Fortnite Battle Royale: Epics knallbunter PUBG-Konkurrent im Technik-Test
Fortnite ist schon seit geraumer Zeit in Early-Access-Form erhältlich. Im September 2017 erschien mit dem Battle-Royale-Modus ein zweiter, kostenlos zugänglicher Spielmodus. Dieser ähnelt dem ebenfalls dem Battle-Royale-Genre zugehörigen und außerordentlich erfolgreichen Playerunknown's Battlegrounds (PUBG) und erhielt im Januar 2018 außerdem einen großen Patch. PCGH testet die Hardware-Anforderungen des launigen PUBG-Klons.
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Fortnite befindet sich bereits seit einer halben Ewigkeit in Entwicklung. Der für Unreal und die Unreal Engine bekannte Entwickler Epic begann die Arbeit an dem Spiel bereits 2011, damals noch mit der Unreal Engine 3. Der Release sollte noch 2013 vonstatten gehen, Fortnite sollte das erste Spiel mit der neuen Unreal Engine 4 werden. Dieser Vorsatz wurde offensichtlich nicht wie geplant umgesetzt. Fortnite befindet sich auch 2018 noch in Entwicklung und es sind bereits eine ganze Menge anderer Spiele mit der UE4 erschienen, darunter neben dem aufwendig produzierten Gears of War 4 vor allem kleinere Projekte. Zu Letzteren gehört auch Playerunknown's Battlegrounds, welches seit dem 21. Dezember 2017 in "finaler Fassung" erhältlich ist.
Nachdem PUBG in er ersten Fassung im März 2017 erschien, sich schnell zu einem phänomenalen Erfolg mauserte und obendrein das Battle-Royale-Genre definierte, kündigte Epic im September 2017 einen Battle-Royale-Modus für Fortnite an. Man entschied sich zudem, den Spielmodus als eigenständig laufenden Free-to-Play-Ableger und außerdem auch für die PS4 und Xbox One zu veröffentlichen. Letzteres geschah pikanterweise, bevor Playerunknown's Battlegrounds diesen Schritt auf der Xbox One (die Playstation 4 soll später folgen) vollzog - ein Punkt für Reibereien mit dem PUBG-Entwickler.
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Fortnite Battle Royale - PUBG mit Comic-Grafik?
Spielerisch ähnelt Fortnite Battle Royale dem offensichtlichen Vorbild PUBG sehr stark. Die Runde beginnt mit bis zu 100 Spielern in einer Art Lobby, Sie können einige der auflesbaren Waffen und Gegenstände ausprobieren und sich mit der Steuerung vertraut machen. Dann werden Sie in die Comic-Variante eines Flugzeugs gepackt und über eine weitläufige Insel geflogen. Sie springen mit dem Fallschirm ab und landen an dem von Ihnen vorgesehenen Ort, um sich möglichst effizient mit in diversen Gebäuden spawnenden Waffen, Medipacks und Verteidigungsgegenständen einzudecken. Das Spielfeld wird mit der Zeit immer kleiner, Sie und die anderen Spieler müssen immer dichter zusammenrücken. Wie Sie spielen, steht Ihnen weitestgehend frei, doch gewinnen tut der, der am Ende übrig bleibt. Obendrein existieren auch Team-Varianten mit Zweier- oder Vierer-Gruppen. Das grobe Spielkonzept ähnelt PUBG wie ein Ei dem anderen, in einigen Details ist Fortnite aber vielleicht auch mehr Birne als Apfel.
Der generelle Grundton von Fortnite ist weit weniger realistisch-ernst, wozu die Optik natürlich viel beiträgt. Aber auch einige Design-Entscheidungen der Fortnite-Entwickler sorgen für eine gewisse Eigenständigkeit. So fällt die Bewegung der Spielfigur merklich anders aus. Sie können meterhoch springen, die Laufgeschwindigkeit ist deutlich höher, den Bewegungen fehlt das Gewicht beziehungsweise die realistischere Trägheit eines PUBG, Fortnite ist viel mehr Arcade-Action als Taktik-Schleicher. Dazu kommen einige Sandbox-Elemente aus dem ursprünglichen Fortnite Save-the-World-Modus, Sie können etwa Barrikaden, Leitern oder rudimentäre Verteidigungsanlagen bauen, um sich dahinter zu verschanzen. Fortnite spielt sich also durchaus ein wenig anders als PUBG, was sowohl positiv, als auch negativ aufgefasst werden kann.
Der auffälligste Unterschied ist aber wohl die Optik und wie sich diese auf dem Schirm präsentiert. Obwohl Fortnite und PUBG auf der gleichen Engine basieren, könnten die beiden Battle-Royale-Kämpen kaum unterschiedlicher aussehen. Dem dreckig-realistischen, aber auch unsauber und wenig hübsch wirkenden PUBG stellt sich Fortnite mit einer schick-bunten Comic-Optik gegenüber. Diese ähnelt ein wenig einer Mischung aus World of Warcraft und Team Fortress 2 und kann mit einer sehr netten Beleuchtung und Verschattung, einigen interessanten, teils kräftig aufgetragenen Effekten und einer recht hohen Abwechslung punkten. Auch die meisten Texturen sind ansehnlich und handwerklich sauber erstellt, wenn auch nicht übermäßig detailliert. Die temporale Kantenglättung macht im Gegensatz zu PUBG einen sehr guten Eindruck, die Screenspace-Reflections sowie einige andere Effekte mit zeitlicher Komponente zeigen zwar einige kleinere Artefakte, werden aber geschickt eingesetzt und sind optisch überzeugend. Deutlich besser ist außerdem die generelle Performance, obwohl Fortnite mit höchsten Grafikeinstellungen sehr hohe Ansprüche an die Grafikkarte stellt.
Fortnite Battle Royale - Grafikkarten-Benchmarks
Benchmarks in Fortnite gestalten sich ähnlich wie in PUBG als etwas schwierig. Der hohe Zufalls- und aufgrund der Vielzahl anderer Mitspieler ebenfalls beträchtliche Chaosfaktor machen Messungen zu einer Geduldsprobe. In Fortnite kommt erschwerend hinzu, dass sich mit der während des Spiels wechselnden Beleuchtung die Performance leicht verändern kann. Während der frühen Morgen- und Abendstunden kommt ein volumetrischer Nebel auf, welcher die Leistung leicht negativ beeinflusst. Wir müssen für unsere Benchmarks daher nicht nur lebendig an den richtigen Ort gelangen, sondern außerdem die korrekte Tageszeit abpassen.
Für unsere Messungen haben wir uns die "Wailing Woods" im Nordosten der Karte ausgesucht, hier ist die Last relativ hoch, zudem schützen die Bäume unsere pazifistische Benchmark-Hauptfigur vor allzu lästigen Scharfschützen. Nochmals höher liegt die Last allerding in einigen der bebauten Gebieten, insbesondere bei den "Tilted Towers" bemerkten wir recht stark abfallende Bildraten. Hier ließen sich jedoch aufgrund des hohen Spieleraufkommens kaum sinnvoll Messungen fertigen, daher fiel unsere Wahl auf die "Wailing Woods".
Fortnite stellt erstaunlich hohe Anforderungen an die Grafikkarte, insbesondere an jene von AMD. Das Spiel bevorzugt Geforce-Chips von Nvidia relativ deutlich: So ist die Geforce GTX 1060 6GB in Full HD knapp 30 Prozent schneller als die Radeon RX 580 8GB, obwohl diese beiden Karten im Normalfall eng beieinander liegen - sogar im ebenfalls auf der UE4 basierenden PUBG trennen GTX 1060 und RX 580 nur knapp zehn Prozent.
Abgesehen davon ist die Grafiklast generell sehr hoch. Dies geht laut unserer Einschätzung weitestgehend auf die Schattendarstellung und einige Effekte zurück, bereits auf hohen statt "epischen" Details schießt die Leistung kräftig in die Höhe (siehe Bildvergleich), ohne dass dafür optisch größere Abstriche hingenommen werden müssen. Erst ab mittleren Details werden Effekte deaktiviert, bis sie auf niedrigen Details praktisch komplett verschwinden. Die Bildrate schießt dabei in die Höhe, Fortnite sollte also auch auf noch schwächeren respektive älteren GPUs als der getesteten RX 560 und GTX 1050 Ti gut laufen. Die Speicherbelegung beziffert sich in Full HD auf rund 3, in WQHD auf 3,5 und auf 4,6 GiByte in Ultra HD - 4-GiB-Grafikkarten sind somit auf der sicheren Seite. Der Prozessor und seine Auslastung ist offenbar deutlich weniger problematisch als in PUBG, wobei wir für weiterführende Aussagen zur Prozessorlast eine deutlich tiefergreifende Analyse heranziehen müssten, als uns unsere bisherigen Messungen ermöglichen.
Die Grafikkarten-Testmethodik der PCGH
Basierend auf Leser-Feedback verwendet PC Games Hardware für Spiele-Benchmarks seit einigen Jahren keine Referenz-Grafikkarten mit Standard-Taktraten mehr. An ihre Stelle treten Herstellerdesigns samt werkseitiger Übertaktung, wie sie von einem Großteil unserer Community verwendet werden. Hierbei handelt es sich um typische Modelle, wenngleich "typisch" gar nicht so einfach zu definieren ist. Die Auswahl richtet sich nicht nur daran, welche Grafikkarten noch im PCGH-Testlabor anwesend sind, sondern auch, ob sie repräsentativ für das jeweilige Modell sind: Wir nutzen nach Möglichkeit weder unübertaktete, sich wegen Überhitzung drosselnde oder enorm schnelle Herstellerdesigns, sondern "Vernunftversionen", wie wir sie auch in den PCGH-Grafikkartentests meistens empfehlen. Beachten Sie bitte, dass wir nicht sämtliche Modelle am Markt testen können, sondern uns auf eine Auswahl beschränken müssen. Auch behalten wir uns vor, einzelne hier herangezogene Herstellerkarten in anderen Tests auszutauschen, beispielsweise dann, wenn sie das Testlabor verlassen müssen.Jede Grafikkarte wird vor den Benchmark-Durchläufen einer Aufheizperiode unterzogen, während derer sich der Kerntakt (Boost) auf ein bestimmtes, von Modell zu Modell unterschiedliches Niveau absenkt. Auf diese Weise vermeiden wir unrealistisch hohe Werte: Eine gerade aus dem Regal genommene Grafikkarte, noch kalt vom Nichtstun, boostet höher als im normalen Betrieb nach einiger Zeit unter Last. Die durchschnittliche, automatisch gesetzte GPU-Taktfrequenz beim Test der jeweiligen Karten finden Sie in den Benchmarks.
Die tatsächliche Frequenz ist wichtig und kann angesichts der großen möglichen Unterschiede nicht einfach unter den Tisch fallen, denn "GTX 1080 Ti" ist nicht "GTX 1080 Ti", um nur ein Beispiel zu nennen - je nach Herstellerdesign können zehn Prozent Differenz dazwischen liegen. Hinterfragen Sie daher Messwerte im Internet, die ohne jegliche Taktangabe veröffentlicht werden. Dem gegenüber stehen wenige Grafikkarten, von denen keine übertakteten Versionen existieren. Die prominenteste ist AMDs Radeon R9 Fury X, welche wir als Referenzdesign testen - gäbe es OC-Versionen, würde eine solche in den Benchmarks mitmischen.
Fortnite Battle Royale - Fazit
Fortnite Battle Royale läuft trotz der mit maximalen Details ziemlich hohen Grafiklast und der recht deutlichen Nvidia-Bevorzugung auch auf AMD-Grafikkarten weitestgehend gut und flüssig und hat weniger mit kräftigen Hängern, Slowdowns und kleinen Stockern zu kämpfen als PUBG. Doch gibt es durchaus auch einige Gemeinsamkeiten, darunter die teils heftigen Ruckler beim Fallschirm-Absprung oder Aussetzer beim Netcode, Rubberbanding sowie eine offensichtlich niedrige Tickrate. Also sollte auch Epic noch etwas an der Performance schrauben, die Ultra-Detailstufe wirkt gemessen an der (durchaus schicken) Optik als etwas zu leistungshungrig. Auch die Darbietung der AMD-GPUs ist etwas unbefriedigend und sollte nochmals angegangen werden. Positiv ist zu vermerken, dass Fortnite Battle Royale aber generell recht sauber und rund wirkt und die Grafik-Einstellungen eine breite Skalierbarkeit zulassen, sodass Spielen auch mit schwächerer Hardware gut möglich ist.

da läuft fortnite deutlich besser ohne drops mit stabilen fps auf 1440p hab eine 1070 verbaut vll liegt es tatsächlich daran. nichts desto trotz spiel ich mp shooter grundsätzlich mit max fps, bei fortnite ist es jetzt nicht ganz so wichtig, wie bei cs, sonst würde ich auch auf 1080p runter gehen.
Würde eigentlich gerne bei einem Spiel mit so ner Billografik wie Fortnite schon gerne von meinem Monitor profitieren.
Pubg läuft weitaus flüssiger von den FPS her.
Stelle ich es auf Medium ändert sich nix bis kaum was.
Das ist ja mal ein richtiger GPU Fresser das Game.
oder für AMD Karten halt gar nicht ordentlich optimiert.
Echt schade, hätte mich ins Bauen während dem Battle Royal zocken echt gerne reingefuchst.
Aber so sind mir das einfach zu wenig FPS, ein flüssiges Spielerlebnis kommt bei mir nicht auf.
Aber immerhin, wie in Pubg in meiner ersten Runde mit etwas luck erster geworden
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