Intel Coffee Lake-S: Achtkerner sollen zur Inkompatibilität mit Z270 & Co. geführt haben [Update]
Was Intel öffentlich verschweigt, wissen Mainboard-Hersteller: Mit der Einführung des Z370-PCHs sollen Änderungen am Pin-Layout des Sockels 1151 vorgenommen worden sein, durch die keine Kompatibilität zu den 200er-Platinen gewährleistet werden könne. Nötig seien die Anpassungen vor allem aufgrund der kolportierten Achtkern-CPUs, die nächstes Jahr unter dem Codenamen Coffee Lake-S erscheinen sollen.
Update vom 04.10.17:
Aus Intels inzwischen für Partner verfügbaren technischen Dokumentation zu Coffee Lake-S geht die neue Pin-Belegung des Sockels 1151 hervor. Vergleichsbilder (via Twitter, 3DCenter) zeigen, dass die Anzahl der Pins zur Spannungsversorgung (VCC) von 128 auf 146 wächst, jene für Masse (VSS) von 377 auf 391. Die meisten davon zwackt Intel von den ehemals ungenutzten Pins (RSVD) ab.
Von der chinesischen Webseite hkepc.com kommt über Facebook derweil das erste Bild einer geköpften Coffee-Lake-S-CPU mit sechs Kernen. Videocardz.com hat das Foto einem geköpften Core i7-7700K gegenübergestellt, um die Unterschiede zu veranschaulichen (die unterschiedlichen Package-Farben sind durch den Weißabgleich bedingt). Eine Pixelzählung ergab, dass Intels neuer 6+2-Die (6 Kerne, GT2-iGPU) circa 150 mm² groß sein sollte. Der 4+2-Die (4 Kerne, GT2-iGPU) von Kaby Lake-S misst 122 mm².
Bildergalerie
Originalartikel vom 02.10.17:
Öffentlich macht Intel fast keine Angaben, warum die kommenden Coffee-Lake-S-Prozessoren nicht auf bisherigen Sockel-1151-Mainboards mit Z270-, H270- oder B250-PCH laufen. Der Chiphersteller spricht lediglich von einer "verbesserten Stromversorgung". Da ansonsten keine Details genannt werden, gingen wir bislang davon aus, dass über einige Pins größere Spannungen laufen, wie es auf einigen High-End-Z270-Mainboards bereits inoffiziell der Fall ist.
Aus Kreisen von Mainboard-Herstellern kommen nun weitere Details, was hinter der "verbesserten Stromversorgung" steckt. Eigentlich sollten die Infos aufgrund von Intels Vorgaben nicht an die Öffentlichkeit gelangen, ein Youtuber hat sie dennoch veröffentlicht (unten eingebettet ab 2:40) - danke an das PCGHX-Mitglied Wolfgang75 für den Hinweis. Intel habe einige Pins, die bisher die integrierte Grafikeinheit mit Strom versorgt hätten, den CPU-Kernen zugeteilt. Zusätzlich habe es bislang ungenutzte Pins gegeben, die Mainboard-Hersteller bereits zur Spannungsversorgung einsetzten. Auf den Z270-Platinen habe Intel diesen eine feste Funktion zugewiesen. Die Folge: Coffee-Lake-S-CPUs könnten auf High-End-Z270-Modellen sprichwörtlich abrauchen, weil sie über diese Pins zu hohe Spannungen erhielten.
Zur Frage, warum Intel nicht einen neuen Sockel eingeführt hat, um Verwirrung zu vermeiden: Die Änderungen sollen relativ kurzfristig vorgenommen worden sein, sodass keine Zeit mehr geblieben sei. Die Sechskerner angeführt vom Core i7-8700K wären mit großer Wahrscheinlichkeit noch ohne die Änderungen am Pin-Layout ausgekommen, Intel bereite sich so aber schon auf Coffee-Lake-S-Achtkerner vor, die gerüchteweise nächstes Jahr erscheinen sollen.
Warum Intel die Änderungen nicht öffentlich kommuniziert, weiß indes niemand so recht. Generell zeigt sich der Chiphersteller verschwiegener denn je. Zu neuen Prozessorgenerationen werden nicht einmal mehr Chipgrößen oder Transistorenzahlen genannt.

Wenn man nur 100% Leistung brauch ist AMD trotzdem unschlagbar, und würde es jedem nicht OCler empfehlen auf AMD zu setzen.
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Aber irgendwie musste man damals ja den kauf der QuadCores rechtfertigen. Genauso wie man es jetzt gerade mit Acht Kernern macht. Die werden für spiele vielleicht mal interessant. Aber bis dahin gibt es schon längt Zen 2 oder sogar Zen 3.
Und wer wirklich so viel Content creation betreibt das sich ein 8 Kerner gut anhört sollte vielleicht eh drüber nachdenken X299 oder X399 an zu schaffen mit QuadChannel memory etc.
Oder nutze nvenc (nvidia) das kann crf
oder amd gpgpu lösung ist aber sehr speziell.