GTX 970 ACX: EVGA bezieht Stellung zu möglichem Designfehler
Die Seite Eteknix hat vor Kurzem einen möglichen Design- und Produktionsfehler bei der EVGA GTX 970 ACX aufgedeckt. Bei dieser Karte haben offenbar nur zwei der drei Heatpipes direkten Kontakt mit dem GPU-Chip. EVGA hat jetzt zu diesem Problem Stellung bezogen.
Vor Kurzem hat Nvidia mit der Geforce GTX 970 und GTX 980 die Geforce-GTX-900-Serie vorgestellt. Die Karten verfügen über einen GM204-Chip, der auf Maxwell-Architektur basiert. Im Vergleich zum vorherigen High-End-Chip wurde besonders an der Energieeffizienz gearbeitet. Seit einigen Tagen werden uns die zahlreichen Partnerkarten präsentiert, mit dabei die EVGA GTX 970 ACX. Wie die Seite Eteknix berichtet hat, gab es bei dieser einen möglichen Designfehler. So seien lediglich zwei der drei Heatpipes direkt mit dem GPU-Chip verbunden.
EVGA hat dazu jetzt Stellung bezogen: "Das Kühldesign der EVGA GTX 970 basiert auf dem der GTX 970 [...]. Der Kühlkörper verfügt über drei Heatpipes. Zwei 8 Millimeter dicke Heatpipes, die einen Großteil der GPU-Wärme abtransportieren, und eine dritte, 6 Millimeter dicke Heatpipe, die als Ergänzung genutzt wird und die Temperaturen um weitere zwei bis drei Grad Celsius reduziert. Außerdem möchten wir erwähnen, dass der Kühler die Nvidia-Greenlight-Spezifikationen erfüllt. Aufgrund der kleinen Größe des GPU-Chips sollen vor allem die zwei großen Heatpipes direkten Kontakt haben, um die bestmögliche Wärmeabfuhr zu erreichen. [...]." Außerdem äußerte sich EVGA zu lauten Lüftern - viele Kunden hatten sich über hohe Drehzahlen und somit laute Lüfter beschwert.
EVGA zufolge liegt das Problem jedoch nicht beim Lüfter. Die hohe Drehzahl des Lüfters werde vom BIOS festgelegt, lässt sich jedoch mit Tools (etwa dem hauseignenen Precision X) leicht reduzieren. Dennoch verspricht EVGA ein BIOS-Update, das die Drehzahl des Lüfters im Idle verringern soll. Direkt auf das Problem kam EVGA in dieser Stellungnahme zu sprechen. Sollten Sie die Nachrichten vom Kauf einer EVGA GTX 970 ACX abgeschreckt haben, werfen Sie einen Blick auf unsere Übersicht mit sämtlichen Partnerkarten.

Ich kaufe allerdings im Fachgeschäft die ihre eigenen Techniker haben, die defekte Karte wird an Ort und Stelle sofort auf Fehler geprüft und bekomme darauf die neue Karte, auch andere Marke oder wie bei mir, durch eine Aufzahlung eine MSI GTX780 Ti-OC. Das ist allerdings nicht üblich und nur möglich wenn es keine ähnliche Karte gibt und der Kulanz.
Gruss
Ich habe bereits werksübertaktete Grafikkarten (auch im 500+€-Bereich!) von EVGA besessen die instabil waren und nicht getauscht wurden weil "der Fehler nicht nachgestellt werden konnte". Seltsamerweise war die Instabilität aber weg wenn ich den GPU-Takt ein paar MHz abgesenkt habe zu Hause.
Meine Erfahrungen sind da "Schnellere Reaktion als manch anderer Hersteller aber leider völlig unakzeptable Reaktion".
Das sind beides Einzelfälle mit denen man nicht auf das Gesamtwerk schließen darf daher will ich niemanden verteufeln, auch EVGA nicht, vielleicht ist das auch besser geworden (ist schon eine Zeitlang her). Heutzutage kaufe ich aber schlicht deswegen keine Karten von EVGA weil sie häufig nur ein neues Etikett auf den Referenzkühler kleben, den Takt gefühlte 2% anheben und reichlisch Schotter für das Wort "Superclocked" haben wollen. Das können andere besser - wobei hier auch Gigabyte in den Fettnapf getreten ist da ich auch von denen schon eine instabile 600€-OC-Grafikkarte erhalten habe.
Bleiben noch ASUS, MSI, Palit usw. - von denen war bisher alles einwandfrei was ich hatte.
Bei der aktuellen Sache hätte ich mir auch ein bisschen mehr direkte Klarheit sozusagen gewünscht bzw. ein technisches Statement und weniger Marketing-Geblubber. Denn ich sehe wie schon erwähnt in der Sache keinen "Designfehler" sondern nur "Kostenoptimierung zu Lasten des Kunden". Klar, das kann man so schlecht öffentlich zugeben.
Ich habe für meine defekte, 4 Jahre alte GTX 470 eine GTX 660 Ti bekommen, leider war die auch nicht ganz in Ordnung. Bekomme jetzt eine GTX 760 von denen. Schnell und unkompliziert. Kommt man bei anderen Herstellern etwa auch über eine RMA von einer 470 zur 760?
So siehts aus. Das ändert zwar nichts daran dass er trotzdem ausreichend ist aber es ist zumindest... moralisch verwerflich?
Macht aber sowieso alles nichts, EVGA hat aus mir bis heute unverständlichen Gründen einen dermaßen Guten Ruf unter weiten Teilen der Käuferschaft dass solche Sparmaßnahmen auf Kosten der Produktqualität problemlos vom Marketing überstrahlt werden können.
Die Karte ist nicht die leiseste und ist bei den Temperaturen auch hinter der Konkurrenz.
EVGA sagt dazu einfach das es ausreichend ist?
Das die Heatpipes den Die nicht abdecken können ist Humbug. Dann hätte man eben drei Dünnere genommen.
Asus schafft es bei der Strix doch auch. Und MSI nützt die Zauberkraft einer dünnen Kupferplatte und bringt sogar vier Heatpipes unter.
Der Kühler den EVGA für die Karte nützt ist baugleich mit der Vorgängergeneration und es wurde einfach eine Dummy-Heatpipe verwendet um nochmals ein paar Groschen zu sparen.