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      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Wenn zwei Parteien sich auf eine außergerichtliche Einigung einlassen, dann i.d.R. weil beide der Meinung sind, recht zu haben, aber nicht, es auch beweisen zu können. D.h. Intel ist zwar der Meinung, richtig gehandelt zu haben, hat aber Angst, dass ein Gericht das anders sehen könnte. Die Behörde ist der Meinung, dass das bisherige Verhalten falsch ist, ist sich aber unsicher, ob das in aktuellen Gesetzen so drinsteht.
        -> Einigung. Ergebniss: In Zukunft ist alles ~so, wie die Behörde es will, Intel hat im Gegenzug jetzt Sicherheit was die Vergangenheit betrifft und konnte sicherlich mehr Einfluss auf die neuen Regeln nehmen. Die Konkurrenz profitiert davon, dass die neuen Regeln ein halbes Jahrzehnt früher in Kraft sind. (win-win-win-Situation)
        Hätten sie sich auf gerichtliche Verfahren eingelassen, hätte Intel noch jahrelangs so weitermachen dürfen, wie bisher (was in der schnelllebigen Hardwarebranche bedeutet: Wenn das Verhalten für die Konkurrenz wirklich existenzbedrohend ist, dann wäre vermutlich der ein oder andere pleite, bevor ein Urteil steht) und ggf. hätten sie dann (nach enormen Anwaltskosten für die Behörde) einen Freibrief bekommen, das ganze noch so lange fortzusetzen, bis neue Gesetze erlassen werden. (WIN-loose-LOOSE)
        Bei einem Urteil gegen Intel wären vielleicht Strafen fällig gewesen, aber deren Schaden für Intel / Nutzen für die Konkurrenz wäre vermutlich auch nicht größer, als die Vorteile für Intel / Schaden für die Konkurrenz durch mehrere Jahre Fortsetzung des aktuellen Verhaltens. (egal, win, egal)


        Anm.: Und Strafzahlungen gehen übrigens an den Staat und haben wenig mit dem angerichteten Schaden zu tun. Das sind eben Strafen. Entschädigungen (wie z.B. für die Entwickler, die neu kompilieren und testen müssen) sind eine seperate Angelegenheit. Vor allem sind konkrete Forderungen für die Konkurrenz schwer zu belegen, siehe AMD vs. Intel: Obwohl die EU mit dem Wettbewerbsverfahren gegen Intel klar festgestellt hat, dass die Konkurrenz geschädigt wurde, war es für AMD sinnvoller, Intel nicht vor Gericht auf Schadensersatz zu verklagen -wofür man die Höhe des Schadens hätte beweisen können müssen-, sondern sich mit Intel außergerichtlich zu einigen. Wie sollte man auch zuverlässig beziffern, wieviele Leute z.B. bei einer anderen Angebotspalette bei einem Hersteller auch tatsächlich etwas anderes gekauft hätten?
      • Von GR-Thunderstorm BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von XXTREME
        Zitat-> Intel gesteht sich kein fehlverhalten ein....Natürlich nicht !!!
        10 Mio$ absolut lächerlich um nicht zu sagen ein Witz. Ich verstehe die Behörde nicht, sorry.
        Die 10mio gehen ja auch nicht an den Staat sondern an die Softwareentwickler, um entsprechende Unkosten zu decken, die entstünden, wenn diese ihre Software mit einem "sauberen" Compiler überarbeiten müssen. Es würde nicht viel bringen, diesen mehrere Milliarden für eine so kleine Umstellung zuzusprechen.
        Wenn man Intel mit etwas weh tun kann, dann mit Auflagen. Geld haben sie wie Heu, damit kann man sie also kaum abschrecken.

        Ich fände es nur gut, wenn dieser "Intel-Compiler" endlich in der Versenkung verschwinden würde!!

        Dass Intel keine Schuld eingesteht, ist ja wieder typisch. Wieso haben sie sich denn auf diese Einigung eingelassen? Hätten sie nichts verbrochen, hätten sie ja auch vor Gericht nichts zu befürchten gehabt...

        Ich hoffe nur, dass sich die Gesamtsituation in naher Zukunft wieder bessert und auch AMD oder VIA wieder mehr Marktanteile bekommen.
      • Von XXTREME Volt-Modder(in)
        Zitat-> Intel gesteht sich kein fehlverhalten ein....Natürlich nicht !!!
        10 Mio$ absolut lächerlich um nicht zu sagen ein Witz. Ich verstehe die Behörde nicht, sorry.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        "absehbare Zeit"? Was kommende Hardwareprodukte angeht sind dass ggf. weniger als 12 Monate, die neuen Vereinbarungen sollen den aktuellen Stand der Dinge über wesentlich längere Zeiträume sicherstellen.
        Und wenn man sich die Entwicklung im Bereich Atom anguckt, dann ist es nicht auszuschließen, dass Intel auch ganz ohne eigene Grafikkarte eine Plattform schafft, in der sich keine zusätzlichen Chips mehr anbinden lassen.
      • Von Homerclon BIOS-Overclocker(in)
        Wie genau soll folgendes zu verstehen sein?
        Zitat
        So muss Intel beispielsweise zulassen, dass sich auch Grafikkarten von Fremdherstellern über PCI-E mit dem Prozessor verbinden lassen.
        Damit kann nicht gemeint sein das man eine x-Beliebige Grafikkarte auf einem Intel-Mainboard betreiben kann, denn das geht ja. In der Regel auch ohne Probleme.

        Da es von Intel (aktuell und wohl auch auf Absehbare Zeit) keine Grafikkarten gibt, kommt mir das etwas merkwürdig vor das man ihnen Vorschreibt das sich Grafikkarten über PCI-E mit dem Prozessor verbinden lassen muss.
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CPU
Intel beugt sich den neuen FTC-Regelungen
Intel einigt sich Berichten zufolge außergerichtlich mit der US-Wettbewerbsbehörde Federal Trade Commission. Mit mehreren Auflagen will man in Zukunft für faireren Wettbewerb zwischen Intel und der Konkurrenz sorgen.
http://www.pcgameshardware.de/CPU-Hardware-154106/News/Intel-beugt-sich-den-neuen-FTC-Regelungen-766522/
05.08.2010
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