GTX 1080 Ti: Schneller als Titan X - und deutlich günstiger [Update 3: Europreis]
Nvidia schießt gegen AMD: Die neueste Consumer-Grafikkarte GTX 1080 Ti ist 35 Prozent schneller als das derzeitige Geforce-Flaggschiff GTX 1080 und kostet gerade mal 699 US-Dollar - und leistet sogar fünf Prozent mehr als die Titan X. Im Zuge der Ti-Ankündigung wird der empfohlene Verkaufspreis der GTX 1080 Non-Ti um 100 US-Dollar reduziert.
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Update 4: Mittlerweile ist auf der deutschen Nvidia-Webseite auch die Vorbestellung für die Founders Edition der Geforce GTX 1080 Ti angelaufen - sofern man die Webseite ohne Schwierigkeiten aufrufen kann, was zumindest heute nicht immer der Fall war. Nvidia bietet die GTX 1080 Ti für die versprochenen 819 Euro an, der Versand ist gratis. Pro Besteller dürfen maximal zwei Grafikkarten geordert werden.
Quelle: PC Games Hardware
Geforce GTX 1080 Ti Bestellung
Update 3: Nvidia hat nun auch die Europreise für die Founders Edition der Geforce GTX 1080 Ti bestätigt. So werden in Deutschland 819 Euro als unverbindliche Preisempfehlung aufgerufen - zum Vergleich: Die Geforce GTX 1080 Non-Ti ging in der Founders Edition im Mai 2016 für 789 Euro an den Start.
Update 2: Wir haben nun auch die Herstellerpräsentation von Nvidia zur GTX 1080 Ti in die Bildergalerie gepackt. Darin sind ein paar Erläuterungen zur Technik, aber auch ein paar Nvidia-eigene Spiele-Benchmarks zu finden.
Update 1: Wir haben nun auch unsere GPU-Datenbank aktualisiert und die Daten der Geforce GTX 1080 Ti ergänzt. Sie finden nun eine Vergleichstabelle im Artikel.
Am frühen Morgen deutscher Zeit reckte Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang einmal mehr ein neues Produkt in die Höhe - die GTX 1080 Ti, Nvidias derzeit schnellste Grafikkarte. Zum Kampfpreis von 699 US-Dollar soll sie nach Firmenangaben 35 Prozent schneller als die reguläre GTX 1080 und immerhin fünf Prozent flinker als der bisherige Primus Titan X (Preis: 1.200 US-D) sein. Gleichzeitig senkte Nvidia den Preis für die GTX 1080 auf 499 US-Dollar und kündigt zwei leistungsfähigere Varianten von GTX 1080 und 1060 an.
Schnelle GPU, schneller Speicher
Das Herz der GTX 1080 Ti ist der GP102-Pascal-Chip der Titan X. Nvidias Chipdesigner packten zwölf Milliarden Transistoren in die GPU - im GP104 der GTX 1080 stecken "nur" 7,2 Milliarden. Mit sechs GPCs (Graphics Processing Cluster) à 28 Streaming-Multiprozessoren mit je 128 Kernen kommt die GTX 1080 Ti auf 3.584 Cuda-Kerne - genauso viele wie der derzeitige Spitzenreiter Titan X. Den Leistungsvorsprung gegenüber dem bisherigen Flaggschiff erkämpft sich die 1080 Ti durch ihren höheren Takt von 1,6 GHz im Boost- und gar zwei GHz im Overclock-Modus.
Die GTX 1080 Ti verfügt über elf GByte Framebuffer-RAM vom Typ GDDR5X, mit der Rekordgeschwindigkeit von 11 GBit/Sekunde. Die "krumme" Zahl lässt sich einfach erklären, denn der GTX 1080 Ti fehlt einer der zwölf 32 Bit breiten Speichercontroller. Dadurch ist die Speicherbusbreite auch bei 352 Bit. Das mit einer Bandbreite von 484 GByte pro Sekunde operierende Speicherinterface entwickelte Nvidia zusammen mit Micron, denn bei solchen Geschwindigkeiten bleibt nach den Worten von Jonah Alben, Nvidiads Senior Vice President GPU Engineering, so gut wie kein Fehlerspielraum mehr - da müssen alle Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sein.
Auch, wenn derzeit für das Spielen in 4K-Auflösung eine Frame-Buffer-Größe von acht GByte ausreicht: Aktuelle Spiele wie Watch Dogs 2 und Deus Ex: Mankind Divided kratzen mit maximalen Details und Effekten bereits an dieser Grenze. Und mit 5K beziehungsweise 5.120 mal 2.880 Bildpunkten steht bereits der nächste Display-Standard in den Startlöchern. Ein weiterer Grund für die oben erwähnten 11 GByte. Jonah Alben zufolge kratzt insbesondere Watch Dogs 2 bereits an dieser Grenze - mal sehen, wie zukunftssicher die Karte dann ist. Echte Hardware-Fanatiker, die mit jeder neuen Grafikkarte aufrüsten, stört das womöglich weniger als solche Spieler, die ein bis zwei Generationen auslassen.
| Merkmal | Geforce GTX 1080/8G | Geforce GTX 1080 Ti/11G | Titan X |
|---|---|---|---|
| GPU & Konfektion | GP104-400-A1 | GP102-350-K1-A1 | GP102 |
| UVP zum Release (US-Dollar) | 599 | 699 | 1.200 |
| Anzahl Transistoren | 7.200 Mio. | 12.000 Mio. | 12.000 Mio. |
| GPU Boost | 1.733 MHz | 1.582 MHz | 1.531 MHz |
| Speichertakt | 5.006 MHz | 5.508 MHz | 5.006 MHz |
| SIMDs (SMs/CUs/Slices) | 20 | 28 | 28 |
| Textureinheiten | 160 | 224 | 224 |
| Raster Operators (ROPs) | 64 | 88 | 96 |
| Speicherinterface | 256 Bit | 352 Bit | 384 Bit |
| Speichertransferrate | 320,4 GByte/s | 484,7 GByte/s | 480,6 GByte/s |
| Speicherbestückung | 8.192 MiByte | 11.264 MiByte | 12.288 MiByte |
| Leistungsaufnahme/Board Power (Watt) | 180 Watt (TGP) | 250 Watt (TGP) | 250 (typ. Board Power) |
GTX 1080 Ti schlägt Titan X
Schon seit der Maxwell-GPU-Generation setzt Nvidia auf ein ausgeklügeltes Tiled-Cache-System, das auch auf Pascal-Chips zum Einsatz kommt. Nvidia sprach gestern das erste Mal offiziell über dieses System und zeigte ein etwas dubioses Schaubild, das auch in Jen-Hsun Huangs Präsentation zum Einsatz kam. Die Deutung aller anwesenden Technik-Journalisten: Es irrt, wer von einem Datendurchsatz von 1,2 TByte/Sekunde ausgeht. Stattdessen soll das Diagramm verdeutlichen, dass der GTX-1080-Ti-Datendurchsatz von 484 GByte/Sekunde dank ausgefeilter Kompressions- und Tile-Caching-Routinen einem fiktiven Durchsatz von 1.200 GByte/Sekunde entspricht.
Unklar ist dabei das konkrete Anwendungsbeispiel, denn nicht immer lassen sich die grafischen Elemente eines Spiels optimal komprimieren. In anderen Fällen lässt sich das kachelweise Berechnen der Grafik nicht verwirklichen - die Karte muss stattdessen die Szene komplett rasterisieren. HBM2-Speicherchips, die bereits beim P100-Tesla-Profichip zum Einsatz kommen, erteilte Nvidia für die schnelle Consumer-Karte übrigens noch eine Absage.
Quelle: Nvidia
Nvidia: Präsentation zur 1080 Ti (15)
Kühler und leiser
Mit einer neu entwickelten Spannungsversorgung verbesserte Nvidia die bereits im Vergleich zur GTX 980 stark optimierte GTX 1080 erneut: Die Grafikkarte besitzt nun einen über einen breiteren Spannungsbereich besseren Wirkungsgrad. Auch am Kühler schraubten die Designer: Bei einer Leistungsaufnahme von 250 Watt ist die GTX 1080 Ti fünf Grad kühler als eine 1080. Anders ausgedrückt: Bei gleicher Temperatur macht der Ti-Lüfter 2,5 dBA weniger Lärm.
Dies erreicht Nvidia zum Großteil durch eine rund 30 Prozent größere Luftaustrittsfläche - dem weggefallenen DVI-Ausgang sei es gedankt. Weitere Details zum "neuen thermischen Design", der "Verdunstungskammer" und der "doppelt so großen Kühlfläche" gab es noch nicht. In einer Demo, in der zahlreiche Helden des Epic-Titels Paragon mit jeder Menge Effekten in 4K dargestellt werden, kam die Karte nicht ins Schwitzen: Mit 1.582 beziehungsweise 5.603 MHz GPU- beziehungsweise Speichertakt kam die Karte mit dem Standardkühler auf eine Temperatur von 60 Grad, bei 2.038 und 5.603 MHz waren es nur sechs Grad mehr.
Kein Nvidia-Aufpreis mehr
Einmal mehr ist die neue Grafikarte ab dem kommenden Freitag, dem 10. März, zuerst direkt bei Nvidia in einer Founders Edition erhältlich. Jedoch nicht mehr mit einem Nvidia-Zuschlag, wie es noch im letzten Jahr bei den Gründerversionen von GTX 1080 und 1070 der Fall war. Neu: Auch Dritthersteller dürfen jetzt Founders Editions bauen - in der nächsten Runde dann auch wieder mit "Virtual Designs", also eigenen Entwürfe - etwa wie EVGA mit den berühmt-berüchtigten ACX-Kühlern.
Neben der neuen Karte bietet Nvidia demnächst auch noch zwei Updates bereits veröffentlichter Grafikkarten an: Auch die GTX 1080 ist auf Wunsch mit 11 GBit/Sekunde schnellem GDDR5X-RAM erhältlich. Um die Lücke zwischen 1060 und 1070 etwas zu schließen, kommt die GTX 1060 in einer Variante mit 9 GBit/Sekunde schnellem GDDR5-RAM dazu. Was die bisher schnellste Nvidia-Consumer-Karte Titan X angeht, so waren sich viele Besucher von Nvidias Editor's Day einig: Sehr gut möglich, dass sie langsam in den Sonnenuntergang reitet, der GTX 1080 Ti das Feld überlässt und dann etwas später eine weitere Titan auf den Markt kommt - schließlich wurde bislang keine Gamer-Version der Pascal-GPU mit komplett freigeschalteten GPCs produziert.

Das wäre dann ja kein Problem, denn er wüsste es ja nicht besser.
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Weißt Du, mich nervt auch viel im Internet. Speziell die Art, wie einige miteinenader umgehen und nur sich selbst sehen, keinerlei Einfühlungsvermögen haben und ihr Ego um jeden Preis aufwerten müssen, egal wem sie damit wehtun. Nur ich setz mich eben nicht hin und sag "hey, ich steh da drüber". Denn das ändert ganz bestimmt nichts.
Weißt Du, mich nervt auch viel im Internet. Speziell die Art, wie einige miteinenader umgehen und nur sich selbst sehen, keinerlei Einfühlungsvermögen haben und ihr Ego um jeden Preis aufwerten müssen, egal wem sie damit wehtun. Nur ich setz mich eben nicht hin und sag "hey, ich steh da drüber". Denn das ändert ganz bestimmt nichts.
Es ging mir nie um Rechtsfragen. Sondern *ich* fühle mich persönlich angegriffen, wenn man eine Gruppe, zu der ich mich zugehörig fühle, beleidigt wird. Und reagiere entsprechend. Und ich glaube, fast jeder wird ähnlich reagieren. Oder stell Dich mal vor nen Schwulen und sag "Alle Schwule sind Kinderficker" und guck was passiert.
Oh man die Metzger_Zeit ist wieder aus gebrochen, das mach ich hier schon seit Jahren mit, immer wieder der gleich shit-storm.