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  • Be Quiet Dark Rock Pro 3 im Test: Starker CPU-Kühler mit wenigen Kritikpunkten

    Schon seit einiger Zeit bietet der bekannte Netzteilhersteller Be Quiet auch CPU-Kühler an. Der Dark Rock Pro soll dabei den anspruchsvollen Nutzer ansprechen. Die letzte Neuauflage ist inzwischen schon über eineinhalb Jahren erhältlich. Nun ist der Nachfolger Dark Rock Pro 3 erhältlich. PCGH macht den Test.

    Be quiet Dark Rock Pro 3 im Test: Starker CPU-Kühler mit wenigen Kritikpunkten (1)Be quiet Dark Rock Pro 3 im Test: Starker CPU-Kühler mit wenigen Kritikpunkten (1)Quelle: PCGHBe Quiet ist im Gegensatz zu anderen Kühler-Herstellern relativ sparsam, was Neuvorstellungen angeht. Zwar gab es in der Zwischenzeit einige weitere Kühler-Produkte, das High-End-Modell war seit Mitte 2012 aber der Dark Rock Pro 2. Nun hat Be Quiet die dritte Generation eingeführt.

    Dark Rock Pro 3 im Test: Aussehen und Eigenschaften

          

    Äußerlich ist der Kühler immer noch problemlos als Dark Rock Pro zu erkennen. Er basiert wie bisher auch auf einer Doppel-Turm-Konstruktion. Die Türme sind mit einer Deckelplatte untereinander verbunden. Während diese beim Dark Rock Pro 2 noch plan war, ist sie beim Dark Rock Pro 3 zu den Seiten hin abgestuft. Das verleiht dem Kühler ein aufregenderes Aussehen. Darauf befinden sich die bereits bekannten Endkappen der Kupfer-Heatpipes.

    Von diesen besitzt der Dark Rock Pro 3 wie auch der Vorgänger insgesamt sieben Stück mit einem Durchmesser von sechs Millimetern. Mehr sind bei der Fläche der Kupfer-Bodenplatte auch nicht möglich. Letztere ist an der Oberseite mit zusätzlichen Kühlrippen ausgestattet. Die Heatpipe-Verteilung unterscheidet sich deutlich von der des Vorgängers. Bei diesem ergab die Anordnung für jeden Turm ein nach vorne geöffnetes "V" und einer Heatpipe in der Mitte des Turms. Nun befinden sich drei Heatpipes mittig in einer geraden Linie nebeneinander, flankiert werden Sie von zwei, nahe hintereinander platzierten Hitzerohren.

    Die Kühllamellen sind aus Aluminium gefertigt. Be quiet hat Noppen eingestanzt, welche zum einen die Kühlfläche erhöhen, zum anderen für Luftverwirbelungen sorgen sollen, welche die Kühlleistung verbessern. In der mittigen Erhebung unter der Deckelplatte bringt Be quiet außerdem drei verkürzte Kühllamellen unter. An der Vorderseite beider Türme sind die Lamellen gestuft geschnitten. Das sorgt für zusätzliche Verwirbelungen und verhindert Wärmestaus. Der Kühler bringt insgesamt stattliche 1.230 Gramm auf die Waage.

    Dark Rock Pro 3 im Test: Lüfter

          

    Der Dark Rock Pro 3 bringt bei den Lüftern eine Mischbestückung mit. Vorne arbeitet ein Silentwings 120 mm mit normalem Formfaktor, mittig ein 135-mm-Silent-Wings mit einer leicht sechseckigen Form. Dieser Lüfter bietet auch eine Y-Brücke, sodass beide Lüfter an einem Anschluss betrieben werden können. Dabei wird nur das Drehzahlsignal des mittigen Lüfters durchgeschliffen. Dem vorderen Lüfter fehlt die Drehzahlleitung hingegen komplett.

    Die Lüfter des Dark Rock Pro 3 sind die ersten Ventilatoren auf dem Markt, welche auf einen Sechs-Pol-Motor setzen. Normale Lüfter nutzen nur vier Pole. Sechs Pole ermöglichen laut Be quiet ein runderes Laufverhalten des Rotors. Das soll wiederum Vorteile bei der Laufruhe und bei der Lebenszeit der Lüfterlager bringen. Die Technik hat aktuell aber noch einen Nachteil: Da aktuelle UEFI-Systeme auf den Mutterplatinen nicht darauf eingestellt sind, lesen sie aus dem Lüfter eine höhere Lüfterdrehzahl als real vorhanden aus. Funktional ist diese höhere Drehzahl ohne Belang, der Lüfter lässt sich wie jeder andere normal regeln. Für diejenigen, welche sich an der zu hohen Drehzahl stören, will Be quiet kostenlos eine Adapterplatine anbieten, welche den Wert auf das korrekte Maß herunterrechnen. Im Zubehör befinden sich außerdem zwei zusätzliche Klammern, sodass sich der Dark Rock Pro 3 mit bis zu drei Lüftern betreiben lässt.

    02:14
    CES: Be Quiet zeigt neue Dark-Rock-CPU-Kühler

    Dark Rock Pro 3 im Test: Montagesystem

          

    Bei der Montage geht Be quiet einen anderen Weg als viele andere Hersteller. An den Kühler werden zuerst mit je zwei Schrauben entweder die Halterungsbleche für Intel- oder AMD-Systeme angebracht. In diese werden dann im passenden Lochabstand die Schraubgewinde befestigt. Danach wird am Mainboard zuerst die Backplate angelegt und die Befestigungsschrauben von hinten durch die Verschraubungslöcher gesteckt. Diese werden an der Vorderseite bis zur Endmontage mit Kunststoff-Clips festgehalten. Anschließend wird der Kühler aufgesetzt und von hinten fest verschraubt.

    Das Montagesystem hält den Kühler sehr gut fest. Jedoch ist die Befestigungsmethode für ein bereits befestigtes Mainboard gedacht. Ist die Mutterplatine noch nicht verschraubt, wird die Montage dadurch umständlicher. Außerdem fehlen der Backplate die Aussparungen für die Sockel-Schrauben. Sind diese etwas länger als üblich, erschwert das die Montage enorm, da sich die Backplate nur mit hohem Kraftaufwand weit genug hineindrücken lässt.

    Dark Rock Pro 3 im Test: Testumgebung

          

    Zuerst betrachten wir die Montage des Kühlers. Diese stufen wir je nach Anspruch in einer von drei Schwierigkeitsstufen ein. Für die Bewertung ist außerdem die Menge des Zubehörs ausschlaggebend. Die Temperaturmessung findet bei 100, 75 und 50 Prozent der Lüftermaximal-Drehzahl statt. Für jede Geschwindigkeit wird das System 15 Minuten lang mit Core Damage belastet. Sobald sich die Temperaturen eingependelt haben, lesen wir die Kern-Temperaturen des Core i7-2600K mit Core Temp aus. Der Messwert ist der Durchschnitt dieser vier Temperaturen normiert auf 20 °C. Die gleiche Messung findet auch nochmals mit unseren Referenzlüftern statt. Beim Dark Rock Pro 2 befestigen wir dazu zwei Silent Wings 2 120 mm. Zudem bestimmen wir in einem weiteren Messdurchgang die CPU-Temperatur bei einer Betriebsspannung von 1,35 Volt. Das Geschieht sowohl für die Referenz- als auch Standardlüfter. Als Wärmeleitpaste nutzen wir die Alpenföhn Schneekanone.

    Die Lautstärkemessung findet in unserer Tonkabine statt. Wir nutzen dazu ein Messgerät, welches in der Lage ist, die Lautheit in Sone zu ermessen. Auch hierfür nutzen wir wieder die Messpunkte bei 100, 75 und 50 Prozent. Ergänzen bestimmen wir auch die Schalldruckpegel in dB(A).

    Dark Rock Pro 3 im Test: Leistungswerte

          

    Die Leistungseinschätzung Dark Rock Pro 3 für die Leistung (Kühlleistung unter Berücksichtigung der Lautheit) fällt sehr gut aus. Mit einer Leistungsnote von 1,99 sortieren sich nur wenige Kühler vor ihm ein. Der Dark Rock Pro 3 kühlt die CPU bei voller Drehzahl auf hervorragende 43,9 °C ab. Daran scheitert sogar manche Kompaktwasserkühlung. Aber auch durch Drosselung verliert der Kühler kaum an Leistung. Bei Dreiviertel oder der halben Drehzahl sind es noch 45,3 beziehungsweise 48,7 °C. Die 50-°C-Grenze überschreitet die CPU nur, wenn wir die Spannung anheben.

    Der Dark Rock Pro 3 ist dabei nie wirklich laut. Der Spitzenwert liegt bei 2,0 Sone, die Drosselung der Lüfter lässt die Lautheit schnell auf 1,0 (75 Prozent) beziehungsweise 0,1 Sone (50 Prozent) sinken. Damit ist der Kühler im Computergehäuse praktisch unhörbar. Das Nachsehen hat der Dark Rock Pro 3 beim Gewicht. Im Vergleich zum Noctua NH-U14S legt er nochmals gut 300 Gramm mehr auf die Waage. Zudem ist die Montage auch nicht so eingängig.

    DrehzahlThermalright HR-22EKL Alpenföhn Brocken 2Noctua NH-U14SDark Rock Pro 3
    100%44,945,643,843,9
    75%46,548,846,145,3
    50%51,353,149,348,7
    100% (OC)53,752,650,653,5

    PCGH-Wertung
    2,35

    Dark Rock Pro 3 im Test: Fazit

          

    Der Dark Rock Pro 3 ist ein sehr starker Kühler ohne große Macken. Die Kühlleistung spielt im obersten High-End-Bereich mit, ohne das der Kühler dabei je störend laut wird. Kleinere Kritikpunkte sind das Gewicht und die Montage. Das Montage-System hält den Dark Rock Pro 3 aber trotzdem gut fest. Und da ein Kühler in der Regel nur einmal montiert wird, fällt auch die gewöhungsbedürftige Befestigung nicht stark ins Gewicht. Mit dem Dark Rock Pro 3 ist Be quiet ein würdiger Nachfolger gelungen.

    ProduktDark Rock Pro 3
    ModellnummerBK019
    Hersteller, WebseiteBe quiet, be-quiet.net
    Preis/Preis-Leistungs-VerhältnisCa. € 70,-/ausreichend
    Link zum PCGH-Preisvergleichwww.pcgh.de/preis/1054341
    Ausstattung (20 %)2,40
    Enth. Lüfter/Anschluss/Entkopplung1 x 120 mm, 1 x 135 mm/4-Pin/ja
    Montierbare Lüfter*/Ausrichtung3 x 120 mm/horizontal
    Lüfterdrehzahl 100 % (Angabe/gem.)1.400 u. 1.700/2.130* u. n. messbar
    Werkstoff/TechnikAlu, Kupfer/Heatpipes
    Heatpipes/Lamellenabstand7 x 6 mm/ca. 2 mm
    Wärmeleitmittel/Lüfterst./ExtrasSpritze/-/-
    Eigenschaften (20 %)3,38
    Sockelunterstützung (AMD)AM2(+), AM3(+), FM1/2(+)
    Sockelunterstützung (Intel)775, 115x, 1366, 2011
    Maße (B x T x H) und Gewicht mit Standardlüfter(n)132 x 150 x 160 mm/1.230 g
    Haltemechanismus (AMD/Intel)Verschraubung/Verschraubung
    Montageaufwand (AMD/Intel)Hoch/hoch
    Platinenausbau nötig (AMD/Intel)Ja/ja
    Gedrehte Montage möglich (AMD/Intel)Nein/ja
    Leistung (60 %)1,99
    CPU-Temp., Standardlüfter @ 100/75/50 %43,9/45,3/48,7 °C
    CPU-Temp., Referenzlüfter @ 100/75/50 %44,2/46,5/48,8 °C (Ref.: 2 x 120 mm)
    CPU-Temp., Std.-/Ref.-Lüfter @ 100 % (OC)53,5/53,2 °C (Ref.: 2 x 120 mm)
    Lautheit (100/75/50 %)2,0/1,0/0,1 Sone
    Schalldruck (100/75/50 %)35,1/28,5/18,3 db(A)
    Subjektive Lautstärke (100/75/50 %) 
    Note2,35
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    Es gibt 50 Kommentare zum Artikel
    Von RUHRPOTT_FINEST
    ich habe den Dark Rock 3 ohne Pro und muss sagen bin echt enttäuscht über dieses Monster.... fast einen Kilo schwer…
    Von Der-Prediger
    Also ich hatte eigentlich vor mir den Dark Rock Pro 3 zu holen (hab jetzt den Dark Rock Advanced C1), und ich bin mir…
    Von Galaxy_Radio
    Hmm,besitze den Dark Rock Pro 2 und finde die neue Platte weniger schön, wie ein kleiner Turm. Aber gut, ich kann…
    Von Adi1
    Nein, die HyperX Predator passen nicht mehr unter den Kühler.
    Von bolletrix
    Hallo ich hab mal eine Frage wie viel Platz ist den für den Ram Speicher oder passen meine Kingston HyperX Predator…
      • Von RUHRPOTT_FINEST Kabelverknoter(in)
        ich habe den Dark Rock 3 ohne Pro und muss sagen bin echt enttäuscht über dieses Monster.... fast einen Kilo schwer und kühlt bei mir schlechter als mein alter Freezer 13!!!!

        Mit dem Freezer 13 habe ich meinen I5 4670K mit 4 Ghz bei 1.112 Volt bei Prime in der Spitze kurzzeitig 51 Grad sonst darunter (44-45 Grad)mit dem Dark Rock 3 habe ich 54 Grad in der Spitze(sonst pendelt er sich bei 49-51 Grad)?!?! verschiedenste WLP ausprobiert darunter MX2 MX4 und die Gelid GC Extreme bleibt bei 54 Grad....

        Anpressdruck habe ich von Maximal bis "ok" geschraubt nichts bringt etwas.

        Den Freezer 13 habe ich nicht einmal im Bios hochschrauben müssen der war konstant kühl...
        hat jemand einen Rat?

        Lieben Gruß
      • Von Der-Prediger Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Also ich hatte eigentlich vor mir den Dark Rock Pro 3 zu holen (hab jetzt den Dark Rock Advanced C1), und ich bin mir der Sache bewusst, dass er mir keine 10°C niedrigere Temperaturen beschert, aber tdm dachte ich mir das er sich nicht schlecht machen würde.
        Nun hab ich hier viel Gegenteiliges gelesen, also lasse ich es erst mal.
        Zudem müsste ich mir neuen Ram besorgen - Corsair Vengeance ... und neuer Ram is teuer ..
        naja, wieder etwas schlauer geworden durch die pcghx community :p
      • Von Galaxy_Radio Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Hmm,

        besitze den Dark Rock Pro 2 und finde die neue Platte weniger schön, wie ein kleiner Turm. Aber gut, ich kann verstehen, dass man immer irgendwas verändern muss, ansonsten kann man ja nichts Neues verkaufen. Frage mich, ob die Verkaufszahlen rückläufig wurden, das etwas Neues vorgestellt wurde, denn deutlich besser ist der Kühler nicht gerade, da tut sich ja schon lange generell nichts. Momentan geht es viel eher um Optik/leise Lüfter als um leistungsfähige Kühler..
      • Von Adi1 Lötkolbengott/-göttin
        Nein, die HyperX Predator passen nicht mehr unter den Kühler.
      • Von bolletrix Schraubenverwechsler(in)
        Hallo ich hab mal eine Frage wie viel Platz ist den für den Ram Speicher oder passen meine Kingston HyperX Predator DDR3-2133 rein?
        Danke für die Antwort
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CPU-Kühler
Be Quiet Dark Rock Pro 3 im Test: Starker CPU-Kühler mit wenigen Kritikpunkten
Schon seit einiger Zeit bietet der bekannte Netzteilhersteller Be Quiet auch CPU-Kühler an. Der Dark Rock Pro soll dabei den anspruchsvollen Nutzer ansprechen. Die letzte Neuauflage ist inzwischen schon über eineinhalb Jahren erhältlich. Nun ist der Nachfolger Dark Rock Pro 3 erhältlich. PCGH macht den Test.
http://www.pcgameshardware.de/CPU-Kuehler-Hardware-255512/Tests/Dark-Rock-Pro-3-Test-1105227/
20.01.2014
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2014/01/Dark_Rock_Pro_3_03-pcgh.jpg
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