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  • Test Intel Core i3 und Core i5 - Clarkdale auf dem CPU-Prüfstand

    Die neuen Clarkdale-CPUs mit Core i3 oder Core i5 im Test: Auf Bloomfield und Lynnfield folgt nun Clarkdale: Intel präsentiert eine neue Einsteiger-CPU. Was sie taugt, klärt PC Games Hardware im Test.


    Nun ist die Core-Reihe komplett: Am 7. Januar stellt Intel eine neue CPU-Generation fürs untere und mittlere Preissegment vor, den Clarkdale alias Core i3/Core i5. Er wird die über drei Jahre alte Core-2-Reihe beerben - unser CPU-Test klärt, ob der Kleine ein würdiger Nachfolger ist.

    Intel Clarkdale im Detail
    "Westmere" ist Intels Bezeichnung für die Prozessorarchitektur der neuesten Generation mit 32-Nanometer-Technik. Sie wird die aktuellen Nehalem-Modelle zunächst ergänzen und später ganz ablösen. Entwickelt wurden drei Chipfamilien mit dieser Architektur, im Einzelnen sind das Gulftown (High-End-Desktop/Server), Clarkdale (Mittelklasse-Desktop) und Arrandale (Notebooks). Während es bei Gulftown noch ein paar Monate dauern wird, kommen Clarkdale und Arrandale im Laufe des Januars auf den Markt. Clark­dale wird etwas unterhalb aktueller Lynnfield-Modelle als Core i3 und Core i5-600 vermarktet, Arrandale dagegen kommt als (mobiler) Core i3, i5 und i7 mit dem Anhängsel "M" in den Handel.

    NameCore i3-5x0Core i5-6x0Core i5-7x0Core i7-8x0Core i7-9x0
    CodenameClarkdaleClarkdaleLynnfieldLynnfieldBloomfield
    ArchitekturWestmere (32 nm)Westmere (32 nm)Nehalem (45 nm)Nehalem (45 nm)Nehalem (45 nm)
    Kerne physisch/logisch2/42/44/44/84/8
    Hyperthreading (SMT)JaJaNeinJaJa
    Turbo-ModusNeinJaJaJaJa
    GPUJaJaNeinNeinNein
    L2-Cache2 x 256 KiByte2 x 256 KiByte4 x 256 KiByte4 x 256 KiByte4 x 256 KiByte
    L3-Cache4 MiByte4 MiByte8 MiByte8 MiByte8 MiByte
    TDP73 Watt73-87 Watt95 Watt95 Watt130 Watt
    SockelLGA 1156LGA 1156LGA 1156LGA 1156LGA 1366

    Die für Spieler interessantesten Modelle dürften die neuen Core-i5-Modelle mit Clarkdale-Kern sein, vom kleinen Core i3-530 bis hinauf zum i5-670. Sie alle passen auf den bereits etablierten Sockel LGA 1156 und erscheinen mit Taktfrequenzen von 2,93 bis 3,46 GHz, per Turbo-Modus geht es bis zu 3,73 GHz hinauf. Wichtig: Den Turbo-Modus beherrschen nur Modelle der Core-i5-Serie, bei den praktisch baugleichen Core-i3-Clarkdales fehlt die automatische Übertaktungsfunktion. Die Typnummer der i5-Clarkdales beginnt stets mit einer "6" - damit reihen sich die Modelle unterhalb des Core i5 mit Lynnfield-Kern ein (Core i5-750, usw.). Im Einzelnen hat Intel vier Modelle präsentiert (i5-650, 660, 661 und 670), weitere werden im Jahresverlauf erwartet. Der Core-i3-Serie steht eine "5" voran, hier hat Intel zwei Modelle im Angebot (Core i3-530 und 540).

    NameCore i3-530Core i3-540Core i5-650Core i5-660Core i5-661Core i5-670
    CodenameClarkdaleClarkdaleClarkdaleClarkdaleClarkdaleClarkdale
    ArchitekturWestmere (32 nm)Westmere (32 nm)Westmere (32 nm)Westmere (32 nm)Westmere (32 nm)Westmere (32 nm)
    Kerne physisch/logisch2/42/42/42/42/42/4
    Kerntakt2,93 GHz3,06 GHz3,20 GHz3,33 GHz3,33 GHz3,46 GHz
    Maximaltakt (Turbo-Modus)Nicht vorhandenNicht vorhanden3,46 GHz3,60 GHz3,60 GHz3,73 GHz
    GPU-Takt733 MHz733 MHz733 MHz733 MHz900 MHz733 MHz
    L2-Cache2 x 256 KiByte2 x 256 KiByte2 x 256 KiByte2 x 256 KiByte2 x 256 KiByte2 x 256 KiByte
    L3-Cache4 MiByte4 MiByte4 MiByte4 MiByte4 MiByte4 MiByte
    TDP73 Watt73 Watt73 Watt73 Watt87 Watt73 Watt
    Preis113 USD133 USD176 USD196 USD196 USD284 USD

    Die Mobilvariante mit Codenamen Arrandale hat ebenfalls zwei physische und vier virtuelle Kerne, sie wird als Core i3, Core i5 und Core i7 verkauft. Auch hier muss der i3 ohne Turbo-Modus auskommen.

    NameCore i3-330MCore i3-350MCore i5-430MCore i5-520MCore i5-520UMCore i5-540MCore i7-620LMCore i7-620MCore i7-620UMCore i7-640LMCore i7-640UM
    CodenameArrandaleArrandaleArrandaleArrandaleArrandaleArrandaleArrandaleArrandaleArrandaleArrandaleArrandale
    ArchitekturWestmere (32 nm)Westmere (32 nm)Westmere (32 nm)Westmere (32 nm)Westmere (32 nm)Westmere (32 nm)Westmere (32 nm)Westmere (32 nm)Westmere (32 nm)Westmere (32 nm)Westmere (32 nm)
    Kerne physisch/logisch2/42/42/42/42/42/42/42/42/42/42/4
    Kerntakt2,13 GHz2,26 GHz2,26 GHz2,40 GHz1,06 GHz2,53 GHz2,00 GHz2,66 GHz1,06 GHz2,13 GHz1,20 GHz
    Maximaltakt (Turbo-Modus)--2,53 GHz3,06 GHz1,86 GHz3,06 GHz2,80 GHz3,33 GHz2,13 GHz2,93 GHz2,26 GHz
    GPU-Takt766 MHz766 MHz766 MHz766 MHz500 MHz766 MHz500 MHz766 MHz500 MHz500 MHz500 MHz
    L2-Cache2 x 256 KiB2 x 256 KiB2 x 256 KiB2 x 256 KiB2 x 256 KiB2 x 256 KiB2 x 256 KiB2 x 256 KiB2 x 256 KiB2 x 256 KiB2 x 256 KiB
    L3-Cache3 MiByte3 MiByte3 MiByte3 MiByte3 MiByte3 MiByte4 MiByte4 MiByte4 MiByte4 MiByte4 MiByte
    TDP35 W35 W35 W35 W18 W35 W25 W35 W18 W25 W18 W
    PreisK. A.K. A.K. A.225 USD241 USD257 USD300 USD332 USD278 USD332 USD305 USD

    Clarkdale-DieClarkdale-DieQuelle: http://www.intel.deIntel Clarkdale: Technische Details
    Alle Desktop-Modelle verfügen über zwei Rechenkerne und unterstützen Hyperthreading, können also vier Threads parallel verarbeiten. Im Vergleich zum Core-i5-Lynnfield sind das zwei physische Kerne weniger und zwei logische Kerne mehr - oder anders gesagt: Clarkdale tauscht zwei echte gegen zwei simulierte Kerne, was auch das größte Problem des Chips ist (dazu später mehr). Jeder Clarkdale- und Arrandale-Prozessor verfügt über vier MiByte L3-Cache, also nur halb so viel wie bei Lynnfield-Modellen. Wie diese unterstützen auch Clarkdale und Arrandale maximal zwei Speicherkanäle (DDR3-1333) - drei Kanäle bleiben den Bloomfield-CPUs vorbehalten. Die wirkliche Neuerung von Clarkdale und Arrandale ist aber der integrierte Grafikchip, der zum einen schneller ist als bisherige Mainboard-Grafikchips, zum anderen aber relativ wenig Leistung aufnimmt.

    Clarkdale-Prozessoren bringen außerdem ein paar neue Instruktionen mit, die vor allem die Verschlüsselung beschleunigen sollen (AES, Advanced Encryption Standard). Die sechs Befehle eignen sich zum Beispiel, um einzelne Dateien oder ganze Festplatten schneller zu verschlüsseln. Außerdem können damit Telefongespräche über das Internet (Voice over IP) effizienter verschlüsselt übertragen werden.

    Intel Clarkdale im CPU-Test
    Da die meisten Spieler eine vollwertige Grafikkarte einsetzen werden, haben wir die Standard-Benchmarks ohne die On-Chip-Grafikeinheit durchgeführt - Benchmarks dieses Grafikchips finden Sie in PC Games Hardware 02/2010. Somit tritt der neue Dualcore-Westmere-Kern mit 4 MiByte L3-Cache (mit Hyperthreading) gegen den Vierkerner Lynnfield mit acht MiByte L3-Cache (ohne Hyperthreading), gegen seine Vorgänger der Core-2-Reihe und gegen die Konkurrenz von AMD an. Die Clarkdale-Tests führten wir unter Windows 7 durch, da erst dieses System richtig mit virtuellen Hyperthreading-Kernen umzugehen weiß - beachten Sie, dass die Vergleichswerte von Windows Vista SP2 stammen.

    Da die meisten aktuellen Spiele stark mehrkernoptimiert sind, ziehen die Clarkdale-Modelle trotz deutlich höheren Taktes klar den Kürzeren gegen CPUs mit vier Kernen. Hyperthreading kann auch unter Windows 7 zumindest bei Spielen nicht für eine wirkliche Leistungssteigerung sorgen, hinzu kommt der halbierte L3-Cache, der den neuen Modellen das Leben schwer macht. So unterliegt der mit 3,33 GHz getaktete i5-660 einem mit nur 2,66 GHz getakteten i5-750 (Lynnfield) bei fast allen Spielen - wenn auch nur knapp. Auch gegen die AMD-Topmodelle X4 965 und X4 975 verliert der Clark­dale. Erst bei einer Übertaktung auf 3,8 bis 4,0 Gigahertz erreichen die neuen Core-i5-Prozessoren in etwa das Niveau eines Core i5-750, bei Far Cry 2 gar die Leistung eines Core i7-920.

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    Die Leistungswerte bei Anwendungen bestätigen das Bild: Bei Paint.Net ist selbst der schnellste Clarkdale sogar noch langsamer als ein älterer Core 2 Quad Q6600 auf Basis der Core-Architektur. Beim Cinebench liegt der Core i5-661 in etwa auf dem Niveau eines Phenom X4 9950.

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    Auf der Habenseite der ersten Westmere-Prozessoren steht eine niedrige Leistungsaufnahme, verbunden mit geringen Prozessortemperaturen. Wer den Grafikkern nutzt, kann sich über eine TDP von nur 87 Watt freuen. Das sind im Falle des i5-660 nur 22 Watt mehr als bei einem gleich schnell getakteten E8600 - bei dem aber noch die Grafikkarte oder zumindest eine Onboard-Grafik dazukommt. Die CPU-Temperatur ist, gemessen an den hohen Taktfrequenzen, sehr niedrig. Gleiches gilt für die Leistungsaufnahme, unter Last nahm der i5-661 im Test - ohne seine GPU - fast 40 Watt weniger auf als der i5-750, wenn auch natürlich mit nur zwei physischen Kernen.

    Westmere: neue SparfunktionenWestmere: neue SparfunktionenQuelle: http://www.intel.de

    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    AMD Zen ab 2016: Alles zu Release-Termin, CPU-Sockel, technische Daten [Update]
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    Es gibt 45 Kommentare zum Artikel
    Von kearu
    @über mirAlso die Zeit der Spiele-CPU's mit nur 2 Kernen ist definitiv abgelaufen. Fast alle neueren Spiele…
    Von Einer von Vielen
    Ich find die Core i3 nicht schlecht, vor allem weil der 530er nur 100 Euronenkostet.die meißten Games unterstützen ja…
    Von Sturmtank
    bekommen die Quadcores heuer auch eine Strukturverkleinerung verpasst, oder ist das nur auf die dual cores, und dem…
    Von CeresPK
    die nächst größeren Core2Quads wären der QX9650 (ist aber glaube auch nur ein Q9650 mit freiem Multi) und der…
    Von amdintel
    man hat aber hier keinen echten Vergleich , es fehlen die schnelleren Intel I7 und Q9xxx ganz der QX9500 glaube so…
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702005
CPU
Der Core-2-Nachfolger im Test
Die neuen Clarkdale-CPUs mit Core i3 oder Core i5 im Test: Auf Bloomfield und Lynnfield folgt nun Clarkdale: Intel präsentiert eine neue Einsteiger-CPU. Was sie taugt, klärt PC Games Hardware im Test.
http://www.pcgameshardware.de/CPU-Hardware-154106/Tests/Der-Core-2-Nachfolger-im-Test-702005/
04.01.2010
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2009/12/Clarkdale__bersicht_091222171628.png
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