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  • Far Cry 4 angespielt: Da kommt etwas tierisch Großes auf uns zu

    Far Cry 4 angespielt: Da kommt etwas tierisch Großes auf uns zu

    Einen Tag lang gespielt, neun Jeeps mit Dumbo umgeworfen, drei Koop-Basen geknackt sowie tausend und eine Kugel aus dem Arm gepult: Unser zuweilen tierisch starker Erfahrungsbericht zu Ubisofts Koop-Shooter Far Cry 4.

    Dumbo ist eigentlich ein netter Elefant. Als PC Games Hardware zum ersten Mal auf ihn trifft, plantscht er gerade vergnügt in einer Lagune und streckt neugierig seinen Rüssel aus, um zu ertasten, wer da scheinbar mit ihm baden möchte. Doch in Far Cry 4 sind Sie nicht als Urlauber unterwegs, sondern als Sohn eines ehemaligen Führers der Rebellenarmee namens "Der Goldene Pfad". Der Name verpflichtet und so wird Ajay Ghale in den Machtkampf zwischen Clanchefs und Rebellenstrategen verwickelt, stürmt auf Elefanten reitend schwer bewachte Basen und führt einen ausweglosen Krieg gegen die Söldnerarmeen des selbst ernannten Königs Pagan Min. Oh und dann ist da ja noch der Koop-Modus, der sich herrlich taktisch spielt und an gute alte Modern Warfare 2-Zeiten erinnert.

    Die Geschichte: ein bisschen Matrix im Ubi-Universum

    Jason Brody war in Far Cry 3 nur ein Allerwelts-Surferboy, der mehr aus Pech auf einer Insel des Wahnsinns landet und lange Zeit keine andere Wahl hat, als sich auf Psychospielchen und Gemetzel einzulassen, weil sonst seine Freundin getötet wird. Bei Ajay ist die Ausgangslage eine ganz andere: er ist mit seiner Mutter als Kind aus Kyrat geflohen, behütet in den USA aufgewachsen und kehrt jetzt eigentlich nur zurück, um die Asche seiner verstorbenen Mama zu verstreuen. Doch für die Menschen hier ist er eine Art Messias. Ein älterer Herr namens Dharpan opfert sich zu Beginn für ihn, er ist verwirrt und wird in eine Geschichte reingezogen, die entfernt an Matrix erinnert. Ajay ist so eine Art Auserwählter, von dem allerdings nicht alle Parteien überzeugt sind. Generell bemüht sich Ubisoft Montreal in den ersten vier bis fünf Stunden, keine eindimensionalen Charaktere aufzubauen. Es gibt nicht die klare Trennlinie zwischen Gut und Böse, viel mehr scheint auch innerhalb der Rebellenarmee jeder sein eigenes Süppchen zu kochen und Ajay für seine Zwecke einzubinden. Warum das spannend ist? Weil Sie immer wieder vor die Wahl gestellt werden, wem Sie folgen wollen und sich dadurch ähnlich wie in einem Rollenspiel jeweils unterschiedliche Questreihen ergeben.

    Das Gameplay: auf Dumbos Rücken gegen die kyratische Armee

    Wie von Ubisoft gewohnt, steigt die Lernkurve sanft an. Das ist durchaus sinnvoll, denn es gibt eine Menge Elemente in diesem Spiel, die sie nur durch Ausprobieren herausfinden. Manches erklärt Far Cry 4 sehr explizit, beispielsweise, wie mächtig Elefanten sind. Schwingen Sie sich auf den Rücken eines der Dickhäuter, lassen sich problemfrei selbst schwere Truppen-Transporter einfach umschmeißen. Cool: Dumbo aus der Lagune macht nicht einfach, was er will, sondern Sie steuern ihn sehr direkt. Wollen Sie einen Jeep aus dem Weg räumen, richten Sie den Elefant darauf aus, drücken aufs Knöpfchen und schon fliegt der Offroader durch Rüsselgewalt in die nächste Ecke. Das ist durchaus praktisch, denn die Basen der kyratischen Armee sind meist gut bewacht. Wer also einen Jeep gezielt auf einen Gas-Container schleudert, der zündet schnell die ganze Bude an. Enttäuschend ist allerdings die minimalistische Physik-Engine: Holztürme beispielsweise lassen sich nicht wie in Crysis mit Granaten in Stücke reißen und auch Raketenwerfer richten nichts gegen die Steinmauern der größeren Kastelle an.

    03:36
    Far Cry 4 in der Video-Vorschau: Action-Feuerwerk im Himalaya
    Spielecover zu Far Cry 4
    Far Cry 4

    Alle Macht den Tieren: Nashörner machen Rambazamba

    Sehr gut gefallen hat uns, dass Ihnen Ubisoft mehr Spielintelligenz abverlangt. Zu Beginn gibt es zwar nach wie vor viele Außenposten, die sich mit dem bekannten "befreie den Tiger, der erledigt den Job schon"-Muster übernehmen lassen. Doch ähnlich wie in Metal Gear Solid 5 reagiert die K.I. auf Ihre Strategie. Verteilen Sie ständig Kopfschüsse mit leichten Waffen, ziehen die Männer Helme auf. Befreien Sie gerne mal Wildtiere, schützt sich zumindest ein Teil der Soldaten mit speziellen Kevlar-Anzügen, die auch den Hals abdecken. So kann der Tiger nicht mehr so leicht tödlich zubeißen. Rüstet der Gegner auf, müssen Sie sich das aus dem Vorgänger bekannte Jagdsystem zu Nutze machen. Damit basteln Sie nach wie vor Taschen für mehr Munition und Waffen, können aber auch das Fleisch einer Goral-Ziege in eine feindliche Basis schleudern. Finden Sie jetzt noch eine Tiger-Familie, treiben Sie die Tiere mit einem Jeep oder lautem Geballer in Richtung der Basis, die erledigen dann den Job. Solche Taktiken können sich aber auch schnell ins Gegenteil umkehren, wie PC Games Hardware nicht nur einmal am eigenen Leib erfahren musste. Die Tierwelt von Kyrat scheint ganz schön zusammenzuhalten. Überfahren Sie bei der eben beschriebenen Aktion beispielsweise einen Tiger mit dem Jeep, greift Sie nicht nur dessen Familie an - sondern auch gerne mal ein paar Nashörner, die neben Elefanten die stärksten Trampeltiere im Far Cry 4-Zoo stellen. Rammen die Ihr Auto von der Seite, fliegt es schnell im hohen Bogen die Klippen hinab.

    Der Koop im Check: für ausgewiefte Taktik-Füchse

    Neben der Singleplayer-Kampagne konnte PC Games Hardware auch drei Koop-Missionen durchspielen und die sind herrlich knackig gemacht. Wer beispielsweise seelenruhig zu zweit im Quadrocopter auf eine der für den Koop-Modus speziell ausgestatteten Festungen zufliegt, der wird recht flott mit Raketenwerfer-Einheiten auf den Türmen konfrontiert. Wer also vor hat, aus der Luft anzugreifen, braucht ein gut eingespieltes Team aus Sniper, der die Raketen-Jungs ausknipst, und zielsicherem Granatenwerfer-Schütze, denn wenn der Alarm losschrillt, schickt der Feind gepanzerte Gatling-Soldaten ins Rennen, die so einen Quadrocopter schnell aus den Wolken holen. Besser ist es da, über den nahegelegenen See durch eine kleine Höhle unter die Basis zu tauchen und sie leise zu infiltrieren. Soldaten mit Kevlar-Rüstung lassen sich nämlich von hinten mit Messerangriffen leichter ausschalten als durch reine Feuerkraft.

    Gesteigert wird der Schwierigkeitsgrad mit Operationen in verwinkelten, dunklen Dungeons. Die sind oft sehr schmal, Sie müssen ergo ähnlich wie im Spec Ops-Modus von damals Call of Duty: Modern Warfare 2 Ihre Abschüsse synchronisieren.

    Fazit: Far Cry 4 angespielt

    Far Cry 4 spielt sich in den ersten Stunden wie eine starke Evolution von Far Cry 3. Anstatt funktionierende Elemente wie die Tiger-Käfige über den Haufen zu werfen, wurden sie deutlich ausgebaut und sorgten auf dem Anspieltermin in Düsseldorf gerade im Koop nicht selten für staunende Gesichter. Denn die Tierwelt lässt sich auf eine Weise einbinden, wie es das vorher kaum ein anderes Spiel getan hat. Wie wäre es mit einer Situation, in der ein Kollege auf einem Elefant reitend das Tor einer neuen Festung aufreißt. PC Games Hardware wiederum rennt etliche Meter dahinter mit einer AK47 in die Luft ballernd herum und treibt eine ganze Horde Nashörner in die feindliche Basis, die mit ihren Hörnern kurzen Prozess machen und dem Team genug Zeit geben, Scharfschützen und Gatling-Schergen kalt zu stellen. Gleiches kann ihnen witzigerweise auch im Singleplayer passieren, etwa wenn die kyratische Armee einen Ihrer Außenposten angreift und das Gewehrfeuer die Tiere in Ihre Richtung treibt. Die Stilsicherheit von Geschichte und Charakteren lässt sich noch schwer einschätzen, das Story-Fundament ist aber deutlich tiefer in der Kultur des Landes und einem ewig währenden Bürgerkrieg verwurzelt. Außerdem ist Pagan Min genau so fantastisch gespielt wie Vaas, dafür sorgt mit Troy Baker (Joker aus Arkham Origins) einer der derzeit besten Schauspieler der Branche.

    13:53
    Let's Play Far Cry 4: Open World und Koop-Modus angespielt!
    Spielecover zu Far Cry 4
    Far Cry 4
  • Far Cry 4
    Far Cry 4
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Ubisoft Montreal
    Release
    18.11.2014

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    Es gibt 31 Kommentare zum Artikel
    Von kbyte
    Aaaah, die Gegner sind also wieder in rot getarnt... Fehlen nur noch die Teenager-Protagonisten und die Karte mit den…
    Von RavionHD
    Sieht gut aus, frage mich aber was Ubisoft sich dabei gedacht hat zwischen Unity und Far Cry 4 nur 5 Tage Abstand zu…
    Von dubako
    selbst beim alten Doom Shooter würde der Redakteur sofort ins Gras beißen
    Von dubako
    Sorry Guys, aber diese Gamepad Steuerung bei Shootern ist mir nicht präzise genug . Die Zielerfassung erfolgt nicht…
    Von Arthax
    Würde das Video auch gerne in HD sehen aber wie immer sind die PCGH-Server sau langsam ohne zwischenbuffern zu gucken :/
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Far Cry 4
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http://www.pcgameshardware.de/Far-Cry-4-Spiel-23145/Specials/angespielt-1139282/
14.10.2014
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2014/10/FarCry4_04-pcgh_b2teaser_169.jpg
specials