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  • Hands-On-Test: Final Fantasy 14 Online Open Beta - der Hardwarefresser?

    Anlässlich des bald anstehenden Release von Square Enixs neuem Online-Rollenspiel Final Fantasy 14 hat PC Games Hardware einen ersten Blick in die Welt von Erozea gewagt und klärt über Probleme und Leistung auf. Des Weiteren überprüfen wir, ob die ungewöhnlich hohen Systemempfehlungen gerechtfertigt sind.

    Square Enix kommendes Online-Rollenspiel Final Fantasy 14 befindet sich bekanntlich nur noch kurze Zeit in der Open-Beta-Phase. Am 19. September werden die Server zurückgesetzt. Die Käufer der Collectors Edition starten bereits drei Tage später, also am 22. September, ins neue Abenteuer. Wer die normale Fassung des Spiels kauft, bekommt erst am 30. September Zugang zu den Servern. PC Games Hardware hat einen ersten Blick in die Welt von Erozea gewagt und mithilfe des offiziellen Benchmark-Tools eine kleine Auswahl an Grafikkarten getestet. Außerdem gehen wir auf die Kernskalierung ein und klären, ob die hohen, empfohlenen Systemanforderungen gerechtfertigt sind.

    Registrierung und Installation
    Um an der Open-Beta teilnehmen zu können, benötigen Sie erst einmal ein Konto bei Square Enix. Nach der Registrierung und dem Einloggen müssen Sie in der Account-Verwaltung einen Dienst, in diesem Falle Final Fantasy 14 Beta, hinzufügen. Anschließend bekommen Sie einen Key an die registrierte Email-Adresse gesandt, den Sie für die Installation benötigen.

    Updates werden fast täglich eingespielt, verlangen aber ab und an, besonders bei der ersten Installation, einiges an Geduld vom Nutzer. Updates werden fast täglich eingespielt, verlangen aber ab und an, besonders bei der ersten Installation, einiges an Geduld vom Nutzer. Quelle: PC Games Hardware
    In eben genannter Email finden Sie auch einen Link zum Download-Assistenten, mit dem der Client und Updates automatisch heruntergeladen werden. Um eine halbwegs ordentliche Downloadrate zu ermöglichen, müssen Sie, falls Sie einen Router mit Hardware-Firewall verwenden, folgende Ports freischalten:

    • UDP: 55296 bis 55551
    • TCP: 54992 bis 55551
    • TCP: 80
    • TCP: 443

    Ist der rund 4,5 GByte große Client erst einmal heruntergeladen, stehen noch etliche Updates an, die automatisch installiert werden. Planen Sie also etwas Zeit für den ganzen Vorgang ein. Außerdem sollte der Download-Manager und das Spiel immer mit Administrator-Rechten gestartet werden, da es ohne diese in manchen Fällen zu Fehlermeldungen kommen kann.

    Der Installationsassistent besteht auf 15 GByte freien Plattenplatz auf dem zu installierenden Datenträger und zusätzlich 12 GByte auf dem Datenträger C, auf dem sich üblicherweise der Ordner "Eigene Dokumente" befindet. Für die finale Version gibt Square Enix für C nur 6 GByte an. Dieser wird zur Speicherung von Patches, Screenshots und Nutzerinformationen genutzt.

    Final Fantasy 14: Eindrücke aus der Open-Beta (1) Final Fantasy 14: Eindrücke aus der Open-Beta (1) Quelle: PC Games Hardware Final Fantasy 14: Spielstart und Charaktererschaffung
    Wie bei jedem Online-Rollenspiel üblich ist eine permanente Internetverbindung Pflicht. Verbindung nehmen Sie, ähnlich Blizzards Battlenet, mit dem Einloggen in den Square-Enix-Account auf. Nachdem Sie einen Server ausgewählt haben, geht es mit der Charaktererschaffung weiter.

    Die Vielfalt bei der Auswahl des Charakters und der dazugehörigen Klasse ist sehr groß. In zehn aufeinander folgenden Schritten bestimmen Sie Attribute wie beispielsweise Optik, Abstammung und Schutzgott. Anders als bei anderen Vertretern des Genres kann die Klasse im Laufe des Spieles jederzeit gewechselt werden, indem man beispielsweise schlicht eine andere Waffe nutzt. Im Groben gibt es Schadensgeber, Heiler, Tanks und Handwerker.

    Final Fantasy 14: Kampfsystem
    In Final Fantasy 14 gibt es praktisch kein Mana, keine Energie oder ähnliche Quellen, um Fähigkeiten und Zauber einzusetzen. Ein Aktionsbalken, der sich stetig auffüllt, übernimmt diese Aufgabe. Jede Fähigkeit setzt eine gewisse Mindestkapazität voraus. Erst nachdem diese erreicht ist, wird sie ausgelöst.

    Des Weiteren gibt es die sogenannten Normal- und Initiativmodi. In ersterem regenerieren Sie etwa automatisch Lebenspunkte und können Waffen und Ausrüstung wechseln. Der Initiativmodus ist für den Kampf gedacht. Diese Zustände können manuell gewechselt werden, aber auch automatisch aktiviert, wenn Sie etwa einen Gegner angreifen (Initiativmodus) respektive mit einem NPC sprechen (Normalmodus).

    Final Fantasy 14: Problemkind Steuerung
    Entwickler Square Enix hat sich dazu entschieden, voll auf Gamepad-Steuerung zu optimieren. Dies wäre halb so schlimm, denn nach einiger Zeit gewöhnen sich auch Spieler mit Tastatur und Maus an die Menüführung. Das Problem: Der Mauszeiger reagiert erst mit einer massiven Verzögerung, ist allgemein sehr träge und tötet nach kurzer Zeit den Spielspaß. Eine Hardware-Maus-Unterstützung soll allerdings laut den Entwicklern in der finalen Version enthalten sein.

    Final Fantasy 14: Benchmark-Umgebung
    Wir haben einen kleinen Benchmark-Parcours durchgeführt. Dabei haben wir uns gezielt für den Stand-Alone-Test von Square Enix entschieden, der in rund fünf Minuten die ersten Szenen aus dem Spiel zeigt. Im Grafikkarten-Treiber wurden sowohl 4x MSAA sowie 16:1 AF eingestellt. Neben zwei Auflösungen (1.280 x 720 und 1.920 x 1.080) gibt es keine weiteren Einstellungsmöglichkeiten. Aufgrund der Praxisnähe haben wir uns für Full HD entschieden. Da der Benchmark nur eine Punktewertung, jedoch keinen Fps-Wert ausgibt, ermittelten wir zusätzlich mit Fraps die Bilder pro Sekunde.

    Final Fantasy 14: Leistungsanalyse CPU
    Der Kandidat: Ein Core i5-750 mit deaktiviertem Turbomodus und der Standard-Taktrate 2,66 GHz. Dieser ist dem von Square Enix empfohlenen Core i7-920 sehr ähnlich - vom Triple-Channel-DDR3-Controller mal abgesehen. Der Core i5-750 lieferte durchgehend spielbare und damit flüssige Fps-Werte. Mit 4 GiByte RAM und einer Radeon HD 5850 lieferte er im Benchmark im Schnitt 72 Fps (4.125 Punkte).

    Auslastung während des Spiels auf einem Core i5-750 mit deaktiviertem Turbomodus. Auslastung während des Spiels auf einem Core i5-750 mit deaktiviertem Turbomodus. Quelle: PC Games Hardware Um zu sehen, wie Final Fantasy 14 mit unterschiedlicher Kernzahl skaliert, haben wir diesen Test mit drei und zwei Kernen wiederholt. Das Ergebnis: 4.009 Punkte beziehungsweise 68 Fps bei drei Kernen gegen 3.459 Punkte und 57 Fps mit zwei Kernen. Von zwei auf drei Kerne ist also ein guter Leistungszuwachs zu verzeichnen, vier hingegen bringen nur wenig Vorteile. Nachfolgend sehen Sie die Ergebnisse, getrennt in Punkte und Fps.

    Benchmark per Mausklick auswählen
    CPU-Kernskalierung

    Final Fantasy 14: Leistungsanalyse Grafikkarte
    Vier Grafikkarten mussten ran: Radeon HD 5850, Radeon HD 4870, Geforce GTX 460 (1 GiByte) und GTX 260 (192). Als Treiber wurde der Geforce 258.96 WHQL respektive der Catalyst 10.8 verwendet. Obwohl oder gerade weil Square Enix eine GTX 460 als empfohlene Grafikkarte angibt, sind folgende Beobachtungen etwas konfus.

    Beim Testen fielen uns nämlich gleich zwei merkwürdige Phänomene auf: Zum einen gibt Fraps bei allen Radeon-Grafikkarten eine Minimum-Fps von 0 aus, bei den Geforce-Modellen funktionierte dies allerdings normal. Zum anderen sind Radeons durchweg und mit teilweise großem Abstand vor der Nvidia-Konkurrenz. Selbst eine Radeon HD 4870 ist fast gleichauf mit der getesteten und empfohlenen Geforce GTX 460 (1 GiByte). Warum dies so ist, konnten wir leider bisher nicht klären. Laut GPU-Z haben auch die Geforce-Karten eine GPU-Auslastung von dauerhaft 99 Prozent. Eventuell kommt das Spiel mit der Radeon-Architektur einfach besser zurecht. Übrigens: In den von uns verwendeten Settings belegte Final Fantasy 14 rund 650 MiByte Grafikspeicher. Nachfolgend sehen Sie wieder den Vergleich der verwendeten Kandidaten, erneut getrennt in Punkten und Fps.

    Benchmark per Mausklick auswählen
    Grafikkartenvergleich


    Final Fantasy 14: Grafikqualität und -optionen
    Die Optionen für Steuerung, Sound und Grafikqualität lassen sich bei Final Fantasy 14 nur mit einem externen Tool einstellen. Dieses finden Sie im Spieleordner unter dem Namen ffxivconfig.exe. Hier können Sie beispielsweise die Auflösung und Kantenglättung in Form von MSAA und CSAA auswählen. Außerdem bietet das Spiel Ambient Occlusion und Tiefenunschärfe. Bei maximalen Einstellungen ist die Optik durchaus passabel, verlangt aber viel von der verwendeten Grafikkarte ab, vor allem der Geforce-Serie von Nvidia. Hier ein kleiner Vergleich, wie das Spiel im Direktvergleich zwischen minimalen und maximalen Grafikeinstellungen wirkt:

    Qualität per Mausklick auswählen
    Grafikqualität


    Final Fantasy 14: Von Bugs und Problemen
    Final Fantasy 14 bringt einige Bugs mit. Zum einen ist das die vorher bereits erwähnte Mausverzögerung. Zum anderen kam es während dem Testzeitraum zu vielen Abstürzen. Das Wechseln auf den Desktop mit der Tastenkombination Alt plus Tab ist nicht möglich und wird schlicht mit einem Direct-X-Fehler und dem darauffolgenden Absturz des Spiels quittiert. Des Weiteren blieb der Startbildschirm manchmal einfach hängen oder man wurde schlicht vom Server gekickt. Zumindest ein paar dieser Probleme sind aber für ein neues Online-Rollenspiel quasi der Normalzustand und werden vermutlich in den ersten Wochen nach Release ausgebessert. Bereits jetzt werden fast täglich neue Patches eingespielt.

    Final Fantasy 14: Vorläufiges Fazit
    Final Fantasy 14 hat durchaus Potenzial. Wie von der Serie nicht anders zu erwarten ist, wird die Tradition und das Design der typisch japanischen Rollenspiele fortgesetzt. Eher bunt und schnuckelig wirkende Charaktere, an rundenbasierende Kämpfe angelehnte Gefechte und ein kompliziertes Wirtschaftssystem sind zu erwarten. Die Grafikqualität - nur Direct X 9 - ist zwar nicht ganz zeitgemäß, aber durchaus ansehnlich und stimmig. Einsteiger könnten aufgrund der Komplexität jedoch ihre Probleme mit Final Fantasy 14 bekommen.

    Aus Leistungssicht benötigt Final Fantasy 14 tatsächlich ein für Online-Rollenspiele ungewöhnlich starkes System für die volle Grafikpracht. Einen direkten Vorteil bekommen Sie in der aktuellen Version nur mit drei CPU-Kernen - mehr bringt praktisch nur sehr wenig bis Garnichts. Beim Thema Grafikkarten favorisiert das Spiel eindeutig die Radeons. Der Grund für diesen Performance-Vorteil konnten wir aber noch nicht in Erfahrung bringen. Vielleicht liefert die finale Fassung des Rollenspiels neue Erkenntnisse.

    Reklame: Final Fantasy 14 Online gibt es bei Amazon.de in einer Standardversion für rund 40 Euro sowie in einer Collector's Edition für rund 56 Euro.

  • Final Fantasy 14: A Realm Reborn
    Final Fantasy 14: A Realm Reborn
    Publisher
    Square Enix
    Developer
    Square Enix
    Release
    27.08.2013

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    Es gibt 13 Kommentare zum Artikel
    Von Lan_Party
    Soweit ich weis wird es Monatlich was kosten Wenn es wirklich so ist wird es aber bestimmt P-Server geben
    Von Razor2408
    Hier sieht man wenigstens mal deutliche Unterschiede zwischen "Low" und "High". Bei den meisten Spielen heutzutage…
    Von Yibby
    Die Performance ist das Schlechteste was ich erlebt habe, für das bisschen Grafik läufts echt mies. Habs dann wegen…
    Von shinjo
    Der 258.69 war doch auch der erste offizielle start treiber für die 460 GTX wenn ich mich nicht irre.Da die Karte so…
    Von FloW^^
    ich nehm an, die ps3 wird die texturen auf der cpu "errechnen".mir is schon klar, dass die gpu der ps3 das nicht…
      • Von Lan_Party BIOS-Overclocker(in)
        Soweit ich weis wird es Monatlich was kosten Wenn es wirklich so ist wird es aber bestimmt P-Server geben
      • Von Razor2408 Gesperrt
        Hier sieht man wenigstens mal deutliche Unterschiede zwischen "Low" und "High".
        Bei den meisten Spielen heutzutage merkt man ja kaum was aber die fps sinken auf "High" um 50% oder mehr.
      • Von Yibby PC-Selbstbauer(in)
        Die Performance ist das Schlechteste was ich erlebt habe, für das bisschen Grafik läufts echt mies.
        Habs dann wegen fehlendem Spielspaß nach 2 Tagen wieder gelöscht.
      • Von shinjo Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von Neav
        Die Nvidia 258.96 Treiber sind mist, die GTX 460 kommt damit in manchen Spielen kaum klar. Der neue 260.63 (oder so änhnlich) Treiber fixt dies alles. Kann man in der Downloadsektion der GTS 450 bei Nvidia herunterladen.

        Ein Test mit den 260.63 Treiber wäre cool
        Der 258.69 war doch auch der erste offizielle start treiber für die 460 GTX wenn ich mich nicht irre.
        Da die Karte so praktisch immernoch ziemlich neu ist bin ich sicher das da Treibermässig noch einiges an potential dahintersteckt.
        Also ich kann nur sagen das das game auf meine betagten Kiste (E8400@3.6ghz, 4GB ram, Win7 64bit und Gigabyte 460 GTX OC) wunderbar flüssig laufen tut... jedenfalls ausserhalb von Städten.
        Das einzige was richtig leistung kostet ist Ambient Occlusion und vieleicht noch DoF aber AC ist fast nicht sichtbar und deshalb ausgeschaltet.
      • Von FloW^^ Freizeitschrauber(in)
        ich nehm an, die ps3 wird die texturen auf der cpu "errechnen".
        mir is schon klar, dass die gpu der ps3 das nicht wirklich kann.

        die programmierung der SPEs des CELL soll denen von shadern einer radeon ziemlich gleichen. (hab ich mal irgendwo gelesen)
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Final Fantasy 14: A Realm Reborn
Square Enix: Neues Online-Rollenspiel Final Fantasy 14 angespielt
Anlässlich des bald anstehenden Release von Square Enixs neuem Online-Rollenspiel Final Fantasy 14 hat PC Games Hardware einen ersten Blick in die Welt von Erozea gewagt und klärt über Probleme und Leistung auf. Des Weiteren überprüfen wir, ob die ungewöhnlich hohen Systemempfehlungen gerechtfertigt sind.
http://www.pcgameshardware.de/Final-Fantasy-14-A-Realm-Reborn-Spiel-16140/Tests/Square-Enix-Neues-Online-Rollenspiel-Final-Fantasy-14-angespielt-774088/
19.09.2010
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2010/09/ffxivgame_2010-09-09_19-14-44-89.jpg
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