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  • LG auf der CES: 2,57 mm dünne OLEDs, Atmos-Soundbar und Schwebespeaker
    Quelle: PC Games Hardware

    LG auf der CES: 2,57 mm dünne OLEDs, Atmos-Soundbar und Schwebespeaker

    Ein neuer Signature TV mit "Super-UHD", "Active HDR" und einem Körper, der so schmal ist, dass sich der 4K-OLED wie ein Gemälde an die Wand hängen lässt. Wortwörtlich, Magneten sorgen dafür. Außerdem im Fokus bei LG: Die erste Dolby-Atmos-Soundbar sowie ein schwebender Lautsprecher. Das sind die großen Themen bei LG auf der CES 2017.

    Die neuen LG Signature-OLED-TVs der W-Reihe wirken im ersten Hands-On auf der CES 2017 signifikant heller als ihre 2016er-Kollegen. Um satte 25 Prozent will LG die Helligkeit angehoben haben - ob das stimmt, kann natürlich nur ein Labortest zeigen. Eine Kampfansage an Samsung, die auf die sogenannte QLED-Technologie setzen, und mit bis zu 2.000 Nits Helligkeit arbeitet (an einem Hands-On arbeiten wir bereits). Die Helligkeit ist derzeit einer der Nachteile der selbstleuchtenden Pixel gegenüber den mit Hintergrundbeleuchtung ausgestatteten LCDs.

    Positive Nachrichten gibt's auch in Sachen Bildstabilität: OLEDs neigen dezent zu Verfärbung, je extremer der Winkel wird, aus dem Sie auf das Panel schauen. Dieses Problem scheint LG nun besser im Griff zu haben, die Demo wirkte sehr balanciert, egal aus welchem Winkel. Wer mal vor einem UHD-OLED gesessen und beispielsweise Gears of War 4 auf einer GTX 1080 gespielt oder eine 4K-Blu-ray gesehen hat, der weiß das wir uns - aus der Frontale betrachtet - qualitativ ohnehin bereits in einem Bereich bewegen, wo man sich fragt, wo die Reise noch hingehen kann. Mit der neuen Generation werden jetzt 100 Prozent des DCI-P3-Farbraums genutzt - einem Standard, der ursprünglich mal von Hollywood zur Produktion von Filmen entwickelt wurde. Zudem arbeitet die W-Serie mit der neuen "Active HDR"-Technologie. Der Prozessor verfeinert dabei jeden einzelnen Frame in HDR-10 respektive HLG-enkodiertem Broadcast-Content. Netflix ist ja gerade mit HDR-Inhalten gestartet, die Sie beispielsweise auch über die gerade neu enthüllte Nvidia Shield TV streamen können.

    Ein TV, dünn wie ein Kunstwerk an der Wand

    Insgesamt richtet sich die neue OLED-W-Reihe aber an eine andere Zielgruppe als die Signatures von 2016: Diese gefielen vor allem durch ihren sehr edlen, aber massiven Standfuß in einem Komposition aus Schwarz und Gold. Es sind Luxusprodukte, die den Anspruch haben, das Wohnzimmerdesign dominieren zu können. Ganz anders die neue W-Reihe: Mit nur knapp 2,6 Millimetern Dicke fallen die TVs an der Wand quasi nicht mehr auf, was auch durch eine magnetische Wandhalterung ermöglicht wird. Die müssen sie zwar nach wie vor an der Wand anbringen, der TV hält dann aber von alleine. Das einzige, was die W-TVs noch von einem Kunstwerk an der Wand abhebt, ist die Dolby-Atmos-Soundbar. Das W soll hier für Wallpaper stehen, aber auch für den "Wow"-Faktor. Klar, der Marketing-Buzz gehört zur CES wie die unendlich langgezogenen Gänge dieser gewaltigen Hotelfestungen, die diese völlig absurde Messe ausmachen. Die CES findet ja nicht einfach nur auf einem Messegelände statt, sondern zieht sich durch Hotels wie das The Venetian, Bellagio, Wynn, Mandalay Bay und damit durch ganz Las Vegas. Und ja, wir waren schon etwas baff, wie dünn die TVs dann doch wirklich sind. Wer seinen TV also eher wie ein Kunstwerk an die Wand hängen und dabei keinerlei Bezel zeigen möchte, der wird hier glücklich. Preise wurden allerdings noch keine genannt, wir dürften uns hier wie bei der 2016er-Generation im Bereich um die 6.000 Euro für 65 Zoll bewegen. Wer 77 Zoll will, muss wohl sein Konto noch ein bisschen mehr leeren.

    Dolby-Atmos-Soundbar und ein Lautsprecher, der im Raum schwebt

    Komplettiert wird das neue LG-TV-Line-Up, welches natürlich auch günstigere Varianten der Reihe G7 (65 Zoll), E7 (65 / 55 Zoll), C7 (65 / 55 Zoll) und B7 (65 / 55 Zoll) beinhaltet, durch eine schicke Soundbar mit Dolby-Atmos-Support, die 24-bit-Audiofiles verlustfrei spielt und eine totale Bitrate von 4.000 Kilobits pro Sekunde bearbeitet. Sie erinnern sich vermutlich: Atmos war bereits bei der Weltpremiere von Star Wars: Battlefront ein großes Thema. Entsprechende Systeme sind als Standard-Ausführung teuer, mit Soundbars kann man den Geldbeutel etwas schonen.

    Eine trubelige Messe wie die CES ist nicht gerade optimal, um Sound-Equipment zu testen, allerdings ermöglicht Atmos bis zu 128 einzelne Tonspuren und bis zu 64 separate Ausgangssignale. Tonquellen lassen sich damit sehr präzise im Raum platzieren, allerdings müssen die Sound-Ingenieure von Spielen dafür auch den entsprechenden Mehraufwand auffahren. In Battlefront können Sie genau hören, ob Sie gerade vor einem AT-AT laufen oder dessen mächtige Stampfer über Sie hinwegfegen und bekommen ein stärkeres 360-Grad-Sound-Gefühl, was 7.1 so nicht hinbekommt. Der Fall von Regen beispielsweise lässt sich so deutlich stärker als atmosphärisches Element einsetzen oder auch der Schlag der Rotorblätter von Hubschraubern.

    Das Design der Soundbar wirkt edel, dank der acht Grills hat die Atmos-Soundbar aber auch einen gewissen Retro-Charme. Diese ist übrigens nicht optional für Käufer des Signature 2017, da alle HDMI-Ausgänge sich hinten an der Soundbar befinden. Ist sinnvoll, schließlich hängt der Fernseher an der Wand. Die Kombination ist derzeit eine der wenigen auf dem Markt, die ohne Zusatzgeräte Dolby Vision und Dolby Atmos liefert.

    01:12
    LG Sound Bar SJ9 mit Dolby Atmos im Video

    Für Design-Freunde ebenfalls spannend ist der LG PJ9, ein schwebender Lautsprecher. Der Clou: Nur die Basis muss per Kabel angeschlossen werden, der eigentliche Lautsprecher wird via Wireless Charging geladen. Eine schöne Idee, denn in unserer Demonstration auf der CES schwebte der PJ9 in der Luft (gehalten von Magneten, aber das sieht man ja nicht) und senkte sich langsam ab, um von der Basisstation geladen zu werden. Die Station dient zugleich als Subwoofer-Einheit und ist für die tieferen Frequenzen zuständig. LG setzt im PJ9 doppelte passive Strahler ein, um nach Aussage eines Demo-Präsentators "satte Mitten und knackige Höhen" zu garantieren. Handfeste technische Daten bleiben uns die Koreaner allerdings schuldig. Die Klangqualität ist vom ersten Eindruck her gut, aber sicherlich nicht Hifi-würdig. Auf ein Fazit würden wir hier verzichten, schließlich gab es leider keine Möglichkeit das Gerät in einem geschlossenen Raum ohne Hintergrundgeräusche zu testen. Es geht aber generell auch nicht darum mit dem PJ9 sein Heimkino zu befeuern, sondern eher um via Bluetooth die Spotifiy-Playlist im Schlafzimmer abzuspielen.

      • Von DasRegal PCGHX-HWbot-Member (m/w)
        Zitat von KneeDeepInBlood
        Ich hab mir vor einem Monat auch einen 65er B6 OLED zugelegt und ich bin wirklich verliebt. Dieses Bild ist einfach der Wahnsinn. Mein Panel ist auch nur knapp 4mm dick, allerdings ist natürlich im unteren Bereich die komplette Technik verbaut, so dass er dann auch wieder paar cm dick ist. Aber es ist trotzdem total nice anzusehen, wie dünn so ein Panel ist. ??
        Ich habe mir auch einen OLed am Black Friday gegönnt und es ist schon ein Wahnsinn. Ich meine, vor 15 Jahren haben 99% von uns noch auf eine Röhre geglotzt. Die mit richtig Geld hatten einen Rückprojektor oder eine "flat-screen" Röhre. Gefühlt gibt es schon ewig LCDs, aber ich war letztens doch sehr erstaunt. Ich habe meinen Großeltern meinen "alten" 55er zu Weihnachten geschenkt und war erstaunt, dass der LCD von meinen Großeltern aus dem Jahre 2005 (ca. 1400€ Kaufpreis / Philips 32PF7520D) nicht mal HDMI hat. Als Eingänge gibt es nur zwei Scart und einen DVI Eingang den man maximal mit 1024x 768 ansteuern kann. Natürlich ideal bei einem 1366x768 Panel. Das würde aber auch nichts nützen, denn die Bildqualität ist absolut grauenvoll. Bestimmt war die mal besser, als die Elkos noch nagelneu waren...aber das Bild ist jetzt wirklich unerträglich.

        Wenn man das jetzt 10 Jahre später mit einem OLed vergleicht, wo der Kontrast so realistisch ist, dass man denken könnte es wäre ein Fenster. So langsam kommen wir aber an die Grenzen der Machbarkeit.
      • Von KneeDeepInBlood Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Ich hab mir vor einem Monat auch einen 65er B6 OLED zugelegt und ich bin wirklich verliebt. Dieses Bild ist einfach der Wahnsinn. Mein Panel ist auch nur knapp 4mm dick, allerdings ist natürlich im unteren Bereich die komplette Technik verbaut, so dass er dann auch wieder paar cm dick ist. Aber es ist trotzdem total nice anzusehen, wie dünn so ein Panel ist. ??
      • Von Zigma Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von scully1234
        Ich frag mich ja so langsam ,wo der altbekannte Designergrundsatz''Form follows Function''geblieben ist

        Nein die Dinger muessen immer duenner werden, egal wie stark darunter die Stabilität leidet

        Gehen denn alle nur noch bei den Apple Schildbuergern in die Lehre , das dieser Schlankheitswahn kein Ende findet

        Somal es doch wirklich keinen Unterschied macht ,ob ein Display nun 3cm oder 3mm ''dick''ist


        Stell dir heute ne dicke Röhren-Glotze ins Wohnzimmer, dann reden wir nochmal drüber XD

        Ich gebe dir aber recht, heutige Fernseher sind schon flach genug, alles andere ist Design. Wobei die Preise für die W-Reihe ohnehin jenseits von gut und böse bewegen werden (Gerüchten zufolge sollen bald schon Vorbestellungen für 8.000 Dollar für die 65er möglich sein), daher mehr für Enthusiasten als Otto Normal Verbraucher gedacht sein. Und in dem Bereich (wie auch bei PC Hardware) finden sich immer genug abnehmer, die sich sowas nur zu gerne an die Wand nageln werden.
      • Von scully1234 Software-Overclocker(in)
        Zitat
        Ein TV, dünn wie ein Kunstwerk an der Wand
        Ich frag mich ja so langsam ,wo der altbekannte Designergrundsatz''Form follows Function''geblieben ist

        Nein die Dinger muessen immer duenner werden, egal wie stark darunter die Stabilität leidet

        Gehen denn alle nur noch bei den Apple Schildbuergern in die Lehre , das dieser Schlankheitswahn kein Ende findet

        Somal es doch wirklich keinen Unterschied macht ,ob ein Display nun 3cm oder 3mm ''dick''ist
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LG auf der CES: 2,57 mm dünne OLEDs, Atmos-Soundbar und Schwebespeaker
Ein neuer Signature TV mit "Super-UHD", "Active HDR" und einem Körper, der so schmal ist, dass sich der 4K-OLED wie ein Gemälde an die Wand hängen lässt. Wortwörtlich, Magneten sorgen dafür. Außerdem im Fokus bei LG: Die erste Dolby-Atmos-Soundbar sowie ein schwebender Lautsprecher. Das sind die großen Themen bei LG auf der CES 2017.
http://www.pcgameshardware.de/Fernseher-Hardware-134500/Specials/LG-CES-Signature-OLED-W-Serie-1217491/
05.01.2017
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2017/01/LG_02-pcgh_b2teaser_169.jpg
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