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  • Hands-on-Test: Mionix NAOS 5000 - Zockermaus mit guter Ausstattung

    Der Markt der Spielemäuse ist hart umkämpft. Zum einen hat man die Evergreens, die in Sachen Leistung immer noch aktuell sind, auf der anderen Seite die Neueinsteiger, die mit guten Leistungsdaten glänzen. Mit der NAOS 5000 betritt ein weiterer Herausforderer das Schlachtfeld. PC Games Hardware macht den Test.

    Eine gute Zockermaus ist, grobes Versagen bei der technischen Umsetzung mal ausgeschlossen, mittlerweile eine individuelle Entscheidung geworden - man sollte die Maus wählen, die den eigenen Spielstil unterstützt. Anders sah es beim Umstieg von Kugel- auf LED-Mäuse aus, diese waren den Vorgängern so überlegen, dass Ergonomie und Ausstattung kurzzeitig zweitrangig waren. Diese Zeiten sind vorbei, die Lasermäuse in der High-End-Riege und auch noch einige Lichtblicke aus der LED-Ära bieten eine so gute Abtastung und Lag-freie Datenübertragung, dass die Abtastungstechnik beim Mauskauf eher in den Hintergrund rückt.

    Moinix NAOS 5000 (7) Moinix NAOS 5000 (7) Quelle: PC Games Hardware Mionix NAOS 5000 - Ausstattung und Technik
    Ein neuer Vertreter der Lasermaus-Zunft kommt vom Hersteller Mionix und hört auf den Namen NAOS 5000. Die Laserabtastung bietet maximal 5.040 Dpi. Die 106 Gramm leichte Maus kann mit Gewichten um weitere 40 Gramm beschwert werden. Des Weiteren bringt sie sieben programmierbare Tasten und drei wählbare, vorher festgelegte DPI-Profile mit. Außerdem besitzt sie einen integrierten 128 KByte großen Speicher, in dem Einstellungen und Profile direkt gespeichert und problemlos an anderen PCs benutzt werden können. Mionix NAOS 5000 (6) Mionix NAOS 5000 (6) Quelle: http://www.mionix.net Darüber hinaus besitzt sie vier LED-Zonen, die über den Treiber einzeln angesteuert werden können und auch verschiedene Farben stehen zur Auswahl. Das USB-Kabel ist rund zwei Meter lang und mit einer Schutzschicht umgeben, die sehr glatt ist.

    Auf der linken Seite der Maus ruht der Daumen recht sicher auf einem kleinen Vorsprung, darüber befinden sich zwei Knöpfe, der Auslösepunkt ist eine Idee zu schwammig und die Position des vorderen Knopf könnte etwas weiter hinten liegen - Zocker mit großen Händen Mionix NAOS 5000 (8) Mionix NAOS 5000 (8) Quelle: PC Games Hardware mögen das anders sehen. Auf Grund des relativ geringen Gegendrucks kann es passieren, dass wenn man den vorderen Knopf drückt, man auch aus versehen den hinteren erwischt. Vor den beiden Tasten liegt die dreistufige LED-Anzeige, wer allerdings im Gefecht ständig nachschauen muss, welche Dpi-Stufe eingelegt ist, macht irgendwas falsch.

    Die Dpi-Knöpfe befinden sich wie gewohnt hinter dem Mausrad - auch hier könnte der Druckpunkt etwas knackiger sein. Unserer Meinung nach ist in Sachen Dpi Mionix NAOS 5000 (6) Mionix NAOS 5000 (6) Quelle: PC Games Hardware immer noch eine Wippe mit zwei Settings die beste Lösung, Knöpfe geben bei schnellen Aktionen einfach zu wenig Positionsfeedback und Bedienungssicherheit, aber auch hier entscheidet der persönliche Spielstil. Rollenspieler, sollten Sie überhaupt in die Verlegenheit kommen die Dpi-Knöpfe für Dpi-Settings zu nutzen, werden mit der Bedienung keine Probleme haben.

    Auf der rechten Seite der Maus gibt es zwar keine Bedienelemente, allerdings ist die Fingerablage gut gelungen und die Hand ruht entspannt auf der Maus - vor allem bei langen Sessions sehr wichtig. Das Mausrad ist gummiert und die schmalen Ränder werden durch eine LED beleuchtet - sieht sehr wertig und gut aus. Auch die Rasterung des Rads ist gut gelungen, nicht zu straff, aber auch nicht zu viel Spiel. Etwas gewöhnungsbedürftig für übergenaue Naturen ist der Druckmechanismus, dieser neigt das Mausrad beim Druck nämlich leicht nach links. Dies beeinträchtigt die Bedienung zwar nicht, ist aber ungewohnt, am Druckpunkt der Radtaste ist an sich nichts auszusetzen. Gleiches gilt für die beiden Maustasten - diese sind ergonomisch gelungen und auch die unterliegende Mechanik ist ohne Mängel. Alles in allem kann man die Bedienung der Maus als "unauffällig" charakterisieren - dies ist durchaus positiv.

    Eine Sonderstellung nimmt die Ergonomie ein. Grundsätzlich ist diese sehr gut gelungen und wie bereits erwähnt, ruht die Hand entspannt auf der Maus, die mit einer gummiartigen Schicht überzogen ist. Fühlt sich in etwa so an, als wenn man mit der Hand durch eine Teflonpfanne streicht. Beim Spiel sollte man daran denken, dass so eine Oberfläche sehr ungnädig in Sachen Chipsresten ist. Einen großen Nachteil hat diese Beschichtung allerdings für Zocker, die beim Spielen die Maus oft anheben, denn die Oberfläche ist sehr rutschig. Die sich nach oben verjüngende Form führt dazu, dass die Maus beim Anheben leicht aus der Hand rutscht und man mit festerem Griff aus versehen die linken Maustasten treffen kann. Diesen Punkt sollten Sie daher vor dem Kauf unbedingt im Laden prüfen. Eine Umfrage in der Redaktion förderte nämlich zu Tage, dass rund 70 Prozent aller Redakteure beim arbeiten und beim spielen die Maus öfter anheben und neu positionieren.

    Mionix NAOS 5000 - die Software
    Die Software lag unserem Sample nicht bei und musste von der Mionix-Herstellerseite heruntergeladen werden. nach der Installation waren wir positiv überrascht - die Software lädt schnell, hat keinerlei Lag bei der Bedienung und bietet ein aufgeräumtes Interface, mit allen Einstellungen die man sich wünschen kann. Alle Tasten lassen sich frei belegen und auch die Polling Rate kann in vier Schritten bis 1.000 Hz eingestellt werden. Auch die Zeigerbeschleunigung lässt sich justieren oder gänzlich ausschalten. Die Dpi-Einstellungen lassen sich für beide Achsen getrennt wählen und den verschiedenen Stufen (der Dpi-Einstellung) zuteilen. Ebenfalls lässt sich die "Lift Distanz" nach eigenem Gusto auswählen und mit dem "Surface Qality Analyzer" lässt sich die Qualität der Mausunterlage bestimmen. Da wir aber auch auf Oberflächen mit angeblich schlechter Oberfläche eine sehr gute Präzision erreichen konnten, werten wir dieses Feature vorerst als nettes Gimmick.

    Die vier LED-Zonen lassen sich einfach über die Software steuern. Man kann einzelne Bereiche ausschalten und eine individuelle Farbe wählen - eine Farbmischung ist allerdings nicht möglich. Für Makros steht eine einfach Konfigurationsbox zur Verfügung, auch Zeitintervalle werden auf Wunsch abgespeichert. Die Makros lassen sich in der Maus abspeichern.

    Mionix NAOS 5000 - die Praxis
    Egal ob schneller Shooter oder gemütliches Rollenspiel, die Mionix NAOS 5000 hat sich auf keinem Schlachtfeld einen Aussetzer erlaubt - zumindest aus technischer Sicht. Sowohl Lowsense- als auch Highsense-Spieler werden mit der Maus zufrieden sein. Wie bereits erwähnt sollte man aber der Griffigkeit der Maus, wenn man im Spiel oft die Mausposition wechselt, genauer unter die Lupe nehmen. Selbst sehr schnelle Beschleunigung steckt die Maus ohne Murren weg, auch wenn man zumindest im absolutem Grenzbereich subjektiv einen leichten Versatz erahnt. Macht aber nix, dann bei diesen Bewegungsgeschwindigkeiten zielen selbst Weltklassespieler nicht mehr genau.

    Mionix NAOS 5000 - Fazit
    Die Mionix NAOS 5000 kostet momentan rund 70 Euro (beispielsweise bei Caseking), viel Geld also für eine Maus. Die technisch ebenbürtige Konkurrenz bietet nur wenige Ausreißer, die noch teurer sind, die meisten vergleichbaren Modelle liegen bei rund 50 Euro. In Sachen Ausstattung und Technik lässt die Maus keine Wünsche offen, in Sachen Ergonomie gibt es auch kaum Mängel, bis auf die Rutschfestigkeit. Dies ist aber nur für Spieler von Interesse, die eine Maus ständig anheben.

  • Es gibt 15 Kommentare zum Artikel
    Von VVeisserRabe
    70€ ist fuer einen markteinstieg schon etwas happig,Da bleib ich lieber bei meiner lachesis, die nutz ich jetzt…
    Von Michisauer
    hm.... ich bleib bei meiner guten alten G5-Refresh. Die leistet mir seit ihrem Kauf top Dienste und is immer noch gut…
    Von DiE_FiesE_FliesE
    Hmm sich in DIESEM Markt neu zu etablieren ist natürlich sehr schwierig. Deswegen glaube ich das der Preis von 70…
    Von PixelSign
    woaw 70€ ist natürlich schon recht viel für ne maus. wenn sie wireless wäre und ne option hätte das ding auch per…
    Von xXenermaXx
    Okay sie ist bunt und bietet sonst auch einiges, aber was besonderes ist sie eigentlich auch nicht. Ich bleib bei…
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765603
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Zocken mit 5.040 Dpi
Der Markt der Spielemäuse ist hart umkämpft. Zum einen hat man die Evergreens, die in Sachen Leistung immer noch aktuell sind, auf der anderen Seite die Neueinsteiger, die mit guten Leistungsdaten glänzen. Mit der NAOS 5000 betritt ein weiterer Herausforderer das Schlachtfeld. PC Games Hardware macht den Test.
http://www.pcgameshardware.de/Eingabegeraet-Hardware-154122/Tests/Zocken-mit-5040-Dpi-765603/
30.07.2010
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2010/07/3_100729122417.jpg
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