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  • Call of Duty: Infinite Warfare im Multiplayer gespielt - Alles ganz anders?
    Quelle: Infinity Ward

    Call of Duty: Infinite Warfare im Multiplayer gespielt - Alles ganz anders?

    Wir haben auf der Call of Duty XP in Los Angeles die ersten Stunden mit dem Multiplayer von Infinite Warfare auf den Karten Breakout, Frost, Frontier, Throwback und dem Revival des Klassikers Terminal erlebt. Dabei sind wir auf exotische Charaktere gestoßen, die auf den zweiten Blick auch mal spielmechanische Ähnlichkeiten mit Battlefield 1 aufweisen.

    Wir spüren förmlich, wie unser Gegenüber bei der Multiplayer-Weltpremiere zu Call of Duty: Infinite Warfare seine Überlegenheit genießt. Seine Merc-Rüstung ist aus zentimeterdickem Titan, verstärkt mit Kevlar und mit seiner Laser-Gatling, getauft Steel Dragon, hat er bereits zwei Kollegen auf dem Gewissen. Der Camper lauert, doch er hat nicht damit gerechnet, wie wir im Team die sehr viel stärkere Einbindung von Perks und temporären Spezialfähigkeiten (Traits und Payloads genannt) in CoD: Infinite Warfare nutzen. Als er eine Granate wirft, um uns schon mal anzukratzen, beschützt uns die Drohne eines Kollegen, die automatisch und jeweils nur einmal pro Runde auf uns geworfene Granaten abschießt. Die explodieren dann in der Luft und richten an unseren Rig-Rüstungen kaum Schaden an.

    07:32
    Call of Duty: Infinite Warfare - Multiplayer ausführlich im Video vorgestellt

    Wir haben auf der Call of Duty XP in Los Angeles die ersten Stunden mit dem Multiplayer von Infinite Warfare auf den Karten Breakout, Frost, Frontier, Throwback und dem Revival des Klassikers Terminal erlebt. Dabei sind wir auf exotische Charaktere gestoßen, die auf den zweiten Blick auch schon mal spielmechanische Ähnlichkeiten mit Battlefield 1 aufweisen.

    Die sogenannten Rigs sind das neue Klassensystem und noch etwas mehr auf Hightech getrimmt als die Specialists aus Black Ops 3. CoD: Infinite Warfare hat die experimentellsten Klassen, die Sie sich vorstellen können. Als nämlich gerade der Merc-Spieler durchlädt und seiner Gatling die Sporen gibt, verwandeln wir uns als Kampfroboter Synaptic auf Knopfdruck in den Mech-Dog Reaper. Der rennt auf vier Titanpfoten, bietet so weniger Angriffsfläche, ist deutlich schneller als normale Soldaten und per Sprungtaste können wir uns auf den Feind zu katapultieren sowie via One-Hit-Kill ausschalten. Das Ganze funktioniert sehr ähnlich wie der Bajonett-Angriff aus Battlefield 1: Sowohl bei DICE als auch Infinity Ward aktivieren Sie einen Charge und stürmen so auf eine Position zu. Treffen Sie den Feind frontal, wandert der Punkt für den Erfolg direkt auf Ihr Konto. Verfehlen Sie, hat der Gegner leichteres Spiel. Da Infinite Warfare brutal viel schneller und flexibler ist als Battlefield 1 und sich jeder Spieler per Slide oder Jetpack aus der Gefahrenzone katapultieren kann, ist dieser Angriff zwar effizient, fühlt sich aber nicht übertrieben stark an.

    6 Combat Rigs mit spezialisierten Perks

    Fixierung und Spezialisierung ist die Marschroute für Infinity Ward im Jahr 2016. Es gibt sechs Combat Rigs, die jeweils sehr individuelle Spielstile begünstigen: Während der Warfighter ein klassischer Soldat ist, der in allen Bereichen recht gut ist, ist der Merc auf sogenanntes Supressive-Fire ausgerichtet. Er dient also dem Niederhalten des Gegners mit großkalibrigen Waffen und viel Munition, während sehr agile Klassen wie der FTL zum Flankieren genutzt werden. Durch seine "Faster Than Light"-Fähigkeit kann er sich mehr oder minder über die Map beamen, dem Feind also sehr schnell in den Rücken fallen. Generell ist Infinite Warfare stark auf die gute, alte Zangentaktik ausgelegt, wobei die Levels aber jeweils auch vertikale Elemente haben. Wer mit den Thruster-Boots umzugehen weiß, kann auf Terminal etwa die Fabrikhalle am Boden komplett umgehen und sich als Scharfschütze schnell in eine optimale Position bringen. Etwa um Flaggen oder im Modus Defender den Träger der Drohne mit Geheimdienstinformationen zu schützen. Oder aber Sie entscheiden sich für Active Camo, dann lässt sich der Sniper tarnen - übrigens als einzige Klasse.

    Statt also alle Perks allen Spielern zugänglich zu machen, sind diese jetzt sehr viel stärker an die Rigs gebunden. Als Sniper können Sie etwa eine reaktive Rückenpanzerung aktivieren, wodurch Sie niemand von Hinten erstechen kann. Die spezielle Technologie ist allerdings nur auf Nahkampfangriffe ausgelegt, auf Fernschüsse hat das keinen Einfluss. Der Stryker bringt als klassischer Squad-Support ein Gatling-Geschütz mit - allerdings auch eine sehr experimentelle, sehr mächtige Waffe: Die Gravity Vortex Gun verschießt ein Gravitationsfeld, welches Gegner anzieht und für eine kurze Zeit quasi festtackert. Die Gegner können natürlich trotzdem weiterhin schießen, sind aber leichtes Futter für jeden Scharfschützen. Zudem können Sie so feindliche Kräfte im wahrsten Sinne des Wortes binden, um Überzahlspiel in Domination oder Search & Destroy aufzubauen.

    Titans, Nukes und wenn aus der Assault Rifle eine Sniper wird

    CoD: Infinite Warfare wird wieder ein Titel werden, mit dem Sie viel Zeit verbringen müssen, um in die Tiefe seiner Mechaniken einzusteigen und diese aktiv zu nutzen. Es gibt beispielsweise viele passive Boni-Perks, die nützlich sind. Persistence etwa sorgt dafür, dass Ihr Killstreak beim Ableben nicht zurückgesetzt wird. Einen Haken hat die Sache allerdings: Sie müssen mehr Kills im Streak schaffen als Spieler, die ohne Persistence arbeiten. Damit will Infinity Ward die Spieler abholen, die durchaus Talent haben, aber nicht zwingend regelmäßig 20er-Streaks schaffen, um den neuen RC8-Titan freizuschalten, der Ihnen ganz ähnlich wie in Titanfall 2 wie ein treuer Hund nicht von der Seite weicht und für gewisse Zeit als Bodyguard fungiert. Oder gar den 25er-Killstreak, mit dem sich die Nuke aktivieren und das ganze Spielfeld auslöschen lässt.

    Als Mittelding gibt's zudem noch das schwebende Torus-System, aus dem Sie sechs Ziele am Boden anwählen und direkt mit Raketen zerstören können. Das Torus-System ist sehr groß und wirft einen langen Schatten. Der Gegner hat also durchaus Gelegenheit, Schutz in Gebäuden zu suchen. Diese sind nach wie vor nicht zerstörbar, was laut Multiplayer Lead Designer Joe Cecot vor allem auch im E-Sport begründet liegt: "Natürlich schauen wir uns an, was andere Studios machen. Aber Call of Duty lebt von seiner Schnelligkeit in Kombination mit sehr hoher taktischer Tiefe. Zerstörung bringt eine Dynamik ins Spiel, die Strategien häufig zunichtemachen würde."

    Natürlich schauen wir uns an, was andere Studios machen. Zudem seien die COD-Karten dafür auch in der Regel zu klein und zu stark in der Vertikalen entworfen. "Zerstörung sieht sehr schick aus und ist atmosphärisch. Für Battlefield 1 passt das super, gar keine Frage. Aber bei uns müssten wir dafür auf sehr viele coole Mechaniken verzichten, weil etwa die Wall-Runs nur mit intakter Infrastruktur funktionieren." Noch ein bisschen abgefahrener sind die sogenannten Directed-Energy-Weapons: Diese lassen sich durch das Crafting-System zu Prototypen upgraden, wodurch Sie einen zusätzlichen Modus zuschalten. So gibt es die EBR-800, ein Sturmgewehr mit angeschraubtem, sekundärem Scharfschützenlauf. Im Sekundärmodus dauert allerdings nicht nur das Zoomen länger, ein Schuss leert auch die Hälfte der Batterie, die sich dann erst wieder regenerieren muss. Sie müssen also entscheiden, ob Sie lieber auf viele Projektile oder auf wenige, dafür durchschlagskräftigere Munition zurückgreifen.

    Call of Duty XP-Fazit

    Sie bekommen dieses Jahr zwei komplett unterschiedliche CODs zum Preis von einem. Das Modern-Warfare-4-Remaster ist langsam, es gibt keine Sprünge, keine Hightech-Spezialfähigkeiten und es geht insgesamt sehr viel mehr um die klassischen 1-gegen-1-Duelle. Mann gegen Mann, ohne viel Technik im Hintergrund. CoD: Infinite Warfare hingegen bringt eine ausschöpfende taktische Tiefe mit sich und fühlt sich sehr viel experimenteller an. Robo-Hunde sind selbst in der COD-Welt keine Selbstverständlichkeit, vor allem keine, die vom Design her Richtung Wolfenstein: The New Order gehen. Die Rigs in Kombination mit den sehr spezialisierten Perks sorgen für ein anderes Gefühl als noch in Advanced Warfare oder Black Ops 3. Infinity Ward muss etwas aufpassen, was die Balance angeht. Die Rear-Guard-Schutzfunktion für den Rücken kann potenziell Campen begünstigen, was weder Entwickler, noch Spieler wirklich wollen. Ansonsten hinterlässt Infinite Warfare auf der Playstation 4 aber einen exzellenten Eindruck. Sobald wir die PC-Version in die Finger bekommen, liefern wir auch gerne technische Impressionen nach.

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    Call of Duty: Modern Warfare Remaster - Angespielt - Video-Vorschau
    Spielecover zu Call of Duty: Infinite Warfare
    Call of Duty: Infinite Warfare
      • Von yojinboFFX Freizeitschrauber(in)
        Bo Ej-voll krasse Laserguns-voll schnell und voll viele Perks....voll nix für mich!
        Aber die Remaster sieht gut aus...nur hab ich das Original.
        Gruß Yojinbo
      • Von addicTix PCGH-Community-Veteran(in)
        Zitat von Ramons01
        Ich denke nicht das sie es so machen wie bei den Vorbesteller Maps, diese gab es nach einer Zeit für alle Spieler gratis als Update.
        Hier würden sie sich ins eigene Knie schießen, da Modern Warfare dem neuen Teil die Käufer abgraben würde und das zu einem deutlich günstigeren Preis.

        Ich hoffe auf einen Absturz der Verkäufe und auf ein Umdenken bei Activision, lange hält die Serie so nicht mehr durch...

        Gesendet von meinem ONEPLUS A3003 mit Tapatalk
        Naja dann bleibt immerhin noch die Möglichkeit, sich einen günstigen CoD IW Legacy Key zu kaufen.
      • Von Ramons01 F@H-Team-Member (m/w)
        Ich denke nicht das sie es so machen wie bei den Vorbesteller Maps, diese gab es nach einer Zeit für alle Spieler gratis als Update.
        Hier würden sie sich ins eigene Knie schießen, da Modern Warfare dem neuen Teil die Käufer abgraben würde und das zu einem deutlich günstigeren Preis.

        Ich hoffe auf einen Absturz der Verkäufe und auf ein Umdenken bei Activision, lange hält die Serie so nicht mehr durch...

        Gesendet von meinem ONEPLUS A3003 mit Tapatalk
      • Von addicTix PCGH-Community-Veteran(in)
        Also ich freue mich auf CoD 4 Remastered.
        Es sieht schon deutlich besser aus als die original Version, auch wenn die Remastered Version nicht auf dem heutigen Stand der Technik ist.
        Ich bin mal gespannt auf die Performance und Optimierung.

        Allerdings hoffe ich, dass sich CoD 4 Remastered eventuell auch noch einzeln kaufen lässt.
        Ich hab keine Lust mehr die Legacy Edition zu kaufen, Infinite Warfare taugt mir nicht
      • Von Shooter Software-Overclocker(in)
        Wollt ich auch gerade sagen.

        Auf Youtube gibt es schon genug Videos, es ist haargenau das selbe wie vor 7 Jahren.
        Von wegen bessere Optik...
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Call of Duty: Infinite Warfare
Call of Duty: Infinite Warfare im Multiplayer gespielt - Alles ganz anders?
Wir haben auf der Call of Duty XP in Los Angeles die ersten Stunden mit dem Multiplayer von Infinite Warfare auf den Karten Breakout, Frost, Frontier, Throwback und dem Revival des Klassikers Terminal erlebt. Dabei sind wir auf exotische Charaktere gestoßen, die auf den zweiten Blick auch mal spielmechanische Ähnlichkeiten mit Battlefield 1 aufweisen.
http://www.pcgameshardware.de/Call-of-Duty-Infinite-Warfare-Spiel-56591/Specials/Multiplayer-gespielt-1206935/
06.09.2016
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2016/09/CoD_01_Aufmacher-pcgh_b2teaser_169.jpg
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