LC POWER LC-1500Smi: ITX-Gehäuse im Test [User-Artikel von Tim-CrossfireMachine]

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3DMark Firestrike
Quelle: imgur.com

Im folgenden Test nehme ich das LC-1500Smi von LC-Power unter die Lupe, ein Cube ITX-Gehäuse mit Support für ATX Netzteile und einen 120mm Lüfter, welches bereits für nur 35 Euro zu bekommen ist.

Hinweis der Redaktion: Der folgende Artikel wurde von einem PCGHX-User, und nicht von der Redaktion geschrieben. Wenn Sie selbst Interesse haben, einen Userartikel zu verfassen, dann empfehlen wir Ihnen unsere Anleitung: So werden Sie Autor auf PCGH.de.


Features / Eckdaten

Größe (H × B × T): 25,8 cm × 22,2 cm × 21,3 cm
Volumen: 12,2 Liter
Gewicht: 1,38 kg
Material: Aluminium

CPU-Kühler: bis zu 95 mm, etwas mehr bei einem SFX-Netzteil mit Bracket
Grafikkarte: 2 Slot bis ~190 mm
Netzteil: ATX oder SFX (mit Bracket)
Lüfter: 1 × 120 mm (oben) + 1 × 60 mm (hinten)
> Alle Spezifikationen auf der Herstellerseite

Verpackung / Lieferumfang

Das Gehäuse kommt sicher verpackt in einem braunen Karton mit den üblichen Aufdrucken von einem Schemabild und den grundlegenden Features .. und einem Plastikgriff! Auch bei der Innenpolsterung wurde nicht gespart, das Zubehör befindet sich in einem separatem Karton, das Gehäuse wurde in Plastikfolie eingewickelt und ist von gummiartigem Schaumstoff umgeben, keinem Hart-Styropor!

Das sieht man sonst (leider) nur noch bei wenigen, eher teuren Gehäusen von Herstellern wie Phanteks, Lian Li oder In Win. Tatsächlich eignet sich die Verpackung dadurch gut um das fertige System darin zu transportieren, wenn z. B. eine LAN-Party besucht wird. Sehr löblich!

Verpackung Quelle: imgur.com Verpackung

Zusammenbau

Die Seitenpanels sind mit 5 (!) Schrauben auf der Seite, Unterseite und Rückseite mit dem Gehäusekäfig verbunden.
Hat man alle Schrauben raus, wird man von überraschend viel Platz begrüßt:
Gehäuse - Leer _ von unten Quelle: imgur.com Gehäuse - Leer _ von unten Gehäuse - Leer _ von oben Quelle: imgur.com Gehäuse - Leer _ von oben Das geräumige Innere möchte natürlich gefüllt werden, ich würde folgende Reihenfolge empfehlen:

  1. CPU, RAM und eventuell vorhandene M.2-SSD ins Mainboard einbauen
  2. Front-USB/Panel/Audio-, ATX- und EPS-Stromkabel anschließen
  3. CPU-Kühler montieren
  4. Mainboard ins Gehäuse heben und festschrauben
  5. 2,5-Zoll-HDDs/-SSDs am Gehäuseboden anschrauben
  6. PCI-Slot-Cover entfernen
  7. Grafikkarte einbauen
  8. ATX-, EPS- und GPU-Stromversorgung mit dem Netzteil verbinden
  9. Netzteil im Gehäuse verbauen
  10. Mitgelieferten Staubfilter in den Deckel einsetzen
  11. Seitenpanel wieder festschrauben

Zwischen Mainboard und Gehäusefront ist genug Platz, um die ATX-Stromversorgung sowie die (leider etwas lang geratenen) Kabel für Front-USB, -Audio und Powerswitch zu verstauen. Möchte man keinen 120-mm-Lüfter im Deckel verbauen, kann der gewonnene Platz ebenfalls genutzt werden um dem teils vom Netzteil verdeckten CPU-Kühler etwas mehr Freiraum zu geben. Ansonsten ist es das ITX-übliche "Stopfen" der Kabel, keine Kabelkanäle oder Ankerpunkte.

Durch die vergleichsweise geräumige Größe des LC-1500Smi sowie offene Bauweise geht der Einbau leicht von der Hand und ist schnell erledigt. Theoretisch kann das Board auch zuerst eingebaut werden und dann folgt erst die Installation des CPU-Kühlers, die gesamte Rückseite des Mainboards ist erreichbar.
Front Quelle: imgur.com Front Links - Geschlossen Quelle: imgur.com Links - Geschlossen Da das Gehäuse normalerweise für ATX Netzteile ausgelegt ist, hier aber weiterhin das SFX Netzteil benutzt werden sollte, habe ich mir mit einem 3D-gedrucktem Bracket beholfen. Nicht hübsch, aber es hält und erfüllt seinen Zweck
SFX zu ATX Bracket Quelle: imgur.com SFX zu ATX Bracket
Links - Geöffnet Quelle: imgur.com Links - Geöffnet Rückseite mit 3D-gedrucktem Bracket Quelle: imgur.com Rückseite mit 3D-gedrucktem Bracket Rechts - Geschlossen Quelle: imgur.com Rechts - Geschlossen Rechts - Geöffnet Quelle: imgur.com Rechts - Geöffnet

Temperaturen

Alle Stresstests und Benches wurden mit Aida64 Extreme 5.98.4800 im Sekundentakt geloggt. Jeder Test lief für 30 Minuten, danach jeweils 30 Minuten "Abkühlzeit". Die Umgebungstemperatur wurde ebenfalls alle 30 Minuten aufgezeichnet und wird abgezogen, damit unterschiedliche Umgebungstemperaturen das Endergebnis nicht verfälschen und den direkten Vergleich zwischen den Gehäusen ermöglichen. Alle Temperaturangaben (dCPU & dGPU) sind also Deltawerte, daher der Unterschied zur Raum-Temperatur und nicht die direkte Komponenten-Temperatur.

Die maximale Komponenten-Temperatur ist jeweils darunter, dient aber nur zur Veranschaulichung und kann nicht zum Vergleich zwischen den Gehäusen herangezogen werden!

Hardware:
Intel Core i5 6600K (Delid - 4,4Ghz @ 1,25V)
Gigabyte Z270N-WIFI (BIOS F6d)
2 × 8 GiByte Kingston HyperX Fury (HX421C14FBK2/16)
Cryorig C1 mit CP7-Wärmeleitpaste, fixiert auf 60 % PWM - 1.030 U/min
KFA² Geforce GTX 1050 Ti, fixiert auf 60 % PWM
Samsung M.2-SATA-SSD
Chieftec CSN-550C 550W SFX-PSU

Windows 10 1809 (Build 17763.55)

3DMark - Firestrike Combined
3DMark Firestrike Quelle: imgur.com 3DMark Firestrike Maximale Temperatur: 63 °C CPU Package - 68 °C GPU
Umgebungstemperatur: 22,1 °C - 22,3 °C

Aida64
Aida64 Stresstest Quelle: imgur.com Aida64 Stresstest Maximale Temperatur: 65 °C CPU Package - 34 °C GPU
Umgebungstemperatur: 20,7 °C - 20,8 °C

Unigine Heaven
Unigene Heaven Quelle: imgur.com Unigene Heaven Maximale Temperatur: 57 °C CPU Package - 66 °C GPU
Umgebungstemperatur: 21,4 °C - 22,1 °C

Aida64 + Unigine Heaven
Aida64 + Unigene Heaven Quelle: imgur.com Aida64 + Unigene Heaven Maximale Temperatur: 76 °C CPU Package - 70 °C GPU
Umgebungstemperatur: 22,3 °C -22,5 °C

Prime95
Prime95 Quelle: imgur.com Prime95 Maximale Temperatur: 78 °C CPU Package - 36 °C GPU
Umgebungstemperatur: 20,9 °C - 21,4 °C

Die Temperaturen können sich wirklich sehen lassen! Die CPU überschreitet nie die 80-°C-Marke und auch die Grafikkarte bleibt bei maximal 70 °C.

Ohne aktive Gehäuselüfter und nur mit dem "passivem" Luftstrom von CPU Kühler sowie Grafikkarte schafft es das LC-1500Smi trotzdem, dass genug Frischluft ins Gehäuse kommt - vermutlich durch die großzügigen Lufteinlässe auf der Netzteil-Seite, Boden, Deckel und Rückseite. Solange der Boden nicht mit Festplatten bestückt ist, kann die Grafikkarte direkt durch die Luftlöcher versorgt werden, entsprechend fallen auch die Temperaturen aus. Alles in allem ein sehr positives Ergebnis!

Mögliche Hardware-Kombinationen:

CPU-Kühler
z. B. Cryorig C1 / Noctua NH-L12 / AMD Wraith Max

Grafikkarten
z. B. Gigabyte Mini / MSI Aero ITX / Sapphire Pulse ITX

Gehäuselüfter (120mm)
zB. Artic F12 / Be Quiet! Pure Wings 2 / Cooltek SF 120

Gehäuselüfter (60mm)
zB. Chieftec AF-0625S / Cooltek Silent Fan 60 / Nanoxia Deep Silence NDS 60

Fazit

Mit dem LC-1500Smi bzw. dem LC-1500Bmi (baugleich, aber in schwarz) bietet LC-Power ein günstiges ITX-Cube-Gehäuse mit überraschend viel Platz und guten Temperaturwerten an. Das gebürstete Aluminium ist zwar leicht, aber zusammengebaut ist das Gehäuse sehr stabil und nicht "klapprig" wie andere Gehäuse in der Preisklasse. Besonders die Möglichkeit ein ATX-Netzteil zu verwenden hat mir sehr gefallen, da diese in der Regel deutlich günstiger sind als SFX-Netzteile ähnlicher Güteklasse.

Die großen, glatten Flächen laden auch schon fast dazu ein, das Gehäuse zu folieren, wenn einem das Silber nicht gefällt. Alternativ bietet Sharkoon mit dem CA-I ein baugleiches Gehäuse in schwarz an, da allerdings mit Branding. Mit dem CA-M hat man dann auch noch die Option für eine Micro-ATX-Variante.

Insgesamt betrachtet liefert LC-Power hier ein solides, schlichtes Gehäuse für einen attraktiven Preis, das ich durchaus weiterempfehlen kann!

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