Ncase M1: Innovatives Mini-ITX-Gehäuse aus Aluminium vorbestellbar

13
News Mark Mantel Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Einige Mitglieder des Hardforums haben mittels Crowdfunding ein Aluminium-Gehäuse für Mainboards im Mini-ITX- und Mini-DTX-Format konstruiert, welches High-End-Komponenten in einem Raum von 160 x 250 x 338 mm (BxHxT) ermöglicht. Das Ncase M1 ist in Schwarz und Silber bis zum einschließlich 01. September für 205 bis 221 US-Dollar vorbestellbar. Der Import kostet zusätzliche 40 US-Dollar.

Bereits im vergangenen Februar haben einige Mitglieder des Hardforums auf Indigogo ein Projekt gestartet, um den Prototypen des M1 zu finanzieren. Bis Mitte März wurden 8.636 US-Dollar eingenommen, wovon 3.000 US-Dollar als Ziel gesetzt worden waren. Für die letztendliche Produktion wurde auf derselben Plattform vor wenigen Tagen ein zweiter Eintrag vorgenommen, der auf 600 Einheiten limitiert war. Die angesetzten 67.500 US-Dollar wurden bereits jetzt mehr als verdoppelt. Aufgrund der hohen Nachfrage haben sich die Mitarbeiter von Ncase entschlossen, bis zum ersten September um 23:59 Uhr weitere Vorbestellungen anzunehmen.

Als Ziel sollte ein Gehäuse für Mini-ITX-Mainboards entstehen, das auf dem kleinstmöglichen Raum die leistungsstärkste Hardware unterbringen kann. Äußerlich wurde das M1 eher minimalistisch gehalten, wobei komplett auf Schrauben für die Außenteile verzichtet worden ist. Letztere bestehen samt dem Body komplett aus 1,2 mm starken Aluminium. Das Gewicht ist nicht angegeben worden, jedoch dürfte das im niedrigen einstelligen Bereich liegen. Hergestellt wird das Gehäuse beim taiwanischen Hersteller Lian Li.

Ein 5,25-Zoll-Schacht ist nicht vorhanden, jedoch kann in der Front vertikal ein optisches Slim-Laufwerk installiert werden. Falls dies nicht gewünscht ist, kann man gegen einen Aufpreis von 15 US-Dollar gegenüber dem normalen Preis von 205 US-Dollar ein Cover ohne die entsprechende Einsparung bestellen. Stattdessen kann an dieselbe Position auch eine 2,5-Zoll-Festplatte angebracht werden. Eine zweite findet direkt hinter der Front ihren Platz. Zusätzlich gibt es sowohl am linken Seitenteil als auch auf dem Boden verschiedene Möglichkeiten zur Lüfter- oder Festplatten-Installation.

An beiden Plätzen können jeweils bis zu zwei 120-mm-Lüfter montiert werden. Wenn man am Boden den hinteren Ventilator weglässt, kann dort ein drittes 2,5-Zoll-Laufwerk angebracht werden. Ersetzt man das vordere Exemplar zusätzlich durch einen 80/92-mm-Lüfter kann an hinterer Stelle auch eine 3,5-Zoll-Festplatte verschraubt werden. Wenn genug Platz vorhanden ist, kann man mit einer im Lieferumfang enthaltenen Klammer auch zwei SSDs aufeinander stapeln. Am Seitenteil ist eine Halterung vorhanden, an der zwei weitere 120-mm-Lüfter angebracht werden können. Optional kann einer durch einen Käfig für zwei 3,5-Zoll-Festplatten ersetzt werden.

Für Wasserkühlungen kann am Seitenteil auch ein 240-mm-Radiator (2 x 120 mm), der unter 40 mm dick ist, installiert werden. Da das Ziel gesetzt worden ist, High-End-Hardware im Gehäuse zu behausen, dürfte dieser aber nur für den Prozessor ausreichen, wenn man niedrige Temperaturen bei einer moderaten Geräuschkulisse erreichen möchte. Zusätzlich kann man mit eigenen Arbeiten am Boden ein zweites Modell montieren, welches offiziell aber nicht unterstützt wird.

Wenn man keine Wasserkühlung benutzen möchte, darf der CPU-Kühler maximal 130 mm hoch sein. Jedoch gilt dies nur, wenn man die Halterung am Seitenteil nutzt. Der Wert, wenn man diese nicht benötigt, ist leider nicht angegeben. Grafikkarten in den ersten beiden Slots dürfen wegen der Aussparung in der Front bis zu 317,5 mm lang sein. Der dritte Slot unterstützt bis zu 279,4 mm. Das Netzteil sitzt quer hinter der Front, wobei ein internes Kabel für den Kaltgerätestecker zur Rückseite führt. Der ATX-Standard wird nur bis 140 mm unterstützt, wenn die Grafikkarte über 200 mm lang ist. Empfohlen werden jedoch SFX-Netzteile, welche auch modular sein können.

Quelle: Ncases

Bildergalerie

13
    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von elohim Software-Overclocker(in)
        AW: Ncase M1: Innovatives Mini-ITX-Gehäuse aus Aluminium vorbestellbar

        Es sieht halt auch einfach mal extrem schick aus, da könnte ich ecth schwach werden. Wenn die Verarbeitung stimmt, fände ich bei einem solchen Projekt den Preis sogar noch akzeptabel.

        Die Optionen in der kleinen Kiste sind natürlich schon recht limitiert, da wäre einen Ticken mehr Volumen vllt keine schlechte Wahl gewesen. Und dafür dann Platz für entweder 2x 240er/Pumpe oder aber für Luftkühlung und einen dickeren Kühler a la Peter bzw Lüfter im Boden um Triple Slot Karte mit frischer Luft versorgen zu können.

        Trotzdem cooles Projekt und schickes Design, wenn auch nicht ganz nach meinem Gusto was das Innenleben angeht!
      • Von elohim Software-Overclocker(in)
        AW: Ncase M1: Innovatives Mini-ITX-Gehäuse aus Aluminium vorbestellbar

        Es sieht halt auch einfach mal extrem schick aus, da könnte ich ecth schwach werden. Wenn die Verarbeitung stimmt, fände ich bei einem solchen Projekt den Preis sogar noch akzeptabel.

        Die Optionen in der kleinen Kiste sind natürlich schon recht limitiert, da wäre einen Ticken mehr Volumen vllt keine schlechte Wahl gewesen. Und dafür dann Platz für entweder 2x 240er/Pumpe oder aber für Luftkühlung und einen dickeren Kühler a la Peter bzw Lüfter im Boden um Triple Slot Karte mit frischer Luft versorgen zu können.

        Trotzdem cooles Projekt und schickes Design, wenn auch nicht ganz nach meinem Gusto was das Innenleben angeht!
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Ncase M1: Innovatives Mini-ITX-Gehäuse aus Aluminium vorbestellbar

        Zitat von coati
        Auf der Produktseite steht im FAQ-Bogen, dass bestimmte Pumpen und AGBs passen sollen.

        Leider steht nirgendwo, welche "bestimmten" Pumpen das sein sollen und auch auf den Beispielfotos ist keine verbaut (und der AGB extern). Ne Alphacool DC oder ne unentkoppelte, ungedämmte Laing bekommt man in viele Gehäuse noch reingequetscht - aber es ist ja nicht der Sinn einer Wasserkühlung, dass man langsamen drehendere Lüfter einsetzen kann und sie dann mit einer lauten Pumpe übertönt. Damit der Einsatz einer vollwertigen Wasserkühlung sich gegenüber eine Kompatkühlung lohnt, sollte mindestens Platz für eine DDC + Shoggy sein.

        Zitat von Vhailor
        Bei diesem Gehäuse hier finde ich aber Kritik unangebracht @ruyven. In ein 13,5 Liter Gehäuse passt keine vollwertige Wasserkühlung...ja, ach ne. Kein Grund das zu kritisieren.
        Ich kritisiere hier auch kein "13,5 Liter"-Gehäuse. Sondern ein "mit toller Radiatorhaltung, guckt hier"-Gehäuse. Das eine Wasserkühlung nicht wirklich reinpasst ist sicherlich kein Beinbruch - gibt zwar auch Leute, die eine in noch kleineren Barebones verbauen, aber Sinn macht das im Vergleich zu einer Luftkühlung mit ordentlicher Zu- und Abluftführung sowieso nicht. Aber dann soll man das Gehäuse auch nicht mit dieser Möglichkeit bewerben. Man verkauft ja auch keinen Monitor mit "So stabil, dass ein Panzer drüberfahren könnte", wenn das nicht stimmt, nur weil mit-dem-Panzer-drüberfahren eh keine zu erwartende Anwendung ist.

        Zitat
        Und ein kleines Gehäuse in das kein Netzteil über 14cm passt? So what!
        "So what"? Die meisten hochwertigen Netzteile setzen heutzutage eben auf einen 14 cm Lüfter zur Kühlung und sind dementsprechend einen Tick länger. Desweiteren sind es ausdrücklich "14 cm nonmodular". Wenn du nämlich ein Netzteil hast, bei dem nicht alle Kabel unten in einer Ecke rauskommen, dann brauchst du musst du noch einmal 3-4 cm extra abziehen, um die Kabel zu verlegen. Und in so einem kleinen Gehäuse werden die meisten zumindest ein teilmodulares Netzteil haben wollen, weil man sonst nämlich schnell den Seitenschneider ansetzen muss.

        Zitat
        Ein ATX-Netztteil in einem ITX-Gehäuse - das würde ICH Fail nennen!{/quote]

        Leider würde niemand diese Nennung hören, wenn neben dir ein 400 W SFX-Netzteil voll ausgelastet wird


        Zitat von shadie
        2 Punkte stören aber:

        Grakas dürfen max 2 SLots belegen weil man sonst die Lüfter unten ausbauen muss
        Und? Alle Triple-Slot-Kühler arbeiten sowieso im top-down Modus. Sind also doch wieder Lüfter an der Stelle. Im Prinzip wäre es in vielen Fällen vermutlich sogar optimal, einfach den Dual-Slot-Kühlkörper direkt über die Gehäuselüfter zu montieren.


        und der preis ist aktuell noch sehr hoch

        Was ich aber geil finde dass solch ein Gehäuse von Membern eines Forums erstellt wurde *Respekt*, das bekommt so manch ein Casehersteller nicht hin

        Casehersteller achten halt auf den Preis. Ein Gehäuse mit 250 € Endkundenpreis in dieser Größenklasse hat einen verdammt kleinen Markt, das ist wenig attraktiv für große Hersteller.
        Ich persönlich bin aber überrascht, dass es überhaupt für den Preis angeboten werden kann. Sieht mir nicht nach vielen Lian-Li-Standardteilen aus, die Formgebung der Teile ist auch nicht vereinfacht - erstaunlich, wenn die mit diesen Preisen die aufwendigen Stanzwerkzeuge finanziert bekommen.
      • Von L-man Software-Overclocker(in)
        AW: Ncase M1: Innovatives Mini-ITX-Gehäuse aus Aluminium vorbestellbar

        rin optisch gesehen finde ich das Teil richtig stark. Was den AUfbau angeht scheint es sehr durchdacht zu sein und mir fallen beim ersten anschauen keine Fails auf. Ich verstehe nicht so ganz warum an der maximalen Graka Länge rumgemeckert wird, im Gegensatz zu Thermi Zeiten (welche wohl nur ein Wahnsinniger hier verbauen würde) sind heute fast alle Karten unter 30cm so das es keinerlei Probleme geben dürfte. Und die NT Länge dürfte auch kein Problem sein da ein heutiges High End Setup mit single GPU ziemlich sparsam ist. Das in ein solches Case keine Vollwertige Wakü passt sollte jedem der ein wenig Brain in der Britzel hat durchaus klar sein zumindest für ein high end Setup, ein Wohnzimmer Multi Media Setup solte damit aber sehr leise Kühlbar sein auch wen die heute dafür verwendeten Komponenten sicher keine Wakü benötigen weil sie extrem sparsam sind.
      • Von beercarrier Software-Overclocker(in)
        AW: Ncase M1: Innovatives Mini-ITX-Gehäuse aus Aluminium vorbestellbar

        sry, ich finde schon allein das konzept ist ein fail, entweder ich zock mit kopfhörer oder in (sehr) laut, ansonsten ist es viel zu laut. deswegen gab es das ja bisher auch nicht, leistung und kleines volumen beißen sich, so nicht wakü, 360er radis kann man aber auch nich verbauen. da is es mir lieber wenn meine freundin neben mir staubsaugt, da kann ich wenigstens nen hübschen hintern sehen während iwelcher qte.
      • Von h_tobi Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Ncase M1: Innovatives Mini-ITX-Gehäuse aus Aluminium vorbestellbar

        Finde das Gehäuse recht ansehlich, aber für den Preis gibt es was "Besseres" zu kaufen.

        Innovativ fände ich so ein Case mit externem ATX Netzteil, dann einen zentralen Stecker

        und die Kabel dann intern modular verteilen.

        Dann wäre der Preis auch in Ordnung und mehr Platz für eine Pumpe + mini AGB ....
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk