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  • Familien-PC-System für 100 Euro? Bay Trail-D gegen Braswell - User-Artikel von ZobRombie

    Asrock N3150M und Q1900M:
Micro-ATX Mainboards mit Intel Celeron Prozessor Quelle: ZobRombie

    Zurzeit dominieren AMD-Fury-X-Reviews, Intel-Skylake-Previews und der baldige Release von Windows 10 die Computer-Nachrichten. Gleichzeitig erleben wir momentan greifbar die Angst vor Armut und Geldknappheit, die heißesten Tage seit Wetteraufzeichnung und drohend steigende Stromkosten. Kurzum, ein guter Zeitpunkt, sich einmal von teuren High-End Komponenten abzuwenden und die unscheinbaren, aber günstigen und stromsparenden Einstiegsprodukte etwas näher anzuschauen.

    Hinweis der Redaktion: Der folgende Artikel wurde von einem PCGHX-User, und nicht von der Redaktion geschrieben. Wenn Sie selbst Interesse haben, einen Userartikel zu verfassen, dann empfehlen wir Ihnen unsere Anleitung: So werden Sie Autor auf PCGH.de.

    +++++++++++++

    Kann ein 100-Euro-System glücklich machen?

    Insbesondere wem "Crossfire-Skalierung" oder "12K Eyefinity" und "Bottlenecking" nichts sagen und wer einfach nur einen sparsamen Computer sucht, um im Internet zu surfen, die Sommerurlaubsbilder zu bearbeiten und sich oder den Kindern das eine oder andere beliebte Spiel zu ermöglichen, der sei für die kommenden Zeilen herzlich eingeladen.

    Gleich vorweg, mit dem Begriff "System" ist hier die Kombination aus Mainboard, Prozessor(kühler) und Arbeitsspeicher gemeint. Die Geschmäcker und Variationsmöglichkeiten für Gehäuse, Netzteil, und Festplatte sind so vielschichtig, dass ich niemanden bevormunden möchte. Gleichzeitig finden sich möglicherweise bereits benötigte Komponenten im Besitz.

    Ich habe mir zwei Micro-ATX Mainboards als Grundgerüst herausgesucht und sie gegeneinander in unterschiedlichen Anforderungen getestet. Es handelt sich hierbei um Intel-Lösungen vom Hersteller Asrock. Das Asrock Q1900M bietet einen Intel Celeron J1900 Prozessor aus der Bay-Trail-D-Familie und das Asrock N3150M verwendet einen Intel-Celeron-N3150-Prozessor aus der aktuellen Nachfolge-Generation, der Braswell-Serie.
    Asrock N3150M und Q1900M:
Micro-ATX Mainboards mit Intel Celeron Prozessor Asrock N3150M und Q1900M: Micro-ATX Mainboards mit Intel Celeron Prozessor Quelle: ZobRombie

    Technik:

    Die Intel-Celeron-Prozessoren sind System-on-Chip (SoC) Designs und basieren auf der aktuellen Intel-Atom-Mikroarchitektur, genauer der Silvermont-Architektur und der Airmont-Architektur. Hierbei stellt Airmont als "Tick" vorwiegend eine Verkleinerung der Leiterstrukturbreite der Chips von 22 nm auf 14 nm dar, bringt jedoch zusätzlich auch Unterstützung für die achte Generation der Intel-HDGraphics-Serie mit.
    Asrock N3150M und Q1900M:
Aufstellung 22nm Silvermont und 14nm Airmont Asrock N3150M und Q1900M: Aufstellung 22nm Silvermont und 14nm Airmont Quelle: ZobRombie In Kombination lässt dies auf eine höhere iGPU-Leistung und Effizienz beim Celeron N3150 hoffen. Dem gegenüber bietet der Celeron J1900 seinerseits jedoch eine höhere Taktrate, sodass es interessant sein wird, beide im direkten Vergleich zu betrachten.

    Kostenpunkt:

    Mit Stand vom 18. Juli 2015 listen Preisvergleich-Portale folgende aktuelle Einzelpreise:

    Das Asrock Q1900M ist ab 62,01 Euro zu erhalten.​
    http://geizhals.de/asrock-q1900m-90-mxgth0-a0uayz-a1090448.html?hloc=de

    Das Asrock N3150M seinerseits ab 76,91 Euro.
    http://geizhals.de/asrock-n3150m-90-mxgzd0-a0uayz-a1273716.html?hloc=de

    Zusätzlich wird DDR3-DIMM-Arbeitsspeicher benötigt, der z.B. etwa in Form eines Kingston-HyperX-Fury-4GiB-Riegels ab 23,92 Euro erhältlich ist.
    http://geizhals.de/kingston-hyperx-fury-schwarz-dimm-4gb-hx316c10fb-4-a1090884.html?hloc=de

    Nach diesen Preisen würde ein Intel-Celeron-J1900-System, basierend auf einem Asrock Q1900M und genanntem Kingston-Arbeitsspeicher somit 85,93 Euro kosten und ein Intel-Celeron-N3150-System aus einem Asrock N3150M und selbigem Arbeitsspeicher seinerseits 100,83 Euro.

    (Anmerkung: Bay Trail-D- und Braswell-Mainboards sind, wie der Arbeitsspeicher, natürlich auch von anderen Herstellern erhältlich.)

    Testablauf:

    Detaillierte Testberichte zu den beiden Asrock-Mainboards Q1900M und N3150M sollen in den betreffenden Unterforen folgen. Dieser Artikel wird sich jedoch gezielt auf die beiden verwendeten Prozessorplattformen konzentrieren, indem sie in unterschiedlichen Kategorien, Benchmarks und Spielen gegenübergestellt werden, um ihre Eignung als sparsames Familiensystem zu prüfen.

    Um die Artikellänge nicht zu strapazieren, erfolgte eine Beschränkung auf wesentliche Ergebnisse. Alle Benchmark-Durchläufe erfolgten drei Mal mit Angabe der daraus ermittelten Durchschnittswerte.

    Die Spiele-Benchmarks sollen hier lediglich in 1080p-Auflösung (Ausnahme CS:GO) und unter niedrigen Details bewertet werden. Die jeweilige Wahl "Niedrig" oder ein Äquivalent bezeichnet gleichlautende Voreinstellungen in den Spiele-Grafik-Menüs und stellt nicht zwangsweise die minimal-möglichen Einstellungen dar. Sofern nicht Bestandteil der Voreinstellungen, wurden AA, AF und Vsync deaktiviert. Die Fps-Messung wird mit Fraps durchgeführt und die Tabelle listet minimale (MIN) und durchschnittliche (AVG) Bildrate.

    Der Stromverbrauch wurde in periodischen Messungen mithilfe eines Brennenstuhl-Primera-Line-Energiemessgerätes ermittelt. Die Tabellenwerte zeigen den Durchschnittswert.

    Testsetup:

    Intel Celeron J1900, in Tabellen Grün dargestellt:

    Asrock Q1900M
    Kingston HX318C10FWK2/8 HyperX Fury DDR3-1866 CL10 2x 4GB DIMM Kit @ 1333 MHz RAM
    Kingston KE-S32240-W HyperX 3K Limited Edition 240GB SSD
    Enermax EMG600AWT-01 80Plus Gold ATX large 600 Watt PSU
    Mini-box PicoPSU-90 12V DC-DC 90 Watt PSU

    Windows 8.1, Windows 10 Insider Preview Build 10130 (für 3DMark API Feature Test)
    Intel HD Graphics Driver 10.18.10.3958
    iGPU hat 512 MB shared Memory

    Intel Celeron N3150, in Tabellen Blau dargestellt:

    Asrock N3150M
    Kingston HX318C10FWK2/8 DDR3-1866 CL10 2x 4GB DIMM Kit @ 1600 MHz RAM
    Kingston KE-S32240-W HyperX 3K Limited Edition 240GB SSD
    Enermax EMG600AWT-01 80Plus Gold ATX large 600 Watt PSU
    Mini-box PicoPSU-90 12V DC-DC 90 Watt PSU

    Windows 8.1, Windows 10 Insider Preview Build 10130 (für 3DMark API Feature Test)
    Intel HD Graphics Driver 10.18.14.4214
    iGPU hat 512 MB shared Memory

    Synthetische Benchmarks und Workload-Tests

    Asrock N3150M und Q1900M:
PCMark 8 und 3DMark, sowie Multimedia-, Browser- und LuxMark-Benchmarks Asrock N3150M und Q1900M: PCMark 8 und 3DMark, sowie Multimedia-, Browser- und LuxMark-Benchmarks Quelle: ZobRombie Anmerkung:
    Der "Multimedia-Test" soll Real-World-Anforderungen mit frei erhältlichen Programmen simulieren.

    • Hierfür wurden unter GIMP 100 Bilder (von 0,5 bis 25 MP) mittels Batch-Processing bearbeitet und konvertiert. Zu der Aufgabe gehörte die Rotation der Bilder, eine relative Anpassung der Bildauflösung, die automatische Farbkorrektur, sowie Umbenennung und schließlich die Ausgabe in einem fremden Format.
    • Mittels iTunes wurden 100 mit AAC 256 kbit/s komprimierte Songs in MP3s mit 192 Kbit/s konvertiert.
    • Für die Videokonvertierung sollte Handbrake den Kurzfilm Big Buck Bunny der Blender Foundation im Format 2160p60 AVC nach 720p30 HEVC (x265) überführen. Fähigkeiten des betreffenden Prozessors zur Hardware-De- & Encodierung fließen in das Ergebnis ein.

    Kurzbewertung:
    Sehr schön zu sehen ist insbesondere bei dem PCMark-Benchmark und dem Multimedia-Test, dass der Intel Celeron J1900 dann spürbar schneller ist, wenn der Intel Celeron N3150 seine klar überlegene Grafikeinheit nicht ausspielen kann. Die Differenz von 2 GHz zu 1,6 GHz Grundtakt, bzw. 2,41 GHz zu 2,08 GHz ist dann deutlich bemerkbar. Dennoch kann der J1900 nicht dem Differenz-Verhältnis nach in Führung treten, was eine Effizienz-Steigerung des Architekturwechsels beim N3150 zeigt.

    Inwieweit der N3150 hier auch von seinem DDR3-1600 Speicher profitiert, ist indes zweifelhaft. Trotz des nominalen Anstiegs von DDR3-1333 beim J1900 zu DDR3-1600 zeigt ein SiSoft Sandra 2015 Memory-Benchmark, dass die Speicherbandbreite stattdessen gesunken ist, von 10,3 GB/s beim J1900 auf 9,3 GB/s beim N3150 - eine Folge der geringeren Prozessortaktfrequenz.

    Spiele-Benchmarks

    Vorbemerkung:
    Die besondere Architektur der Prozessoren mit ihrer Kombination aus stromsparenden, im Verhältnis niedrig getakteten Kernen, sowie der integrierten Grafikeinheit, welche sich ihren Videospeicher mit dem 64 Bit breiten Arbeitsspeicher teilt, führt selbstverständlich zu Limitierungen und ein Vergleich mit dem Leistungsniveau aktueller Core-Prozessoren und dedizierten Grafikkarten ist vergebens und nicht zielführend.

    Meine Intention bei den Benchmarks ist daher nicht zu zeigen, woran die Prozessoren scheitern, sondern im Gegenteil zu zeigen, was sie spielbar leisten können. Zudem sind beliebte Spiele auch nicht zwangsweise AAA-Titel und besonders fordernd, so dass ich hier nun einige der laut Twitch, Steam und Raptr beliebtesten Spiele darstelle. Mit League of Legends, Dota 2 und World of Warcraft sind zugleich die meist-gespielten Spiele vertreten.
    Asrock N3150M und Q1900M:
Spiele-Benchmarks Asrock N3150M und Q1900M: Spiele-Benchmarks Quelle: ZobRombie Kurzbewertung:
    Wenn durchschnittlich 30 Bilder pro Sekunde angestrebt sind, dann sind meines Erachtens nach die Spiele allesamt spielbar und ich hatte nicht den Eindruck, als wäre ich an einem fließenden Spielablauf gehindert. Im Gegenteil haben mich manche Partien intensiv gefesselt.

    Etwas überrascht haben die guten Werte des J1900, hätte ich in den Spielen eher auf die iGPU-Leistung des N3150 gesetzt. In gewisser Hinsicht erfreut mich dieses Ergebnis jedoch, zeigt es um so mehr, dass nicht zwangsläufig hohe Roh-Leistung erforderlich ist und es unterstützt diese Projekt- und Testidee, bei geringeren Einstiegskosten trotzdem Spielspaß erleben zu können.

    Der N3150 kann sich allerdings dann deutlich absetzen, wenn es grafisch anspruchsvoller wird. Um dies zu illustrieren, folgt im Rahmen der kommenden Tabelle eine Zusatz-Test mit aufwendigeren Spielen. Der J1900 ist hierbei stark limitiert, so dass ich mich entschlossen habe, nur den N3150 darzustellen. Die Auflösung beträgt hierbei nun 720p, ebenfalls mit niedrigen Details.

    Stromverbrauch, Temperaturmessungen und Zusatz-Test

    Vorbemerkung:
    Für die Verbrauchs- und Temperaturmessungen habe ich mir typische Szenarien überlegt.
    Zunächst "Idle", welches auch leichtes Browsing und etwa Musikhören darstellen kann. Es folgt die Wiedergabe von Big Buck Bunny in 2160p30 AVC von der Festplatte und die Wiedergabe eines Videos in 1080p30 AVC auf YouTube. Als meist-gespieltes Spiel soll League of Legends dann Casual Gaming darstellen, gefolgt vom 3DMark Sky Diver "Combined Test" für intensivere, variable CPU- und iGPU-Last. Als typische Höchstlast folgt dann LuxMark mit dem "CPUs + GPUs"-Test, welcher kurzzeitig maximale CPU- und GPU-Auslastung erzeugt.
    Asrock N3150M und Q1900M:
Stromverbrauch und Temperaturentwicklung Asrock N3150M und Q1900M: Stromverbrauch und Temperaturentwicklung Quelle: ZobRombie Stromverbrauch:
    Der Stromverbrauch wurde mit zwei Netzteilen gemessen, dem 600-Watt-Enermax-80Plus-Gold-Netzteil (ATX large) mit zusätzlichem Systemlüfter und dem 90-Watt-12-Volt-DC-DC-Pico-PSU von Mini-box (PicoPSU) ohne zusätzlichem Lüfter. Im Durchschnitt lässt sich feststellen, dass der Verbrauch mit dem PicoPSU um sechs Watt sinkt. Zunächst unspektakulär klingend, bedeutet dies aber eine Reduktion um bis zu 40% des Gesamtverbrauchs. Ein komplettes Desktop-System aus Mainboard, Prozessor mit integrierter Grafik, Ram, SSD und Eingabegeräten, welches unter Last lediglich rund 20 Watt verbraucht, ist beeindruckend. Wird das Enermax-Netzteil mit zusätzlichem Systemlüfter verwendet, so steigt der Verbrauch auf immer noch sehr gute, knapp 30 Watt.

    In der Einzelbetrachtung ist der N3150 bei geringer Last sparsamer als der J1900. Hier zeigt sich die verringerte Strukturbreite, effizientere Hardwarebeschleunigung und die geringere Taktfrequenz. Bei steigender Last nähern sich beide an, bis der N3150 dann bei Höchstlast hinter dem J1900 liegt, diesen hierbei jedoch an Leistung deutlich übertrifft (LuxMark N3150: 818 Punkte, J1900: 430 Punkte).

    Temperatur:
    Es wurden die beiden Systeme hier mit passiver Kühlung der verbauten Kühlkörper getestet. Mangels bewegter Teile ist dieser Aufbau somit komplett lautlos. Das überzeugende Ergebnis der Stromverbrauchsmessung setzt sich bei der Temperaturmessung fort. Der N3150 erzeugt im Schnitt weniger Abwärme und diese steigt lediglich im Verhältnis zur Leistung. Die Messergebnisse sind ebenfalls auf die Mikroarchitektur-Veränderungen vom Schritt Bay Trail-D zu Braswell zurückzuführen.

    Zusatz - N3150 bei anspruchsvolleren Spielen:
    Wer zu 720p-Auflösung und niedrigen Detailstufen bereit ist, dem bietet der Celeron N3150 sogar die Möglichkeit, aktuellere Spiele zu verwenden.

    Besondere Beachtung sollte hierbei individualisierten Grafikeinstellungen zukommen. Als Beispiel bietet das Spiel GRID Autosport unter der Voreinstellung "Niedrig" mit MIN 16 / AVG 23 FPS eine eher zweifelhafte Spielbarkeit. Nach weitergehender Optimierung der Einstellungen, steigt die Framerate jedoch auf gute MIN 34 / AVG 44 FPS.

    Weniger actiongeladene Spiele, wie etwa Civilization 5 oder Anno 2070 sind nicht zwangsweise auf hohe Bildraten angewiesen, so dass der N3150 auch gut für solche Spiele benutzt werden kann. Allerdings gilt hier die Einschränkung, dass diese Art Spiele mit fortschreitendem Spielverlauf deutlich steigende Anforderungen an die Prozessorleistung stellt. Die KI-Gegner Anzahl und die Kartengröße sollten daher im Auge behalten werden.

    Insgesamt empfinde ich die Leistung des N3150 bei aufwendigeren Titeln jedoch beeindruckend. Wenn man sich großzügig überlegt, dass der Vergleich zu Playstation 3 Titeln (720p-Auflösung, reduzierte Details) nicht zu fernliegend ist, das Gesamtsystem hier jedoch einen Stromverbrauch von lediglich 20 Watt bei passiver Kühlung mit 20 Grad Celsius über Raumtemperatur aufweist, dann wird es sehr spannend sein, die weitere SoC-Entwicklung zu verfolgen.

    Für den Sommer 2016 wird der Braswell-Nachfolger und "Tock" Apollo Lake erwartet, dessen Goldmont-Kerne dann über die neunte Intel HD Graphics Generation (LP) der Skylake-Familie verfügen sollen, ,öglicherweise bereits in Kombination mit DDR4-RAM.

    Abschluss

    Als persönlicher, kleiner Abschluss dieses Tests verbleibt nun die Eingangsfrage, kann ein 100-Euro-System zufriedenstellen?

    Wer sein Anforderungsprofil deutlich im Blick hat und einen Rechner benötigt, der ihn problemlos durch das Internet bewegt, einfache Office-Arbeiten und leichte Bild-/Videobearbeitung und Casual Gaming betreiben kann, für den sind der J1900 und der N3150 eine interessante Alternative. Beide verbrauchen sehr wenig Strom, erzeugen wenig Abwärme und sind idealerweise sogar komplett lautlos zu betreiben.

    Spiele wie das beliebte Kartenspiel Hearthstone von Blizzard oder MOBAs wie League of Legends von Riot Games laufen problemlos in FullHD, unter der Einschränkung, dass es nicht zwangsweise hohe Detailstufen sein müssen.

    Fortschreitende Entwicklungen werden sich ebenfalls positiv äußern. So wird Valve sein Dota 2 von der Source Engine auf die Source 2 Engine umstellen und die Beta zeigt bereits deutliche Verbesserungen in Qualität und Strombedarf. Ein aus Interesse gemachter Benchmark-Test mit der Unreal Tournament Pre-Alpha und der Unreal Engine 4 hat ebenfalls spielbare Frameraten gezeigt; dies übrigens mit dem Ergebnis, dass die FPS in 1080p "Niedrig" bei dem Celeron N3150 um 733% über den Werten des J1900 lagen. Auch wenn hier sicherlich der Entwicklungsstatus und Optimierungen eine Rolle spielen, so zeigt dieses Beispiel und die obigen Benchmarks aber, dass für aufwendigere 3D-Spiele zum 15 Euro teureren Celeron N3150/Asrock N3150M gegriffen werden sollte.
    Dieser bietet zudem Unterstützung für DirectX 11.2/12 und Hardwarebeschleunigung für die Dekodierung von HEVC-Videos bis zu 4kx2kp30.

    Als Ausblick möchte ich noch einen Vergleich des Asrock N3150M mit dem Asrock QC5000-ITX/PH durchführen, einem 15-Watt-Kabini-A4-5000 System. Es bleibt die Hoffnung, dass AMD einen Refresh auf Carrizo-L-Basis veröffentlichen wird.

    Vielen Dank für das Lesen! Kommentare und Fragen, sowie Kritiken und Anregungen sind gern gesehen.
    Wie ist eure Meinung zu Braswell und anderen SoCs?

    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    AMD Zen ab 2017: Alles zu Release-Termin, CPU-Sockel, technische Daten [Update]
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    Es gibt 18 Kommentare zum Artikel
    Von ile
    Aha, cool. Danke!
    Von ZobRombie
    Dankeschön, der zweite Teil ist schon in Bearbeitung.Ein paar Schnappschüsse vom PicoPSU habe ich schon und du musst…
    Von ile
    Cooler Artikel! Könntest du vielleicht mal n Foto von diesem Pico Netzteil machen? Wie steckt das in der Steckdose?…
    Von ZobRombie
    Danke für deinen Beitrag. Der Artikel will - oder soll zumindest - nicht behaupten, dass die beiden Boards die einzig…
    Von interessierterUser
    Für 100,-€ gibt es moderne Haswell Technik:Mist, Link von mindfactory klappt ohne flash nicht mehr:Celeron, H81,…
      • Von ile BIOS-Overclocker(in)
        Aha, cool. Danke!
      • Von ZobRombie F@H-Team-Member (m/w)
        Dankeschön, der zweite Teil ist schon in Bearbeitung.

        Ein paar Schnappschüsse vom PicoPSU habe ich schon und du musst einmal schauen, ob dir diese bereits genügen. Andernfalls mache ich natürlich gern weitere Bilder.

        Im Gegensatz zu "normalen" Wechselstrom-PC-Netzteilen (ATX, ATX Large, SFX, TFX usw.), handelt es sich bei dem PicoPSU um einen Strom- und Gleichspannungswandler, der durch eine externe 12 Volt Spannung versorgt wird. Die Wandlung von 240 Volt auf 12 Volt erfolgt somit, im Gegensatz zu den normalen PC-Netzteilen, nicht intern. Das PicoPSU besitzt eine 2,5mm Hochstecker-Buchse für die 12 Volt Versorgung; hieran wird dann ein externes Schaltnetzteil angeschlossen. Diese Kombination eignet sich dann besonders für kleine Gehäuse, da die Wärmequelle "Netzteil" nach außen verlagert wird.

        Die Qualität des Schaltnetzteils entscheidet über Effizienz und die maximal verfügbare Dauer-Leistung. Ich habe mich für ein Schaltnetzteil von der Firma Leicke entschieden.

        Grüße

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen][Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen][Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen][Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        EDIT:
        Noch als Bemerkung, beim PicoPSU handelt es sich um das "PicoPSU-90" der Firma Mini-Box und beim Schaltnetzteil um das Leicke "NT33402" 90 Watt Netzteil. Preislich liegen diese bei ungefähr 33 Euro fürs PicoPSU + 25 Euro für das Schaltnetzteil. Das PicoPSU-90 besitzt eine Wanderplatine auf einem 20er-ATX-Stecker, den 12 Volt Eingang mit Hohlsteckerbuchse, sowie als Ausgänge für das Mainboard und Laufwerke einen vierpoligen 12 Volt Stecker und je einen Molex und SATA-Stromstecker. Ab dem PicoPSU-150 ist meines Wissens nach ein Anschluss für zwei Weitere Molex/SATA-Stromstecker vorhanden. Ansonsten gibt es Y-Adapter.
      • Von ile BIOS-Overclocker(in)
        Cooler Artikel!

        Könntest du vielleicht mal n Foto von diesem Pico Netzteil machen? Wie steckt das in der Steckdose? Brauche ich da noch was zusätzliches ?
      • Von ZobRombie F@H-Team-Member (m/w)
        Danke für deinen Beitrag.

        Der Artikel will - oder soll zumindest - nicht behaupten, dass die beiden Boards die einzig denkbare Lösung im Preisbereich von 100 Euro sind. Im Gegenteil soll der Artikel einen Vergleich der beiden aktuellsten Intel SoCs darstellen, dabei Leistung und Verbrauch skizzieren und kommt am Ende zu dem abschließenden Ergebnis, dass sie sich durchaus als Ersatz für teurere Systeme anbieten können und dann im Bereich von 100 Euro lägen. Es gibt diverse Lösungen, die zwischen den genannten Boards und zusammengestellten Einzelkomponenten liegen. Hierfür müsste nur zunächst das genaue Anforderungsprofil geklärt werden, denn vielleicht reicht dem einen Nutzer sogar ein Raspberry Pi?

        Wenn ich mir allerdings hochintegrierte Mikroprozessoren betrachte, dann ist die Leistung immer im Verhältnis zum Verbrauch zu sehen. Einen Celeron-G hatten wir hier ja bereits in der Diskussion, nur der verbraucht im Betrieb ein Vielfaches an Strom im Vergleich zu den SoCs.

        Vielleicht magst du bei Zeit und Lust auch näher erklären, was du dir unter "moderner Haswell Technik" vorstellst oder versprichst, denn was die Modernität anbelangt, ist Braswell die modernere Architektur. Der Haswell-Celeron ist im Verhältnis zu den Core-i-Brüdern in Grafik und Speichercontroller beschnitten (Haswell-Celeron: 64-bit dual DDR3-1333 vs. 64-bit dual DDR-1600 beim Braswell-Celeron, Haswell-Celeron: Grafik ist Gen 7.5 vs Gen 8 beim Braswell-Celeron usw.).
      • Von interessierterUser Volt-Modder(in)
        Für 100,-€ gibt es moderne Haswell Technik:
        Mist, Link von mindfactory klappt ohne flash nicht mehr:
        Celeron, H81, 4Gb, reicht für alle Homeansprüche

        Und hier sieht man, was sowas taugt:
        http://extreme.pcgameshar...
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1165195
CPU
Familien-PC-System für 100 Euro? Bay Trail-D gegen Braswell - User-Artikel von ZobRombie
Zurzeit dominieren AMD-Fury-X-Reviews, Intel-Skylake-Previews und der baldige Release von Windows 10 die Computer-Nachrichten. Gleichzeitig erleben wir momentan greifbar die Angst vor Armut und Geldknappheit, die heißesten Tage seit Wetteraufzeichnung und drohend steigende Stromkosten. Kurzum, ein guter Zeitpunkt, sich einmal von teuren High-End Komponenten abzuwenden und die unscheinbaren, aber günstigen und stromsparenden Einstiegsprodukte etwas näher anzuschauen.
http://www.pcgameshardware.de/CPU-Hardware-154106/Lesertests/Familien-PC-System-fuer-100-Euro-Bay-Trail-D-gegen-Braswell-User-Artikel-von-ZobRombie-1165195/
20.07.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/07/Unbenanntpic0b_b2teaser_169.jpg
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