Noctua NH-D15 im Test: Monsterkühler unter der Lupe
Der ideale Spiele-PC ist nicht nur schnell, sondern auch noch leise. Um die generierte Abwärme des Prozessores aus dem Gehäuse zu befördern, lassen sich die Hersteller immer raffiniertere Kühlerdesigns einfallen. Wir haben das neueste Modell aus dem Hause Noctua getestet, den NH-D15: Schafft es der Riesenkühler, die neue Referenz zu werden?
Auf dieser Seite
Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel war der erfolgreichste der abgelaufenen Woche. Aus diesem Grunde veröffentlichen wir ihn heute zum Wochenabschluss erneut mit dem Hinweis auf seinen Erfolg. Viel Spaß damit.Schon bei der Ankündigung des NH-D15 Anfang April sorgte der Noctua-Kühler für Furore. Nach Angaben des Entwicklers benötigte man "drei Jahre kontinuierliche Entwicklungsarbeit, unzählige thermische Simulationen und über hundert Muster", um die gewünschte "signifikante Effizienzsteigerung" zu schaffen. Doch nicht nur diese Ankündigung wurde eifrig diskutiert, auch der zu erwartende Preis von rund 90 Euro sorgte für Zündstoff. Im vergleich zum Vorgänger NH-D14 fallen beim NH-D15 nun die Aluminiumfinnen breiter aus, sodass in Kombination mit den weiter gefächerten Kupfer-Heatpipes die Wärmeverteilung besser ausfallen soll. Die äußeren, unteren Kanten sind nun schmaler gehalten, wodurch die RAM-Module auf beiden Seiten bis zu 64 mm hoch sein dürfen, sofern nur der mittlere Lüfter verwendet wird. Im Lieferumfang befinden sich derweil zwei 140-mm-PWM-Ventilatoren, wohingegen beim NH-D14 vorne noch ein 120-mm-Modell angebracht wurde.
Der Noctua NH-D15 ist schon auf den ersten Blick respekteinflößend: Ohne Lüfter wiegt der massive Kühlkörper deutlich über 1.000 Gramm. Die zwei Türme, die zwei 140-Millimeter-Ventilatoren und je sechs Heatpipes sollen für eine optimale Wärmeableitung sorgen. Selbst bei hohen Umgebungstemperaturen von über 25 Grad Celsius erreichte unser Core i5-2500K auf dem Prüfstand nie mehr als 60 Grad Celsius - und das selbst bei halbierter Lüfterdrehzahl (750 Umdrehungen/Minute). Lässt man beide Luftquirle bei voller Geschwindigkeit laufen (1.500 U/Min.), bleibt die CPU selbst unter Volllast 53 Grad kühl.
Noctua NH-D15 im Test: Weder Brüllaffe noch Leistetreter
Die Lautstärke des Noctua NH-D15 geht in Ordnung. Bei maximaler Geschwindigkeit sind die Lüfter mit 3,5 Sone zwar deutlich hörbar, auf Dauer allerdings noch nicht störend. Hinzu kommt, dass die gebotene Kühlleistung mehr als ausreicht, um die beiden Ventilatoren bei halber Drehzahl laufen zu lassen. Die Lautheit sinkt dann auf angenehme 0,4 Sone. Das Geräusch der Lüfter ist dann nur in stillen Umgebungen wahrnehmbar. Beim Spielen mit Headset oder Kopfhörer werden die Emissionen auf jeden Fall durch die Geräuschkulisse des Spiels übertönt
Noctua NH-D15 im Test: Es geht noch leiser!
Falls Sie gesteigerten Wert auf eine geringe Geräuschentwicklung legen, sollten Sie in Erwägung ziehen, die Be-quiet-Silent-Wings-2-Lüfter auszuprobieren. Diese verwenden wir in unseren Tests als Referenzmodell. Die Temperaturen liegen mit diesen Modellen im Schnitt nur etwa ein Grad höher als bei den mitgelieferten Lüftern, dafür sinkt die Lautstärke auf flüsterleise 0,1 Sone. Das ist aus einem Gehäuse absolut unhörbar - selbst in absolut stiller Umgebung.
Noctua NH-D15 im Test: Noch mehr Leistung rauskitzeln
Auch Übertaktungsversuche müssen Sie mit dem Noctua NH-D15 nicht scheuen. Selbst bei höheren Spannungen wie etwa 1,35 Volt und einer Taktrate von 3.800 Megahertz bleibt unser Core i5-2500K stets im grünen Temperaturbereich. Wie groß das Übertaktungspotenzial ist, hängt aber maßgeblich von Ihrer CPU ab, Abweichungen von den von uns ermittelten Temperaturwerten können also abhängig von der Systemkonfiguration auftreten. Unsere nachstehende Benchmarktabelle zeigt die von uns ermittelten Werte bei Standardspannung des Core i5-2500K.
Damit kein falscher Eindruck entsteht: Die im untenstehenden Benchmark angegebenen Temperaturwerte geben nur den absoluten Wert an. Zum Zeitpunkt der Messungen mit den beigelegten Mustern, herrschte im Testlabor eine Umgebungstemperatur von 25,6 Grad Celsius. Bei den Messungen mit unseren Referenzlüftern lag die Umgebungstemperatur mit knapp unter 23 Grad Celsius wesentlich niedriger. Betrachtet man also die Temperaturunterschiede zwischen Umgebungstemperatur und CPU-Temperatur, so schneiden die Noctua-Lüfter besser ab als unsere Referenzlüfter. Aus diesem Grund fließt in unsere Wertung auch nur der Temperaturunterschied Delta T mit ein, nicht aber die absolute gemessene Temperatur. Dies sichert eine Vergleichbarkeit. Die dem NH-D15 beigelegten Lüfter zeigen eine vollkommen angemessene Performance.
Noctua NH-D15 im Test: Die Testtabelle im Überblick
In der untenstehenden Tabelle finden Sie alle relevanten Daten rund um den Noctua NH-D15. Zusätzlich zur Endnote finden Sie auch alle Einzelnoten und mit welcher Gewichtung diese in unsere Bewertung mit einfließen.
Noctua NH-D15 im Test: Fazit - Leistungsstarker Luftkühler
Alles in allem ist der Noctua NH-D15 ein höchst gelungener Prozessorkühler für Spieler und Übertakter mit gehobenen Ansprüchen. Die sehr gute Leistung lässt sich die aus Österreich stammende Firma aber teuer bezahlen: Rund 90 Euro müssen Sie investieren, wenn Sie Interesse an dem massiven CPU-Kühler haben. Prüfen Sie vor dem Kauf außerdem, ob ihr Gehäuse überhaupt ausreichend Platz bietet. Für Mini-PCs oder andere kompakte Gehäuse ist der NH-D15 nicht geeignet.
Zum vergleich: Die Leistungsnoten von CPU-Luftkühlern und Kompaktwasserkühlungen sind bei PCGH direkt übertragbar. In der Regel schneiden Kompaktwasserkühler schlechter ab als gute CPU-Luftkühler. Letztere bringen auf der maximalen Leistungsstufe oft ähnlich gute Kühlleistungen, sind dabei meist aber deutlich leiser. Die bisher beste Kompaktwasserkühlung, die PCGH getestet hat (die Swiftech H220), erreichte eine Leistungsnote von 1,92. Der Rest bewegt sich meist zwischen 2,5 und 3,5.

es geht nur mit Basteln, also Kabelbinder oder Gummis, da die Silentwings etwas spezielle Halterungen haben. Der Beitrag von s3rioUsly ist aber über drei Jahre alt, hoffentlich hat er das Problem schon gelöst.
Kann dem nur Zustimmen. Geköpfter i7-6700k @4.8 bei 1.392V Prime custom run 1.5 Stunden: Max auf 1 Kern 73°, ( die anderen 68,66,66 ) allerdings mit Lüfter 100%.
Aber im Alltagssetting (4.5GHz, 1.2V bei 50% Lüfter max. 55C quasi unhörbar)