Online-Abo
Games World
  • GTX 960 im Test: Maxwell-Mittelklasse ab 200 Euro, Ersteindruck von 8 Partnerkarten

    Mit der ab rund 200 Euro erhältlichen Geforce GTX 960 zielt Nvidia auf Preisleistungs-orientierte Kunden und bringt die Portfolio-Ablösung für die erfolgreiche GTX 760. Der neuentwickelte Maxwell-Chip GM206 rühmt sich einer hohen Energieeffizienz, die maximale vom Kühldesign abzuführende Leistungsaufnahme (TDP) liegt bei lediglich 120 Watt. Unser Test klärt, ob dabei die Leistung auf der Strecke bleibt oder nicht. Außerdem liefern wir Ihnen einen Ersteindruck von acht Geforce-GTX-960-Grafikkarten der Partner.

    Mit der Geforce GTX 960 zielt Nvidia auf eine besonders gute Balance zwischen günstigem Preis und genug Leistung für 1080p. Diese Klasse ist laut Nvidia auch die am weitesten verbreitete unter Steam-Usern und MOBA-Spielern, welches derzeit das populärste Genre weltweit ist. Falls Sie mit dem Begriff nichts anfangen können: Die Abkürzung steht für Multiplayer Online Battle Arena und einer der verbreitetsten Vertreter dieser Art ist League of Legends. Laut Nvidia nutzen zwei von drei MOBA-Spielern noch eine GTX 660 oder älter - genau diese Spieler will Nvida mit seiner neuen Geforce GTX 960 ansprechen.

    05:05
    Geforce GTX 960: Acht Partnerdesigns mit bis zu 1,45 GHz Boosttakt im Ersteindruck

    Ein großer Teil der PCGH-Leser gehört laut unseren regelmäßigen Umfragen zur Gattung jener Spieler, die deutlich hardwareforderndere Titel bevorzugt. Wenn Sie nun auch an Far Cry 4, Dragon Age Inquisition, Crysis 3 und Konsorten denken, sind Sie ein Teil davon. Was Nvidias neue Geforce GTX 960 in solch fordernden Spielen leistet, lesen Sie im PCGH-Test der GTX 960. Da die neueste Geforce gleich zum Start in vielen Farben und Formen erhältlich ist, bieten wir Ihnen außerdem erste Eindrücke zu den Partnerdesigns - acht Modelle, von Asus bis Zotac, haben es bereits ins PCGH-Testlabor geschafft. Die komplette, ausführlichere Abhandlung jener Karten finden Sie in der kommenden PCGH 03/2015, welche ab dem 4. Februar im Handel ausliegt.

    Nvidia Geforce GTX 960 im Test: Spezifikationen

          

    GeForce GTX 960 Block-Diagramm GeForce GTX 960 Block-Diagramm Quelle: Nvidia Die GTX 960 setzt den GM206, basierend auf Nvidias effizienter Maxwell-Architektur, ein. Die GTX 960 verfügt über ein 128-Bit-Speicherinterface sowie 2 GiByte GDDR5-RAM. Der GM206 verfügt über 8 Rechenblöcke (SMM) und damit insgesamt 1.024 Shadereinheiten, 32 Raster-Endstufen sowie 64 Textureinheiten. Die im Vorfeld der Veröffentlichung gehegte Vermutung, dass der GM206 möglicherweise über weitere SMMs und einen zusätzlichen Speichercontroller für eine insgesamt 192 Bit breite Speicherschnittstelle verfügt, verneint Nvidia ausdrücklich. Damit entspricht die Geforce GTX 960 in jeder leistungsrelevanten Hinsicht einer halbierten Geforce GTX 980, womit Benchmarkrekorde kaum zu erwarten sind. Doch das soll diese Karte auch gar nicht leisten.

    Wem im Landeanflug von Ultra-HD die 2 GiByte Grafikspeicher zu knapp erscheinen, dem sei gesagt, dass auch 4-GiByte-Modelle sehr wahrscheinlich sind - ein Datum konnten oder wollte uns jedoch kein Hersteller nennen. Zudem besitzen alle uns vorliegenden Platinen zwei freie Lötfelder für weitere Speicherbausteine. Ob daraus asymetrische Bestückungsvarianten mit 3 Gigabyte werden oder ob Nvidia noch einen 192-Bit-Chip in petto hat, steht derzeit noch nicht sicher fest.

    DX11-Tessellation: Deren Leistungsfähigkeit war bei Nvidias Maxwell-Karten noch nie ein Problem-Thema. Die GTX 960 übertrumpft dabei die GTX 770 deutlich. Vergleichbare Radeon-Karten können lediglich bis circa Tessellationsfaktor 13 gut mithalten. DX11-Tessellation: Deren Leistungsfähigkeit war bei Nvidias Maxwell-Karten noch nie ein Problem-Thema. Die GTX 960 übertrumpft dabei die GTX 770 deutlich. Vergleichbare Radeon-Karten können lediglich bis circa Tessellationsfaktor 13 gut mithalten. Quelle: PC Games Hardware Der GPU-Basistakt der Geforce GTX 960 beträgt 1.126 MHz, den typischen Boost gibt Nvidia mit 1.178 MHz an - einige Custom-Modelle der Boardpartner boosten sogar über 1.400 MHz, doch dazu gleich mehr. Der Grafikspeicher der Geforce GTX 960 taktet wie bei der GTX 970 und GTX 980 mit 3.506 MHz (7 Gbps). Um Bandbreiten-Limitierungen des schmalen 128-Bit-Speicherinterfaces zu minimieren, setzt Nvidia wie schon bei der GTX 970/980auf die dritte Gereration ihrer Delta-Farbkompression sowie Verbesserungen beim Caching. Diese Technologien erzielen laut Nvidia eine deutliche Verbesserung der Netto-Transferrate gegenüber dem direkten Vorgänger GK106. Da Zahlen etwas griffiger sind, beziffert Nvidia die effektive Speichertransferrate der GTX 960 auf 9,3 Gbps - ein Drittel mehr als es die 7 Gbps des installierten Speichers eigentlich zu leisten vermögen und in Bezug zu einem entsprechend dimensionierten Speicherinterface bei Kepler zu sehen.

    Des Weiteren unterstützt die GTX 960 als erstes Maxwell-Modell vollen H.265-Support sowohl beim En- als auch Decodieren über Nvidias NVENC-Engine; die GTX 980/970 beherrscht nur das Encodieren. Durch die Unterstützung des H.265-Codecs soll auch die Wiedergabe von hochqualitativen 4K-Videos kein Problem darstellen. Zudem beherrscht die Karte wie schon GTX 970/980 HDMI 2.0, sodass auch Ultra-HD-Bildschirme über diese Schnittstelle mit 60 Hz angesteuert werden können. Im Gegensatz zu den großen Geschwistern, aber im Einklang mit dem Tablet-Chip Tegra X1, unterstützt Nvidia mit dem GM206 auch den Kopierschutz HDCP 2.2 für Ultra-HD-Blu-rays. Dank der geringen Leistungsaufnahme und Lautheit ist die GTX 960 damit eventuell auch für Nutzer eines HT- oder Multimedia-PCs sehr interessant. Weitere Details wie Bitraten für den De- und Encoder wollte Nvidia auf Nachfrage noch nicht nennen.

    before
    after


    Außerdem unterstützt die GTX 960 alle wichtigen Features, die mit Maxwell 2.0 (GTX 980/970) eingeführt wurden, darunter MFAA (Multi Frame Anti Aliasing), welches gegenüber MSAA deutlich Leistung sparen, dabei aber eine vergleichbare Qualität liefern soll, Nvidias Downsampling-Technologie DSR, Gsync, GPU-Physx sowie Nvidias Gameworks-Effekte inklusive Voxel Global Illumination (VXGI) und "Next-Gen-Grafik-Features Microsofts kommender Direct-X-Version". Mangels Spezifikationen von Microsoft lässt sich aktuell nicht beurteilen oder nachprüfen, wie weitreichend die Unterstützung von Maxwell 2.0 für DirectX 12 wirklich ist.

    Nvidia Geforce GTX 960 im Test: Lautheit, Leistungsaufnahme, Kühlung

          

    Da uns kein Nvidia-Referenzdesign der Geforce GTX 960 zum Test erreichte, fällt diese Disziplin ungewohnt mager aus. Die Vorlage für die GTX 960 ähnelt der GTX 660 frappierend: Eine verhältnismäßig kurze Basisplatine mit nur einer 6-Pol-Strombuchse trifft auf einen Direct-Heat-Exhaust-Kühler (DHE), dessen Abdeckung vollständig aus Kunststoff besteht. Das Thermalbudget des Pakets beziffert Nvidia auf 120 Watt. GPU-interne Schaltungen überwachen in Echtzeit diverse Parameter wie Temperatur und Stromfluss, sodass die genannte TDP bei anspruchsvollen Spielen mit dem Realverbrauch gleichgestellt werden kann. Die Boardpartner dürfen das Powerlimit heraufsetzen, womit höhere Frequenzen bei höherer Leistungsaufnahme möglich werden. Ihre Designs müssen Sie jedoch von Nvidia absegnen lassen.

    Jenen Custom-Designs wenden wir uns später zu. Vorab zur Leistungsaufnahme: Alle acht Herstellerdesigns, welche bereits den PCGH-Testparcours durchliefen, sind sparsam bis sehr sparsam. Die höchste von uns gemessene Leistungsaufnahme beträgt 170 Watt - in einem synthetischen Test, unter Last sind 160 Watt die Obergrenze; viele Designs bleiben trotz ihrer 15- bis 20-prozentigen GPU-Übertaktung im Bereich zwischen 130 und 140 Watt. Damit ist die GTX 960 absolut gesehen sehr sparsam, sieht jedoch kein Land gegen die Energieeffizienz der GTX 980 (Referenzdesign) und diverse 970-Modelle.

    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    Grafikkarten-Rangliste: 28 Radeon- und Geforce-GPUs im Benchmarkvergleich
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games Hardware 08/2016 PC Games 08/2016 PC Games MMore 08/2016 play³ 08/2016 Games Aktuell 08/2016 buffed 08/2016 XBG Games 03/2016
    PCGH Magazin 08/2016 PC Games 08/2016 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1148357
Geforce GTX 960
GTX 960 im Test: Maxwell-Mittelklasse ab 200 Euro, Ersteindruck von 8 Partnerkarten
Mit der ab rund 200 Euro erhältlichen Geforce GTX 960 zielt Nvidia auf Preisleistungs-orientierte Kunden und bringt die Portfolio-Ablösung für die erfolgreiche GTX 760. Der neuentwickelte Maxwell-Chip GM206 rühmt sich einer hohen Energieeffizienz, die maximale vom Kühldesign abzuführende Leistungsaufnahme (TDP) liegt bei lediglich 120 Watt. Unser Test klärt, ob dabei die Leistung auf der Strecke bleibt oder nicht. Außerdem liefern wir Ihnen einen Ersteindruck von acht Geforce-GTX-960-Grafikkarten der Partner.
http://www.pcgameshardware.de/Geforce-GTX-960-Grafikkarte-259742/Specials/Test-Review-1148357/
25.01.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/01/GTX-960-Referenzdesign-pcgh_b2teaser_169.jpg
specials