Fortschritt in der HDD-Technik: Helium ermöglicht Festplatten mit 7 Terabyte
HGST, eine Tochterfirma des Festplattenherstellers Western Digital, will mit dem Einsatz von Helium weitere Fortschritte in der Erhöhung der Magnetdatenträger erreicht haben. 2013 sollen erste HDD-Modelle mit bis zu sieben Plattern im Handel erscheinen. Bisher wurden bei 3,5-Zoll-Festplatten durch die Bauhöhe maximal fünf Platter für möglich gehalten.
SSDs mausern sich zwar immer mehr zur ernstzuehmenden Konkurrenz zu den altgedienten Magnetfestplatten, insbesondere was die Funktion als schneller System-Cache oder Windows-Laufwerk anbelangt, hinsichtlich der Kapazität erreichen die Flash-Speicher aber noch lange nicht die Dimensionen aktueller HDDs. Hier stehen SSDs noch im Preis-Volumen-Verhältnis ca. bei einem Faktor von 10:1. Das zu Western Digital gehörende Unternehmen HGST will diesen Vorsprung weiter ausbauen und wird wohl vorerst noch auf teure Weiterentwicklungen verzichten, indem einfach die verwendete Anzahl der Platter von derzeit maximal fünf auf sieben angehoben wird.
Der Anstieg an Datenscheiben soll durch den Einsatz von Helium im Inneren der Festplatte ermöglicht werden. Helium hat gegenüber normaler Luft eine siebenfach geringere Dichte, wodurch sich auch die Strömungseffekte verringern sollen. Durch die bessere Wärmeleitfähigkeit des Heliums könnte auch gleich die zusätzlich entstehende Abwärme der Platter an das Gehäuse abgegeben werden. Insgesamt soll sich der Strombedarf sogar um 23 Prozent verringern, entsprechende Festplatten sollen gegenüber herkömmlichen Modellen um vier Grad Celsius kühler bleiben. Ab Mitte 2013 könnten erste Helium-HDDs im Handel erscheinen. Bei einer geplanten Datendichte von 1 TByte pro Platter wäre theoretisch ein maximales Volumen von bis zu 7 TByte möglich.
Quelle: HGST

Das sollte natürlich machbar sein, vor allem da der Raum der Maschine mit Heliuminhalt dann ja nicht mal 100% dicht sein muss - es kann ja mit einer Heliumflasche immer minimaler Helium-überdruck gehalten werden so dass garantiert kein anderes Gas eindringen kann (das geht zwar beim ganzen Raum auch, ist aber vermutlich arg teuer^^)
Ich könnte mir sogar vorstellen, dass einzelne Maschienen wesentlich teurer werden (wenn obiger Athmosphärenwechsel nicht zu oft nötig ist). Denn der ganze Raum hat nur ein paar Türen und ne Stromleitung. Die einzelne Maschiene hat diverse Wartungsöffnungen, Leitungen zu Bedienteilen,...
Aber allgemein glaube ich auch nicht, dass die Produktion voll- oder auch nur hochautomatisiert abläuft. Selbst bei Mainboards werden größere Komponenten noch von Hand eingesetzt. Das Zusammenführen von Platinen, Rahmen, Antrieb, Plattersatz und Lese-/Schreibköpfen ist dagegen ja fast schon Schmiedearbeit. Sowas wird am Fließband von Hand erfolgen - genauso wie das abschließende Draufschrauben der Deckel.
Bei den Heliumplatten wird danach dann vermutlich genau der von Research beschriebene Schritt folgen: Die geschlossene Platte (ggf. jetzt auch zugeschweißt) wird (in einer separaten Maschiene) mit Helium betankt und die Füllöffnung dauerhaft verschlossen.
Nimm ein 2 Kammern Modell: Ein Vakuum außen, innen Helium. Das ganze mit Schleusen. In der ersten wird evakuiert, in der Zweiten befüllt und versiegelt. Danach raus ins Vakuum und letztendlich an die normale Luft..
Achso, kam etwas verwirrend rüber^^
Das sollte natürlich machbar sein, vor allem da der Raum der Maschine mit Heliuminhalt dann ja nicht mal 100% dicht sein muss - es kann ja mit einer Heliumflasche immer minimaler Helium-überdruck gehalten werden so dass garantiert kein anderes Gas eindringen kann (das geht zwar beim ganzen Raum auch, ist aber vermutlich arg teuer^^)
Ich sprach auch nicht von einem ganzen Raum sondern von einer einzelnen Maschine.
Man könnte dies lösen indem man in die Platte Helium einlässt und mit nem Stöpsel verschließt.
Oder eine separate Elektro-Schweiß-Kammer mit Schleusen. Denn einen ganzen Raum mit Helium zu fluten... teuer und unmöglich abzudichten.