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  • The Hobbit - An Unexpected Journey: Ein bildgewaltiges, abendfüllendes Epos in HFR-3D

    Mit dem ersten Teil der Trilogie, The Hobbit - An Unexpected Journey, hat Peter Jackson nicht nur ein Epos im Stil von Herr der Ringe geschaffen, sondern auch und vor allem ein technisches Meisterwerk, das sich Zeit lässt, seine Geschichte zu erzählen.

    Über ein Jahrzehnt ist es her, seit Peter Jackson den Herrn der Ringe samt Hobbits, Menschen, Elben, Zwergen sowie Orks zum Leben erweckt hat - die dreiteilige filmische Umsetzung von J. R. R. Tolkien sechsteiligem Roman (in drei Büchern) war und ist ein Meilenstein der Kinogeschichte. Den Grundstein jedoch, die Vorgeschichte des Herrn der Ringe, ist der neuseeländische Regisseur Peter Jackson erst in den letzten Jahren angegangen. Der Kleine Hobbit erzählt, wie Bilbo Beutlin zusammen mit einer Zwergenschar zum Einsamen Berg aufbricht um dort vom Drachen Smaug den Schatz der Zwerge und zugleich deren Königreich Erebor zurück zu erobern - weiterhin bildet der Roman eine Brücke zu Frodos Abenteuer.

    Ein Kinderbuch für Erwachsene
    Der Hobbit: Eine unerwartete Reise in der Filmkritik (14) Der Hobbit: Eine unerwartete Reise in der Filmkritik (14) Quelle: Warner Kein Film der letzten Jahre erreichte auch nur annähernd die Größenordnung des Herrn der Ringe und bis der kleine Hobbit Bilbo Beutlin seine unerwartete Reise (An Unexpected Journey) beginnt, lässt sich Peter Jackson viel Zeit - das ist gut so. Schon der Prolog - der Kampf der Zwerge gegen den Drachen Smaug und Horden von Orks - ist grandios inszeniert, bildgewaltig und gibt dennoch nur einen Vorgeschmack. Bis die heimatlosen Zwerge in Beutelsend, dem Wohnsitz Bilbos in Hobbingen im Auenland eintreffen, und sich der Hobbit entscheiden muss, ob er als Meisterdieb dem Abenteuer beiwohnt, vergeht nochmals locker eine halbe Stunde. In dieser glänzt vor allem Martin Freeman als junger Bilbo (den alten spielt wie gehabt Ian Holm), der sich in bester Halbling-Manier sträubt und von einer komischen Situation in die nächste schlittert.

    Der Hobbit: Eine unerwartete Reise in der Filmkritik (15) Der Hobbit: Eine unerwartete Reise in der Filmkritik (15) Quelle: Warner Das abendliche Festmahl, welches Gandalf dem Beutlin ungewollt aufzwingt, zeigt Peter Jackson genussvoll bis ins kleinste Detail und nutzt zugleich die Gelegenheit, die Zwerge einzuführen: Thorin Eichenschild führt die Gruppe an und entwickelt sich im Laufe des Filmes mit Bravour, während Balin - der spätere Herr von Moria - ebenso wie die anderen Zwerge (etwa Gloin, der Vater von Gimli) eher blass bleiben. Ihre Eigenarten aber dienen vielerorts als komödiantische Szenen. Alle Zerge werden von irischen, britischen, schottischen oder neuseeländischen Schauspielern verkörpert - im englischen Original wirkt die Truppe daher von der Sprachfärbung her wie ein Volk, im Zusammenspiel mit Thorins tiefer sonorer Stimme erzeugt das Lied der Zwerge (Far Over the Misty Mountains Cold) Gänsehaut; wir empfehlen jedem Filmfan sich die Origalveröffentlichung anzuschauen.

    Der Hobbit: Eine unerwartete Reise in der Filmkritik (5) Der Hobbit: Eine unerwartete Reise in der Filmkritik (5) Quelle: Warner Ohnehin ist die musikalische Untermalung von Howard Shore wie schon in Herr der Ringe fantastisch: Neue Themes wechseln sich mit bekannten ab und alleine hierdurch schlägt Jackson die Brücke zum Herrn der Ringe. Weiterhin treten Figuren wie Galadriel, Eldrond, Saruman, Frodo oder auch Gandalf in ihrer gewohnten Optik auf - wenngleich sich der Regisseur hier und da einige Freiheiten lässt und viele Nebenstränge einbringt, die so im Hobbit wenn überhaupt nur am Rande erwähnt werden. Diese Verknüpfung erlaubt es ihm jedoch, sowohl Fans von Herr der Ringe als auch Neulinge zu fesseln. Eine abendliche Lagerfeuer-Erzählung über den Kampf um Moria etwa inszeniert der Neuseeländer als martialische Schlacht zwischen Zwergen und Orks, die Mine spielt jedoch auch im Herrn der Ringe eine entscheidende Rolle.

    Ein digiales Meisterwerk mit kleinen Schwächen
    Der Hobbit: Eine unerwartete Reise in der Filmkritik (12) Der Hobbit: Eine unerwartete Reise in der Filmkritik (12) Quelle: Warner Egal welche Geschichte Jackson auch erählt - die bildgewaltigen Panoramen, die brutalen Action-Szenen oder die humorigen Einlagen sind aus technischer Perspektive schlicht phänomenal! Die HFR-Technik (High Frame Rate) sorgt dank 48 statt 24 Bildern pro Sekunde selbst in 3D für ein glasklares und detailliertes Bild, kein Schwerthieb fehlt mangels zu wenig Frames und endlich ruckeln die epischen Kamerfahren über sensationelle Landschaften mit ihren grandiosen Lichtstimmungen nicht mehr. Der vielzitierte, meist negativ besetzte Soap-Effekte ist entgegen seines Rufes ein Segen und vielmehr ein bahnbrechender, längst fälliger Fortschritt, der das Kinoerlebnis in ein neues Zeitalter katapultiert.

    Der Hobbit: Eine unerwartete Reise in der Filmkritik (2) Der Hobbit: Eine unerwartete Reise in der Filmkritik (2) Quelle: Warner Im Laufe eines Jahrzehnts hat der Fortschritt vor der CGI-Technik, also den computergenerierten Szenen, nicht halt gemacht und daher wurde diese im Hobbit exzessiv eingesetzt. Die Gesichter der Orks sind nun komplett digital statt aufwendige Masken, was beim Bösewicht Azog teils zu erkennen ist - zudem erlaubt sich Jackson ein paar nicht notwendige künstlerische Änderungen, etwa, dass die Warge mehr Wölfen denn Hyänen ähneln (was aber näher an der Buchvorlage ist). Das HFR-3D-Verfahren macht es aber auch stellenweise leichter, echte von CGI-Bildern zu unterscheiden und arbeitet (wenngleich selten) mit nur zwei Ebenen, sodass Charaktere wie Pappaufsteller vor einer Kulisse agieren. Andy Serkis allerdings brilliert erneut als Gollum, seine Schlüsselszene tief im Nebelgebirge spielt sowie spricht der Engländer mit beängstigender Intensität und Mimik.

    Nach knapp drei Stunden blickt der Zuschauer zurück auf ein erzählerisch wie technisch überwältigend bildgewaltiges Epos, welches die Messlatte für die beiden Nachfolger sehr hoch legt und gerade für Fans von Herr der Ringe liefert Peter Jackson ein bombastisches Kino-Erlebnis nahe der Perfektion.

    02:26
    Der Hobbit: Eine unerwartete Reise - Erster HD-Trailer
  • Der Hobbit
    Der Hobbit
    Publisher
    Vivendi
    Developer
    Inevitable Entertainment
    Release
    12.2003

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    Es gibt 51 Kommentare zum Artikel
    Von Low
    Ja...dachte beim erstenmal jedes Kino hat das HFR, war aber nicht so^^Und da ich HFR unbedingt sehen wollte bin ich…
    Von schmodel
    upps warst du in 2 Versionen drinnen?
    Von Low
    HFR 3D war für mich angenehmer als 24p. Vorallem die ersten 20 Minuten hab ich bei 24p 3D immer Probleme mit den Augen…
    Von schmodel
    Der Run hat sich wohl gelegt.Da ich jetzt nach Sylwester reingehen möchte.Normal-3D-oder HFR-3D .Unser Kino in…
    Von TommiX1980
    Ich weiß gar nicht, was alle an dem neuen Spiderman gut finden. Total dümmliche Dialoge, hauptsache Action drin. Der…
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Der Hobbit
The Hobbit - An Unexpected Journey: Ein bildgewaltiges, abendfüllendes Epos in HFR-3D
Mit dem ersten Teil der Trilogie, The Hobbit - An Unexpected Journey, hat Peter Jackson nicht nur ein Epos im Stil von Herr der Ringe geschaffen, sondern auch und vor allem ein technisches Meisterwerk, das sich Zeit lässt, seine Geschichte zu erzählen.
http://www.pcgameshardware.de/Der-Hobbit-Spiel-21229/Tests/The-Hobbit-Film-Test-1040506/
16.12.2012
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