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Games World
      • Von DaStash PCGH-Community-Veteran(in)
        Zitat von KrHome
        Lass es mich anders ausdrücken:
        Ein Richter bildet sich aufgrund der Würdigung der Gesamtumstände eine Meinung und fällt anhand dieser sein Urteil.
        Falsch. Das Landgericht Köln läßt die Datenermittlung bei Providern ungeprüft anhand der Annahme die IP Zuordnung ist zweifelsfrei zulässig zu, ohne das im Einzelfall zu kontrollieren. Und genau deshalb überschwemmen Abmahnanwälte Deutschland gerade nahe zu, weil sie es, dank unser freundlich Urheberrechtshelfer(die Gerichte), können. Da kann man nicht nur, sondern da muss man sogar "pauschal" Inkompetenz oder böswillige Absicht unterstellen. Man sieht ja anhand der beiden Omi-Urteile gerade das Einzelfallentscheidungen i. d. R. zu gegenteiligen Urteilen führen.

        Wer weiss, vielleicht ist da ja auch ein Interessenskonflikt im Spiel. In Berlin gabs und gibt es einen Fall, wo eine Richterin für Mietrecht in zweiter Instanz andauernd Urteile kippt, die in der vorherigen Instanz zu Gunsten der Mieter ausgegangen sind. Nach Recherche hat sich rausgestellt, dass sie Mitglied in einem Immobilienverband ist, welcher die Interessen der Immobilienbesitzer vertritt. Unglaublich, dass das alles rechtlich legal ist.^^ Genau so wie mit der Lobby-Arbeit im Bundestag. Als ob da noch irgend jemand nach seinem "eigenem" Gewissen handeln würde.^^

        MfG
      • Von mannefix Software-Overclocker(in)
        Frechheit. Die Rechteinhaber müssen beweisen!!
      • Von DaStash PCGH-Community-Veteran(in)
        Zitat von Oberst Klink
        Und sie werden von der Politik noch unterstützt! Diese ganzen Abmahn-Anwälte kacken die Deutschen Gerichte so dermaßen zu, dass sie sich gar nicht mehr mit den wichtigen Dingen befassen können!
        Naja, die haben damit mittlerweile weniger Probleme. Es gibt ja ein bestimmtes Zivilgericht in Deutschland, welche in der schönen Stadt Kölln beheimatet ist, die verteilen Gerichtsbeschlüsse zur Ermittlung von Nutzerdaten bei Providern, wie aktuell Wahlkampfhelfer Flyer verteilen.^^ Deshalb gehen auch 99% der Abmahnungen über dieses eine Zivilgericht. Die sind sagen wir mal sehr Contenindustrie freundlich.^^

        MfG
      • Von Research Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von KrHome
        Die Gerichte wissen schon Bescheid. Die IP Abfrage ist die einzige Möglichkeit eine Urheberrechtsverletzung nachzuweisen und sie ist "relativ" zuverlässig.
        So zuverlässig das fehlerfrei Drucker als Verursacher erkannt wurden.
        Zitat

        Man muss als Richter abwägen, ob man das Internet zum rechtsfreien Raum erklärt, in dem Straftaten nicht verfolgt werden können, weil bei der Beweisführung gewisse Unsicherheiten bestehen oder ob man ab und an hin nimmt, dass es den Falschen trifft - diesem dann aber (hoffentlich!) immernoch die Möglichkeit einräumt stichhaltig zu erklären, warum er es nicht gewesen sein kann.
        Inhaltslose und erlogene Phrase der Alt-Politik. Im Netz gelten die gleichen Gesetze wie auf der Straße. Und wenn man nicht zweifelsfrei klären kann ob der Angeklagte schuldig ist, im Zweifel für den Angeklagten. Momentan ist es so das man als Schuldiger in den Gerichtssaal geht und seine Unschuld beweisen muss. Was nach momentaner Handlungsgrundlage nahezu unmöglich ist.

        Zitat
        Genau. Das wäre für viele (eigentlich alle) Rechtsinhaber schon sehr heftig, wenn der BGH die gegenwätigen IP-Ermittlungsverfahren für unzureichend erklären würde.
        Die Rechteinhaber werden wohl kaum so viel daran verdienen. Sie profitieren von einer, vermeintlichen?, Abschreckung.
      • Von INU.ID Moderator
        Zitat von KrHome
        Lass es mich anders ausdrücken:
        Ein Richter bildet sich aufgrund der Würdigung der Gesamtumstände eine Meinung und fällt anhand dieser sein Urteil. Ich lege natürlich nicht für jeden deutschen Richter meine Hand ins Feuer. Den Gerichten aber mal pauschal Inkompetenz zu unterstellen (wie in dem Posting, auf das ich geantwortet habe) ist Unsinn.
        Ich habe keinem Gericht "pauschal Inkompetenz" vorgeworfen. Ich habe mich auf ein Posting bezogen in welchem behauptet wurde das die Gerichte - bzgl. der Sache um die es hier geht - "Bescheid wissen". Dabei ist es so dass das Gericht selbst _erstmal_ "gar nichts weiß", es muß sich auf die entsprechenden "Gutachten" bzw. Aussagen von vermeintlichen Spezialisten verlassen - Spezialisten die zb. behaupten gerade ihr Verfahren zur Ermittlung sei 100%ig zuverlässig (was es aber nicht ist). Und genau darum geht es, um die Ungenauigkeit dieser so genannten Gutachten, und die Tatsache das die Gerichte die letzten 10 Jahre wohl eben nicht wussten wie ungenau diese "Gutachten" sind. Unschuldig zu entsprechenden Zahlungen Verurteilte sind nämlich kein Einzelfall.
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Filesharing
Filesharing: Genauigkeit der IP-Adressen-Auskunft von Providern wird infrage gestellt
Eine ältere Dame sorgte erst kürzlich für Aufsehen, weil ihr Filesharing-Fall bis vor den Bundesgerichtshof ging, bevor die Kläger dann aufgegeben haben. Nun ist es wieder eine ältere Dame, die urheberrechtlich geschütztes Material getauscht haben soll. Doch die hat keinen Internetanschluss, weshalb sich die Frage stellt, wie genau die Daten der Provider sind.
http://www.pcgameshardware.de/Filesharing-Thema-209950/News/Filesharing-Genauigkeit-IP-Adressen-Auskunft-1086406/
02.09.2013
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