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  • Fallout 4: Die E3-Vorschau - Spielerische Freiheit als oberstes Gebot [Video-Update]

    Wiedersehen mit der Zukunft: Einmal mehr statten wir den von einem Atomkrieg verwüsteten USA einen Besuch ab. Alte Gefährten und neue Schauplätze versprechen wie Siedlungs- und Waffenbau jede Menge spielerische Freiheiten in Fallout 4.

    Ein Geheimnis war es spätestens seit Anfang Juni nicht mehr: Zur ersten Bethesda-E3-Pressekonferenz sollte Fallout 4 eine große Rolle spielen. Schließlich hat das Skyrim-Team ja seit dem 11.11.11 jede Menge Zeit gehabt, ein neues großes Einzelspieler-Rollenspiel zusammenzusetzen. Bethesda-Urgestein Todd Howard ließ es sich dann auch nicht nehmen, den Titel ausführlich zu präsentieren.

    Welt am Abgrund

    Anders als die bisherigen Fallout-Spiele startet der vierte Teil nicht nach, sondern noch vor dem Atomkrieg, der die Welt in ein nukleares Ödland verwandelt. In einer Mischung aus 1950er-Idylle und Science Fiction stehen in einer US-amerikanischen Kleinstadt ein Mann und eine Frau vor dem Badezimmerspiegel. Überraschung - das ist die Charaktererstellung, die mitten im Spiel abläuft, keine abtörnenden Schieberegler mehr verwendet und bei der unser Spielpartner unsere kreativen Aktionen kommentiert. Und je nachdem, ob der Mann oder die Frau näher am Spiegel steht, ändert sich das Geschlecht unseres Helden. Cool. An der Tür schellt indes ein Vault-Tec-Hausierer, der die Familie für eine Anmeldung im Atomschutzbunker Vault 111 gewinnen will. "Nur etwas Papierkram" meint er, streckt uns einen Block entgegen, auf dem wir dann unsere SPECIAL-Fertigkeiten festlegen. Sprich: Intelligenz, Geschicklichkeit und Co.

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    Fallout 4: E3-Präsentation im Video - Konzepte und Kunst
    Spielecover zu Fallout 4
    Fallout 4

    Aus dem Bunker nach Boston

    Natürlich geht die Idylle nicht lange gut: Die Bomben fallen, die Familie rettet sich noch gerade so in den Bunker. Was dann passiert, ist unklar: "Wir wollen euch die Geschichte noch nicht verraten", so Todd Howard. Allerdings sind wir 200 Jahre später der einzige Überlebende des Vaults und treten einmal mehr in die radioaktive Landschaft, durch die beliebt-bekannte Gegner wie RAD-Skorpione, Todeskrallen, Maulwurfsratten und anderes Gesocks pirschen. Zu den mehr oder weniger menschlichen Bewohnern gehören aus den Vorgängern bekannte Gruppen wie Raider, Supermutanten und die Stählerne Bruderschaft. Optisch sieht das Spiel weniger matschig-grün als der Vorgänger aus - vermutlich hat die nach 200 Jahren abklingende Strahlung für etwas mehr farbliche Vielfalt gesorgt. "Unsere neueste Creation-Engine verwendet dynamische volumetrische Beleuchtung und physikalisch korrektes Rendering (PBR)", sagt Todd Howard. Zu den verstrahlten Schauplätzen von Fallout 4 gehören unter anderem die Stadt Boston mit zahlreichen Parks, Bauernhöfen, Hafenanlagen, Wohngebieten und den ganz realen Wahrzeichen Boston Common und Bunker Hill. Am Ende unserer Demo schwang sich unser Held fast wie in Ubisofts Assassin's-Creed-Reine auf einen erhöhten Punkt der Stadt, um deren immense Ausmaße zu überblicken.

    Der Geschmack von Freiheit und Abenteuer

    Spielerische Freiheit ist (...) unser oberstes Gebot (Todd Howard) Am eigentlichen Spielprinzip hat sich nichts geändert. Neben der noch unbekannten Hauptgeschichte warten eine Vielzahl von Nebenquests sowie eine Heerschar von Orten auf uns, die es zu entdecken gilt. "Spielerische Freiheit ist nach wie vor unser oberstes Gebot", erklärt Todd Howard. Gespräche laufen einmal mehr als Auswahl aus mehreren Optionen ab, die sich je nach Ruf oder Aktivitäten des Helden verändern. Uns fallen sofort die filmischen Kamerawinkel und Schärfentiefeneffekte auf, die zusammen mit den für Bethesda-Verhältnisse ungewöhnlich gut aussehenden Charaktermodellen für Kinoflair sorgen. Auch ein alter vierbeiniger Bekannter ist wieder mit dabei: Schäferhund Dogmeat, mit dem wir uns zwar nicht unterhalten können, doch den wir mit einem einfachen Klick auf einen Punkt in der Umgebung zu diesem schicken und ihn von beispielsweise von dort einen Gegenstand apportieren lassen können.

    08:57
    Fallout 4: 9 Minuten Gameplay aus der E3-Präsentation im Video
    Spielecover zu Fallout 4
    Fallout 4

    Städtebauer und Waffenschmied

    Gekämpft wird mit dem schon bekannten VATS-System, entweder in Echtzeit oder in einem Quasi-Rundenmodus, bei dem wir besonders verwundbare Stellen unserer Gegner aufs Korn nehmen. Unsere über 50 Waffen sollen sich nach Infos von Todd Howard mit über 700 unterschiedlichen Erweiterungen wie Zielfernrohren, größeren Magazinen und Co. individuell verfeinern lassen. Damit hört die Personalisierung nicht auf: "Wir sind ein bisschen verrückt, und deshalb haben wir einen optionalen Siedlungsbau ins Spiel eingebaut", grinst Todd Howard. Aus Schrott und Alteisen bauen wir uns ein Eigenheim, komplett mit Möbeln und diversem Dekor wie sogar einer Hundehütte für Dogmeat. Ein Generator sorgt dafür, dass wir nachts nicht im Dunkeln bleiben, aber auch, dass Geschütztürme und Lichtschranken knackig auf anrückende Feinde reagieren. "Mit der Zeit siedeln sich in eurer Nähe weitere Überlebende an", sagt Todd Howard. "Im Spiel gibt es mehrere große Gebiete, auf denen ihr bauen könnt - ihr dürft sogar Handelskarawanen von einem Ort zum nächsten schicken, um Geld, pardon, Kronkorken zu verdienen." Wie gesagt - das ist alles komplett optional. Wir sind ein bisschen verrückt (Todd Howard)

    Pip-Boy in 3D - App inklusive

    Auch der beliebte Pip-Boy, unser Armbandcomputer ist wieder mit von der Partie. Er hält zahlreiche Infos über Land und Leute bereit, empfängt noch sendenden Radiostationen und hilft uns, mit unseren Verbündeten zu kommunizieren. Außerdem verwalten wir damit unsere Ausrüstung und unsere Fähigkeiten. "In Fallout 4 verwenden wir ein mehrschichtiges Rüstungssystem", sagt Todd Howard. In der Tat: Besitzer einer Powerrüstung können beispielsweise ihren Helm gegen einen besseren eintauschen. Weil die Bethesda-Entwickler solche Pip-Boy-Fans sind, liegt jeder Sammlerausgabe des Spiels ein Nachbau des Computers bei - mit einer Vertiefung für ein Smartphone. Auf dem läuft dann eine kostenlose App, die den Pip-Boy im richtigen Leben simuliert und mit dem Spiel kommuniziert. "Ja, Second-Screen-Bildschirme in Spielen sind fast immer Mumpitz, aber wir wollten, dass es wirklich cooler Mumpitz ist", lacht Howard. Die App steht natürlich auch jedem Spieler der "regulären" Fallout-4-Fassungen zur Verfügung.

    01:17
    Fallout 4: Der neue Pip-boy im Video
    Spielecover zu Fallout 4
    Fallout 4

    Sim Vault: Fallout Shelter für Mobilgeräte

    Apropos App: Ab sofort ist Fallout Shelter kostenlos zum Download erhältlich. Dahinter verbirgt sich aktuell nur ein Spiel für iOS und Android, in dem wir zum Aufseher eines Vaults werden. Wir trainieren dessen Bewohner, schicken sie auf Missionen, von denen sie manche Gimmicks mitbringen, sammeln die Ressourcen Nahrung, Wasser und Energie und sorgen im Schlafzimmer dafür, dass dem Vault die Bewohner nicht ausgehen. "Ihr werdet in Fallout Shelter Elemente vieler Klassiker wie Little Computer People, X-COM und Sim City wiedererkennen", sagt Todd Howard. "Eine weitere Inspiration war das kostenlose Rollenspiel Progress Quest, dass ihr euch mal ansehen solltet." Der Autor dieses Artikels spielt Progress Quest selbst schon über ein Jahrzehnt und stimmt Howard voll und ganz zu.

    Fazit: Fallout 4

    Fallout 4 ist das wohl vielversprechendste Spiel in Bethesdas E3-Line-up. Zwar können wir zur Geschichte noch nichts sagen - doch auf die kommt es in den Open-World-Rollenspielen der US-Amerikaner ja selten so richtig an. Viel spannender sind in den Elder-Scrolls- und den letzten zwei Fallouts die Entwicklung des Helden, die Interaktionen mit den Bewohnern der Spielwelt und das Erkunden derselben. Der Siedlungsbau und der Bau von eigenen Waffen klingen ebenfalls sehr vielversprechend. Das Beste ist, dass wir nicht mehr allzu lange auf die Zukunft warten müssen - schon am 10. November 2015 sollen wir die Tür von Vault 111 öffnen und einmal mehr ins postnukleare Ödland aufbrechen dürfen.

    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    Fallout 4 FAQ: Release, Systemanforderungen, Gameplay und mehr
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Fallout 4
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Wiedersehen mit der Zukunft: Einmal mehr statten wir den von einem Atomkrieg verwüsteten USA einen Besuch ab. Alte Gefährten und neue Schauplätze versprechen wie Siedlungs- und Waffenbau jede Menge spielerische Freiheiten in Fallout 4.
http://www.pcgameshardware.de/Fallout-4-Spiel-18293/Specials/Vorschau-E3-1161745/
15.06.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/06/Fallout4_E3_Codsworth2_1434323962-pcgh_b2teaser_169.png
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