viel vom Blech weggenommen wurde. Nebenbei wurden dann noch alle Einzelteile fertig gefeilt und angeschliffen, sodass wir sie als Nächstes auf das Lackieren vorbereiten konnten. Parallel dazu entstand das letzte Teil der Außenhaut: die Front. Passend zum restlichen Gehäuse musste die originale Beta-Front weichen, damit wir dann aus einer selbst gekanteten Alu-Platte eine neue Front aufsetzen konnten. Für den Power-Button haben wir uns dann noch eine schöne Spielerei einfallen lassen, um auch das Einschalten des PCs stilecht zu gestalten und das Bild so abzurunden.

    Der Power-Taster wird in unserem Falle nicht einfach nur gedrückt, sondern gezogen. Ähnlich wie bei einem Flipperautomaten löst unser Power­-Taster aus, wenn die Zugstange weit genug aus dem Case herausgezogen wird. Über Federdruck springt der Knopf anschließend wieder in seine Ausgangsposition zurück. Als weiteres Gimmick haben wir dann noch drei Plexiglaszahnräder hergestellt und im obersten Laufwerksschacht angebracht. Eines der drei Zahnräder wird von einem kleinen Motor aus einem altem CD-Laufwerk angetrieben und setzt durch seine Bewegung die beiden anderen Zahnräder in Gang. Nachdem auch diese Spielereien so weit fertig waren, konnten wir damit anfangen, die komplette Hardware einzubauen und einen ersten Testlauf zu machen. Neben dem Einbau haben wir dann noch einige LED-Spots für den Innenraum zusammengelötet, um auch farblich die richtige Atmosphäre im Gehäuse zu schaffen. Nach dem Testlauf wurde das Case dann auch direkt wieder verpackt, damit es noch rechtzeitig zur Deadline in der Redaktion ankommen konnte."

    Team Ruhrpott
    Team Ruhrpott wählte als Thema „Fast and Furious“, was sie bei der Gestaltung konsequent umsetzten. Team Ruhrpott wählte als Thema „Fast and Furious“, was sie bei der Gestaltung konsequent umsetzten. Quelle: PC Games Hardware "Nach Ankunft des Gehäuses wurde es fotografiert und demontiert, um zu sehen, was so möglich ist. Nach der Demontage des Deckels verwindete sich das Teil in alle vier Himmelsrichtungen - Rechner angeschmissen und alle Mitglieder zu einer zweistündigen Besprechung einberufen. Ergebnis war das Motto: "Egal, passt schon - und wenn nicht, macht auch nichts!", Konzept: LAPD/Robocop. Die erste Zusammenkunft der Modder-Elite fand bei Conrad in Essen mit drei von fünf Teammitgliedern statt. Im Laden passte alles nicht zum Thema. Fragende Blicke wurden in den Raum geworfen und der Weg zur Modellbauabteilung eingeschlagen. Dort kam uns die Erleuchtung: "Fast and Furious" sollte fortan das Thema sein. Gesagt, getan. Vier Räder, ein Spoiler und neue Ideen wurden mitgenommen. Im Baumarkt lagen anschließend 10 Dosen Lack, 4 Kilometer Klebeband und diverse andere Sachen im Korb. Bei den Treffen ging es wie folgt zur Sache: Mit Flex, Dremel, Feile und Hammer ging es dem Feind an den Kragen. Lackspuren, Dreck, Gestank und Krach im Garten und eine kopfschüttelnde Frau im Wohnzimmer waren die Folge der Bastelarbeiten.
    Alle Arbeiten haben die drei noch vorhandenen Mitglieder gleichermaßen ausgeführt. Jeder hat so gut wie er konnte lackiert, abgeklebt, geschliffen, gesägt usw. Da nicht jeder alles perfekt beherrschte, bestanden die meisten Sätze aus "Macht nix, dat lacken wa nomma!", "Ups ...", "WTF?", "Dat passt schon ...", "Hey, it's not a bug, it's a feature!" und "Ich hol ma den Sekundenkleber ...". Löten und Fingerverbrennen war "Demcys" Sache. Einige Ideen konnten aus Zeitmangel leider nicht verwirklicht werden. Wir haben insgesamt 38 LEDs, 10 Dosen Lack, 30 Meter Kabel, 1 m² Plexiglas und reichlich Hardware für die Casemod verbraucht. "tobi757" hat uns dabei oft vor groben Fehlern bewahrt. Dies wurde von unserem Fotografen "Bond2602" minutiös auf SD-Karte gebannt. Für die Endmontage blieb uns leider nur eine Stunde Zeit übrig."

    Die Bewertung der Casemods
    Die Bewertung der Gehäuse wurde von PCGH-Redakteuren unabhängig voneinander vorgenommen und gemittelt.

    Team Augsburg hat eine Casemod gebaut, die mit zahlreichen Details aufwarten kann. Kreativität haben die vier verbliebenen Modder ("martma", "Ewu80", "Insertcity" und "Flyingharm") an vielen Punkten bewiesen: Slot-in-Laufwerk im Deckel, LCD im Seitenteil und ein cleaner Look im Innenraum. Die Ideen der Bayern-Mod wurden dabei auf hohem Niveau umgesetzt, lediglich die Beleuchtung ist sehr unauffällig.

    Team Berlin, bestehend aus "Digger", "Modstar", "$.Crackpipeboy.$" und "Z3rb", wählten ebenfalls ein bundeslandspezifisches Thema. So schmückt ein Bär die vordere Kammer der Casemod. Bei der Anordnung von Hauptplatine und Laufwerken zeigte sich das Team kreativ. Die u-ATX-Platine steckt quer im Gehäuse, darunter finden Netzteil und Festplatte Platz. Ungestörten Einblick auf diese Konstruktion bietet ein großes Sichtfenster in Seitenwand und Deckel. Die Lackierung ist leider etwas fleckig geraten.

    Team Köln ("thechoozen", "moddingfreaX", "Fabian", "DanielX" und "btc-tr1gg3r") entwarf eine Steampunk-Mod in Industrial-Optik. Zahlreiche Aussparungen samt Gittern bestimmen das äußere Erscheinungsbild. DIe Lackierung ist stimmig und die Beleuchtung überzeugt dank des individuellen Einsatzes der Airbrush-Pistole. Leider ist das gemoddete Gehäuse weniger verwindungssteif als das Original und die gelben Füße sind unpassend.

    Team Ruhrpott rund um "Demcy", "Bond2606" und "tobi757" erschuf eine Mod zum Thema "Fast and Furious" mit Rädern, Racing-Lackierung, Unterbodenbeleuchtung und LEDs in der Front. Die Beleuchtung ist erstklassig, hätte den Innenraum aber noch ausleuchten können. Die Lackierung ist etwas unsauber gearbeitet, das schwarze Seitenfenster sowie das Caseking-Logo in Form einer von außen sichtbaren Lüfterabdeckung passen sehr gut zum Konzept.

    Die Bewertung der Casemods Die Bewertung der Casemods Quelle: PC Games Hardware

    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    PC-Gehäuse: Test, Kaufberatung und Bestenliste (Update: September 2016)
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    Es gibt 9 Kommentare zum Artikel
    Von Sarge_70
    Dem kann ich mich nur anschliessen, dieser MOD hat was besonderes. Mfg
    Von JordiT
    Naja ich finde die sehen alle nicht so besonders aus......gibt bessere Moddings.
    Von Oliver
    Rune, keiner der Jury-Mitglieder kommt aus Bayern Die Casemod von Team Augsburg war mit Abstand am aller besten…
    Von Manny G.
    Team Köln find ich am besten,sieht megahammer aus!
    Von -MIRROR-
    lol^^ Team Augsburg aht 5 Punkte bei Optik, dabei isses doch eig. das hässlichste von allen Naja, ich würde mir eh…
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Gehäuse
PCGHX Casemod Contest
Sieben Teams hatten sechs Wochen lang Zeit, im Casemod-Contest auf PCGH Extreme ein NZXT Beta nach den eigenen Vorstellungen zu modden. Zwei Teams gaben vorzeitig auf, vier Casemods haben es rechtzeitig in die Redaktion geschafft. Hier die Tagebücher, die besten Bilder und die Wertungen.
http://www.pcgameshardware.de/Gehaeuse-Hardware-213436/News/PCGHX-Casemod-Contest-698528/
01.11.2009
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2009/10/Casemod-Contest-Team-Koeln-01.jpg
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