SSHD: 8 GB Cache mit Flashspeicher sollen laut Seagate völlig ausreichen
Der Hersteller Seagate hat eine Erklärung zu seinen eigenen Hybrid-Festplatten in Form der Solid State Hybrid Drives (SSHDs) abgegeben, in der er begründet, warum nicht mehr als acht Gigabyte Flachspeicher als Cache zum Einsatz kommen. So heißt es, dass der Großteil aller Nutzer keinen Profit davon erhalten dürfte, weil nicht soviele Daten genutzt werden.
Als Basis für die eigenen Hybrid-Festplatten dienten, laut Seagate, umfangreiche Testläufe. So sollen durchschnittlich 19,48 Gigabyte an Daten in den fünf Tagen, in denen die Testphase stattfand, ausgelesen worden sein. Wenn man davon die mehrfach genutzten Daten abzieht, wurden 9,59 Gigabyte im Durchschnitt genutzt. Da der NAND-Cache immer wieder zumindest teilweise geleert wird, sollen die acht vorhandenen Gigabyte also vollkommen ausreichend sein, womit ein größerer Cache nur einen geringen Vorteil bringen soll. Des Weiteren sollten, laut Seagate, bereits 2,11 Gigabyte ausreichen, um eine 95-prozentige Leistung von vollwertigen SSDs zu erreichen. Wie genau man diesen Wert ermittelt hat, wird allerdings nicht gesagt. Angemerkt werden muss hier jedoch, dass die Tests nur an Arbeitsrechnern stattgefunden haben.
In unserem Test konnten wir feststellen, dass SSHDs im Vergleich zu normalen HDDs (Hard Disk Drives) durchaus wesentlich schneller agieren können. Allerdings muss man beachten, dass man eine gewisse Nutzungszeit einkalkulieren muss, bis der integrierte Algorithmus gelernt hat, welche Daten man zu welchem Zeitpunkt häufig benötigt. Demnach werden diese Daten bereits vor der Nutzung in den Cache geladen, wodurch die höheren Geschwindigkeiten erreicht werden. Jedoch gilt dies nur für die Leseraten, da die Schreibvorgänge nur über die magnetischen Platter laufen. Trotzdem haben richtige SSDs immer noch einen deutlichen Leistungsvorteil, weshalb wir die obrige Angabe mit den 95 Prozent nicht nachvollziehen können.
Obwohl man deutlich von dem eigenen Produkt überzeugt ist, wird Seagate zukünftig weiterhin SSDs herstellen. Wünschenswert wäre es unserer Meinung nach, wenn der Hersteller Hybrid-Festplatten mit dem doppelten Cache-Flashspeicher anbieten würde, damit Leute, welche häufig viele unterschiedliche Daten gebrauchen, von einem solchen Laufwerk profitieren. Beispielsweise seien hier Videobearbeiter genannt, die mit 8 Gigabyte für ein Video häufig nicht auskommen dürften.
Quelle: Techweekeurope

Bei den 2,5"-Sata-Festplatten mit SSD-Cache.
ich denke auch, dass im Moment 8GB reichen, da auch mehr als 8GB RAM (meistens) unnötig sind...
aber mal ne Frage: wo findet man die SSHD's im Preisvergleich?
Bill Gates sagte auch mal 64kb sind genug. Heute wissen wir, es ist nicht so. Vielleicht besinnt sich Seagate noch, oder hat schon was im Feuer, will aber die "alten" SSHDs noch los werden.
Und man darf ja auch nicht vergessen: Solange du damit arbeitest, sollte der Großteil im Arbeitsspeicher bleiben. Je nachdem, wie das Projekt am Anfang und Ende geladen/gespeichert wird, sollte es vom Caching-System dann sogar als homogener Burst erkannt und überhaupt nicht gecached werden, weil hier auch der HDD-Teil (bis auf den etwas geringeren maximalen Durchsatz) angemessene Performance bietet.
Irgendwann vor ein paar Jahren hatte PCGH mal 2-3 Dutzend Spiele mit SSD vs HDD verglichen und bei iirc 50% gar keine Vorteil und bei weiteren ~20% nur sehr geringe feststellen können. Und Spiele sind ja fast schon prädestiniert für verteilte Zugriffe bei Ladevorgängen, weil ein Level auf unzählige Elemente zugreift. Bei Programmen ist es z.B. noch schwerer, etwas zu finden, was von hohen Datenraten und/oder Zugriffszeiten profitiert. Von daher halte ich die 95% durchaus für realistisch - schließlich lagen schon die 2,5 SSHDs (mit ihren arg lahmen Plattern) selbst in SSD-afinen Anwendungen näher an der SSD, denn an der HDD: