Lüfterloses Gehäuse 0.1: Haxx.eu zeigt passives ATX-Gehäuse
Der bisher unbekannte Hersteller Haxx.eu veröffentlicht ein komplett passiv-gekühltes Gehäuse, welches Platz für Micro-ATX-, Mini-ITX- und richtige ATX-Mainboards bietet. Das aus Deutschland stammende Gehäuse soll für 333 Euro erhältlich sein, jedoch ist noch kein Auslieferungstermin bekannt. Die Webseite des Anbieter wirkt leider wenig professionell.
Quelle: Hardwareluxx
Lüfterloses Gehäuse 0.1: Haxx.eu enthüllt passives ATX-Gehäuse (1)
Wenn man Neuigkeiten zu Gehäusen liest, versuchen die Ersteller häufig, mit aufwendigen Lüfterkonstruktionen zu punkten. Komplett gegenteilig macht es nun der deutsche Hersteller Haxx.eu, der ein passiv zu betreibendes ATX-Gehäuse vorgestellt hat, in das Micro-ATX-, Mini-ITX- und richtige ATX-Mainboards Platz finden. Wer dem Passiv-Betrieb nicht ganz traut, kann aber auch zwei 120-mm-Lüfter im Boden beziehungsweise einen 140-mm-Lüfter im Deckel installieren. Zudem bietet das Gehäuse mit den Maßen 180 x 420 x 420 mm (BxHxT) genug Platz für eine Wasserkühlung. Auffällig ist das offene Design, das einen Luftaustausch ohne Ventilator begünstigt.
Die ausreichende Kühlleistung sollen zum einen die 3,1 mm starken Aluminiumplatten und zum anderen eine komplexe Kühlkonstruktion über dem Prozessor-Sockel bereit stellen. Diese besteht aus einem großen Aluminium-Kühlkörper, der über Heatpipes mit einer Kupferplatte verbunden ist, welche wiederum direkt mit dem Prozessor im Sockel verbunden wird. Außerdem bietet der Midi-Tower Platz für bis zu 14 2,5- beziehungsweise 3,5-Zoll-Geräte, wobei vier davon auch 5,25-Zoll-Laufwerke beheimaten können. Diese sind alle mit Gummi-Dämpfern ausgestattet, um Vibrationen entgegenzuwirken.
Das in Deutschland entwickelte und gefertigte lüfterlose Gehäuse 0.1 soll für 333 Euro erhältlicht sein, wobei ein genauer Liefertermin noch nicht bekannt ist. Für 10 Euro Aufpreis werden auch Rollenfüße und Griffe montiert. Wer ein solches Gehäuse kaufen möchte, sollte sich eins auf der Homepage reservieren lassen. Diese macht im Moment leider nicht gerade den professionellsten Eindruck.

Schon alt, ich weiß, aber ich habe zwischenzeitlich mein Haxx Case 0.1 mit i5-7600T und Palit GTX 1050 Ti KalmX fertiggestellt und muss sagen, dass sich der Kauf echt gelohnt hat. Endlich ein "toter" Rechner. Nichts zu hören. Ich habe auch mal Prime95 eine halbe Stunde laufen lassen und die folgenden Werte kamen dabei raus:
Core #1 58 °C
Core #2 58 °C
Core #3 53 °C
Core #4 53 °C
Spannungswandler 32 °C
Kühler direkt über CPU 38 °C
Ich hatte natürlich auch schon vom NSG-S0 Case gelesen, aber a) wollte ich keinen Gaming-PC, sondern Office mit möglichst wenig Stromverbrauch und b) ist das Case deutlich teurer und die Verfügbarkeit steht nach wie vor in den Sternen. Außerdem gefällt mir die ungewöhnliche Bauform gar nicht. Wer z.B. doch mal einen BluRay-Brenner verbauen will, hat Pech gehabt.
Die einzige bezahlbare echte Alternative dürfte der Nofan CR-95C Kühler in Kombination mit dem In Win Dragon Slayer Case (= Nofan CS-60 Case) sein. Allerdings ist der Kühler so groß, dass man Micro-ATX Boards gleich abhaken kann, weil der PCI-e Slot verdeckt wird bzw ich meine sogar zwei.
Aber auch das Haxx hat nennenswerte Nachteile. Auf Grund der vielen Schrauben ist das Haxx z.B. gänzlich ungeeignet Komponenten zu wechseln. Alleine das Seitenblech wird mit 28 Schrauben gehalten! Da macht es eher Sinn das Lüftungsgitter wegzulassen. Außerdem sind mehrere Komponenten stark verbesserungswürdig. Ich finde z.B. die unteren Floppy-Halterungen total dämlich gelöst. Viele in meinen Augen unnötige Einzelteile und Schrauben. Nach so vielen Jahren wäre echt mal ein Haxx 0.2 angebracht, das mit weniger Schrauben auskommt.
Das Design ist mir ehrlich gesagt egal. Form follows function (keine Lackierung = Gehäuse fungiert ebenfalls als Kühlkörper).
Alter, ich liege grade
Es geht hier doch aber gerade um Systeme, die keinen Luftstrom haben und bei denen jede einzelne Komponente Wärmestaugefährdet ist
Sicherlich kann es trotzdem noch ausreichen. Aber die hintere Hälfte des CPU-Kühlers ist dann insgesamt nur von eingeschränktem Nutzen und weiteres Anzeichen dafür, dass dieses System hier nicht sonderlich durchdacht ist. Eine effiziente Konstruktion hätte das Netzteil in der Front und würde auf iATX setzen (gerade für etwaige Grafikkarten sehr von Vorteil). Der Fertigungsaufwand wäre der gleiche, aber man hätte sich eben mal Gedanken machen müssen.
Im Ernst:
Warum haben sie die Front und die Seitenteile nicht einfach clean gestaltet? Das wär vermutlich günstiger und würde schon mal deutlich besser aussehen.
Es fällt einen wirklich schwer zu glauben das dort nicht die Hälfte vergessen wurde oder es sich um ein Projekt " 5. Klässler bauen mit einem Märklin - Metallbaukasten einen Briefkasten " handelt