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Games World
  • Vor dem Witcher-2-Start: Die vermutlich besten Offline-Rollenspiele seit 1974 [Artikel der Woche]

    Rollenspiele, die keine permanente Internetverbindung verlangen, liegen wieder hoch im Kurs. Besonders an langen und kalten Wintertagen lässt sich trefflich in die fremde Welt eintauchen. Doch auch im Sommer kommen Hochkaräter in den Handel, darunter The Wichter 2 und Fable 3. PC Games Hardware macht daher eine Reise durch die Zeit und stellt Meilensteine sowie "Must-haves" der Rollenspiel-Geschichte vor.

    Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel war der erfolgreichste der abgelaufenen Woche. Aus diesem Grunde veröffentlichen wir ihn heute zum Wochenabschluss erneut mit dem Hinweis auf seinen Erfolg. Viel Spaß damit.


    Im heutigen Special widmet sich PC Games Hardware ganz den "klassischen" Rollenspielen. Aktuell erfreuen sich Rollenspiele wieder einer gehobenen Beliebtheit. Das liegt vor allem an den vielen, durchaus guten Veröffentlichungen und an den bereits angekündigten Spielen bis Jahresende. Wir wollen uns mit diesem Artikel ganz den Offline-Rollenspielen verschreiben - ohne MMO-Zusatz im RPG, ohne die World of Warcrafts, Runes of Magics, Guild Wars und Aions dieser Tage. Doch warum sind Rollenspiele so beliebt? Die Gründe sind so vielschichtig, wie die Rollenspiele selbst. Ein wichtiger Punkt ist aber sicher, dass der Spieler in eine Welt abtauchen kann, in der er jemand anderes ist. Ob fieser Bösewicht, gefürchtet und gemieden, oder großer Kämpfer, der seine Feinde erschlägt und für das Gute kämpft. Der große Reiz besteht ohne zweifel darin, dass man sich mit seinem Avatar identifiziert, ihn bei seinen Levelaufstiegen begleitet, ihn neue Fähigkeiten erlernen lässt und ihn für die gute oder böse Sache kämpfen lässt.

    Dies ist wohl der entscheidende Punkt, denn in keinem anderen Gerne wird die Bindung zum Avatar so stark. Kein Shooter bietet den Tiefgang bei Charaktererstellung sowie -Entwicklung und kaum ein anderes Genre zaubert eine Welt auf den Bildschirm, in die der Spieler derart tief eintauchen kann. Denn das Ziel der Entwickler ist klar: Die Welt muss authentisch werden, eine Art Leben vermitteln und auch ein Stück weit unkontrollierbar sein.

    Rollenspiele: Zeitreise
    Wenn Sie sich für die trockene Theorie interessieren, die sicherlich nur an der Oberfläche kratzt, empfehlen wir Ihnen den Hintergrundartikel nach der Galerie. Ebenso wie die Rollenspiele selbst, könnte man hier wohl auch Stunde um Stunde Zeilen niederschreiben, die sich mit der Welt der Rollenspiele beschäftigen. Wir wollen sie aber noch etwas unterhalten und laden Sie zu einer Zeitreise ein, die ihnen einige Meilensteine der Rollenspielgeschichte auf dem PC vorstellt und am Ende einen kurzen Ausblick auf das kommende Jahr gibt. Wir wünschen Ihnen viel Spaß.

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    Rollenspiele: Grundlagen
    Die Wurzeln der Rollenspiele liegen hauptsächlich bei Pen-&-Paper-Rollenspielen. Hier haben sich die Entwickler die Abläufe und Mechaniken entliehen - der PC übernimmt den Spielführer. Basis eines jeden guten Rollenspiels bildet die komplexe Handlung, in die der Spieler häufig mit seinem selbst erstellten Avatar einzieht und dort Kämpfe und Quest bestreitet. Diese geben Erfahrungspunkte, woraufhin sich der Avatar verbessern kann. Auf Basis eines Regelwerks entscheidet der Spielführer über Erfolg und Misserfolg einer Aktion. Was im klassischen Sinne mit Würfel und Zufallsgeneratoren ermittelt wird, übernimmt hier der PC. Meist ist die Spielmechanik so gut versteckt, dass man von ihr nur wenig mitbekommt. Am häufigsten wird das Regelwerk von D&D (Dungeons & Dragons) verwendet, dass auch in einer zweiten Edition AD&D (Advanced Dungeons & Dragons) vorliegt.

    Rollenspiele: Historie
    Die ersten Rollenspiele sollen Mitte der Siebziger Jahre an Universitäten entstanden sein, da hier auf die Kapazität von Großrechnern zurückgegriffen werden konnte. Das erste - noch erhaltene - Rollenspiel soll DnD sein. Als dessen Vater ist Pedit5 überliefert. Die Dungeons werden hier bereits grafisch dargestellt - wenn auch aus heutiger Sicht sehr simpel. Im Dungeon lassen sich erstmals Offline-Gruppenmitglieder an die Hand nehmen. Anfang der Achtziger Jahre folgt Rouge, welches zufallsgenerierte Dungeons bietet, umfangreiche Ausrüstungen liefert und bei der grafischen Darstellung auf ASCII-Zeichen setzt. Kurze Zeit später wird mit Ultima und Wizardy der Quasi-Standard geboren.

    Noch sind die Kämpfe rundenbasiert (viele Spiele nutzen diesen Standard heute noch), aber kaum einen Atemzug später liefert Dungeon Master Echtzeitkämpfe. Zur damaligen Zeit gibt es grafisch kaum Besseres und die Interaktion mit der Umgebung ist auch ein Novum. In den Neunzigern setzt Neverwinter Nights (hier sei ausnahmsweise das erste MMO erwähnt) neue Maßstäbe. Anstatt alleine durch die Rollenspielwelt zu ziehen, nehmen nun Online-Party-Mitglieder an Ihrem Abenteuer teil. Ultima Underworld ist der erste 3D-Vertreter und mit Diablo formt sich das Hack-&-Slay-Lager mit einer großen Fangemeinde. Der nächste Meilenstein ist Baldurs Gate, das dem Rollenspiel-Genre Ende der Neunziger zu neuer Aufmerksamkeit verhilft, als alle Welt 3D-Shooter spielt. Anfang 2000 macht ein anderes, neues Neverwinter Nights auf sich aufmerksam, da es neben dem eigentlichen Spiel einen Leveleditor besitzt, der das Spiel zu einer wahrlich unendlichen Geschichte machen kann. Anfang 2000 erscheint auch Gothic, dass vor allem in Deutschland immensen Erfolg hat. Bis heute unvergessen erscheint 2004/2005 der erste und zweite Teil von Knights of the Old Republic. Endlich können auch ausgewiesene Sci-Fi-Fans in die Rollenspielwelt eintauchen. Ab 2005 machen Spiele wie Fable, Sacred und Oblivion auf sich aufmerksam, in denen nun auch besonderes Augenmerk auf die grafische Präsentation im technischen Sinne wert gelegt wird. Optisch war Oblivion zum Release dank Gamebryo-Engine eine Augenweide und forderte so manchen PC bis auf's Letzte.

    Rollenspiele: Technik
    Wenn man sich mit der Technik von Rollenspielen beschäftigt, fällt einem zuerst die Präsentation ins Auge - schlicht das, was Sie auf dem Bildschirm sehen. Hier gibt es vier gängige Formen: 2D-Top-Down aus alten Gründerzeiten, Pseudo-3D mit Pixelgrafik (wie beispielsweise bei Might and Magic), 2D-Isometrisch (mit dem Klassiker Diablo) und schließlich das aktuelle 3D, wie es in Dragon Age Origins oder Mass Effect zum Einsatz kommt. Letzteres setzt sogar auf eine Engine, die üblicherweise Ego-Shooter befeuert: Epics Unreal Engine 3. Zweiter entscheidender Punkt für den Entwickler ist, ob er den Avatar als 1st- oder 3rd-Person-Charakter darstellt. Die gängigste Form ist letztere - vor allem, wenn sie auch Gruppenmitglieder bei sich haben.

    Ein weiterer wichtiger Punkt ist, ob sich der Entwickler für eine eher offene oder geschlossene Welt entscheidet. Entwickler Bioware ist für eher geschlossene Welten bekannt. Hier können Sie sich zwar frei bewegen, aber die Welt hat klare Grenzen und für längere Strecken ein Reisesystem. Hier können Sie die Welt nicht zu Fuß erkundschaften. Den anderen Ansatz verfolgt Bethesda, in deren Spiele Sie gerne auch mal stundenlang durch Weiden und Felder stapfen können. Neben einem Reisesystem, das eingebaut werden kann, ist hier ein flotteres Fortbewegungsmittel Pflichtprogramm.

    Unter der Haube eines Rollenspiels versteckt sich die komplizierte Technik des Gameplays, die schnell zum Stolperstein werden kann. Neben der bereits oben erwähnten Spielmechanik neigen Rollenspiele zu ausufernder Komplexität bei Storyline und Quests. Das und der relativ freie Handlungsablauf machen solche Spiele besonders fehleranfällig. Kleinere Macken sind in Anbetracht dessen zu verschmerzen. Unangenehm wird es aber, wenn Plotbugs auftreten. Gothic 3 dürfte hier noch jedem in den Ohren klingen. Mit etwas Pech hatte man just den NPC (Non-Player-Charakter) um die Ecke gebracht, der einem beim nächsten Quest entscheidende Hilfestellung leisten sollte. So kommt die Geschichte zum Stillstand. Einige Zyniker mögen nun sagen, dass dies das richtige Leben widerspiegelt, aber der Spielspaß leidet trotzdem ungemein. Der große Vorteil der Level-basierten Rollenspiele ist jedoch, dass es kaum Längen im Spiel gibt. Tristesse macht sich weniger schnell breit und die Atmosphäre kann auf gleichbleibend hohen Niveau gehalten werden. Dass es aber auch in einem System mit offener Welt funktionieren kann, beweist unter anderem Oblivion, und auch Level-basierte Rollenspiele können langweilig sein, wenn man sich an Hellgate London erinnert.

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    Technik von offline-Rollenspielen
  • Diablo 3
    Diablo 3
    Publisher
    Activision Blizzard
    Developer
    Blizzard
    Release
    15.05.2012

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    Es gibt 25 Kommentare zum Artikel
    Von Sereniance
    Danke Dachte mir da fehlt doch was ^^
    Von superknollo
    grüßeglaub bild 22 war esdort wird "Ambermoon" angegebenaber das bild ist vom vorgänger "Amberstar"ich glaub der…
    Von mannefix
    habe mit bards tale 1 angefangen. phenomenal!! teil 2 ist noch besser.
    Von Hauptsergant
    Fallout war echt Hammer!
    Von Sulo101
    Bild 28 ist nicht aus Redemption sondern ebenfalls aus Bloodlines.Und bei den Rollenspielen fehlt immer noch Robox
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http://www.pcgameshardware.de/Diablo-3-Spiel-21367/Specials/Reise-durch-die-Geschichte-der-Rollenspiele-824076/
15.05.2011
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2011/03/DragonAge2_2011-03-17_13-21-06-81.jpg
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