Tilera veröffentlicht den Tile-Gx72 mit 72 CPU-Kernen

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Nachdem Tilera vor rund anderthalb Jahren einen 36-Kerner in den Handel schickte, legen die US-Amerikaner nun mit dem Tile-Gx72 und verdoppelten die Anzahl an VLIW-Recheneinheiten. Diese takten mit bis zu 1,2 GHz und nutzen DDR3-1866 im Quadchannel-Modus.

Schon 2009, ein halbes Jahrzehnt nach der Gründung von Tilera, präsentierten die US-Amerikaner einen 100-Kerner, in den Handel hat es das Modell aber nie geschafft. Also überarbeitete man das Design und legt Mitte 2011 mit einem neuen Versuch nach, dieses Mal allerdings mit nur 36 Kernen - den Tile-Gx36.

Knapp zwei Jahre später ist der Tile-Gx72 als verdoppelte Version angekündigt. Wie gehabt nutzt Tilera hierfür ein VLIW-Design mit 64-Bit-Kernen bei 1,0 bis 1,2 GHz welches auf 18 MiByte L3-Cache zurückgreifen kann. Rechnet man die 32 KiByte L1D sowie 32 KiByte L1I und die 256 KiByte L2 pro Core dazu, macht dies 23 MiByte. Daten holt sich der Chip durch DDR3-1866-Speicher im Quadchannel-Modus, jeder Controller nutzt 72 Bit (12 Bit entfallen auf die ECC-Fehlerkorrektur).

Der Tile-Gx72 eignet sich laut Hersteller für Netzwerkaufgaben, Compute-Berechnungen die über die PCI-E-2.0-Schnittstelle laufen und Video-Transkodierungen. Einen Preis sowie die Verfügbarkeit nennt Tilera nicht, auch die TDP ist unbekannt - beim Tile-Gx36 mit der halben Kernzahl waren es noch 48 Watt.

Quelle: Tilera

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Dre PC-Selbstbauer(in)
        AW: Tilera veröffentlicht den Tile-Gx72 mit 72 CPU-Kernen

        Wo werden solche Prozessoren eigentlich eingesetzt in der Praxis?
      • Von Dre PC-Selbstbauer(in)
        AW: Tilera veröffentlicht den Tile-Gx72 mit 72 CPU-Kernen

        Wo werden solche Prozessoren eigentlich eingesetzt in der Praxis?
      • Von Skysnake Lötkolbengott/-göttin
        AW: Tilera veröffentlicht den Tile-Gx72 mit 72 CPU-Kernen

        Das ist eine auf Streams ausgelegte Architektur, die auch gut für high I/O bzw Netzwerk Aufgaben geeinget ist. Sieht man z.B. an den insgesamt 32 GB-E Links. Das muss man erstmal zusammen bekommen

        Auch Compute-Aufgaben, die auf Nearest-Neighbour Datenstrukturen arbeiten, funktioniert das ganz gut, so lange man oft genug die Daten reused, und genau da kommt das Problem dieser Architektur auf.

        Die Cores im Zentrum verhungern dir. Was richtig gut funktioniert ist auf der einen Seite Daten rein schieben, die dann per Streaming über einige Hops weiterverarbeiten, und dann auf der anderen Seite das Ergebnis raus hauen.

        Daher machen die DDR-Controller auf 2 Seiten auch durchaus Sinn

        Ist halt schon etwas ziemlich spezielles.
      • Von locojens BIOS-Overclocker(in)
        AW: Tilera veröffentlicht den Tile-Gx72 mit 72 CPU-Kernen

        Den Tile-Gx72 hätte man auch noch etwas ausführlicher beschreiben können finde ich. Wo Steht der im Verhältnis zum Keppler etc., worin liegen die Vorteile dieses Chips ... ?
        Bitte jetzt nicht einfach sagen: Klick die Links an! Ich meine nur das man es etwas besser erklären könnte und nicht so lieblos.

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