Online-Abo
Login Registrieren
Games World
  • Far Cry 5 auf der E3 gespielt: Gewohnt verrückte Action im beschaulichen Montana
    Quelle: Ubisoft

    Far Cry 5 auf der E3 gespielt: Gewohnt verrückte Action im beschaulichen Montana

    Warum in die Ferne schweifen, wenn es gleich um die Ecke verrückte Typen gibt? Deshalb wählten die Designer von Ubisoft Montreal für Far Cry 5 den Schauplatz USA. Im ländlichen Montana sorgen ein wirrer Endzeitkult und dessen bewaffnete Mitglieder für Furcht und Schrecken.

    Wer Far Cry spielt, spart sich das Geld für einen Fernurlaub: Seit 13 Jahren entführt die Action-Serie ihre Spieler auf tropische Inseln, nach Afrika, ins Himalaya-Gebirge und sogar auf Zeitreisen in die 1980er und die Steinzeit. Allerdings geht es auf einer durchschnittlichen Urlaubsreise deutlich weniger waffenlastig als in Far Cry zu - da macht auch der fünfte Serienteil keine Ausnahme.

    Far Cry 5 spielt im US-Bundesstaat Montana, genauer: im Landkreis Hope. Hier hat der durchgeknallte Endzeitprediger Joseph Seed das Sagen. Er zwingt die Einwohner mit vorgehaltener Waffe zu einer "Bekehrung" und setzt alles daran, dass Bundesbehörden wie das FBI nichts von der Sache mitbekommen. Zeit für unseren Auftritt: Als Deputy-Sherriff sollen wir Seed festnehmen und dem Spuk ein Ende machen.

    Auf nach Montana!

          

    Dass diese Aufgabe einfacher gesagt als getan ist, fanden wir bei einem Ortstermin mit den Entwicklern von Ubisoft Montreal auf der E3 2017 in Los Angeles heraus. Vor unserem Einsatz müssen wir unseren Begleiter auswählen: Nick Rye greift Gegner für uns aus seinem Sprühflugzeug an, Grace Armstrong greift zum Scharfschützengewehr und Hund Boomer springt Gegner in der Nähe an und apportiert deren Ballermann.

    Wir entscheiden uns für Grace - unsere Überlebenschancen im Kampf gegen eine Handvoll Kultisten sind aus der Ferne sicher besser als im Nahkampf. Im fertigen Spiel sollen wir auch andere Mitspieler als "Guns for Hire" im Koop-Modus für unsere Sache gewinnen können. Mehr Details darüber wollten die Designer allerdings noch nicht verraten.

    02:59
    Far Cry 5: Entwickler-Video mit Gameplayszenen von der E3 2017
    Far Cry 5

    Freiheit für Fall's End

          

    Unsere erste Aufgabe: Wir müssen das Städtchen Fall's End aus den Händen der Fanatiker befreien. Dazu pirschen wir uns von einer Anhöhe aus an und probieren, die Besatzer mit gezielten Schüssen einen nach dem anderen auszuschalten. Doch die Milizionäre sind nicht dumm und haben ihrerseits Scharfschützen auf einigen Hausdächern postiert, die uns erfolgreich unter Beschuss nehmen. "Klettert mal den Wasserturm hinauf", rät uns ein Ubisoft-Designer aus Montreal, der uns und einen französischen Kollegen betreut.

    Gesagt, getan: Tatsächlich finden wir auf dem Wasserturm ein praktisches Scharfschützengewehr, mit dem das lautlose Ausschalten der Gegner deutlich besser vonstatten geht - insbesondere, wenn wir per Tastendruck vor dem Schuss die Luft anhalten. Nach ein paar Schusswechseln haben wir die Stadt befreit und ihre Bewohner kehren aus ihren Verstecken zurück. Eine davon ist Mary May, Barkeeperin in der örtlichen Kneipe, die uns den Tipp gibt, Nick Rye aufzusuchen. Der arbeitet als Pilot und sprüht mit seinem Flugzeug Unkrautvernichtungsmittel auf die Felder der Region - und hat ebenfalls nicht viel für Joseph Seed und seine Schergen übrig.

    In Far Cry 5 spielt Joseph Seed den Oberbösewicht In Far Cry 5 spielt Joseph Seed den Oberbösewicht Quelle: Ubisoft

    Ein fliegender Freiheitskämpfer

          

    Nick Ryes wohnt knapp einen Kilometer vor Fall's End. Wir steigen deshalb amerikanisch-lauffaul in einen Pickup-Truck der Besatzer und drücken zu Country-Musik aufs Gaspedal. Wie im richtigen Leben lenkt uns das Herumspielen mit dem Radio allerdings so sehr ab, dass wir in die falsche Richtung fahren und ein rätselhaftes Labor entdecken. Von dort schlägt uns jedoch Kugelhagel entgegen, der uns zum raschen Umkehren nötigt. Wir lassen den Wagen ein paar hundert Meter vor Nicks Domizil stehen und schleichen uns durch den Wald, durch den wir Schüsse hallen hören.

    Nick hat nämlich mitnichten die Hände in den Schoß gelegt - er liefert sich einen herzhaften Schusswechsel mit den Extremisten, die ihn für seine Aufmüpfigkeit züchtigen wollen. Wir greifen die Schergen von der Flanke her an und stellen uns Nick vor. Er schlägt vor, dass wir eine Runde mit seiner Propellermaschine drehen und dabei aus der Luft Nahrungssilos der Besatzer sprengen, deren Positionen er uns per Funk durchgibt. So sind die USA - Unkrautvernichter und Bomben liegen nur eine Handbreit auseinander.

    Missratene Luftakrobatik

          

    Gesagt, getan. Wir marschieren ungestört durch den Wald an einen See, denn dort ist das Wasserflugzeug "geparkt". Auf dem Steg nebenan: ein Dorfbewohner mit einer Angel. "Wenn ihr wollt, zeige ich euch, wie ihr selbst angeln könnt", schlägt der Ubisoft-Designer vor. Doch uns steht nicht der Sinn nach geruhsamen Fischereien - wir steigen ins Cockpit, heben ab ... und bewegen den Stick eine Spur zu temperamentvoll. Prompt stürzen wir in den See.

    Der zweite Versuch läuft deutlich besser. Wir bewegen das Ruder sanfter als zuvor das Autolenkrad und nehmen Kurs auf die Vorräte der Gegner, die wir mit punktgenauen Bombenabwürfen in die Luftjagen. Dabei gilt es, nicht zu tief zu fliegen, damit uns die Miliz nicht erwischen kann. Unsere Aktionen sind ein bombiger Erfolg, Und damit nicht genug: Nick spürt einen Konvoi der Besatzer auf, den wir ansteuern und ebenfalls ausschalten.

    Nick macht vor Freude schon mal ein Bier auf, doch dann taucht eine Maschine der Sekte hinter uns auf und nimmt uns unter Beschuss. Unser letztes Gefecht in Montana läuft jedoch etwas unrund. Es gelingt uns zwar mehrfach, den Gegner ins Visier zu nehmen, doch er verlässt daraufhin das Missionsgebiet - vor Angst? Das passiert uns mehrere Male, anschließender Neustart der Mission inklusive. Immerhin markiert der Abschuss des gegnerischen Fliegers das Ende unserer E3-Demo, beruhigt uns "unser" Designer. Na ja, bis zum Erscheinungstermin 27. Februar 2018 sind es noch ein paar Tage hin - bis dahin sollten die Entwickler diese kleinen Bugs sicher in den Griff bekommen haben.

    In die Lüfte geht es auch in Far Cry 5 In die Lüfte geht es auch in Far Cry 5 Quelle: Ubisoft

    Far Cry 5 angespielt: Fazit

          

    Far Cry 5 punktete schon vor der E3 mit seiner Geschichte, die deutliche Parallelen zur US-amerikanischen Gegenwart aufweist. Schon 2016 besetzten die Citizens for Constitutional Freedom ein Naturschutzgebiet im US-Bundesstaat Oregon, zerstörten historische Artefakte, brachen Safes auf und nahmen Bundesfahrzeuge an sich. Auf der E3 ging es jedoch weniger um die übergreifende Story, sondern um den gewohnten Mix aus Planen, Schießen und Fahren.

    Nach dem, was wir in einer guten halben Stunde erleben konnten, hat Far Cry 5 das Zeug zum Hit - auch, wenn es zu Beginn arg linear vonstatten zu gehen scheint. Doch weil das Abenteuer in Montana nicht Ubisofts erstes Open-World-Spiel ist, müssen wir uns keine Sorgen machen, was den späteren Spielverlauf angeht. Im Vergleich zu Assassin's Creed Origins bestimmt bei Far Cry 5 jedenfalls die Action das Spielgeschehen - verrückte Prediger lassen sich schließlich auch nicht mit gutem Zureden von den Irrwegen ihres Tuns überzeugen.

    Reklame: Far Cry 5 jetzt bei Amazon bestellen

    Far Cry 5: Der Spieler kann zwischen zahlreichen Verbündeten auswählen Far Cry 5: Der Spieler kann zwischen zahlreichen Verbündeten auswählen Quelle: Ubisoft

      • Von Mosed Software-Overclocker(in)
        Wie sieht es aus mit wilden Tieren? Sind die auch wieder tollwütige und gut gepanzerte Kampfmaschinen?
        Das war bei Far Cry 4 doch schon recht nervig, dass einem die kleinste Ratte angegriffen hat und dabei gut Schaden austeilen konnte. Und für manche Tiere brauchte man ja fast einen Panzer, um diese zu töten.
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games Hardware 07/2017 PC Games 06/2017 PC Games MMore 07/2017 play³ 07/2017 Games Aktuell 07/2017 buffed 12/2016 XBG Games 07/2017
    PCGH Magazin 07/2017 PC Games 06/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1230806
Far Cry 5
Far Cry 5 auf der E3 gespielt: Gewohnt verrückte Action im beschaulichen Montana
Warum in die Ferne schweifen, wenn es gleich um die Ecke verrückte Typen gibt? Deshalb wählten die Designer von Ubisoft Montreal für Far Cry 5 den Schauplatz USA. Im ländlichen Montana sorgen ein wirrer Endzeitkult und dessen bewaffnete Mitglieder für Furcht und Schrecken.
http://www.pcgameshardware.de/Far-Cry-5-Spiel-60934/Specials/Hands-On-Test-E3-2017-1230806/
16.06.2017
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2017/06/Far-Cry-5-E3-2017-Screenshots-1-pc-games_b2teaser_169.jpg
specials