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Games World
  • Ausprobiert auf der CES: Der wohl skurrilste Controller und die "fortschrittlichste Gaming-Maus der Welt"

    Ist es noch eine Maus oder ein Sportwagen im Mini-Format? Bei der Mad Catz RAT Pro X sieht einer der Handballen aus wie ein Heckspoiler. Quelle: PC Games Hardware

    Autobots, transformiert euch. PC Games Hardware nimmt den skurrilsten, modularen Controller der CES und eine Ratte mit drei austauschbaren Sensoren unter die Lupe. Vom Benjamin Kratsch und Ryan Southardt.

    Erinnern Sie sich noch an den Film Transformers: Die Rache? Neben absurd zackigen Kamerafahrten, CGI-Action und Megan Fox gab es dort auch einen kleinen Decepticon, der sich als Radio getarnt bei Miss Fox in der Garage einnistet, um sie auszuspionieren. Ungefähr so sieht das Mad Catz Lynx aus. Wer diesen Controller auf den Tisch stellt, der sieht Aluminium-Arme, die nach unten reichen. Controller-Knöpfe, die an Waffen erinnern und rot leuchtende Kontrollleuchten, die nach Decepticon aussehen. Doch alle Fantasie beiseite ist es letztlich nur der wohl skurrilste Controller, den Sie auf der CES finden können.

    Doch was kann der Transformer? Wenn Sie Lynx das erste Mal in die Hand nehmen, ist es sehr klein, kleiner noch als Mad Catzs neue Gaming-Maus RAT Pro X. Im zusammen-geklappten Format sind lediglich vier Aktionstasten auf einem rundlichen Pad rechter Hand zu sehen sowie ein D-Pad links und der kleine Controller-Körper mit einer Klappe, auf der Mad Catz steht. Hosentaschen-Kompatibilität ist also gegeben und laut PR-Chef Alex Verrey sind rund 20 Stunden Spieldauer pro Ladung der Lithium-Ionen-Batterie drin.

    Tablet-Besitzer spielen Brothers in Arms mit Analogsticks

    ... und so riesig, wenn Sie die mitgelieferte Tablet-Halterung aus Aluminium verwenden und die Magnet-Analogsticks anstecken. ... und so riesig, wenn Sie die mitgelieferte Tablet-Halterung aus Aluminium verwenden und die Magnet-Analogsticks anstecken. Quelle: PC Games Hardware Doch dann ziehen Sie an den Aluminium-Armen rechts sowie links und er wird ein wenig größer. Dann kippen Sie die Klappe nach oben und es entfaltet sich ein Ständer für Smartphones. In den können Sie jedes beliebige Android- oder Windows Phone-Gerät einklemmen und es per Bluetooth verbinden. Spannend an dem System ist die Modularität: Jedes Teil ist an seinen Enden mit einem Magnet versehen, so können Sie das Lynx in neun Teile zerlegen und nahezu beliebig wieder zusammensetzen. Für Tablet-Besitzer liefert Mad Catz zudem einen massiven Ständer mit, an das sich ebenfalls über Magnete je rechts und links Analogsticks anbringen lassen. So erhalten Sie im Grunde eine Art Razer Edge, das hatte 2013 auch Sticks an den Seiten. Android-Shooter wie Modern Combat: Blackout oder Brothers in Arms: Global Front: HD (Gameloft hat die Mobile-Rechte von Ubisoft gekauft) lassen sich damit komfortabel spielen. Ärgerlicherweise unterstützt das System aber zumindest offiziell kein iOS, weil Apple jedes einzelne Gerät erst einem aufwendigen Lizenzierungsverfahren unterzieht und Lizenzgebühren verlangt.

    Der kleine Riese mit PC-Touchpad und Schusstaste

    Ganz schön futuristisch: mit Greifarmen aus Aluminium, Magnet-Analogsticks und jeder Menge Ideen für Bastler. Ganz schön futuristisch: mit Greifarmen aus Aluminium, Magnet-Analogsticks und jeder Menge Ideen für Bastler. Quelle: PC Games Hardware Für PC-Spieler interessanter sind aber die beiden Analogsticks und eingebaute Mausrad inklusive Feuertaste und linkem Button. Via Bluetooth verbinden Sie das Lynx mit Ihrem PC und wählen über das D-Pad aus, welchen Kontroll-Modus Sie nutzen möchten. Für Sportspiele wie FIFA oder den schnellen Drift in Grid: Autosport bieten sich wohl eher die Analogsticks an, die im Grunde genau so gearbeitet sind wie Sie es vom Xbox One-Controller für Windows gewohnt sind. Via D-Pad können Sie aber auch in den Maus-Modus wechseln, um das Lynx zum Surfen im Internet auf Ihrem HTPC im Wohnzimmer zu benutzen. Oder können Shooter mit der rechten und linken Maustaste spielen sowie Waffen mit dem Touchpad durchscrollen. Beim Hands-On ist das allerdings ziemlich gewöhnungsbedürftig, weil die Handballen auf den beiden aus dem Gerät ragenden Analogsticks aufliegen. So richtig komfortabel und angenehm ist das nicht, ansonsten funktioniert die Kombination aber recht gut. Die Drucktasten geben ein ordentliches Feedback und die Verarbeitungsqualität ist dank des Aluminium-Gerüsts ziemlich großartig. Das ist allerdings auch das Mindeste für ein Gadget, das (fast) so viel kostet wie eine gute GTX 970. Satte 300 Euro will Mad Catz für seinen Transformer haben. Okay, es ist noch ein Mikrofon eingebaut, wird eine einsetzbare Mini-Tastatur mitgeliefert im Design alter Blackberry-Keyboards und die R&D-Kosten werden hoch gewesen sein, dennoch muss der Preis im Handel drastisch sinken, wenn sich das Lynx im Markt behaupten will. Für die meisten PC-Spieler attraktiver dürfte da die neue RAT Pro X sein.

    RAT Pro X: Die Ratte mit austauschbarem Sensor

    Mad Catz RAT PRO X (4) Mad Catz RAT PRO X (4) Quelle: Mad Catz Mad Catz will sich in Zukunft für sein komplettes Line-Up maximale Modularität auf die Fahne schreiben. Im ersten Hands-On-Test entpuppt sich die RAT Pro X als echtes Flexibilitäts-Monster. Immerhin will Mad Catz damit die "fortschrittlichste Gaming-Maus der Welt" liefern. Das Chassis besteht dabei aus einer Magnesium-Legierung. Folgende Komponenten werden Sie in der Box vorfinden

    - drei Sensoren: Philips 2307 (Laser, 8200 cpi), Avago 9800 (Laser, 8200 cpi),
    Pixart PMW3310 (Optischer Sensor, 5000 cpi)
    - drei Scrollräder
    - zwei Überzüge für Scrollräder: Gummi oder ein Metallring
    - zwei magnetische Teflon-Gleitfüße (gelb und weich oder weiß und rauer)
    - drei Handballenauflagen
    - zwei Daumentasten-Aufsätze

    Der Preis steht noch nicht fest, doch generell will Mad Catz offensichtlich sehr viel mehr auf seinen Onlineshop setzen. "Das alte Modell ist doch völlig unökonomisch für Sie als Spieler", poltert PR-Chef Alex Verrey los. "Wenn Sie einen neuen Sensor haben wollen, müssen Sie gleich die gesamte Maus ersetzen."

    Sie können bei der RAT PRO X nur einen stärkeren Laser-Sensor nachkaufen und tauschen. Damit hat er im Grunde Recht, deshalb will Mad Catz in den nächsten Jahren die neuesten Sensoren im Online-Store als sogenannte MSU-Variante anbieten (Modular Sensor Units). Sie können ergo nur einen stärkeren Laser-Sensor kaufen und den im Jahr 2016 dann in Ihre RAT Pro X aus 2015 einbauen. Klingt sinnvoll, nicht umsonst arbeiten insbesondere E-Sport-Profis auf Counter-Strike-Tournieren in erster Linie mit uralten optischen Microsoft-Intelli-Mäusen. Leider stand auf der CES nur ein Prototyp zur Verfügung (Release soll aber noch im Frühjahr sein), insofern konnten wir lediglich Hand anlegen, aber noch nicht spielen. Die Modul-artige Bauweise der RATs kennen Sie ja bereits, die größte Neuerung ist daher das Scroll-Strafing. Das Scrollrad sitzt an einer Art Arm, der sich nach oben schieben lässt, um alternative Räder aufzusetzen. Der ist nach allen Seiten hin flexibel, Sie können ergo das Wheel nach rechts oder links drücken. Das klingt richtig spannend für schnelle Strafe-Shooter wie Titanfall oder die guten alten Arena-Fights aus Quake. Cool: das Scrollrad lässt sich nicht nur einfach zur Seite dehnen, sondern hat etwas Spiel in alle Richtungen. Laut Alex Verrey hat Mad Catz hier vor allem an Spieler von Elite: Dangerous und Star Citizen gedacht, die damit ihre Schubdüsen feinfühliger kontrollieren können sollen.

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    Es gibt 12 Kommentare zum Artikel
    Von SchwarzerQuader
    Ich nicht unbedingt, da ich mit meiner Einstellung einfach über den ganzen Bildschirm komme (nicht "schnell", sondern…
    Von Teutonnen
    800 CPI zu langsam für fullHD und dann Bildbearbeitung als Beispiel bringen? Gerade dort würde ich die Sens noch…
    Von SchwarzerQuader
    So manche Gamer-Maus ist wohl in der Tat übertrieben. Die von Dir genannten Werte würden mir allerdings lange nicht…
    Von Teutonnen
    Es ist wohl Gewohnheit und vom Spiel abhängig.
    Von Galaxy_Radio
    Ich finde Mäuse mit mehreren Seitentasten sehr gut, weshalb ich eine Logitech G500 nutze, wobei mir es dort wieder zu…
      • Von SchwarzerQuader Software-Overclocker(in)
        Zitat von Teutonnen
        800 CPI zu langsam für fullHD und dann Bildbearbeitung als Beispiel bringen?

        Gerade dort würde ich die Sens noch weiter runterdrehen...
        Ich nicht unbedingt, da ich mit meiner Einstellung einfach über den ganzen Bildschirm komme (nicht "schnell", sondern mit wenig Bewegung) und trotzdem noch fein arbeiten kann. Ist auch Gewöhungs- und Einstellungssache, eine niedrigere Auflösung kann einem da natürlich besser gefallen, vielleicht würde ich mich bei der Bildbearbeitung da auch schnell dran gewöhnen.
        Aber deswegen machen dann auch widerum Mäuse mit variabler Auflösung Sinn, sei es über den Treiber oder eine Taste an der Maus selber. Und wie vorher geschrieben: Lieber habe ich einen hochauflösenden Sensor, den ich runterskalieren kann als einen niedrig auflösenden, der hochskaliert werden muss.
      • Von Teutonnen Lötkolbengott/-göttin
        800 CPI zu langsam für fullHD und dann Bildbearbeitung als Beispiel bringen?

        Gerade dort würde ich die Sens noch weiter runterdrehen...
      • Von SchwarzerQuader Software-Overclocker(in)
        Zitat von Sliwowitz
        2 Tasten, Mausrad, ein Kabel und 800 dpi, mehr braucht es meiner Meinung nach nicht. Ich verstehe nicht wer sich solch einen Unsinn kauft....
        So manche Gamer-Maus ist wohl in der Tat übertrieben. Die von Dir genannten Werte würden mir allerdings lange nicht reichen.
        Ich bin inzwischen ein Freund von ein, zwei Daumentasten, da sie alleine schon bei der Arbeit die Navigation stark vereinfachen (vor, zurück, rückgängig machen, wiederholen usw.) und auch z.B. bei Strategiespielen für viele Befehle nützlich sein können (Strg, Umschalt z.B.), sodass man für die nur noch eine Hand braucht, die andere sich also auf andere Tasten konzentrieren kann.
        800 dpi reichen mir zudem wegen der höheren Auflösungen nicht mehr. 800 dpi bedeuten auf dem Desktop bei 1920x1080 etwa 6 cm Bewegung, um von ganz links nach ganz rechts zu bewegen. Zu viel für meinen Geschmack. Die Mausgeschwindigkeit unter Windows anzupassen ist keine echte Lösung, da beim Erhöhen dann Pixel übersprungen werden, was insbesondere bei pixelgenauem Arbeiten (etwa Bildbearbeitung) extrem nervig bzw. ein Ausschlusskriterium ist. Da kann man lieber einen hochauflösenden Sensor haben, den man dann runter skalieren lässt.
      • Von Teutonnen Lötkolbengott/-göttin
        Es ist wohl Gewohnheit und vom Spiel abhängig.
      • Von Galaxy_Radio
        Zitat von Sliwowitz
        2 Tasten, Mausrad, ein Kabel und 800 dpi, mehr braucht es meiner Meinung nach nicht. Ich verstehe nicht wer sich solch einen Unsinn kauft....
        Ich finde Mäuse mit mehreren Seitentasten sehr gut, weshalb ich eine Logitech G500 nutze, wobei mir es dort wieder zu viele sind, hätte lieber 6 große gehabt, welche alle gut erreichbar sind, aber solch eine Maus, man staune, existiert nicht (Die Hexa zählt nicht dazu, 2 Tasten liegen zu weit hinten).

        Als ich damals in Spielen per Mausrad Waffen gewechselt habe, mit rechts den Zoom nutzte und es außer Springen, laufen und ducken, wie auch Reload eigentlich keine weiteren Tasten gab, hat mir eine Maus mit Scrollrad und 2 Tasten gereicht, typisches Arena Shooting Feeling, heute jedoch, reicht mir das nicht.

        Beispiel

        - Taste 1-6 auf der Maus (Seitentasten) sind bei mir belegt mit Item 1-3, Nahkampfangriff, Heilung, Granate werfen/Fähigkeit einsetzen
        - Tastatur wasd, nachladen, springen, ducken, rennen, aktivieren, Karte, scoreboard, markieren

        Hintergrund dahinter ist ganz einfach, ich verwende immer die selben Seitentasten für ähnliche Dinge und möchte während ich mich im Spiel aktiv bewegen muss die Finger auch auf wasd belassen können, sobald ich sie herunter nehmen muss um eine bestimmte Taste zu drücken, drehe ich durch, da der Spielfluss massiv gestört wird und mein Spielcharakter zum Stillstand kommt. z.B. wenn ich seitwärts nach rechts strafen möchte und nebenbei schießen und nach vorn/hinten navigieren muss, so kann ich den linken Zeigefinger nicht mehr dazu nutzen um Tasten aus den ersten beiden Reihen zu erreichen.

        Natürlich könnte man auch den Daumen verwenden, aber ich möchte mich an so etwas nicht gewöhnen, vor allem wenn ich mich bewegen und auch noch springen muss. So kann ich die Maus für viele Eingaben verwenden, trotzdem weiterhin zielen und mich frei bewegen.

        Das und nur das ist der einzige Grund, wieso ich solch eine Maus benutze
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Ausprobiert auf der CES: Der wohl skurrilste Controller und die "fortschrittlichste Gaming-Maus der Welt"
Autobots, transformiert euch. PC Games Hardware nimmt den skurrilsten, modularen Controller der CES und eine Ratte mit drei austauschbaren Sensoren unter die Lupe. Vom Benjamin Kratsch und Ryan Southardt.
http://www.pcgameshardware.de/Eingabegeraet-Hardware-154122/Specials/Ausprobiert-Mad-Catz-Lynx-RAT-Pro-X-1147465/
09.01.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/01/MadCatz_05-pcgh_b2teaser_169.jpg
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