Ryzen, Coffee Lake-S, Skylake-X: AMD und Intel über Mehrkernoptimierung in Spielen
Auf der Game Developers Conference (GDC) 2018 haben sowohl AMD als auch Intel Sessions abgehalten, in denen es um die Mehrkernoptimierung in Spielen geht. Im blauen Lager wird das Thema aufgrund von Coffee Lake-S mit Sechserkernern für den Mainstream wieder präsenter. Bei AMD ging es speziell um die Ryzen-CPUs für den Sockel AM4 mit bis zu acht Kernen.
Mit AMDs Veröffentlichung der ersten Zen-Prozessorgeneration Ryzen wurde 2017 förmlich ein Krieg der Kerne zwischen AMD und Intel ausgelöst. Im High-End-Bereich steht Ryzen Threadripper (bis zu 16 Kerne) gegen Skylake-X (bis zu 18 Kerne), im Mainstream-Segment Ryzen 5/7 gegen Coffee Lake -S. Vor allem die Sechskerner Ryzen 5 1600(X) und Core i5-8400 für deutlich unter 200 Euro machen die Kernerhöhung für die breite Masse zugänglich. Dementsprechend verwundert es nicht, dass sowohl AMD als auch Intel auf der GDC 2018 über die Mehrkernoptimierung in Spielen gesprochen haben.
Beide Chiphersteller betonen, dass Entwickler auf die Thread-Verteilung bei CPUs mit SMT achten müssen. Es könne sinnvoll sein, zwei Threads auf einem Kern laufen zu lassen, zum Beispiel wenn Integer- und Floating-Point-Aufgaben gemischt werden, in der Regel limitierten jedoch die gemeinsamen Ressourcen, wie der Zugriff auf die Caches. Wenn ein Spiel also im Falle der Ryzen-7-CPUs keine 16 und bei den Core i7-8000 keine 12 Threads auslasten kann, sei es sinnvoller, auf jeden Kern einen Thread zu legen. Bei AMD kommt hinzu, dass sich die Kommunikation innerhalb eines CPU Complex (CCX) abspielen sollte, weil ansonsten die Latenzen steigen.
In DirectX 11 und OpenGL stelle der sogenannte Main-Thread einen großen Flaschenhals dar, der sich aber noch recht einfach auflösen lasse. Danach kommt der Render-Thread, der dafür zuständig ist, die Draw-Calls an die GPU(s) zu schicken. Dieser arbeitet in High-Level-APIs ohne Tricks grundsätzlich sequenziell und könne deswegen schlecht parallelisiert werden. Ein Paradebeispiel, wie es funktionieren kann, stellt Assassin's Creed Origins dar. Im Online-Test stellten wir bereits die bemerkenswerte Skalierung auf einem Ryzen 7 1700 fest. Für die aktuelle Print-Ausgabe 05/2018 haben wir noch einmal verschiedene CPUs gebencht und siehe da: Ein Core i9-7980XE mit 18 Kernen bei 2,6 GHz plus Turbo ist noch einmal erheblich schneller als ein Core i7-8700K mit 3,7 bis weit über 4,0 GHz. DirectX 12 und Vulkan helfen an dieser Stelle, werden aber noch nicht breit eingesetzt. Der einfachste Weg, Probleme bei der CPU-Skalierung zu umgehen, sei, die Grafikdarstellung so weit hochzuschrauben, dass Grafikkarten den limitierenden Faktor darstellten.

Ja da hast du natürlich Recht.
Ich benutze folgende Programme:
Handbrake(sehr selten ,nur wenn es ein Notfall ist,meistens nicht)
Advidmux,hybride und xmedia Recode.
Handbrake kann denke ich avx verwenden bei h264,die anderen aber nicht. Darum ist es mir egal.
Ich werde halt avx nicht verwenden bei h264
sag doch einfach mal welche programme du nutzt, dann müssen wir nicht raten wovon du eigentlich genau redest und die diskussion führt vllt noch zu etwas.....
Dem Codec sind die Kerne komplett egal, der verwendete Encoder muss sie nutzen können. Und mir ist kein gebräuchlicher Encoder für H.264 bekannt, der nicht massiv von möglichst vielen Kernen/Threads profitieren würde. Und dabei ist es auch die Qualität von Quell- und Zielmaterial ziemlich unerheblich - außer natürlich, dass bei hoher Qualität die Geschwindigkeitsunterschiede deutlicher zutage treten, weil der Zeitgewinn nicht nur ein paar Sekunden beträgt.
Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, mit älteren Spielen (basierend auf einer noch älteren Engine) zu argumentieren, die schon bei Erscheinen keine damals aktuelle CPU richtig auslasten konnten. Die Systemanforderungen von Saints Row IV sprechen doch für sich: Entweder ein Quadcore oder wenigstens ein Dualcore ab 3 Ghz. Das Spiel ist nach heutigen Maßstäben absolut nicht anspruchsvoll, was Hardware angeht.
Aktuelle Titel profitieren ganz klar von mehr Kernen/Threads. Dazu muss man nur einen Blick in die PCGH-Rangliste werfen, diese auf "Gaming Only" stellen und sich zwei CPUs der selben Generation und gleicher Taktrate heraussuchen. Und wenn man dann mal den i3-8350K (4C/4T) mit dem i5-8400 (6C/6T) vergleicht, bringt letzterer 20% mehr Spiele-Leistung, obwohl bei den getesteten Spielen auch ältere Titel enthalten sind. Würde man *ausschließlich* aktuelle, multicore-optimierte Spiele/Engines berücksichtigen, wäre der Abstand noch größer.
Der i7-8700K hingegen kann sich trotz 6C/12T (und 700 MHz höheren Takt) im Gesamtrating nur um weitere 10% vom i5-8400 absetzen. Daraus folgt: Sechs Kerne sind in der Tat der derzeitige Sweet Spot, mehr Kerne/Threads stellen eher ein Sahnehäubchen dar, vier Kerne sind auf dem absteigenden Ast udn höherer Takt bringt ab 4 GHz (derzeit) nicht mehr so wahnsinnig viel.
Ich habe ja nie behauptet das mehr kernen keinen sinn ergeben.Was ich aber damit zum ausdrück bringen wollte war,das es ab einem bestimten Punkt keinen sinn mehr ergibt.Um wirklich von mehr als 8 kernen mit ht zu profitieren müsste ich die einstellungen noch weit höher schrauben.Macht für mich aber keinen sinn mehr und darum werden noch mehr kerne hier wohl nichts mehr zerreisen.
Das 6 kerne mit ht standard sind,ja das ist wahr.Die 6 kerner sind so günstig zu kaufen,das dies wirklich der standard ist.Der Grund warum mir die mehrleistung bei spielen nicht wirklich aufgefallen ist,weil ich keine aktuellen spiele zocke.Darum ist mir dies nicht aufgefallen.Somit werde ich deine aussage auch nicht wiedersprechen.Aber zum zocken machen im moment mehr als 6 kerne mit ht aber dennoch kaum sinn.Das wird sich gewiss in den Jahren ändern,aber ob ich das merke ist ne andere Frage.
Wenn die Bandbreite limitiert ist die Effizienz natürlich ausschlaggebend. Ansonsten stellt man einfach die Bitrate ein, welche die optimalen Ergebnisse liefert. Es kommt also ganz auf die Anwendung und Infrastruktur an. NVENC ist unter manchen Umständen eine berechtigte Alternative und der Geschwindigkeitsgewinn ist wirklich extrem hoch.