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  • Dragon Age: Inquisition einen ganzen Tag gespielt - Dragon Age mit Battlefield-Mass-Effect-Charme

    Die Grafikeinstellungen sind stark justierbar. Wassereffekte kosten Rechenpower, sorgen aber für solche wunderschönen Wasserfälle in der Landschaft. Quelle: EA

    Dragon Age: Inquisition einen Tag gespielt: Wir sagen Ihnen, wie die Skyhold die Brücke zu Mass Effect 4 schlägt, wie gekämpft, geliebt, upgegradet wird. Und wie viel Battlefield im neuen Dragon Age steckt.

    Es müssen die Grabhügel von Emeralda gewesen sein, in denen PC Games Hardware zum ersten Mal in eine der fiesen Fallen der Dämonenkrieger getappt ist. Die Frontlinie bildeten zehn Dämonenkrieger mit flammenden Breitschwertern, deren Körperpanzer sie vom Hals bis zu den Beinen schützt und ihnen einen hohen Verteidigungswert gibt. Für diesen Job ist Iron Bull prädestiniert, einer Söldner der neuen Fraktion Qnari, der mit seiner schweren Rüstung und der beidseitigen Axt wunderbar als Tank dient. Magier Dorian hält sich im Hintergrund und operiert mit Kettenblitzen, die die Einheiten vor Bulls Attacke schwächen sollen. Doch haben wir nicht mit der Gerissenheit des Feindes gerechnet. Auf den Hügeln hinter uns verbergen sich Bogenschützen mit hoher Reichweite, auf dem an der Seite Armbrust-Soldaten, deren Pfeile Giftschaden machen. Klar, die Kampfbedingungen sind geskriptet, aber es ist eine schöne Prüfung für die neue Heldengruppe.

    Das Kampfsystem: The Witcher trifft auf Battlefield 4

    Bioware wollte mit Dragon Age 2 ein direkteres Kampfsystem implementieren, übertrieb es aber gnadenlos mit dem Gewaltfaktor. Die Schlachten nahmen schnell Tarantino-ähnliche Züge an und wirkten dadurch etwas plump. Dragon Inquisition spielt sich runder, griffiger und pfiffiger. Die Animationen sind besser aufeinander abgestimmt, Schwertstreiche kommen mehr aus der Bewegung, das erinnert wohlig an The Witcher 3. Viel wichtiger ist aber die neue Flexibilität durch die Frostbite-Zerstörungs-Engine.

    So können Sie Schurke Cole anweisen, die Holzbrücke, auf der die Bogenschützen hinter Ihnen Stellung bezogen haben, wie in "Battlefield 4" mit einer Bombe zu sprengen. Oder Sie weisen Magier Dorian an, seine Energiekugel aufzuladen, herausragenden Fels anzuvisieren und erschlagen damit die Schützen. Generell ist das Ressourcen-Management kleinteiliger geworden. So können Sie in der taktischen Ansicht Dorian befehlen, möglichst sparsam zu kämpfen, also keine Mana-intensiven Zauberkräfte zu wirken, sondern sich auf das Bauen von magischen Barrieren zu konzentrieren. Das ist gerade in dieser Situation sinnvoll, da Sie nicht riskieren sollten, unter Dauerbeschuss der Armbrustschützen vor Ihnen zu geraten. Die K.I. reagiert darauf und versucht Sie zu flankieren. Ähnlich wie in Strategiespielen Marke Rome 2: Total War können Sie also mit Defensivtaktiken durchaus einen Angriff provozieren und den Feind so aus der Deckung locken.

    10:14
    Dragon Age: Inquisition - Das Rollenspiel-Epos im Angespielt-Video
    Spielecover zu Dragon Age: Inquisition
    Dragon Age: Inquisition

    Die Geschichte klingt nach Mass Effect, spielt sich aber ganz anders

    Dragon Age 2 wurde überhastet runterproduziert, deshalb sind Sie dort immer und immer wieder in den gleichen Leveln unterwegs gewesen. Inquisition ist sehr viel epischer aufgestellt, deshalb starten Sie auch nicht als Möchtegern-Held, sondern direkt als Inquisitor und damit Herrscher über ein recht großes Gebiet. Dieses Gefühl von Macht und der Verantwortung, die damit einhergeht, vermittelt Ihnen Bioware schon recht früh im Spiel. Aus moralischen Gesichtspunkten würden Sie als Held wohl einem schutzlosen Dorf zu Hilfe eilen und die Dämonen dort bekämpfen. Auf der Makro-Ebene dürfen Sie aber nicht vergessen, dass das Ganze nur ein Ablenkungsmanöver sein könnte, um Ihre Truppen aus einer der Festungen zu locken und diese leichter überrennen zu können. Ihr Job ist es prinzipiell, den Krieg der Magier gegen die Templer zu beenden, dafür müssen Sie Beweise finden, wer die Dämonenrisse geöffnet hat. Und natürlich müssen Sie schlussendlich The Elder One und seine Horden besiegen, wofür Sie die Unterstützung anderer Fraktionen brauchen. Das klingt sehr stark nach einer Mass Effect-Kopie, allerdings dürfen Sie deutlich rabiater zu Werke gehen und müssen nicht zwingend für irgendwelche Könige Botendienste abliefern, sondern können beispielsweise den Zwergenkönig von Orzammar auch einfach vor ein Ultimatum stellen. Entweder er stellt Ihnen seine Armee zur Verfügung oder Sie befehlen die Invasion seiner Ländereien.

    Die Skyhold: Schlachten planen, Intrigen spinnen, Kriege gewinnen

    Natürlich müssen wir deutlich länger spielen, um uns ein fundiertes Urteil bilden zu können, doch Dragon Age: Inquisition scheint sehr stark auf einem Makro-Level zu funktionieren. Mussten Sie als Commander Shepard ständig nach dem berühmten "wie du mir, so ich dir"-Prinzip buckeln musste um neue Freunde zu gewinnen, entscheiden Sie in Inquisition viel am runden Tisch in Ihrer zentralen Festung, der Skyhold. Hier bauen Sie Gefängnisse ein, um Informationen aus Gefangenen zu pressen, errichten arkane Türme, um neue Fähigkeitentürme freizuschalten und legen einen Kräutergarten an, damit Ihre Party immer genug Zauberutensilien zur Hand hat. Aber hier sitzen vor allem die Berater Josephine, Cullen und Leliana. Prinzipiell gibt es zwei Systeme namens Macht (quasi das Äquivalent zu Gold) und Einfluss (Äquivalent zu Erfahrungspunkten. Um Ihre Berater zu entsenden, müssen Sie Ressourcen investieren und binden diese für einige Zeit an einem Auftragsort. Gibt es da beispielsweise einen Regenten, der Ihnen prinzipiell zugetan ist, aber noch ein paar Überredungskünste braucht, schicken Sie Botschafterin Josephine. Braucht er etwas Druck, rückt Cullen mit seinen Rittern aus. Und wollen Sie herausfinden, wo seine Schwachstellen sind, schicken Sie Spionin Josephine. Wir können das System wie gesagt aktuell noch schwer abschätzen, aber die Spieltiefe und komplexen Möglichkeiten für Intrigen, Mordattentate und militärische Bündnisse machen das Warten auf den 20. November nicht gerade leichter.

    Fazit: Dragon Age Inquisition

    Letztlich ist es immer schwer, ein fundiertes Vorschau-Fazit für ein Rollenspiel zu treffen, mit dem man eigentlich eine Woche, nicht nur einen Tag verbringen müsste. Aber Bioware scheint aus seinen Fehlern gelernt zu haben und gibt an allen Fronten Gas. Das geht beim Kampfsystem los, zieht sich über die vielen Möglichkeiten, die Physik-Engine einzusetzen und hört auch bei den Liebschaften nicht auf. Liebe und Sex waren ja immer schon ein wichtiger Pfeiler in der Bioware-Kultur und dieses Mal dreht sich nicht alles um Sie. Wo sich auf der Normandy die Ladys noch um Sie gerissen haben und es Eifersüchteleien gab, dürfen sich die neun Party-Charaktere jetzt auch untereinander verlieben. Das sorgte beim Anspieltermin für den einen oder anderen Schmunzler, etwa wenn ein schüchterner Elf seine ersten Annäherungsversuche macht und dabei herrlich nerdig rüberkommt.

    Am spannendsten dürfte aber das Meta-Game in der Skyhold sein, hier dürfte Bioware das größte Ass im Ärmel haben. Und Sie dürfen wie von EA gewohnt Mantle nutzen, Tesselation, Texturen, Schatten, Vegetation, Wasser und Special Effects beliebig bis Ultra justieren, mit Post-Process-Einstellungen experimentieren und natürlich auch in 4k spielen. Mehr dazu, wenn wir unseren Techniktest zu Dragon Age: Inquisition veröffentlichen dürfen.

  • Dragon Age: Inquisition
    Dragon Age: Inquisition
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Bioware
    Release
    20.11.2014

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    Cover Packshot von Candle Release: Candle Daedalic Entertainment
    Es gibt 35 Kommentare zum Artikel
    Von Rizzard
    Mein Optimismus ist aktuell noch gegeben, da Morrigan ja wieder dabei sein soll (ja die wurde einem ja gleich in den…
    Von Scholdarr
    Haha, sry. Aber mal ehrlich, gerade in Bezug auf Story und Charaktere usw. gehen die Meinungen ja oft sehr…
    Von beren2707
    Der bislang größte Kritikpunkt, abgesehen von den von Scholdarr genannten Punkten, sind für mich die teilweise…
    Von Two-Face
    Dragon Age und Mass Effect kommen beide natürlich nicht oder zumindest nicht ganz an KOTOR1 und Baldur's Gate heran,…
    Von PepperID
    Werds sowieso kaufen, aber ich fand Teil 2 besser als 1 und hoffe das der dritte dem 2ten ähnelt.*duck*
      • Von Rizzard PCGH-Community-Veteran(in)
        Zitat von Scholdarr
        Haha, sry. Aber mal ehrlich, gerade in Bezug auf Story und Charaktere usw. gehen die Meinungen ja oft sehr auseinander. Es ist also gut möglich, dass du das alles toll finden wirst, unabhängig davon wie ich oder andere das hier kritisieren. Immer optimistisch bleiben...
        Mein Optimismus ist aktuell noch gegeben, da Morrigan ja wieder dabei sein soll (ja die wurde einem ja gleich in den ersten Trailern gespoilert, lange bevor die Begleiter vorgestellt wurden), und ihre Comments immer sehr unterhaltsam waren. Sie benötigt natürlich einen Gegenspieler wie Alistair.
      • Von Scholdarr BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Rizzard
        Man man man, ihr macht einem ja die Vorfreude madig.
        Da lässt man absichtlich monatelang jegliche Infos zu den Begleitern aus, und dann liest man sowas im Forum.

        Haha, sry. Aber mal ehrlich, gerade in Bezug auf Story und Charaktere usw. gehen die Meinungen ja oft sehr auseinander. Es ist also gut möglich, dass du das alles toll finden wirst, unabhängig davon wie ich oder andere das hier kritisieren. Immer optimistisch bleiben...
      • Von beren2707 Moderator
        Der bislang größte Kritikpunkt, abgesehen von den von Scholdarr genannten Punkten, sind für mich die teilweise grausamen Frisuren für die Charaktererstellung. Das schaut bisweilen so hundsmiserabel und hingeklatscht aus, dass man sich an Spiele wie Sims 2 erinnert fühlt - aber da konnte man ja mit Mods nachhelfen. Ich hoffe, dass die Community diesen Schnitzer ausbügelt, denn ich hatte angesichts der FB-Engine wirklich damit gerechnet, dass man einen Charakter erstellen kann, der nicht in einigen Details auf dem optischen Stand von ~2004 stehengeblieben ist. Ich will keine Matschhaare in RPGs mehr sehen, ich will Haare, die auch als solche erkennbar sind, z. B. wie in Tomb Raider.
        Ich weiß, ein für viele Spieler eher unwichtiges Detail, aber angesichts protzender Effekte in Kämpfen etc. sollte doch ein bisschen Sorgfalt darauf gelegt werden, dass die Person, die ich spiele und mit der ich mich in Teilen auch identifizieren muss, nicht lächerlich wirkt und so ein Eintauchen schon an der Optik des Hauptcharakters scheitert.

        Werde daher abwarten. Wenn man die erwartbaren Fehler des Spiels verzeihen kann, werde ich es mir bis Weihnachten besorgen. DA II empfand ich zwar sehr heruntergebrochen und im Direktvergleich mit DA:O und Awakening als klar schlechter und deutlich weniger RPG, jedoch hat es mir auch wirklich Spaß gemacht. Ich hoffe wirklich sehr, dass DA:I mehr vom ersten Teil als vom zweiten mitnimmt.
      • Von Two-Face PCGH-Community-Veteran(in)
        Zitat von Scholdarr
        Lies bitte noch mal meinen ersten Beitrag zum Thema, da steht schon was dazu, dass ich das Spiel nicht wirklich "so doof" finde. Man kann über Spiele auch eine differenzierte Meinung haben, sprich: einige Dinge gut finden und andere weniger. Das geht mir leider bei vielen Spielen so. Warum ich darüber "so viel schreibe"? Ganz einfach weil mich Spiele interessieren und ein Faible von mir sind und ich gerne darüber diskutiere. Ist das nicht eigentlich auch der Grundgedanke eines Forums? Wenn sich hier nur Leute treffen würden, die voll des Lobes wären und nur Bioware preisen wollen, wäre es doch auch ziemlich langweilig...


        Und dann gibt es noch so alte und schrumpelige Typen, die mit Spielen wie Baldurs Gate und Planescape Torment usw groß geworden sind und für die Dragon Age nur ein schlechterer Abklatsch alter (Bioware-)Größe ist. Dazu könnte man mich in der Tat mit einiger Berechtigung (wenn auch nicht vollständig) zählen...

        Soweit ich das beurteilen kann, hab ich meine Kritik an Inquistion aber sachlich fundiert begründet bzw. es versucht. Steht jedem frei zuzustimmen oder auch nicht oder meine Kritik einfach zu ignorieren. Ich sehe allerdings wenig Grund für die Frage, warum ich überhaupt darüber schreibe. Viele eher frage ich mich, warum mich das jemand fragt...

        Dragon Age und Mass Effect kommen beide natürlich nicht oder zumindest nicht ganz an KOTOR1 und Baldur's Gate heran, aber trotzdem waren oder sind sie verdammt gute RPGs mit denen man hunderte Stunden verbingen konnte. Es hatte vielleicht Schwächen die anderen Rollenspiele nicht haben, dafür aber auch Stärken, die ich bei Skyrim, The Witcher, Risen oder Fallout 3 nicht finden konnte. Diese Games waren für mich nicht besser als damals Origins oder ME, auch wenn BioWare vielleicht in betriebswirtschaftlicher und personeller Hinsicht nicht mehr ganz das sind, was sie früher waren.

        Zu Inquisition sag ich mal, dass man es noch nicht wissen kann, ob es gut oder schlecht wird, laut den Vorschauartikeln die ich gelesen habe und diejenigen, die's schon gespielt haben muss es aber wahrlich nicht übel sein.
      • Von PepperID Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Werds sowieso kaufen, aber ich fand Teil 2 besser als 1 und hoffe das der dritte dem 2ten ähnelt.
        *duck*
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Dragon Age: Inquisition
Dragon Age: Inquisition einen ganzen Tag gespielt - Dragon Age mit Battlefield-Mass-Effect-Charme
Dragon Age: Inquisition einen Tag gespielt: Wir sagen Ihnen, wie die Skyhold die Brücke zu Mass Effect 4 schlägt, wie gekämpft, geliebt, upgegradet wird. Und wie viel Battlefield im neuen Dragon Age steckt.
http://www.pcgameshardware.de/Dragon-Age-Inquisition-Spiel-21976/Specials/Vorschau-1141359/
03.11.2014
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2014/11/DragonAge_02-pcgh_b2teaser_169.jpg
specials